Sonntag, 29. September 2013

Die besten Webcomics

1.) Loading Artist. Comicstrips und Ein-panel-Zeichnungen von einem Neuseeländer namens Gregor Czaykowski. Wird leider nur noch etwa 1-2x im Monat upgedated.


2.) Owl Turd Comix (Tumblr). Updates Montag, Mittwoch und Freitag, "and whenever else I feel like, man."


3.) The Earth Explodes. "It updates on Monday. Dylan Spencer makes it." Manchmal arg derb/platt. Als Alt text steht bei jedem Comic "...and then the Earth explodes."


Samstag, 28. September 2013

Selbstgezeichnetes zum Samstag

Das Dresdner Bekleidungsgeschäft Jeans Live verschenkte im Jahr 2009 Werbe-Streichholzbriefchen mit dem Slogan "Jeans Live. Der Jeans-Riese mit Niveau". Das hat mich zu einer kleinen Bildgeschichte inspiriert.



Mittwoch, 25. September 2013

Eine Partei unter der LUPe

Als Blogger habe ich auch eine Chronistenfunktion, also: Liebe Leserinnen und Leser aus der Zukunft! Zur Erinnerung: Am 22. September war in Deutschland Bundestagswahl, gleichzeitig (oder wie man neuerdings sagt: "zeitgleich") aber auch die Wahl zum Hessischen Landtag. Auf dem Stimmzettel für die letztgenannte entdeckte ich relativ weit unten einen Wahlvorschlag, von dem ich vorher nichts mitgekriegt hatte: LUPe.

Das Parteienkürzel LUPe dürfte das, sorry: beknackteste Parteienkürzel aller Zeiten sein. Es steht für "Lärmfolter Umwelt Politik ehrlich". Super. Da hat man einfach vier beliebige Schlagwörter, die auf keine Weise zusammenpassen, zu einer irgendwie bedeutungsvollen Initialkürzung aneinandergereiht. Das kann ich auch! Hiermit beantrage ich Markenschutz für folgende noch zu gründende Parteien:  
- BRILLe: "Baulärm Recht Industrie. Liebe Leute, echt!"
- FoLTeR: "Flug ohne Lärm, Themen erörtern real!"
- SCHMEr-z: "SCHland Mehrheit Europa ruck-zuck"
- PEIN: "Partei Einigkeit Intoleranz Neofaschismus"
- WaHNsinn: "Wahlen: alles Hohn? Na, soweit ist's noch nicht!"
Reicht, oder?

Montag, 23. September 2013

Worst Movie Ever ... vor sieben Jahren

Wann ist ein Film schlecht? Darüber kann man ausgiebig diskutieren. Aber nicht hier und jetzt. Ich möchte nur kurz einen der miesesten Filme vorstellen, die ich je sah – einen deutschen Film, den zurecht keiner kennt und über den ich später las, dass er in seinem Erscheinungsjahr gerade einmal 2.535,50 Euro eingespielt hat (bei 323.911 € Filmförderung). Ein verdienter Flop also.

Was kaum jemand weiß: Im Jahr 2006 war ich freier Redakteur für eine Kinosendung bei Dresden Fernsehen.* Das wöchentliche TV-Magazin wurde von dem idiotischen Regionalsender nach kaum einem Jahr aus dem Programm genommen, aber ich war von Anfang bis Ende dabei und kenne daher fast jeden Film, der 2006 in die deutschen Kinos kam. Der misslungenste hieß Hitlerkantate.

Der Film spielt in der NS-Zeit. Ein zurückgezogener und systemkritischer Musikprofessor namens Broch soll eine "Hitlerkantate" komponieren. Unter der Bedingung, in seinem finnischen Ferienhaus arbeiten zu dürfen, nimmt er das Angebot an, kriegt allerdings eine verblendete Nazi-Göre namens Ursula als Assistentin zugeteilt. Es kommt zu allerhand Zwischenmenscheleien. "Weltfremde Konversationen" und "verhaltensgestörte Charaktere", die den Zuschauer "nur noch ungläubig den Kopf schütteln lassen", beherrschen laut meiner Kritik das Machwerk. Und im CINEMA-Archiv heißt es "Seltsam gestelzte Dialoge durchziehen die Zusammenarbeit des heimlichen Regimegegners und seiner dümmlichen Assistentin, der pathetische Soundtrack ist schwer erträglich und der Schnitt, nun ja, eigenwillig." Dennoch gab es dafür den Querdaumen.

