Mittwoch, 22. Mai 2019

A glimpse into my future

Bei Tegut gab es letzte Woche die guten Erdnuß(sic!)-Locken von Lorenz für sensationelle 99 Cent statt für die üblichen 1,99 €. Müßig zu erwähnen, dass ich da zugriff. Als ich diese Woche (notgedrungen) wieder bei Tegut einkaufen ging, sah ich, dass die besagten Flips noch immer im Angebot waren. Ich schnappte mir also eine weitere Tüte. Nach dem Bezahlen überprüfte ich den Kassenbon und sah zu meinem Entsetzen, dass die Erdnussflips mit den regulären 1,99 € berechnet worden waren. Also ging ich noch einmal zur Kasse und erklärte, dass an dem entsprechenden Regal ein rötliches Schild eine 50-prozentige Preissenkung ausweise. "Das muss wohl noch von letzter Woche da hängen", sagte die Kassiererin und überließ mich meinem Schicksal.

Weil es mir auf das Geld nicht ankam, nahm ich die Knabberei trotzdem mit. Ich stellte mir beim Gehen allerdings vor, wie ich mich verhalten hätte, wenn ich, sagen wir, zwölf Jahre älter wäre: Schon aus Prinzip hätte ich darauf bestanden, den niedrigeren Preis zu entrichten, und wäre dieser (garantiert lautstark vorgetragenen) Forderung nicht nachgekommen worden, hätte ich mit gerichtlichen Schritten gedroht, welche ich notfalls sogar zu gehen bereit gewesen wäre. Es zuckt manchmal arg verführerisch in mir, das latente Querulantentum.

Freitag, 17. Mai 2019

Videospieltipp: Ori and the Blind Forest

Ich gebe zu: Dieses Spiel ist nicht gerade ein Geheimtipp und nicht gerade neu (In der Tat soll dieses Jahr die Fortsetzung erscheinen, hurra!), aber ich habe es erst diese Woche durchgespielt. Es hat nämlich dafür, dass es ein Jump'n'Run ist, eine unerwartet lange Spielzeit. Ich habe 17 Stunden und 50 Minuten gebraucht, hatte allerdings auch den Anspruch, 100 % der Karte freizulegen (was nur 4,87 % aller Spieler geschafft haben), sämtliche Boni zu finden und den Fertigkeitsbaum komplett zu meistern. Zu diesen Dingen motiviert das Metroidvania-Prinzip ungemein. Auf mittlerem Schwierigkeitsgrad ist die Reise auch ausreichend fordernd, ich wurde mehr als einmal zum Fluchen veranlasst, war aber nie frustriert.

Der Soundtrack wirkt nur in wenigen Passagen repetitiv, ansonstens untermalt er die oft emotionale Stimmung aufs Beste. Graphisch ist "Ori" eine Pracht; ich bin froh, es auf der Xbox One am großen Fernsehbildschirm gespielt zu haben. Die Steuerung mit dem Gamepad ist komfortabel. Fazit: Ein bonbonbuntes, prächtiges Knuddel-Abenteuer mit einprägsamem Figuren- und "Level"-Design, tollen Spielmechanik-Ideen und teils schweißtreibender Action. Holt es euch!


Mittwoch, 15. Mai 2019

Kurz getestet: 2 (neue) (nicht-amerikanische) Essereien


1. Strong Chips von Lay's in der Sorte Wasabi und mit dem höchsten Schärfegrad "extra hot". Letzteres ist maßlos übertrieben. Ich hatte mich schon auf eine geschmackliche Herausforderung eingestellt (ja ja, ich weiß, Schärfe gilt nicht als Geschmacksrichtung, es ist ein Schmerz), doch darüber kann ich nur lachen! Reguläre Wasabinüsse brennen weitaus mehr. Nichtsdestotrotz knabbern sich die Chips – wie alle anderen dieser Marke – gut weg, um so mehr bei begleitendem Bierkonsum (truth in advertisement!). Es gab im Supermarkt außerdem noch, ebenfalls unter dem neuen Label "Strong", die Sorte "Chili & Lime", die ich allerdings gleich verschmähte, denn auf deren Verpackung stand der Hotness-Zeiger auf dem gelben, i.e. "milden" Feld. 7/10


2. Fitte Schnitte Rote Bete - Karotte von Ibis. Den blöden Namen verzeihe ich, denn man muss ja heutzutage froh sein, wenn "Rote Bete" richtig geschrieben wird. Ein leckeres, herzhaftes veganes Toastbrötchen mit 34% Gemüseanteil. Ob es tatsächlich neu ist, weiß ich nicht, zumindest ist es mir letzte Woche zum ersten Mal aufgefallen. 8/10

Montag, 13. Mai 2019

US-Snack-haul 2019 (7)


"Die Blues Hog Tennessee Red Sauce ist eine pfeffrige Sauce mit gewissen Essig Anteilen, welche häufig auf den Tellern im Süden der USA gefunden wird. Diese Sauce passt hervorragend zu Schwein und Rind, auch für Sandwiches oder als Marinade für Hähnchen oder Wild ist sie hervorragend geeignet. Zusätzlich kann die Sauce auch als Mopping-Sauce für den Smoker genutzt werden." So schreibt, etwas ungelenk, die Seite grillstar.de, und ich kann mir – ohne zu wissen, was "Mopping" ist – die genannten Einsatzmöglichkeiten gut vorstellen. Ich probierte sie zunächst an einem veganen Schnitzel "Hähnchen-Art" aus und war sehr angetan. Schärfe und Säure sind fein aufeinander abgestimmt und wirken barbecue-ig. Wie man auf dem Foto vielleicht erkennen kann, ist sie leider ein bisschen zu dünnflüssig. Ich mag Grillsoßen lieber etwas dicker, daher nur 6,5/10 Punkte.

Donnerstag, 9. Mai 2019

US-Snack-haul 2019 (6)


Eine Großfamilienpackung (1 kg) Pfannkuchenmehl zum Niedrigstpreis durfte ich mir nicht entgehen lassen. Nur 225 Gramm des All American Pancake Mix' von Mississippi Belle benötigt man für sechs normal große oder zehn fun-size Pancakes (angeblich sogar bis zu 12), dazu ein Ei, etwas Öl und 210 ml Milch. Sie gelingen gut und erreichen eine unerwartete Fluffigkeit. 7/10


Dienstag, 7. Mai 2019

Ich habe Victoria Jacksons Autobiografie gelesen, damit ihr es nicht müsst

Victoria Jackson (*1959) war von 1986 bis 1992 Teil des Ensembles von "Saturday Night Live" und übernahm dort regelmäßig die Rolle dessen, was man im amerikanischen Englisch bimbo oder ditz nennt, also dem blonden Dummchen, wie man es heutzutage zum Glück kaum noch in Comedyshows zu sehen bekommt. Mit ihrem Look sowie einer kindlich-naiven Quakstimme war sie prädestiniert dazu bzw. wurde halt type-gecasted, wobei sie auch über hohes akrobatisches Geschick und musikalisches Talent verfügt(e), so dass sie regelmäßig Ukulele spielend oder radschlagend auf der Bühne glänzte. Johnny Carson war ein Fan von ihr, 20 Mal war sie in seiner Late-Night-Show zu Gast.

