Posts mit dem Label zitat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label zitat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 31. Mai 2026

Fotos, Ausrisse, Screenshots, launig kommentiert

Solange mich niemand vom Gegenteil überzeugt, gehe ich davon aus, dass "Bienenkosmetik" Kosmetik für Bienen bedeutet.
-----
Ich will aber spez. Bergkäse!
-----
Little Spreewald oder auch
-----

Ach, DAS versteht man unter Adana Kebap!
-----
"The Rehearsal" Season 2
-----
Zum Glück hatten sie noch eine passende Garfield-Folge in der Schublade ("Der Ajatollah ist tot. Ich hasse Montage!").
-----
Warum "sogar"? Verstehe den Widerspruch nicht – Kritiker sein heißt doch nicht, alles schlecht zu finden.
(Plot-Twist: Mit "ihn" ist der Star-Kritiker gemeint.)
-----
Fühlt sich an, als wäre das Land noch zwei Haushaltsdebatten entfernt von einer Brigitte-Strecke "Die schönsten Dachhasen-Variationen".
-----
Dachte auf den ersten Blick, das seien Richard Ayoade und Shea Whigham.
-----
Mein erster Gedanke: Was für ein random Loss Edit ...
-----
Hey, Amazon, Vorschlag für eine weitere Neuerung: KORREKTE IMPERATIVE!
-----

Den Hillergruß?
-----
Meine Erkenntnis: Kneift man die Augen zu, sehen die zwei Flaggen hinter ihm aus wie Dämonenflügel.
-----
"Prinzessin Dianas Hellseherin" ... würde ich mir nicht unbedingt in den Lebenslauf schreiben.
-----

Schlechtes Symbolbild imho
-----
Aber ... sie ist doch schon bei Penny?
-----
Schade, dass sie in den 16 Zeilen nicht noch eine vierte Schreibweise von "Kurd-Laßwitz-Preis" unterbringen konnten.
-----
Was geht eigentlich an der Instantnahrungsfront?
-----
Im Zeitalter der Phrasendrescherei sollten solche Überschriften um den Vermerk "(buchstäblich)" ergänzt werden.
-----
Auch noch nicht gesehen: Uhrzeitenangaben mit Komma
-----
Zeichentheorie für Fortgeschrittene
-----
Und denk dran, Lucas, was deine Eltern dir über Rechtschreibung beigebracht haben: nichts.
-----
Hier stecken bestimmt ein bis zwei Witze drin, macht sie bitte ggf. selbst.

Sonntag, 26. April 2026

Wer den Cent nicht ehrt ...

Entgegen der Behauptung eines zum Glück inzwischen eingemotteten Werbespruchs ist Geiz nicht geil, sondern hässlich, so hässlich wie jener Saturn-Slogan. Sparsamkeit hingegen: gut. Doch der Übergang ist fließend. In einer seiner FAS-Kolumnen, die in dem 2023 erschienenen Band "Zu Hause an den Bildschirmen: Schmidt sieht fern" versammelt sind, schreibt Jochen Schmidt:
Ich freue mich immer, wenn ich eine Möglichkeit entdecke, Geld zu sparen, zum Beispiel, indem ich beim Einkaufen die grünen Stengel der Rispentomaten vor dem Wiegen entferne, beim Knäckebrot die flache Seite schmiere, weil auf der anderen Seite so viel Belag in den Kuhlen verschwindet, alte Kalender kaufe und das Datum mit Hand ändere. Statt Nagellack zu benutzen, kann man zu enge Schuhe tragen, bis sich die Zehennägel blau färben, und beim Nachdenken kann man sich angewöhnen, das Schreibtischlicht zu löschen.
Die letzten zwei Beispiele sind natürlich als Verlängerungswitz gemeint, aber das Rispenentfernen, das Knäckeschmieren und das Kalenderrecycling nehme ich dem Autor ab. Nicht dass ich dergleichen selbst tun würde (noch je auf die Idee gekommen wäre), aber ich verstehe das Mindset dahinter. Schmidt ist zum einen in der DDR aufgewachsen, hat zum anderen als 1970 Geborener noch aus erster Hand Zeugnis davon erhalten, wie es in der schweren Zeit war.
Für die Generation, die noch den Krieg erlebt hat, war solche Sparsamkeit, die heute als Geiz gilt, selbstverständlich; so erklärte Tante Lore aus Köln meinen Eltern einmal, sie würden sich erst einen Fernseher leisten, wenn der Farbfernseher erfunden wäre, denn dann würden sie einfach einen Schwarzweißfernseher kaufen, die ja dann sicher billiger würden. Tante Lore und ihr Mann aßen auch, wenn sie in die Toskana fuhren, nach der Ankunft eisern ihre für unterwegs geschmierten Stullen auf, bevor sie sich der italienischen Küche widmeten.
Dass man seinen Reiseproviant bis zum letzten Krümel vertilgt und überhaupt Nahrung nur wegschmeißt, wenn sie verdorben ist, versteht sich ja wohl hoffentlich auch heute noch von selbst! Hier geht es nicht nur darum, Geld zu sparen, sondern um das Eindämmen von Lebensmittelverschwendung. Manche Pfennigfuchsereien sind universell und generationenunabhängig, andere sind den Nachwachsenden vorbehalten: 
Meine Tochter erklärte mir, nach Partynächten kaufe man sich als mittelloser Schüler heutzutage am Dönerstand «Saucenbrot», also einen Döner ohne Inhalt, nur mit Sauce, für 1 Euro.
"Schülerdöner": das habe ich auch schon irgendwo auf einer Imbisstafel gelesen! Und einmal beobachtete ich gar, wie zwei Grundschüler einen Dönermann fragten: "Kriegen wir einen Döner geschenkt?" Womöglich funktioniert diese Masche gelegentlich, und sei es nur mit dem Resultat, ein "Saucenbrot" oder ein "Fladenbrot ohne alles" abzustauben.