Zwei Szenen haben sich mir unauslöschlich ins Gedächtnis gebrannt: 1.) Die zwei Prota- oder vielmehr Antagonisten sitzen am Frühstückstisch und labern. Nach einer peinlichen Gesprächspause glotzt der Komponist (gespielt von Hilmar Thate; u.a. Grimmepreis, Bayerischer Filmpreis) ins Leere und sagt unvermittelt: "Ich muss mich rasieren!" 2.) Natürlich haben die beiden irgendwann Sex. Dabei ruft Broch: "Soll ich dir den Hitler aus dem Leib vögeln?", und Ursula antwortet: "Das kannst du gar nicht mehr. Der ist ganz tief in mir drin!" Das ist so doof, dass man fast schon lachen muss. Zum richtigen Kult-Trash fehlt es dem Streifen aber trotzdem.

Hitlerkantate war dann auch für mindestens drei beteiligte Personen ein Career killer. Das tut einem fast schon wieder leid. Ich jedenfalls verbinde seitdem mit dem Namen Hitler nur Negatives.

* Wer mein Alter nicht kennt, hält mich jetzt vermutlich für ziemlich alt, dabei war ich damals einfach nur ziemlich jung; ich war hauptberuflich Student.

Sonntag, 22. September 2013

Freitag, 20. September 2013

Patent zu verschenken

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen mit gelockerter Gesetzestreue an eine Tanksäule fahren, ihren Wagen volltanken und dann ohne zu zahlen weiterfahren! 
Deshalb habe ich folgende Erfindung konzipiert (im Kopf): Man installiert kurz vor der Tankstellenausfahrt schwere Straßenfallen (in Form sog. "motorisierter Nagelsperren"), die nur über eine Fernsteuerung in die Fahrbahn eingeklappt werden können. Diese Fernsteuerung bedient das Kassenpersonal erst, nachdem der Kunde / die Kundin die Tankrechnung beglichen hat. 
Soweit ich sehe, ist bisher noch niemand auf diese Idee gekommen. Allerdings wurde 1995 eine Zapfpistole mit Wegfahrsperre zum Patent angemeldet. Dabei "hängt" das betankte Auto solange an der Zapfsäule, bis die Zahlung erfolgt ist.
Hier sehe ich sofort das Problem, dass findige Gaunerwerkstätten die Einfüllstutzen dergestalt manipulieren könnten, dass diese gegen das Einkrallen der Zapfpistolen resistent sind (mit extragroßen Löchern oder so).
Meine Erfindung hat außerdem den Vorteil, dass der Wagenführer nach dem Tankvorgang schon mal vorfahren kann und die Säule für den nächsten freigibt, während er bezahlen geht. 
Ich bin zu faul, diese geniale Erfindung genau zu formulieren oder gar zu zeichnen, weswegen ich sie der Gemeinheit vermache.

Hier noch zwei schöne Dinge, die ich gerade bei Wikipedia gefunden habe:
1) Tschechenigel (Es gab mal so eine Panelshow im Fernsehen, bei der Comedians die Bedeutung seltsamer Wörter erraten mussten; der "Tschechenigel" hätte gut darein gepasst.)
2) diese Brainfuck-Graphik


Mittwoch, 18. September 2013

Betr.: Netzware, vorauseilender Gehorsam, StVO-Deutsch, Toulouse

Jetzt kommt ein guter Grund dafür, Obst und Gemüse stets auf dem Wochenmarkt zu holen. Beispiel Knoblauch: Im Supermarkt wird Knoblauch meist nur in Netzen zu je drei Knollen angeboten. Drei Knollen! Dabei braucht man für eine Kochsession i.d.R. nicht mehr als zwei Zehen. Am Ende nutzt man höchstens eine Knolle, den Rest schmeißt man weg, weil er schon Triebe angesetzt hat. Ähnlich ist's mit Kartoffeln. Bei Rewe zum Beispiel gibt es 2,5-Kilo-Säcke. Hackt's?! Also: immer alles lose kaufen.