Weil ihre Karriere in der Unterhaltungsbranche nach 1992, wie bei so vielen SNL-Alumni, nicht so recht Fahrt aufnehmen wollte, begann sie sich allmählich auf ungute Art zu politisieren und wurde Anfang der Zehnerjahre zu einem der prominenteren Gesichter der Tea-Party-Bewegung. Über diesen Werdegang hat sie 2012 ein Buch geschrieben ("Is My Bow Too Big?"), welches ich vor kurzem endlich ausgelesen habe. Ich lese grundsätzlich alle Biografien aus dem "Saturday Night Live"-Umfeld, und diese Geschichte interessierte mich ganz besonders, denn ich finde es zu gleichen Teilen spannend und unbegreiflich, wenn jemand peu à peu ideologisch "abdriftet". Beispiel Dennis Miller: War der Comedian in seiner Zeit als "Weekend Update"-Anchor noch keinem konkreten Spektrum zuzuordnen, begriff er sich nach 9/11 plötzlich als konservativer Patriot und ging die Jahre darauf schließlich full FOX News mindset.

Auch bei Victoria Jackson war dieses zweifellos traumatische Datum offensichtlich ein Erweckungserlebnis. Jedoch scheint mir in diesem speziellen Fall die Veranlagung zum Rechtsruck noch tiefer zu liegen, nämlich in einer von früh an verabreichten Überdosis Religion. Die Jacksons waren strenge Baptisten, und weil das Familienleben im Wesentlichen harmonisch ablief und kaum Anlässe bot, die diversen schrägen Dogmen infrage zu stellen, hat sich Victoria nie davon emanzipiert. Im Gegenteil: Bibelcollege und selbstauferlegte "Reinheit" bis in die wilde New Yorker Ära hinein waren logische Folgen. Und noch die übelsten fundamental-christlichen Urteile (Abtreibung ist Mord! Homosexuelle kommen in die Hölle!) galten ihr als unanfechtbar. Dann kam der 44. Präsident der Vereinigten Staaten und das Fass lief über. Bereitwillig ließ sie sich in die Verschwörungs- und Hetz-Maschinerie der far-right einspannen: Selbstverständlich zweifelt sie Obamas Staatsbürgerschaft an, die Vorbereitung eines muslimisch-kommunistischen Umsturzes wirft sie ihm vor, nicht weniger als Jesu erneute Ermordung befürchtet sie von der "liberalen Elite". "Socialist agenda" und "anti-American ideology" sind weitere gern verwendete Schlagwörter. Dass Andrew Breitbart (in dessen Haus sie sogar übernachten durfte) seine Anhänger anhielt, Obama lediglich als "Kulturmarxisten" zu titulieren, nimmt sie immerhin zur Kenntnis, verwendet aber mehrfach und allen Ernstes das Wort jihadist. Klar, in diesem Dunstkreis gelten ja schon Bernie und Ocasio-Cortez als Ultrastalinisten, weil sie stinknormale sozialdemokratische Visionen wie das Recht auf kostenlose Ausbildung und Gesundheitsversorgung haben.

Entsprechend zermürbend und enervierend gestaltet sich die Lektüre, und einzig die Passagen über die Welt des Showbiz haben mich bei der Stange gehalten. Fast schon schade ist zudem, dass das Buch mitten in Obamas erster Amtszeit endet. Ich wüsste gern, was Frau Jackson von Donald Trumps Wahlsieg 2016 und den Folgen gehalten hat. Ist für sie der Messias gekommen? Findet sie, dass seitdem alles in ihrem Sinne läuft? Oder dass im Gegenteil alles nur noch schlimmer geworden sei, weil in Wahrheit linke Massenmedien die Fäden ziehen? Vielleicht hat sie sich ja in einer ihrer Glossen dazu geäußert, die auch noch zu lesen mir aber die Kraft fehlt. 2017 hat sie sich zumindest – Quelle: Wikipedia – via öffentlicher Ankündigung endgültig aus der Politik zurückgezogen ("The article blamed her politics for her lack of career success"). Man wünscht ihr Glück.

Sonntag, 5. Mai 2019

US-Snack-haul 2019 (5)


Hunderte Male in Filmen und Fernsehserien gesehen, musste ich die klassischen Cheerios nun auch einmal ausprobieren, und was soll ich sagen? Die armen, armen Kinder, denen das allmorgendlich vorgesetzt wird. Zuckerreduktion ist ja schön und gut, aber dann muss man Frühstückscerealien auf andere Weise interessant machen, finde ich. Auch schön und gut ist, dass Cheerios ballaststoff-, vitamin- und mineralienreich sind. Geschmacklich aber sind diese Vollkorn-Hafer-Ringe fader noch als Pressspan. Wikipedia: "In Europa wurde das Produkt eine Zeit lang [...] mit größerem Zuckeranteil und oft anderen Getreidearten vertrieben, setzte sich aber in dieser Form auf dem europäischen Festland nicht durch." Ha, dem Klischee nach hätte es anders herum sein müssen. Man glaubt kaum, dass so ein frugaler Gesund-Fraß im Land von Cap'n Crunch & Co. derart erfolgreich ist. Bei meinem nächsten serving wird's, s. Serviervorschlag, Beerenobst dazu geben. 3/10

Freitag, 3. Mai 2019

Filmtitel XIX

Zimna wojna → Cold War – Der Breitengrad der Liebe
Peppermint → Peppermint: Angel of Vengeance
Unfriended: Dark Web → Unknown User: Dark Web
Spider-Man: Into the Spider-Verse → Spider-Man: A New Universe
Looking Glass → The Watcher
Second Act → Manhattan Queen
Sir → Die Schneiderin der Träume
Monsieur & Madame Adelman → Die Poesie der Liebe
Siren → Mysterious Mermaids (Serie)
Spin City → Chaos City (Serie)
A.P. Bio → Mr. Griffin – Kein Bock auf Schule (Serie)
The Upside → Mein Bester & ich
Cold Pursuit → Hard Powder
After → After Passion
Hellboy → Hellboy – Call of Darkness
La dernière folie de Claire Darling → Der Flohmarkt von Madame Claire
The Hustle → Glam Girls – Hinreißend verdorben

Donnerstag, 2. Mai 2019

US-Snack-haul 2019 (4)

Die erste Enttäuschung: 3 Musketeers ist im Wesentlichen das amerikanische Milky Way – soweit ich das beurteilen kann, denn es ist zig Jahre her, dass ich zum letzten Mal ein Milky Way gegessen habe, den objektiv schlechtesten Riegel diesseits der Milchstraße.
3 Musketeers ist jedenfalls etwas länger als Milky Way und weist eine glatte Oberfläche auf. Ich vergebe passende 3/10 Punkte.



Dienstag, 30. April 2019

Zurück in die Auskunft

Schon lange wollte ich etwas über eine Meldung schreiben, die man in der App oder bei der Online-Verbindungsauskunft der Bahn zu sehen bekommen kann: "Verbindung liegt in der Vergangenheit". Darüber ließe sich vortrefflich philosophieren. Allein: Ich wäre nicht der Erste, der sich mit diesem mystischen Satz beschäftigte. Schon 2006 gab es eine Bemerkung dazu im seligen jetzt-Magazin, und auch in diversen "Typisch deutsch!"-Büchern und -Glossen wird diese (seien wir ehrlich: letztlich unmissverständliche) Phrase behandelt. Stellen wir uns also vor, dieser Blogpost liegt in der Vergangenheit. Und das tut er ja auch.