Mittwoch, 22. April 2026

Der doppelte Klein

Letzten Freitag hatte ich, was selten genug vorkommt, einen freien Tag. Den nutzte ich, um eine Wanderung auf Grundlage einer Ausgabe aus meinem FAZ-"Wandertipp"-Archiv zu machen: endlich mal wieder eine original Thomas-(F.-)Klein-Tour!

Ich fuhr bis Bensheim an der Bergstraße und von dort mit dem Bus nach Lautertal. Als ich an der Haltestelle Markt im Stadtteil Reichenbach ausstieg, war mein erster Gedanke: Huch, das kenne ich doch! Der Eindruck verfestigte sich, nachdem ich die ersten paar hundert Meter gegangen war, und erst recht, als ich auf Google Maps mehrere Ortsmarken entdeckte, die ich einst in der Umgebung angelegt hatte. Tatsache, ich musste diese Strecke schon einmal gewandert sein. Dabei war ich mir zu 100 Prozent sicher, dass ich die nämliche "Wandertipp"-Folge noch nie umgesetzt hatte. Seltsamerweise verflogen die Déjà-vu-Momente nach etwa der Hälfte der Strecke ('Okay, das ist neu', dachte ich), nur um irgendwann wieder einzusetzen.

Zurück daheim blätterte ich durch den Wanderordner und stieß alsbald auf des Rätsels Lösung, i.e. das Routenduplikat, den Wandertipp "Im Land der steinernen Meere", erschienen am 7. Februar 2025:


Und hier zu sehen ist die von mir am Freitag gewanderte Tour "Zwischen Felsen und Moor" aus der FAZ vom 12. März 2021:


Die "neuere" Route bin ich also zuerst gewandert, die "ältere" später, was aber hinsichtlich meiner Erfahrung keine Rolle spielte, da ich beide innerhalb eines Jahres (plus-minus ein paar Monate) abgelaufen bin. Wie unschwer zu erkennen ist, sind die Touren nahezu identisch, lediglich der südliche Bogen verläuft bei "Zwischen Felsen und Moor" anders, wodurch man hier 17 statt 13 Kilometer gehen muss, sofern man nicht die (hier mit einer gestrichelten Linie dargestellte) Abkürzung nimmt.

Ich muss zugeben, dass ich zwischenzeitlich etwas angefressen war, doch die zahlreichen Glanzpunkte am Wegesrand (wieder) zu sehen, stimmte mich milde:






Außerdem wären mir, hätte ich den nachmalig "recycelten" Ausflug nicht gewählt, Kleiniania ersten Ranges entgangen:
Etwas nach links abweichend, erwartet den Wanderer mit dem Gasthaus "Zum Odenwald" eine zünftige Einkehr [...]
Das Gasthaus weicht nach links ab?
Etwas ansteigend, vorbei an einem Bauernhof, bleibt die Bebauung halb rechts in Richtung "Pension Sonnentau" am Zugang des Schannenbacher Moores zurück.
Die Bebauung steigt, vorbei an einem Bauernhof, an?
Rechts davon wird die offene Talung gequert und, vereint mit den Abkürzenden, rechts vor dem Wald abgebogen [...]
Die Talung wird mit den Abkürzenden vereint und rechts abgebogen? Solche Subjektsbezugsunfälle konnte "Im Land der steinernen Meere" nicht bieten, dafür aber grammatikalisch kaum zu beanstandende Sätze von betörender Schönheit:
Nach dem Queren einer Kreuzung setzt Gefälle ein, was allerdings das Schritttempo nicht beschleunigen wird. Schmelzwasser und Niederschläge hinterließen rutschige Verhältnisse. Mit Blick auf die ausnehmend hohen Buchen ringsum wird man ohnedies die Schritte verlangsamen.