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In dem Mehrfamilienhaus, in dem ich wohne, sah ich eine nicht an mich adressierte Büchersendung liegen. Auf die hatte der Absender geschrieben: "Darf zu Prüfzwecken durch die Post geöffnet werden." Das ist laut Postwebseite in Ordnung, wenn das Buch in einer weiteren Packung verpackt ist. Ich frage mich nur, was das für ekelhafte Menschen sind, die für solche Schnüffeleien ihr Einverständnis geben. 'Meine Pakete wurden in der DDR 40 Jahre lang durchsucht oder gar konfisziert, ich habe keine Probleme damit, dass die Post erfährt, was ich verschicke – auch wenn es etwas Peinliches ist, denn ich bin ja nicht der Empfänger, hähä!', denken solche "feinen" "Bürger" wahrscheinlich.

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Hinweisschild an einer Straße: "Rad- und Gehbahn nicht durchgängig". Ja, klar. Jeder normale Mensch sagt "Fußweg" und "Radweg", aber die Amtssprache, deren Eindeutigkeit ich normalerweise befürworte, muss sich wieder hervorheben. Gehbahn, Radbahn – ich könnte kotzen!

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Damit ich heute nicht nur am Granteln bin, zum Abschluss noch etwas Ulkiges. Vor gut einem Jahr ging die Geschichte einer Frau aus Sachsen durch die Medien, die nach Porto reisen wollte, was von der Reisebüro-Mitarbeiterin allerdings als "Bordeaux" verstanden und auch so gebucht wurde. Klingt fast zu irre, um wahr zu sein, ist aber passiert. Ich warte nun darauf, dass dieselbe Dame mündlich einen Flug nach Toulouse bucht, am Ende aber in Duluth landet. Hihi.

Sonntag, 15. September 2013

Basteln mit Parteinamen

Es gibt einen Text von Max Goldt, in dem dieser darauf hinweist, dass das Wort "Comicduo" das einzige wirklich glaubwürdige Beispiel für ein Wort ist, in dem die Buchstabenfolge CDU vorkommt. Die vorgeschlagenen Analogbeispiele für SPD habe ich vergessen, aber als unbefriedigend in Erinnerung behalten. Ich selbst habe zwei Wörter anzubieten: 
1) "Finncrispdose": eine Frischhaltebox für FinnCrisp
2) "Knospdrang": der Trieb einer Pflanze, zu knospen
Für FDP gibt es leider keine Vertreter. Wohl aber für AfD: "Schafdung", "Schlafdoktor", "Strafdilemma" (immerhin 7 Google-Treffer). Und für CSU? Hmmm ... "Cognacsucht"? "Ticsupport" (= Beratung für Menschen mit nervösen Zuckungen; wobei man das wohl mit Trennstrichen schreiben würde)?
Nun aber Schluss damit! Solche Spielereien erfreuen sich schließlich traditionell in der Neonazi-Szene großer Beliebhteit; das Kleiderlabel Consdaple wurde ja nur kreiert, weil darin die Buchstaben NSDAP enthalten sind.