Montag, 29. April 2019

Gaston revisité

Gaston Lagaffe, der sympathisch vertrottelte, dauermüde frankobelgische Bürobote, war früher eine meiner Lieblings-Comicfiguren. Als 2015 sämtliche Gaston-Strips unter dem Titel "Der Ganze Gaston" in einem edlen Schuber erschienen, setzte ich sie sogleich auf meine Amazon-Wunschliste. Letzte Woche überprüfte ich routinemäßig die aktuelle Preislage, doch siehe: Der Sammelband war nicht nur nicht für weniger Geld, sondern überhaupt nicht mehr zu haben! Stattdessen wird seit ein paar Wochen eine auf 20 Bände angelegte Neuedition herausgegeben. Ob darin auch die neuen Comics mit Gaston enthalten sein werden? Seit 2014 hat der kultige Schlaks nämlich wieder regelmäßige Gast(on)auftritte, nachdem ab 1997, mit dem Tod seines Schöpfers André Franquin, welcher verfügt hatte, dass niemand anders seine Figuren zeichnen dürfe, Schluss war; irgendein Verlags- oder Rechtewechsel hat's möglich gemacht. Apropos Franquin: Dessen Spirou-und-Fantasio-Gesamtausgabe (Fantasio war lange Zeit Gastons Chef) hätte man auch gerne im Regal stehen!

Nun ergab es sich, dass ich gestern auf einer Comicmesse war, und dort fiel mir was in die Hände? Nein, leider nicht "Der Ganze Gaston", dafür aber ein Gaston-Taschenbuch aus dem Carlsen-Verlag namens "Den Nagel auf den Kopf getroffen" – für 1 Euro! Beim Lesen überkamen mich durchaus angenehme Nostalgiewogen, doch muss ich konstatieren, dass ich die inhaltliche Qualität über die Jahre hinweg verklärt hatte. Das Prinzip der Gaston-Gags ist immer dasselbe, viele Pointen sind reichlich lahm, zudem hatte ich mir eingebildet, dass es hin und wieder auch längere Geschichten gegeben hat (?). Vielleicht sollte man als Erwachsener besser nichts konsumieren, was man einst als Kind und Jugendlicher abgefeiert hat ...

Donnerstag, 25. April 2019

US-Snack-haul 2019 (3)


Die beliebten Reese's Peanut Butter Cups in der praktischen "Snack size" im noch praktischeren Vorratssackerl, welches meiner hoffentlich korrekten Zählung nach 14 Stück enthält, waren ein must in meiner Bestellung. Tja, was soll ich dazu noch sagen? Ich halte mich mit der Vergabe der vollen Punktzahl wohlweislich zurück, denn 10 von 10 würde ja bedeuten, dass ich mir nicht vorstellen könnte, dass etwas noch Leckererereres existiert! Und da ich keine halben Punkte vergebe: auch hierfür 9/10

Sonntag, 21. April 2019

US-Snack-haul 2019 (2)

Weiter geht es mit etwas Trinkbarem:


Sierra Nevada Sidecar, ein wunderbares IPA, mit Orangenzesten gebraut, jedoch nicht zu fruchtig, die Agrumennote ist von perfekter Rundheit. Kommt aus North Carolina und hat erfrischende 5,3 Volumenprozent. 9/10

Freitag, 19. April 2019

Wer knackt die Nuss?


Eine weitere Eigenheit der Abreißkalender-Redaktion ist festzustellen: Sie hat eine sehr großzügige Definition der Begriffe "Rätsel" und "Spaß".
Um euch nicht den Spaß zu verderben, habe ich die Lösung des Rätsels, wo der berühmteste Leimener aller Zeiten (Spitzname: "der Leimener") geboren ist, vom Scan dieses Kalenderblatts entfernt.

Donnerstag, 18. April 2019

US-Snack-haul 2019 (1)

Weil bei einem auf amerikanische Lebensmittel spezialisierten Importartikel-Onlineshop, bei dem ich schon öfter bestellt hatte, großer Ausverkauf war, habe ich mir zum Spottpreis ein größeres Paket packen lassen:


Nur zu gerne hätte ich auch Produkte aus der Sparte Fruchtgummi / "Sweet & Sour" dazugenommen, z.B. Laffy Taffy, Razzles, Sour Patch Kids oder Life Savers, aber nach einem Blick auf die jeweilige Zutatenliste konnte ich das einfach nicht; da sind zum Teil so viele Zusatzstoffe – und zwar teils richtig üble – drin, dass mir der Appetit vergangen ist. Da bleibe ich lieber bei Süßigkeiten auf Erdnuss- und/oder Schokobasis, wie dieser hier:


Unverschämt lecker ist dieses zur Osterzeit passende "Ei", das Peanut Butter Egg aus dem Hause Reese's, das ungefähr die Größe von drei klassischen Butter-Cups hat. Schade, dass ich davon nur eins in den Warenkorb gepackt habe. 9/10

Weitere Kurztests folgen in den kommenden Tagen und Wochen.

Montag, 15. April 2019

Manchmal muss es einfach etwas Perverses sein

Schon 2018 habe ich das feine Gericht Erbsen-Fusilli mit Sauce Hollandaise kreiert, worauf in sozialen Netzwerken teils mit Häme, teils mit Ekel reagiert wurde. Ich fand's knorke, und heute gab es, als Upgrade quasi, diese Köstlichkeit: Pfannengnocchi in der Sorte "Spinat" mit, genau: Sauce Hollandaise.
Zur Nachahmung empfohlen.

Dienstag, 9. April 2019

Gerste und Malz verloren?

Neulich entdeckte ich beim Stöbern im Internet etwas ganz und gar Magisches: eine Flüssigkeit namens Gerstenmalz, die angeblich als Brotaufstrich taugt und in Farbe und Konsistenz meinem geliebten Zuckerrübensirup ähnelt.

Das Produkt hätte eigentlich bei Alnatura erhältlich sein sollen, war es aber nicht (ich berichtete), weshalb ich für rund 10 Euro ein Glas bei Amazon bestellte.


Eine Kollegin äußerte, wohl um mich zu ärgern, den Verdacht, dass das bestimmt so ähnlich wie Marmite schmecke, aber diese Mutmaßung konnte ich sofort vom Tisch wischen. Ich probierte erst einmal einen halben Teelöffel ... und fand den Geschmack zunächst interessant. Interessant finde ich ihn noch immer: weniger suchterzeugend als Rübenkraut, auch weniger süß, obwohl hier immerhin >50% Zucker enthalten sind. Eine "aromatisch-karamellige Note" (Etikett) lässt sich nicht absprechen. Basis ist jedenfalls gekeimte Gerste. Auf die Idee, das Zeug, welches man auch als Backmalz verwenden kann, in Suppe zu tun, bin ich noch nicht gekommen. Wohl aber darauf, es auf einen Eierpfannkuchen zu streichen. 

