Donnerstag, 18. Oktober 2018

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Zwei Fränkwürdigkeiten

Vorgestern habe ich mir bei einem Zwischenstopp in Nürnberg etwas zum Snacken in der Hauptbahnhofsfiliale der Bäckereikette "Der Beck" geholt. Dabei entdeckte ich
1. eine Brezn-Sorte namens Sansibarbreze,
2. mit Hiffenmark gefüllte Krapfen.
Beides lässt sich ergoogeln. Die Sansibarbreze ist laut Beck-Website mit "'scharfen' Kurven" (uff!) versehen, welche durch eine pikante Salz-Pfeffer-Mischung erzeugt werden. Erklärung: Sansibar kennt man auch als "Gewürzinseln". Und der mit Hagebuttenmark gefüllte Krapfen/Pfannkuchen/Berliner/Kreppel ist tatsächlich eine oberfränkische Eigenheit ... die ich nur allzu gern probiert hätte, wenn Krapfen wegen der Marmeladenspritzgefahr nicht ein denkbar ungeeigneter Reiseproviant wären.

Montag, 15. Oktober 2018

Tortenheber der Demokratie

Ich stelle fest, dass das Wort "Totengräber" als Metapher in der Presse häufig falsch verwendet wird, nämlich als vorwurfsvolle Bezeichnung für eine Person oder eine Gruppe, die den sprichwörtlichen Tod von etwas aktiv oder durch Unterlassen herbeiführt. Die österreichische Kronenzeitung etwa mutmaßte kurz vor der bayerischen Landtagswahl, dass "Seehofer und Söder als Totengräber der Alleinregierung durch die Christlich-Sozialen in die bayrische Geschichte eingehen" könnten. Auch die "Totengräber der Demokratie" sind beliebte wiederkehrende Figuren im Mediensprech. Weitere Beispiele ließen sich mühelos finden.
Nun ist ein Totengräber jedoch in den seltensten Fällen der Mörder von dem, den er unter die Erde bringt. Auch nimmt er den Tod der oder des zu Beerdigenden nicht billigend in Kauf, noch kann er ihn voraussehen; er wird als Unbeteiligter bestellt, wenn es zu spät ist, und erledigt dann möglichst neutral seinen Job.
Da scheint mir also wieder mal ein verunfalltes Metapherngespenst herumzuspuken. Aber es klingt halt gut.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Was macht eigentlich ... Lutz Görner?

Diese Frage kann man relativ rasch und simpel beantworten: Er lebt noch. Erst vor drei Tagen berichtete die WAZ über ein unter Begeisterung aufgeführtes Robert-Schumann-Programm Görners in Bottrop. Der bekannte deutsche Rezitator, der sich ausweislich Wikipedia im Bergischen niedergelassen hat, scheint trotz seines Alters von immerhin 73 noch ziemlich umtriebig zu sein.
Lutz Görner hat sich mir als fester Bestandteil meiner Schulzeit auf ewig ins Gedächtnis eingebrannt. Wann immer es sich im Deutsch-Leistungskurs anbot, führte unser Lehrer uns in den Videokeller (ganz recht, so was gab es bei uns; nur wenn dieser belegt war, wurde ein Fernseher in das entsprechende Klassenzimmer gerollt) und führte uns Aufnahmen der 3sat-Sendung "Lyrik für alle" vor. So ersparte es sich der notorisch zurückhaltende Pädagoge, Lehrinhalte und vor allem Primärtexte selbst vorzutragen, und überantwortete dies einem professionellen Sprecher und Schauspieler. "Lyrik für alle" wurde zum letzten Mal 2010 ausgestrahlt, die viertletzte Ausgabe behandelte sogar Robert Gernhardt! Das Gute: Alle 200 Folgen sind auf Görners Webseite archiviert. Für ehemalige Schülerinnen und Schüler mit gleicher Erfahrung eröffnet sich hier die Gelegenheit für einen herrlichen Nostalgietrip.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Malz verloren (Enter the Atrix)

Heute möchte ich ausdrücklich von einem Produkt abraten: dem löslichen Malzkaffee von dmBio. Ich bin ein großer Fan der Lebensmittelabteilung von dm, aber beispielsweise Caro-Kaffee oder der Instant-Malzkaffee von Alnatura ist um Welten besser. Entscheidender Minuspunkt des dm-Produkts: Es verklumpt nach nur wenigen Wochen. Ach, was sag ich – es gibt seine Pulverigkeit komplett auf, verhärtet zu einem Stück Kohle, lässt sich nicht mal durch wiederholte Messerhiebe re-granulieren. Daumen runter!

Und wo ich schon mal beim Thema Drogerie bin: Jahrelang habe ich tagein, tagaus die Klassik-Handcreme von Nivea benutzt. Der Abwechslung halber wollte ich ein einziges Mal der Creme von Atrix eine Chance geben und kaufte diese. Doch ich werde damit nicht "warm". Die Konsistenz sagt mir nicht zu, der Geruch stößt mich ab. Das sind, möchte ich betonen, subjektive Empfindungen.