Freitag, 13. September 2013

Albernes zum Wochenschluss

Abreißkalender und Pausensüßigkeiten im kritischen Vergleich

Seit es die Menschheit gibt halt! ... noch besser: Seit die Menschheit denken kann, macht sie sich so ihre Gedanken über Sein und Zeit. Zum einen also: Sein. Darüber kann man diskutieren, was das "Zeug" (Heidegger) hält. Das lassen wir zunächst unbeachtet, das ist etwas kompliziert. Aber Zeit! Da kann sich jeder was drunter vorstellen. Wenn man schläft, vergeht die Zeit "wie im Flug", d.h. sie vergeht scheinbar schneller, denn im Flug, im sehr schnellen, läuft die Zeit verzerrt ab. Daraus kann man nun schlussfolgern, dass man während des Schlafens in Levitation versetzt wird und unkontrolliert wie ein heliumgefüllter Ballon durch sein Schlafgemach fliegt. Dann wacht man auf und denkt, die Zeit sei rapide oder überhaupt nicht vergangen. Diesen zerebralen Error auszumerzen, wurde der Abreißkalender erfunden.
Denn nur das allmorgendliche Abreißen eines Kalenderblattes ist es doch, was den Zyklus der Gesellschaft in den Fugen hält. Sicher, es gibt noch Planeten, Sterne, Ebbe und Flut, aber dieses kosmische Mammutprojekt wird die NASA auch nicht für alle Zeit finanzieren können! Wie viele putzige Erfindungen der neueren und neuesten Geschichte entstammt auch der Abreißkalender (zumindest indirekt) aus dem Gefängnismilieu. Denn Insassen machen das so: Sie ritzen mit Mikadostäbchen oder zur Not mit ihren eigenen rausgeschlagenen Eckzähnen Striche in die Zellenwand. Jeden Tag kommt einer dazu. Ist eine Wand voll, wird erst mal gezählt. So. Und weil ja nun nicht jedermann, der ausnahmsweise mal nicht hinter Gittern sitzt, seine hart erwirtschafteten Tapeten zerkratzen kann, hat man den Abreißkalender erfunden.
Fakt: Echte "Knackis" heißen immer Ede. Das aber nur nebenbei. Wann genau der Abreißkalender erschaffen wurde, kann man heut nicht mehr sagen, denn die seitdem angefallenen Kalenderblätter wurden allesamt weggeworfen. Warum sollte man die auch aufgehoben haben? Früher waren die nämlich total langweilig! Da stand vorne das Datum drauf (archaisch: der Datum), und hinten war nix. Später nutzte man die bislang ungenutzte Fläche für sinnlose Sprüchlein wie "Fortsetzung folgt" oder für minimalistische Werbeanzeigen ("Deutsche! Trinkt Wasser!"). Die Jahre strichen ins Land (und die Tage erst, Kinder, die Tage!!!), und die Menschheit wurde des Blätterabreißens überdrüssig. Abwechslung musste her! Und es geschah, was geschehen musste. Eine Kalenderblättchenautorenschmiede wurde aus dem Boden gestampft. Der Rest ist Geschichte. Alles klar? Sehr beliebt beispielsweise: Kalendergeschichten ("Es war einmal ein Kalender..."). Oder Witze, Gartentipps, Zitate, Horoskope und Rätsel. Das alles findet man auf modernen Abreißkalendern.  