Sonntag, 7. April 2019

Ausflug an die "Riviera Deutschlands"

Gestern war ich in Bensheim, das man in etwas über einer halben Stunde von Frankfurt aus erreichen kann. Leider habe ich es nicht geschafft, die beiden Highlights – Schloss Auerbach und den Staatspark Fürstenlager – zu sehen, weil die Busse dorthin nur alle Jubeljahre fahren. Aber das Städtchen selbst ist auch sehr sehenswert.


Auf dem Erzeugermarkt habe ich mir zwei Äpfel gekauft: "Alte Sorten", die tatsächlich keine allergischen Reaktionen bei mir ausgelöst haben. 


Durch Bensheim fließt die Lauter, bei der es sich freilich nicht um den gleichnamigen durch Kaiserslautern fließenden Fluss handelt. 
An diesem Tag war es zwar angenehm warm, aber leider bewölkt, weswegen auf den Fotos nicht ganz so gut rüberkommt, warum die Bergstraße auch die "Riviera Deutschlands" genannt wird.


Am Odenwald wird auch Wein angebaut. An netten Hängen entlang kann man auf den Kirchberg steigen und von dort mehrere Wanderwege aufnehmen, z.B. mit Nibelungenbezug.


Auf dem Kirchberg selbst steht ein klassizistisches Lusthaus namens Kirchberghäuschen, das ich leider versäumt habe zu fotografieren, weil ich von dem angeschlossenen gastronomischen Betrieb so angetan war.

Rübezahl

Ein zweiter Besuch ist unbedingt nötig! Weil ich noch Zeit hatte, habe ich jedenfalls noch das nahegelegene Heppenheim "mitgenommen", welches nach einer unansehnlichen Bahnhofsmeile seinen ebenfalls sehr reizenden Altstadtkern zur Schau stellt. Wie in Bensheim reiht sich hier Fachwerk an Fachwerk, doch fehlen hier die Beschriftungen, die Auskunft über die Erbauer oder vormalige Inhaber geben. Dafür gibt es an jeder Ecke Infotäfelchen zur lokalen Sagenwelt.


In einem offenbar recht neuen Laden habe ich mir zwei Kugeln Eis geholt: Grieß-Zimt und Laugenbrezel! Schon dafür hat sich die Reise gelohnt.

Fans von Gässchen kommen auf ihre Kosten.

Über der Stadt thront die Starkenburg, die zu besichtigen mein Zeitfenster wiederum nicht zuließ.


Obwohl Heppenheim (Kfz-Kennzeichen: HP) gefühlt einen höheren Bekanntheitsgrad als Bensheim (auch HP) besitzt, ist letzteres mit rund 40.000 Einwohnern deutlich größer. Wissenswert: In Heppenheim wurde die FDP gegründet.


Fazit: Die Rhein-Neckar-Region steht der Rhein-Main-Region landschaftlich wie kulturhistorisch in nichts nach. Auch Weinheim in Baden-Württemberg, wo ich vor ein paar Jahren mal war, ist mir in positiver Erinnerung geblieben. 


Freitag, 5. April 2019

Die Nacht ist Dinkel und voller Schrecken


Ich hatte einen Online-Coupon erhalten, nach dessen Aktivierung mir 100 zusätzliche Paybackpunkte bei meinem nächsten Einkauf bei Alnatura versprochen wurden. (Jawoll, ich bin seit kurzem Payback-Kunde; das wäre einen eigenen Blogeintrag wert.) Also ging ich gestern zu Alnatura, sogar mit einer konkreten Kaufabsicht. Das, was ich kaufen wollte, war jedoch nicht vorrätig. (Ich habe es dann bei Amazon bestellt und inzwischen erhalten; das ist einen eigenen Blogeintrag wert.) Nun musste ich also irgendwas kaufen, um an meine köstlichen Bonuspunkte zu kommen (die ich am Ende, vermutlich wegen eines Systemfehlers, gar nicht gutgeschrieben bekommen sollte! mit fast einer Woche Verspätung erhalten habe), und entschied mich für die oben abgebildete Tüte, weil mir am Morgen zuvor eh das Müsli ausgegangen war.

Die Schreibweise "Müzli" hätte mich schon genau so stutzig machen sollen wie das in sich völlig widersprüchliche Attribut "knusperzart". Doch weil ich dieses Produkt noch nicht kannte, nahm ich es mit. Wohlweislich packte ich ein Päckchen Rosinen als Aufpimpungsgabe dazu, denn ein Blick auf die magere Zutatenliste ließ bereits im Markt höchste Ödnis erahnen. Ich habe generell nichts gegen Basic-Müslis, gegen spartanische Knuspereien – solange es knuspert. Doch der Anteil des versprochenen "Dinkel Crunchys" entpuppte sich beim nächsten Frühstück als lachhaft gering. Dominieren tun stattdessen "Dinkelvollkornflocken", und die "Dinkelflakes" geben einem den Rest: Binnen Sekunden sind sie zu einem unattraktiven Brei aufgeweicht und erinnern an die Langweiligkeit von Kellogg's Corn Flakes (die ihre Laschheit wenigstens durch ordentlich Zucker zu kompensieren versuchen, was freilich auch nicht begrüßenswert ist). Wenn ich Matsch auf Getreidebasis haben möchte, mache ich mir ein richtiges Porridge, aber das hier bestätigt leider aufs Fatalste das Klischee vom hypergesunden aber lustfeindlichen "Haferschleim". Von den ebenfalls aufgeführten Kokosraspeln habe ich rein gar nix geschmeckt.

89% Dinkelanteil, schön und gut. Demeter-Anbau, vegan, auch schön und gut. Trotzdem: "Es muss schmecke." (Diether Krebs) 2/10

Donnerstag, 4. April 2019

Throwback Thursday: Indiana Jones (Ergänzung)

Ich habe nun, wie vor einer Weile in Erwägung gezogen, die ersten beiden Indiana-Jones-Filme wieder-geguckt. Zufällig wurde auf "Overthinking It" kurz zuvor eine Podcast-Episode über die Frage veröffentlicht, wie gut die alten Filme den Test der Zeit bestünden. Anlass dafür war wiederum ein "Slate"-Talk, in welchem vor allem "Raiders of the Lost Ark" als heute unansehbares Machwerk in Grund und Boden verdammt wurde. Der OTI-Podcast wägt wieder einmal sehr klug ab und führt etliche Punkte an, die ich bedenkenlos unterschreiben kann.

Wohlan: Auf der Habenseite steht bei beiden Teilen die epochale, wie aus einem Guss wirkende Action, die mit modernen Sehgewohnheiten mehr als vereinbar ist, ja diese sogar mitgeprägt haben dürften. Manche Sequenzen sind sogar ein wenig zu over the top, die Lorenverfolgungsjagd in Teil 2 ermüdet schon fast. Es ist alles ungeheuer sauber choreographiert, fast-paced, mit Liebe zum Detail inszeniert. Das Abenteuerfeeling ist mitreißend, das Setting interessant, die Exotik in jedem Moment spürbar.