Der Preis dieses Naturschauspiels ist allerdings auch hier erhöhte Rutschgefahr. Weiter oben übergibt das V nahtlos an das Zeichen weißes S1 mit der Maßgabe, dem 500 Meter hoch liegenden Weiler Schannenbach zuzuführen.

Schräg aus dem Boden ragend, von Klüften, Überhängen und Löchern so stark durchzogen, dass man um seine Standfestigkeit fürchtet, wird das Trumm dennoch die nächsten Eiszeiten überdauern.
Die nächsten Lenze überdauern werden die beiden Tourenbeschreibungen nicht: Ich werde sie wegwerfen, auf dass es mich nicht noch ein drittes Mal ins Kleine Felsenmeer verschlägt.

Sonntag, 11. Januar 2026

Fotos, Ausrisse, Screenshots, launig kommentiert

Dialektik im Bücherschrank
-----
Die Qual der Wahl
-----
So was sieht man auch nicht mehr im öffentlichen Raum.
-----
Diese Perverslinge!
-----
Diesen Schnapper habe ich leider verpasst.
-----

Körperwelten-Ripoffs im Jahr 2025 sind objektiv camp.
-----

Zum Glück haben sie für ihr Logo kein großes i verwendet.
-----

Ehrlich gesagt koordiniere ich null meiner Arme mit Saugnäpfen.
-----

Ich fänd's lustig, wenn dieser Preis aus Eisen bestünde.
-----

Als Ossi denke ich bei "Neubauten" immer noch zuerst an Plattenbauten und dass die ja eigentlich die letzten bezahlbaren Wohneinheiten sind.
-----
Wer hat dir denn in den

-----
"Alter-Falter-Straße" hätte ich schöner gefunden.
-----

Hiroshima ist vergeben.
-----

Im Epstein-Express
-----
Has science gone too far?
-----

Und dann hatte ich in der Galerie meines Telefons noch dieses Foto von einem Zeitumstellungsexperten, der aussieht wie eine Kreuzung aus Gordon Ramsay und Stefan Effenberg.

Dienstag, 9. Dezember 2025

Das gute Zitat

"Ich verschwieg Matti meine Meinung über Mixtapes: daß Mixtapes nichts nützen. Nicht weil kein Mensch mehr Kassettenrecorder hat, sondern weil man sie ausschließlich für sich selbst macht. Es ist eine verständliche Hoffnung, daß die Musik, die man liebt, der Person, die man gern hat, genausoviel bedeute, daß das Band also das mitteile, was man so nie zu sagen imstande wäre. Es ist aber eine verrückte Hoffnung; es ist auch eine unsinnige Hoffnung, denn man liebt die Stücke, die man auf dem Mixtape versammelt, ja deshalb, weil man mit ihnen ein Leben lang allein gewesen ist, und sei es auf dem größten Rockfestival."

--- Stefan Gärtner: Putins Weiber

Anm.: Zehn Jahre ist es her, dass ich mir auf der Autorenlesung von Kollege Gärtner ein Exemplar seines Romans aushändigen und signieren ließ. Ich begann mit der Lektüre und ... kam nicht so recht "rein". Keine Ahnung, woran es gelegen hat. Jetzt, rechtzeitig vor Erscheinen von "Hotel Drei Jahreszeiten", habe ich mir "Putins Weiber" noch einmal vorgenommen und innerhalb weniger Tage ausgelesen. Sehr anregend nahm sich das aus. Ich war abwechselnd beeindruckt von der kunst- und anspruchsvollen Sprache und auf seltsam angenehme Weise peinlich berührt von den Liebesirrungen des Protagonisten.