Nun zu den Pausensüßigkeiten. Aber erst wie in der Schule zur Definition. Mit Pause ist logischerweise kein kompletter Stillstand des Zeitflusses gemeint. Einen solchen könnte man ja nur durch die Herbeiführung einer Temperatur von null Kelvin erreichen. Oder indem man das Universum packt, in einen sich mit Lichtgeschwindigkeit drehenden, unendlich langen Zylinder steckt und es durch diesen direkt in die Nähe eines Neutrinosterns befördert, oder falls vorhandenin ein schwarzes Loch. Wenn alle Stränge ("Strings") reißen, kann man auch ein beliebiges Elementarteilchen mit Antimaterie füllen und destabilisieren, soll heißen, man bringt es irgendwie zur Implosion. Das Universum kommt dann an einem anderen Ort raus, und zwar, sofern alles glatt läuft, beim Urknall. Muss aber nicht, denn wie bekannt sein dürfte, leben wir in einem Ebene-IV-Multiversum, in dem unsere Galaxie (und natürlich unser sympathischer kleiner Planet) unendlich viele Doppelgänger hat. Um nun die Zeit anzuhalten, müssen wir dafür sorgen, dass wir in einen Zustand geraten, in dem die Atome instabil werden, sprich: in eine Welt, in der es mehr als 3 Zeitdimensionen gibt. Aber Vorsicht: stets drauf achten, dass die Anzahl der Dimensionen nie weniger als 1 ist, andernfalls sind die Ereignisse völlig unvorhersehbar (Großvater-Paradoxon, Möbiusbänder reißen, Kleinsche Kannen zerbrechen, Füße schwellen an etc.)!
Bei Gott, da kommt man besser, wenn man einfach seine Arbeit, oder was immer man augenblicklich tut, unterbricht, sich darniedersetzt und isst. Brotkapsel öffnen ist die erste Amtshandlung. Doch weh, Leere in der Proviantbox! Man hat es versäumt, sich Stullchen zu schmieren. Denn seien wir ehrlich: Man ist doch viel zu faul für solchen Heckmeck! Statt Schnitten mit Weichkäse oder Pferdefleisch müssen nun Nahrungseinheiten aus dem Automaten her. Wir nennen diese wie folgt. Hier steht's: Pausensüßigkeiten. Süßes Naschwerk zur einmaligen Verwendung in der Pause. Für viele Menschen das einzige Highlight des Tages, man denke nur an die Kumpels im Bergwerk; Anlass zu Heiterkeit gibt es kaum im Schacht. Was soll man dort anstellen, wenn die Kohlen oder das Adamantit-Erz versiegt sind? Vieles ist ja verboten: Lagerfeuer, Russisch Roulette, Monstertruckrennen oder Popeln. Da ist es tröstlich, wenn man wenigstens einen Negerkuss im Ränzlein staken hat. Schlechtes Beispiel! Negerküsse sind gar keine klassischen Pausensüßigkeiten, sondern (das ist jetzt nur für Fachleute interessant) Kaffeebeilagen. Aber egal, Mann, das ist ja hier keine wissenschaftliche Abhandlung. (Oder doch?)
Wenn man in einen dieser neumodischen Shops geht, sieht man ganze Regale voller Pausensüßigkeiten. Was für eine Auswahl erstreckt sich vor dem Konsumenten. Snickers®, Mars®, Hanuta®, Knoppers®, Twix®, Balisto®, Bounty®, KitKat® oder KinderCountry® sind die Namen der handlichen Spezereien, um nur einige zu nennen. Wissenschaftler (verrückte!) haben errechnet, dass man, wenn man alle Schokoriegel hintereinander, alle Menschen, einen Riegel pro Tag, und so weiter, 1.000 Tonnen Maismehlstärke und 24,6666 Jahre die gesamte Bevölkerung der Cayman Islands!!! Abreißkalender dagegen: ungenießbar! Schlau sind die Chinesen. Ihre Glückskekse sind außen essbar und innen lesbar (legendabel, wie der Lateiner sagen würde, wenn er heute noch lebte, was er zum Glück nicht tut). Papier ist selbstredend bei beiden enthalten, sowohl als auch. Da wir in einer freien Welt leben, kann jeder für sich entscheiden, was er präferiert. Wohlan: reißt ab oder esst, oder beides. Tabelle (zum Vergößern klicken):  