Und damit sind wir auch schon bei den problematischen Parts. Zugunsten ebensolcher Exotik wird auf die Darstellung "primitiver Wildnis" und "Wildheit" – auch und gerade in Hinblick auf nicht-westliche Personen – nämlich leider nicht verzichtet. Insbesondere "Temple of Doom" bekleckert sich hier nicht mit Ruhm: Käfer und Affenhirn fressende Maharajas, mörderische Thuggees, Kali als Menschenopfer fordernde Gruselgöttin, das kann man durchaus als Beleidigung der indischen Kultur betrachten. Fand auch die Regierung des Landes, weswegen das Filmteam damals auf Sri Lanka als Drehort ausweichen musste; für Indien, wo der fertige Streifen später sogar zeitweise indiziert war, hätten die Macher nur nach erheblichen Scriptänderungen eine Genehmigung bekommen. Diese Zeichnung von Stereotypen sorgt in Verbund mit der herausragenden Düsternis und Brutalität dafür, dass "... und der Tempel des Todes" nicht unbedingt mein Lieblingsteil der Quadrologie ist, womit ich nicht allein dastehe: "Some of the film's cast and crew, including Spielberg, retrospectively view the film in a negative light, partly due to the film being the darkest and most overtly violent Indiana Jones film", schreibt Wikipedia und zitiert Steven Spielberg: "Temple of Doom is my least favorite of the trilogy." (Nummer 3 ist mMn der beste; den werde ich mir demnächst aus Amazon Prime vorknöpfen). An "Jäger des verlorenen Schatzes" wäre noch zu kritisieren, dass die einzige bedeutendere nicht-weiße Figur von einem Waliser verkörpert wird und dass die Figur der Marion nach einer Einführung als durchaus starke Frau alsbald zu einer gewöhnlichen damsel in distress verkommt (aber wenigstens nicht zu einer permanent hysterisch schreienden Diva wie Willie in der Fortsetzung). Zuletzt kann man freilich den kolonialen Blickwinkel monieren und überhaupt Indys Motivation für seine Schatzsuchen (Grabräuber und Nazis sollen die mystischen Artefakte nicht in die Hände bekommen, die an den Fundorten Lebenden aber auch nicht).

Schlusssatz: Ich kann den Achtzigerjahre-Spaß auch als nicht un-woker Erwachsener noch mit kindlichem Vergnügen genießen. Im Peitschenschwinger-Schwange habe ich dann auch ein kleines Konvolut an Comics ergattert.


In aller Kürze: Sie sind von schwankender Qualität. Launig ist die Umsetzung von "Fate of Atlantis", minderwertig die "Neuen Abenteuer" im roten Band vorne (dieser enthält dafür als lehrreichen Zwischentext einen kurzen Abriss der Geschichte des amerikanischen Abenteuercomics). Ich bin bereit, die Heftchen – einzeln oder im Paket – gegen Erstattung der Portokosten oder im Tausch gegen gleichwertigen Lesestoff an interessierte Leser/-innen abzugeben.

Sonntag, 31. März 2019

Kurz notiert: Korbach

Gemeinhin bekannt sind ja die "klassischen" Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck, die einzigen drei, die das Label "Hansestadt" seit Beginn des 19. Jahrhunderts zusätzlich zu oder statt dem Titel "Freie Stadt" tragen dürfen. Dass die übrigen der heute 26 deutschen Hansestädte, z.B. Rostock, Greifswald, Lüneburg, erst nach der Wiedervereinigung dieses Recht erhielten, ist eventuell weniger bekannt. (Das neueste "Hanse"-Mitglied ist Uelzen, welches sich erst seit 2016 "Hansestadt Uelzen" nennt.) Kaum bekannt sein dürfte, dass es seit 2013 sogar eine Hansestadt in Hessen gibt! Korbach, eine 24.000-Seelen-Gemeinde in Nordhessen am Rande des Sauerlandes, ist damit die südlichste Hansestadt und war schon zur Zeit des Hansebundes mindestens eine der südlichsten (unterschiedliche Quellen geben Göttingen, Köln bzw. Dinant im heutigen Belgien als südlichstes je existiert habendes Mitglied an).
Mit dem Zug bräuchte ich drei Stunden dorthin. Ob es das wert ist? Schreibt's mir in die Kommentare, liebe Korbacherinnen und Korbacher!

Dienstag, 26. März 2019

Ruhe im Puff

Aufräumshows, Minimalismusratgeber und Leben-in-den-Griff-krieg-Tutorials boomen seit einiger Zeit, dabei wäre es viel wichtiger, endlich einen Nimmervollen Beutel, wie man ihn aus zahlreichen Fantasy-Rollenspielen kennt, zu entwickeln. Den Nimmervollen Beutel würde ich dann gerne gegen den magischen Einrichtungsgegenstand in meinem Schlafzimmer eintauschen: den Nimmerleeren Wäschekorb. Mit Wäschekorb meine ich damit nicht das Ding, in dem man Wäsche von oder zur Waschmaschine oder zum oder vom Wäscheaufhängplatz transportiert, sondern das Behältnis, in dem man schmutzige Wäsche lagert. Meine Eltern sagen dazu "Wäschepuff". Ich bin ja ein Fan von Eineindeutigkeit und Homonymvermeidung, aber ich bitt' euch – Wäschepuff

Jedenfalls: Egal wie häufig ich Wäsche wasche, der Korb wird nie leer. Letzte Woche habe ich eine 30°-Bunt-, eine 40°-Bunt- und eine 40°-Weißwäsche gemacht, und danach war der verflixte Korb immer noch zu gut 80% gefüllt. Dabei verbrauche ich wirklich nicht mehr Textilien als andere Menschen. Sicher, jeden Tag ein neues Paar Socken und eine frische Unterhose, das muss schon sein, da lass' ich mich nicht an die Kandare nehmen, nee nee; aber Oberbekleidung kann man, so meine ich, auch mal zwei oder gar drei Tage lang tragen, wenn man darin nicht gerade Hochleistungssport treibt. Woher kommt dieser amerikanische Jeden-Tag-was-anderes-anzieh-Wahn überhaupt? Aus Amerika?
[abgebrochen wegen Banalität]

Freitag, 22. März 2019

Meine zehn zuletzt gesehenen Filme

The World's End
Der vorerst letzte und leider deutlich schwächste Teil der sog. Cornetto- oder auch Blood-and-Ice-Cream-Trilogie. Von mir aus braucht keine Quadrologie daraus zu werden. Altvertraute Tropes und Themen werden immer wieder verhandelt und persifliert, nett war allein das Ende.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1
Als ich den letzten Harry-Potter-Teil gesehen habe, gab es noch nicht mal diese Reihe in meinem Blog. Tja, was soll ich sagen? Zum Fan werde ich in diesem Leben nicht mehr, die Figuren sind mir kaum ans Herz gewachsen, auch wenn ich vom Schluss dieser Episode durchaus ergriffen war. Kamera und Ausstattung sind gelungen.

Wunder
Ein einfach nur liebes, überwiegend positives und lebensbejahendes Drama, bei dem man auch mal "ein Tränchen verdrücken" kann. Der Wechsel der Erzählperspektiven macht es interessant.

