Tag 8 || Göttingen – Uslar – Holzminden – Hameln – Bad Münder – Springe – Hannover
Gestern wieder gemerkt, wie billig Kassel im Vergleich zu Frankfurt ist. Ich aß eine Falafeltasche für 4,- € (das ist nicht mal ein halber Döner!). Bei strömendem Regen kam ich wenig später in Hann. Münden an und verkroch mich sogleich in meinem winzigen Zimmer in einem rustikal-gemütlichen Fachwerk-Gasthaus. Fairer Preis, Frühstück inbegriffen.
Heute morgen bei fortgesetztem Niederschlag erst nach Göttingen, dann nach Uslar, wo ich einen längeren Aufenthalt hatte, den ich sehr genoss. Leider waren die zahlreich vorhandenen Bänke allesamt nass, so dass ich mein Vesper – das inzwischen reichlich uncrispe FinnCrisp mit Räucherkäse von gestern – im Haltestellenwartehäuschen einnahm. Ich kam mir vor wie ein Landstreicher – herrlich, so wurde ich mal wieder geerdet.
Bodenständig in seiner direkten Ruppigkeit und mir dadurch sympathisch ist auch das hiesige Landvolk, das mir wie ein stolzer Gegenentwurf zum steifen, betont fein artikulierenden Welfengezücht erscheint. Eine Kioskdame antwortete, als ich sie nach WC-Benutzung fragte, schlicht: "Pipi?" Eine Frau im Bus zischte einem Schuljungen, der einen Ball in den Händen hielt, zu: "Wenn du den hier durchschmeißt, bist du erledigt, du Pfeife!", und der Fahrer des Busses nach Holzminden (der aussah wie Patrick Stewart) schrie, als ein paar Kinder sich beim Aussteigen zu viel Zeit ließen: "Wird's bald?!"
Nach Hameln und Bad Münder verschlug es mich nach Springe. Da soll es ein Wisentgehege geben. Jetzt aber auf nach Hannover, hurra. *das Niedersachsenlied anstimm*





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