Samstag, 14. September 2019

Rebellion der Tabellenkalkulationen

Am Ende waren es doch keine Killerroboter, keine Y2K-Bugs, keine Geister in der Maschine, die das Aussterben der Menschheit entscheidend vorantrieben, sondern eines der am weitesten verbreiteten Programme der Welt: Excel. Weil dieses "viele Namen von Genen in Tabellen standardmäßig zu Datumsangaben" konvertiert, sind schätzungsweise 20 Prozent aller Genetik-Studien verfälscht (futurezone.at). Das hat eine bereits 2016 im Magazin Genome Biology veröffentlichte Studie von Mark Ziemann, Yotam Eren und Assam El-Osta ergeben. Beispielsweise existieren Gensymbole namens SEPT2 oder MARCH1, und diese werden automatisch als 2. September resp. 1. März interpretiert und in den Tabellen entsprechend umgewandelt. (Ich selbst werde regelmäßig Opfer dieser Mechanismen.) Eine Microsoft-Anwendung sorgt also dafür, dass die Erforschung unseres Erbguts auf der Stelle tritt, behindert sie sogar aktiv.
Für mich die Science-Enthüllung des Jahres!

Donnerstag, 12. September 2019

Brausemädchenrechnung

Eine Cola light bei Burger King hat nur 1 Kilokalorie. Und zwar in jeder Größe! 'Das geht doch gar nicht', denkt ihr? Geht wohl – mit Runden! Angenommen, eine kleine Cola light (0,25 l) hat 0,6 KCal (offizielle Angabe), dann hat eine große das Doppelte: 1,2 KCal, was abgerundet immer noch 1,0 ist. Aber wen interessiert das schon, wenn man dazu einen Triple Whopper frisst, der gleich mal mit mehr als 1200 Kilokalorien zu Buche schlägt?

Dienstag, 10. September 2019

Torsten Neunmalklug schlägt wieder zu

Im April 2017 habe ich behauptet, ich hätte an den Spiegel "den ersten Leserbrief meines Lebens" geschickt. Diese Behauptung ist unwahr, wie ich beim Durchsehen meines Privatarchivs neulich bemerkte. Zum Glück schreibe ich alles auf! Ich hatte ganz vergessen, dass ich bereits im August 2008 einen Leserbrief an die P.M. gemailt habe.

Damaliger Anlass: ein Artikel mit dem reißerischen Titel "Der große Krieg um die Zahlen". Darin wurde das römische Zahlensystem als kompliziert verdammt, es wurde gar spekuliert, ob es am Untergang des Weltreiches Schuld trug! In den 50er Jahren, so der Verfasser, mussten sich deutsche Schüler mit dem ach so unlogischen System rumplagen. Dabei waren römische Zahlen auch bei uns (in den 90ern!) Unterrichtsstoff, und niemand ist daran zerbrochen! Dies schrieb ich dem Autor und merkte an, dass das jeweilige Zahlensystem – wie auch die Schrift – nur eine Sache der Gewöhnung sei. Und dass das indisch-arabische auch nicht optimal für z.B. Französischsprechende ist: Die schreiben zwar 98 als Zehner-Einer-Kombination, aber sagen "4 mal 20 plus 10 plus 8". Zudem ist die Zeichen-Zahl-Zuordnung völlig arbiträr, und im Alten Rom musste man sich immerhin nur sieben Zeichen merken (die man ja eh schon, als Buchstaben, kannte). Und MM ist ja beispielsweise nur halb so lang wie 2000.

Als Antwort erhielt ich dies: ".... danke für das Feedback! Sie mögen nicht Unrecht haben mit Ihrem Beweisargument, dennoch ist die zugrunde liegende These dieses Beitrags über Ethnomathematik, dass der Fortschritt des Menschen mit der Vereinfachung der Rechensysteme gekoppelt ist. Schöne Grüße [...]" – Ja, das ist mir schon klar, dass das die These war! Nur: sie stimmt nicht! Kann das mal bitte jemand zur Kenntnis nehmen? Halloooo??!!

Freitag, 6. September 2019

Brain Droppings 2000

Irgendeine Zigarettenmarke wirbt gerade sinngemäß damit, dass Rauchen cool ist. Das gefällt mir schon wieder.

Irgendwie süß, dass Klaus & Klaus offenbar zusammen wohnen.
("Klaus, geh mal zur Tür, es hat gebimmelt!"; Da steht ein Pferd auf'm Flur)

Filmidee "1 Dalmatiner - Wie alles begann"

Was ist denn das für ein Gemüse hier? Ständig müst jemand. Können die nicht woanders müsen?

[Erwachsener, der zum ersten Mal ein Kind sieht] Was in drei Teufels Namen ...?!?!

Bücherschrank, aber als belesener Bodybuilder

Jeder Zoo ist ein Streichelzoo, wenn du dich traust!

Okay, beste Idee aller Zeiten:
- - seid ihr ready? - -
Pfeffermühlen als abschraubbare Bettpfosten!
Ist da vor mir noch niemand drauf gekommen? 
Das Design könnte man direkt übernehmen, und einen Slogan zur Vermarktung hätte ich auch schon: "... bringt Würze in Ihr Schlafzimmer."

Existieren Klaus & Klaus und Torfrock im selben Serienuniversum?

Wäre ich Supermarktkassiererin und ein Kunde legte eine extra-große Familienpackung Toilettenpapier aufs Band, würde ich ihm anerkennend zurufen: "Na, nun könn'Se aber scheißen, wa!?"

Das gehört zum Freibadbesuch einfach dazu: ein dampfender Teller Grützwurst mit Kartoffelstampf (Apernmauke).

Sind Gurkenflieger der Höhepunkt oder der Tiefpunkt der menschlichen Entwicklung?

Es gibt in unserer Stadt eine Pizzeria mit dem Namen "Da Nene". Ich möchte daneben ein Native-American Diner eröffnen und es "Na Dene" nennen.
Versteht ihr - wegen der nordamerikanischen Na-Dené-Sprachfamilie, hahahahaha-- *wird diskret nach draußen geführt*

Die berühmte Szene aus "The Sixth Sense", aber statt "Ich sehe tote Menschen" sagt der Junge "Da steht ein Pferd auf'm Flur!"

Sonntag, 1. September 2019

Kurz getestet: Knuspererbsen


Die Enjoy Knuspererbsen in der Geschmacksrichtung Sweet Chili von Kühne kamen bei mir nicht sonderlich gut an. Der Teigmantel wurde von weiteren Testpersonen als "fast schon süß" beschrieben, wobei nach einer Weile eine gewisse Schärfe zutage tritt, die aber schnell einer Fadheit weicht. Es will sich kein Suchtgefühl einstellen. Der Preis liegt mit 1,99 € pro 100 Gramm (Rewe) relativ hoch. Nicht zuletzt waren einige Erbsen in meiner Packung schlicht zu hart, was besonders Menschen mit lockeren Zahnfüllungen zu schaffen machen könnte. Immerhin verzichten die Sorten (es gibt noch "Paprika" und "Meersalz") auf Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Aromen, und sie sind vegan und fettarm. 4/10