Fahrenheit 11/9
Michael Moores bislang pessimistischstes Werk. Gab es in den Vorgängern immer noch einen Rest von (liberalem) Patriotismus, lautet des Filmemachers Bilanz hier an einer Stelle: "Why save this America? The America I want to save is the America we've never had." Aber auch: "It didn't need end up like this, and it still doesn't." 
Es ist denn auch gar nicht sein Anliegen, Trump als ein überfallartig aus dem Nichts auf Amerika gekommenes Bizarro-Phänomen darzustellen, sondern als etwas, mit dem seit langem zu rechnen war und für das die vorherige(n) Regierung(en) sowie die Gesellschaft das Fundament gelegt haben. Zudem wird noch einmal säuberlich gezeigt, dass seit buchstäblich Jahrzehnten bekannt war, was Donald Trump für einer ist; Zeitungsschlagzeilen, O-Töne, Videoschnipsel zeichnen das Bild eines offen sexistischen, rassistischen, antiintellektuellen, größenwahnsinnigen Scharlatans. Dass sich das Schwein überhaupt zur Wahl aufgestellt hat, ist letztlich die Schuld von Gwen Stefani (das ist nur halb witzig gemeint; schaut den Film, um zu verstehen, warum). Geld, Beziehungen und Verstrickungen (teils mafiöse) sowie ein ungerechtes und defektives Wahlsystem taten ihr Übriges. Wie immer kann man Moore vorwerfen, nur das zu beweisen, was seine Fans eh schon zu wissen glauben. Und ja, einige Passagen wie die über die Parallelen zu Hitler sind gewohnt plakativ (an einer Stelle werden Audiomitschnitte von I.C.E.-Kids zu Bildmaterial aus einem KZ eingespielt), aber es ist halt alles sehr überzeugend, hieb- und stichfest.
Da kommen einem direkt wieder die Tränen!

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2
Hier versuchte man sich dann sogar an einer Massenschlachtszene, aber als Herr-der-Ringe- und Game-of-Thrones-geschulter Zuseher konnte ich darüber nur müde lächeln. Insgesamt ein würdiger Abschluss, und die "Tierwesen"-Prequels gucke ich mir gern an, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Downsizing
Lange habe ich gezögert, ob ich über zwei Stunden Lebenszeit in diese "Komödie" über das Schrumpfen von Menschen als Weltrettungsmaßnahme investieren soll – 2,5 Sterne auf Amazon sind wahrlich kein Anreiz. Dass ich "Komödie" in Anführungszeichen schreibe, ist Absicht, denn genau das ist die Crux: "Downsizing" ist ein Paradebeispiel für die Weisheit "Never Trust a Trailer"; es wird als whacky SciFi-Farce mit einem Winzlings-Matt-Damon beworben, hat aber großzügig gezählt nur drei bis vier Lacher. Wenn man akzeptiert, dass einen, anders als vom Trailer aus welchen Gründen auch immer suggeriert, eben keine Comedy, sondern ein Gesellschaftsdrama mit satirischem Anstrich erwartet, hat man durchaus seine Freude daran. Außerdem spielt Kristen Wiig mit!

Mid90s
Auch ein Film, den man, liest man die Inhaltsangabe, für humorvoller halten könnte als er ist. Nein, Jonah Hills Regiedebut ist kein krampfhafter Nostalgiespaß, der in jeder Sekunde "Hey, wisst ihr noch?" schreit, sondern ein in der Skateboard-Szene angesiedeltes Coming-of-Age-Rührstück mit (nicht nur sportlich) überzeugenden Laiendarstellern. Für meinen Geschmack wird darin zu viel geflucht, aber so war das wohl ~damals in den Neunzigern~.

Free State of Jones
Noch ein US-amerikanisches No nonsense period piece, diesmal im Bürgerkrieg angesiedelt und mit Flashforwards ins Jahr 1948 gespickt. Die lehrreiche Geschichte über ein wenig bekanntes Kapitel des Civil War ist mit Matthew McConaughey, Gugu Mbatha-Raw und Mahershala Ali super besetzt (ja, alle drei Namen musste ich nachschlagen), leider schaut der Film irgendwie billig aus und ist für meinen Geschmack zu lang geraten.

Free Solo
Wer eine absolut packende Bergsteiger-Doku sehen will, greife zu "Meru" von 2015. Warum "Free Solo" in den Himmel (!) gelobt wird und sogar einen Oscar abgestaubt hat, kapiere ich nicht. Zugegeben, über die wahnsinnige Klettertechnik des "Soloing" wusste ich bis dahin wenig, und die Freihand-Besteigung des El Capitan ist eine staunenswerte Leistung, aber irgendwie ist mir dieser Alex Honnold unsympathisch, und die wenigen spektakulären Aufnahmen werden durch jede Menge Blablabla ihrer Wucht beraubt.

Bad Times at the El Royale
Ich mag das Gesamtwerk Drew Goddards, und auch dieser stylishe Late-Sixties-Neo-noir-Hotel-Stand-off macht viel Spaß. Mich ließ leider das Gefühl nicht los, dass hier einer allzu sehr Tarantino nacheifern wollte, aber ich möchte nix Böses unterstellen. Starker Soundtrack auch!

Mittwoch, 20. März 2019

We were promised Jetpacks

Viel wurde und wird sich hierzulande über das Flugtaxi lustig gemacht, und auch ich gebe zu, 'Ist die übergeschnappt?' gedacht zu haben, als Digitalministerin Bär zum ersten Mal davon sprach. Doch mittlerweile kann ich die bundesweite Einführung dieser Mini-Helikopter kaum erwarten, auch wenn sich das Warten lange hinziehen wird. Mit bis zu 120 km/h und vier Personen an Bord soll sich der "City-Airbus" ab 2025 über deutsche Städte hinweg bewegen, schreibt diese Woche der Focus. "Und das zum Taxipreis." Ich halte dies fest, damit man im Jahr 2025 sagen kann: Haha, 2019 hat es geheißen, die ersten Flugtaxis könnten bereits 2025 im Einsatz sein!

Ich bin skeptisch. Die Grenzen der Ingenieurskunst bereiten mir dabei gar keine Sorgen, wohl aber die vermaledeiten Gesetze. Die Mobilität betreffende Regelungen zu ändern, ist bekanntlich ein Ding der Unmöglichkeit. Man könnte schon so viel weiter sein, aber das bestehende Recht ist scheint's in Asphalt gemeißelt. Focus: "In den Städten und auf dem Land entstehen Shuttle-Dienste, die dank Digitalisierung effizienter denn je funktionieren – könnten. In der Praxis verhindern die alten Paragrafen aber beispielsweise, dass neue Pendeldienste von Tür zu Tür fahren dürfen. So muss der Shuttle-Dienst Ioki, eine Tochter der Deutschen Bahn, derzeit in Hamburg virtuelle Haltestellen ansteuern. Alle 200 Meter gibt es eine. Dort können die Fahrgäste ein- und aussteigen. Ein direkter Tür-zu-Tür-Verkehr ist nicht erlaubt. [...] Auch Fahrdienstfirmen drängen auf eine Gesetzesänderung: Bis jetzt müssen ihre Fahrer, die Personen befördern möchten, nach jeder Tour an ihren Betriebssitz zurückkehren. Diese Bestimmung schützt das Taxigewerbe, verhindert aber auch Wettbewerb."