Samstag, 11. Oktober 2025

Zwei gute Zitate über Literatur

"Wir schrieben weder wegen des romantischen Schriftstellerlebens – die Wirklichkeit ist eine Karikatur davon – noch für Geld – das wäre Selbstmord –, noch für den Ruhm – ein überkommener Wert, den unsere Zeit durch Berühmtheit ersetzt hat –, noch für die Zukunft – sie hat uns nichts aufgetragen –, noch um die Welt zu verändern – es ist nicht die Welt, die verändert werden muss – oder um das Leben zu ändern – es ändert sich nie –, auch nicht aus Engagement – das überließen wir lieber den Schriftsteller-Heroen –, so wenig, wie wir die zweckfreie Kunst feierten – die eine Illusion ist, denn irgendetwas leistet Kunst immer. Aus welchem Grund also schrieben wir? Wir wussten es nicht, und das war vielleicht unsere Antwort: Wir schrieben, eben weil wir es nicht wussten, wir schrieben, um auszudrücken, dass wir nicht mehr wussten, was wir auf der Welt anderes tun sollten als zu schreiben, ohne Hoffnung, aber ohne uns einfach damit abzufinden, unbeugsam, mit Freude und bis zur Erschöpfung, mit dem einzigen Ziel, so gut wie möglich daraus hervorzugehen [...]"

--- Mohamed Mbougar Sarr: Die geheimste Erinnerung der Menschen

"Unter Literaturgattungen herrscht eine brutale Hierarchie. Es gibt Versepen, Gesänge und tausendseitige Gesellschaftsromane, die alles überdauern. Es gibt unsterbliche Dramen, deren Personal unverwüstlich durch die Zeiten schreitet. Und natürlich Lyrik, die dem Wort unsterblich einen tieferen Sinn verleiht.
Aber dann gibt es eben auch die kleineren Formen, die keine allzu lange Lebensdauer haben. Eintagsfliegen aus Worten. Wie zum Beispiel den Schüttelreim, diesen Nichtsnutz, dessen Reimzwang sich so eng um seinen Inhalt schlingt wie ein Judogriff und der es nie so weit gebracht hat wie sein hochbegabter großer Bruder, der Haiku, der als runder Kiesel auf dem Grund des Baches rollt oder sich als Nebelschwade im Wipfel eines Ginkos verfängt.
Von allen literarischen Spielarten am meisten missachtet scheint mir aber unzweifelhaft die Anekdote zu sein. Keiner weiß so recht, was sie eigentlich sein soll. Ist sie kurz, oder darf sie auch etwas länger sein, muss sie immer amüsant sein, oder gibt es sie auch ernsthaft? Sogar der Witz hat es da besser erwischt. Der Witz weiß immer, wo er hinwill, geradewegs zur Pointe. Ist der Wesenskern einer Anekdote ihre mündliche Wiedergabe, oder kann sie es unbeschadet in die Verschriftlichung schaffen? Liest man nach, was eine Anekdote sein soll, stößt man auf folgende Definition:
Die wichtigste Eigenschaft einer Anekdote ist, dass sie 'treffend' ist.
Was wäre nun in einer Geografie der literarischen Formen die Anekdote? Ich wage zu behaupten: eine winzige Quelle, aus der ununterbrochen, seit Anbeginn der Zeit, das klarste Wasser sprudelt. Müde und ausgelaugt vom Besteigen literarischer Achttausender kann man sich hier erfrischen und kurz verweilen."

--- Joachim Meyerhoff: Man kann auch in die Höhe fallen

Mittwoch, 13. August 2025

Fotos, Ausrisse, Screenshots, launig kommentiert

Er schrumpft offenbar.
-----
Mehr darüber im Journal of Applied Nightmare Fuel
-----
Besonders bereut er die Regieanweisung "(Hauptdarsteller erschießt Kamerafrau)".
-----
Ja.
-----
Aspekte, die bei Buchrezensionen oft unter den Tisch fallen:
-----
Gute Veranschaulichung des Begriffs WACHEN.
-----
Feministinnen schätzten Helmut Kohl?
-----
Ich will aber melodramatische Dramen sehen!
-----
Ein echter Schnapper!
-----

Macht nur so weiter. Aber wundert euch nicht, wenn der Name Savile in England irgendwann einen faden Beigeschmack bekommt.
-----

Auf Empfehlungen von Bäumen würde ich von vornherein nichts geben.
-----

Alle, die mit uns auf Laferfahrt fahren,
müssen Männer mit (Schnauz-)Bärten sein
-----
Hey Kids, ihr liebt Feuerwehrmann Sam, aber kennt ihr schon

-----
Bestimmt hält er die Handys so in die Höhe und ruft "Na los, holt sie euch doch, holt sie euch!"
-----
Der Weltgeist schlägt wieder zu:
-----
Im Bilden von Interrogativadverbien
-----

Er ist jetzt ein Ochsenknecht.
-----

Oh, super, es kleben ja noch nicht genug davon auf der Welt rum ...
-----

Bayerische Volkstümlichkeit
-----
[Joe Pesci voice]

-----
Endlich weiß er, wie viel sein Sohn wert ist.
-----
Sperrminorität vs.
-----

Die Studie wurde in einer Bar durchgeführt.