Donnerstag, 14. November 2019

Warum ist es am Rhein so grau? (Ausflugsbericht)

Ich wollte unbedingt mal wieder einen Klettersteig bezwingen. Wenn man in Frankfurt wohnt und nicht mehr als drei Stunden Anfahrtszeit erübrigen kann oder mag, muss man nehmen, was man kriegt, und das ist nicht viel. Im Rhein-Lahn-Kreis immerhin lockt der als "Steig mit alpinem Charakter" beworbene Rabenacksteig bei Sankt Goarshausen, den ich am Montag in der Früh ansteuerte. Der Klettersteig selbst ist (gewiss nicht nur für mich, der ich jahrelang durch die Sächsische Schweiz verwöhnt worden bin) recht unspektakulär und, obschon "nur für geübte Wanderer" empfohlen, rasch erledigt. Das Spannendste war, als ich einmal vom Weg abgekommen war und über einen Elektrozaun springen musste. Von oben hat man dann einen netten Blick auf den Fluss, wegen des Wetters an diesem Tag allerdings wenig pittoresk. Doch soll man stets das Positive an ungünstigen Umständen sehen: 1. So trüb und wolkenverhangen kannte ich den Rheingau bisher nicht, und ein eigentümlicher Reiz war ihm bei dieser Herbststimmung nicht abzusprechen. 2. Weil es obendrein kalt und windig war, hatte ich die ganze Gegend praktisch für mich allein; lediglich ein Wanderspaar kam mir entgegen.
Nach dem Rabenack-Abenteuer ging es weiter den Rheinsteig entlang. Ich orientierte mich an einer Tour, die einst in der FAZ-Rubrik "Ausflug am Wochenende" vorgestellt wurde. Sie führte über Feld und Flur an der Burg Maus vorbei, inkludierte den Bergbau- und Landschaftspfad Wellmich-Prath-Ehrental und endete im Zentrum des Loreleystädtchens. Die Strecke hätte für meinen Geschmack ruhig mehr Waldabschnitte beinhalten können. Dafür waren Schutzhütten und andere Ausruhmöglichkeiten dicht gesät. 
Hier ein paar Impressionen.

Wohin?

Vater Rhing

Hinauf ...

... hinab

Hier hätte ich Platz nehmen können.

Anzeichen von Leben

"Loreleyblick. Ein schöner Platz für alle"

Schön ist auch dieser Zugang ...

... zur Maus (leider an diesem Tag geschlossen), ...

... die man hier von schräg oben sieht ...

... und deren Gegenpart, die "Katz", über St. Goarshausen (ca. 1300 Ew.) thront.

Verhungern hätte ich nicht müssen.

Die Rheinsteighütte Nochern, eingeweiht im Juni 2006. Im Wanderbuch fanden sich sogar zwei Einträge vom Vortag.

Als ich eintrat, hörte ich gruselige Geräusche, da war meines Bleibens nicht länger.

Montankundliche Erklärtafeln säumten seinen Weg.

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