Und hier reden wir nur von dem, was sich am Boden abspielt. Urbaner Luftverkehr ist, wie die Kopflosigkeit in puncto privater Drohnenbetrieb gezeigt hat, noch mal ein ganz anderes Kaliber. Flugtaxi-Begeisterte werden also erst einmal in die ansonsten mir enorm dröge vorkommende Pionierstadt Dubai pilgern müssen: Hier sollen schon ab 2020 deutsche Velocopter Passagiere befördern.

Montag, 18. März 2019

Abgeschlossen, ausgeschlossen

Als Freund klassischer Whodunits von Autoren wie G.K. Chesterton, Robert van Gulik und natürlich Arthur Conan Doyle sehne ich mich schon seit geraumer Zeit danach, endlich in die Welt des John Dickson Carr einzutauchen. Dieser amerikanische Kriminalautor perfektionierte in Dutzenden Romanen und Kurzgeschichten das Genre des Rätselkrimis und gilt als Meister des Locked Room Mysterys. Insbesondere seine unter dem Pseudonym Carter Dickson verfassten Erzählungen um den Detektiv Henry Merrivale würde ich zu gerne lesen, doch die wenigen ins Deutsche übersetzten Werke sind kaum in die Finger zu kriegen, und die Originalfassungen weisen ein so exzentrisches bis nahezu unverständliches Vokabular auf, dass ich mir die Lektüre schlicht nicht zutraue. Woher ich das wissen will? Durch eine Beitragsserie auf dem hervorragenden Blog TYWKIWDBI, in welcher der Autor sprachliche Eigentümlichkeiten in den Henry-Merrivale-Mysteries bespricht. Diese Eigentümlichkeiten sind zumeist antiquierte oder heutzutage gänzlich anders gebrauchte Wörter, manche davon durch den Kontext erschließbar, andere muss man nachschlagen, und mehr als einmal stößt der Blogger – immerhin ein Muttersprachler – an seine Grenzen: "'... like one of those nature-study motion pictures where they show a flower coming up whingo overnight.' I found nothing on this..." Zu Einzelwort-Kuriositäten gesellen sich Phrasen wie "to play the rip", "tight as an owl" oder "needs must when the devil drives", so dass ich zu den unübersetzten Herren Carr-Dickson vorerst Abstand halte. Vielleicht intensiviere ich erst mal meine Suche nach einer der deutschsprachigen Ausgaben.

Samstag, 16. März 2019

Oida!

In einem Wikipedia-Artikel zu einem Indien-spezifischen Thema wurde das Wort, um das es ging, ganz oben in verschiedenen Sprachen aufgeführt, so wie es halt üblich ist. Nach Hindi, Urdu, Nepali, Sanskrit und Marathi stand dort: Odia. Hä, wunderte ich mich, warum habe ich noch nie von dieser Sprache gehört? Das darf nicht sein! Nun gut, in Indien werden über 100 Sprachen gesprochen, aber wenn eine so prominent in einem Artikel auftaucht, sollte ich sie doch kennen.

Des Rätsels Lösung: Odia ist eine Alternative zu Oriya als Transliteration von ଓଡ଼ିଆ und seit der Verabschiedung eines Verfassungszusatzes im Jahr 2011 die offizielle Schreibweise. Analog wurde auch der Name des Staates, in welchem diese Sprache am weitesten verbreitet ist, von Orissa zu Odisha geändert. Ich habe natürlich gleich versucht herauszufinden, woher dieses -r- in den alten Bezeichnungen kommt, und es scheint sich um einen sog. stimmhaften retroflexen Flap als intervokalisches Allophon von -ḍ- zu handeln, grob vergleichbar mit dem "alveolaren Tap" im amerikanischen Englisch, dem r-Sound in der Mitte von better bei einigen Dialekten.

Festzuhalten ist jedenfalls, dass sich nicht nur Sprachen ändern, sondern auch Namen von Sprachen. Man sollte immer die Augen offen halten.

Donnerstag, 14. März 2019

Mein persönlicher (Quasi-)Brexit

Dies ist ein Update zum Beitrag "Mein schottischer Notgroschen". Nachdem das Online-Banking der Bank of Scotland nämlich wiederholt meine Antworten auf Sicherheitsabfragen (Haustiername, Großvatergeburtstag etc.) nicht akzeptiert hatte, ich sogar einmal mein Login via nervigen Briefwechsel resetten musste, wurde es mir letzte Woche zu bunt: Als ich beim Einloggen zwecks Kontostand-Abfrage erneut grundlos gesperrt wurde, verlangte ich in drei impulsiv getippten Zeilen die Stilllegung meines Accounts. Ein Interesse daran, mich als Kunden zu behalten, hatte man offenbar nicht: Ohne vorausgeschickte Worte gingen heute 137,72 Euro auf dem Referenzkonto meiner Hausbank ein, Betreff: "Kontoauflösung". Wie man sieht, waren die Zinserträge inzwischen um weitere 93 Cent angewachsen. Davon hole ich mir ein schönes Gebäckstück.

PS: Aus Angst vor unangenehmen Brexit-Folgen hätte ich nicht gekündigt. "Die Situation für Kunden der Bank of Scotland ist nicht ganz so angespannt. Die Bank of Scotland ist in Deutschland Mitglied im Bundesverband deutscher Banken. Die Einlagen sind bis zu einer Höhe von 250.000 Euro abgesichert." (tagesgeldvergleich.net)

Montag, 11. März 2019

Bizarre Serviervorschläge (VIII)


Ich habe nach "smallest coconut" gegoogelt und bin neben einigen verblüffenden Fotos auch auf eine in Chile heimische Frucht namens Coquito nut gestoßen. Diese vielfältig einsetzbare Miniatur-Kokosnuss hat tatsächlich ungefähr die Größe und das Aussehen der hier in Bruchstücken zu sehenden Beilage. Außerhalb Chiles sind Coquito-Nüsse offenbar lediglich über einen kalifornischen Onlinehandel namens Melissa's zu bekommen. Ein bisschen viel Aufwand, um eine mäßig exotische Hanuta-Spielart aufzutischen (oder soll ich sagen: aufzutafeln?).


Der riesige Holzlöffel ist uns schon das ein oder andere Mal begegnet. Hier soll er dazu dienen, eine üppige Menge Müsli in unser Maul zu befördern. Allein darüber, wie wir die dazugehörige Milch bzw. den Joghurt zu uns nehmen sollen, schweigt sich die Verpackung aus. Oder wird das "Land-Müsli Schoko Trio" ausschließlich zur Trockeneinnahme empfohlen?


Der heutige Kreativitätspokal geht an Rewes "Beste Wahl"-Linie. Ich bin ja der scheinbar unintuitiven Brotbelegung nicht abgeneigt, aber Mandarinenstückchen, Erbsen und Basilikumblätter mit Frisch- oder Hüttenkäse als Trägersubstanz auf Mehrkorn-Toastbrötchen – da wäre ich in tausend Jahren nicht drauf gekommen.

Dienstag, 5. März 2019

Gestorben wird immer (häufiger)

Auf Twitter warf neulich jemand anlässlich eines Prominentenablebens die rhetorische Frage in den Raum, ob 2019 das neue 2016 sei, und ich bin geneigt, ähnliche Vermutungen anzustellen. Wir erinnern uns: 2016 verging gefühlt keine Woche, in der nicht mindestens eine bekannte und/oder beliebte Persönlichkeit abtrat, und heuer führt der Nekrolog bereits Anfang März eine stattliche Zahl Verstorbener von herausragender Prominenz. Ich halte ein paar von ihnen hier fest, damit man beim späteren Wiederlesen sagen kann: "Ach ja, der/die auch!" Reif bis hochbetagt und also nicht allzu überraschend verließen uns bis jetzt u.a. Rosamunde Pilcher, Karl Lagerfeld, Arnulf Baring, Jörg Schönbohm, Rudi Assauer, Theo Adam, Bob Einstein, Klaus Kinkel und Bruno Ganz; unvorbereiteter trafen uns die Tode der in der Blüte des Lebens Stehenden Keith Flint, Franziska Pigulla und Luke Perry.

Übrigens hat man sich Ende 2016 dann auch in mehreren Medien gefragt, warum ausgerechnet in jenem Jahr so viele Promis von uns gegangen seien – was menschlich war, aber auch ein bisschen einfältig. Dümmer war dann bloß die häufig gegebene Antwort, dass viele "unserer" Idole inzwischen ein Alter erreicht hätten, in dem die Sterbewahrscheinlichkeit halt sehr hoch ist, was freilich Quatsch war, denn es starben eben auch verhältnismäßig viele jüngere VIPs. Nun also eine weitere Welle. Das kann ja noch was werden!

Sonntag, 3. März 2019

Ein ganz besonderes Audiohäppchen

Hier erlebt ihr mich bei etwas, das mir bis jetzt erst zweimal passiert ist: Ich lerne auf die harte Tour, was passiert, wenn man einen vorzutragenden Text vor dem Auftritt nicht noch einmal liest. ("Café Koz", Frankfurt, 18.02.2019)

Freitag, 1. März 2019

Mein grüner kleiner Kaktus

Neulich sah ich in Berlin ein Restaurant, auf dessen Fenster stand: "Koreanische traditionelle Gerichte". Müsste es nicht – analog zu "Traditionelle Chinesische Medizin" – korrekt "Traditionelle koreanische Gerichte" heißen?, fragte ich mich und dachte sodann an die saudumme und kreuzgefährliche "Germanische Neue Medizin", deren Name ebenso schief klingt, weswegen er von vielen, die darüber schreiben, unbewusst zu "Neue Germanische Medizin" korrigiert wird (14.100 Google-Treffer).

Warum erscheint uns "koreanische traditionelle Gerichte" falsch? Im Englischen gibt es eine feste Regel, in welcher Reihenfolge attributive Adjektive angeordnet werden, jedes Schulkind kann sie runterbeten:
1 opinion
2 size
3 physical quality
4 shape
5 age
6 colour
7 origin
8 material
9 type
10 purpose
Beispielsatz: "She was a (1) beautiful, (2) tall, (3) thin, (5) young, (6) black-haired, (7) Scottish woman." (Ich beziehe mich hier auf das Cambridge Dictionary; daneben existieren dezente Variationen bezüglich Benennung und word order.)

Der derzeit kursierende "Green New Deal" (6 vor 5!) verstößt freilich nur scheinbar gegen diese Norm, denn der "New Deal" ist ein feststehender, von Franklin D. Roosevelt geprägter Term, den die neuen Reformer aufgegriffen und, weil es um ökologische Maßnahmen geht, mit dem Attribut "grün" versehen und damit spezifiziert/abgewandelt haben, und der, wie Wikipedia weiß, sogar noch tiefer im Lexikon verwurzelt ist: "New Deal ist eine Redewendung der englischen Sprache und bedeutet so viel wie 'Neuverteilung der Karten'. Roosevelt verwandte die Redewendung im Präsidentschaftswahlkampf von 1932 zunächst nur als suggestiven Slogan. New Deal setzte sich dann in der Folgezeit als Begriff zur Bezeichnung der Wirtschafts- und Sozialreformen durch."

Nun stellt sich die Frage, wie diese Reihenfolge zu begründen ist. Handelt es sich um eine natürliche Abfolge, mithin um eine sprachliche Universalie? Und gibt es auch für das Deutsche entsprechende Regeln? Die Problematik streift Bereiche der Funktionalen Grammatik und übersteigt meine Kompetenz. Einen erhellenden Aufsatz zur ersten Übersicht habe ich immerhin im Netz gefunden, nämlich Ludwig Eichinger: Ganz natürlich - aber im Rahmen bleiben. Zur Reihenfolge gestufter Adjektivattribute. In: Deutsche Sprache 4/1991. Denn selbstverständlich hat sich die Germanistik des Themas bereits angenommen! Es gibt mehrere Konzepte (sogar eins von der Duden-Grammatik), wobei die Elemente der Nominalcluster mal semantisch, mal syntaktisch analysiert werden.

Drei von zehn Klassifikationsversuchen (Stand 1991); zum Vergrößern klicken

Mit den ganzen Feinheiten betreffend "Klammerstrukturen", "Artikelähnlichkeit" usw. möchte ich euch verschonen, zumal ich selbst nicht alles verstanden habe. Eichinger schlägt eine Dreiereinteilung vor und operiert mit folgenden Begriffen:


Innerhalb der Nominalklassifikatoren ordnen Descriptiva "äußere Merkmale" zu und Classificativa sind "bereichsangebend", woraus sich dann beispielsweise "quadratische graue metallene skandinavische Türen" ergeben. Ganz so fein gegliedert und streng hierarchisch wie im Englischen geht es also nicht zwangsläufig zu. Interessant ist die Anmerkung "häufig sind insbesondere Kombinationen von 'Länderadjektiven' u.ä. an zweiter Stelle vor dem Nomen mit Bereichsadjektiven, die durch von häufig deverbalen oder sonstwie relationalen Substantiven ausgehende Relationen enger an diese Substantive gebunden sind - bis hin zu (pseudo)terminologischen Doppelformeln", wofür der Verfasser das Beispiel "die amerikanische linguistische Forschung" gibt. Daran lässt sich dann wiederum die "Germanische Neue Medizin" anschließen, und so wollen es diese verbrecherischen Schwachköpfe sicher auch verstanden wissen: eine "Neue Medizin" als globale Bewegung, deren Vorreiterin Germania ist. Klingt trotzdem schräg.

Dienstag, 26. Februar 2019

Screenshots und Ausrisse

Aber dann wäre der Staat doch selber superreich!

Aus der Reihe "Buzzfeed-Quizze, die fehlen"

Ich fänd's lustig, wenn man den zweiten Satz weggelassen hätte.

Was für ein gemeiner Spitzname!

Warum scheut Wikipedia die Benutzung des Adjektivs "simbabwisch"?

In der "Spiegel online"-Redaktion war es spät geworden.

[schlägt den Monitor ein] WARUM NICHT "DER BRIT-STIFT"?!

Hm, wird die Aufklärung der "Causa Seehofer" gefordert oder dass Herr Seehofer selbst aufgeklärt wird ("Lieber Horst, wenn sich zwei Menschen ganz doll lieb haben ...")?

"Und damit werden wir bei Jens Spahn die längst fällige Lobotomie durchführen."

Nicht umsonst komponierte er die Prankenburgischen Konzerte.

"Och Leute, wir sind das doch durchgegangen: Der Regler für die Körperfunktionen muss immer auf 'not bleeding' gestellt werden!"