(geschrieben im April 2004 ... eine Zeit, in der ich anscheinend zu viele Gunnar-Homann-Texte und P.M.-Magazine gelesen habe)

Dienstag, 10. September 2013

Karl Lagerfeld

Ich schreibe ja mangels Interesse nie über "Promis", aber weil der Modedesigner Karl Lagerfeld heute einen möglicherweise runden Geburtstag feiert (Wikipedia: "* 10. September zwischen 1933 und 1938"), möchte ich wenigstens eine winzige Notiz zu diesem Herrn abliefern.


Die Grenze zwischen sympathischer Schrulligkeit und allzu offenkundig aufgesetzter Koketterie ist eine dünne Linie. Lagerfeld hat diese Linie vor langer Zeit weggeschnupft.

(Interview: Süddeutsche Zeitung)

Sonntag, 8. September 2013

Kurz notiert: Digg Reader Android App

Eine gute Nachricht, Freunde! Seit letzter Woche gibt es den feinen Digg Reader als Android App. Bei mir läuft sie bis jetzt ganz ordentlich, außer dass beim Start stets die Seite mit den "angesagten Nachrichten" erscheint und ich meine persönlichen Abos über die Sidebar aufrufen muss. 
(Die iOS-App findet man übrigens hier.)

Zuvor in diesem Blog:
R.I.P. Google Reader?
Gibt es ein Leben nach dem Google Reader?
Bye-bye, Google Reader! Welcome, Digg Reader!

Freitag, 6. September 2013

Duluth

In der Liste hässlicher Ortsnamen dürfte Duluth, Minnesota, einen der oberen Plätze einnehmen.

Duluth.
Es beginnt mit einem d, dem rückgratlosen Bruder des stolzen t.
Dann kommt nicht etwa ein schöner heller Vokal, sonder u, was man keineswegs wie ein u im Sinne eines englischen <oo> artikulieren darf, sondern wie eine Mischung aus ü und Murmelvokal. Ugh! Ein bedeutungsloser Urlaut, der in Kombination mit dem d sofort an Wörter wie dull, dumb oder D'uh! denken lässt.
Sodann ein l, ein Dauerlaut, ein Liquid gar, ein Lalllllllaut! Naja.
Es folgt noch ein u, diesmal aber volle Kanne uuuu, so, wie die Kuh macht.
Zum krönenden Abschluss der stimmlose dentale Reibelaut: th. Man artikuliere ihn möglichst lang und sabbernd und unter Einbeziehung sämtlicher Mahl- und Vormahlzähne.
Und jetzt alle: Duhh-l-uuuu-ththth! Ja, das kann man sogar noch aussprechen, nachdem man einen Stahlträger an den Kopf gekriegt hat, was in der ansonsten sicher ganz liebenswerten Industriestadt Duluth, Minnesota, nicht unwahrscheinlich ist.

Wer sich nicht zutraut, "Duluth" in den Mund zu nehmen, nenne den Ort einfach bei einem seiner Spitznamen: "City on the Hill", "Rock Hill" oder "Zenith City".

Donnerstag, 5. September 2013

Neulich in der Frankfurter "Pappnase & Co."-Filiale

- "Gitta, kommst da mal eben?"
- "Was ist denn, Nils?"
- "Wir haben hier ein kleines Problem. Ein Kunde wollte 'ne Proberunde mit den Stelzen drehen. Dabei ist er unglücklich gestolpert und in das Regal mit den Flummis gestürzt. Jetzt reagiert er nicht mehr, und eine Stelze ist angebrochen."
- "Och Mann, das ist das dritte Mal diese Woche! Jetzt reicht's, ich leg' ein Schild ins Schaufenster ..."


Dienstag, 3. September 2013

Montag, 2. September 2013

Neulich im Supermarkt


(Dies ist ein Update zu Im Supermarkt.)
Was man kaum erkennt: Der Einkaufswagen der vor dem Mann stehenden Frau ist ebenfalls mit schätzungsweise eintausend Wasserflaschen beladen. Überraschend war, dass der Gesamteinkaufspreis sich auf gerade mal etwas über 60,- € belief. 

Sonntag, 1. September 2013

A bunch of weird links

Liegengebliebenes Zeug seltsamen Inhalts aus meinem digitalen Notizbuch:
  • The Euthanasia Coaster (Wikipedia, engl.). Hatte ich neulich schon gefacebooked: ein Konzeptkunstwerk, nämlich "a steel roller coaster designed to kill its passengers"
  • Glasgow Smile (Wikipedia, dt.). Bekannt aus "The Dark Knight"
  • Hängende Särge (Wikipedia, dt.). Mir bislang unbekannte Bestattungsart in Teilen Asiens. Mit Links zu weiterführenden, bebilderten Artikeln
  • Natural Harvest: A collection of semen-based recipes (Amazon.com). Exactly what it says on the tin. Man beachte die Kundenrezensionen ("Never buy used! I learned this lesson the hard way - my used copy arrived all tattered and torn and many of the pages were stuck together. My grandma still loved the gift, but she complains that some of the recipes are too salty for her.")
  • The History and Psychology of Clowns Being Scary (Smithsonian Magazine, engl.). Hab ich noch nicht gelesen, aber überzeugt mich schon beim Überfliegen
  • Deception of a Generation (YouTube, engl., Fernsehmitschnitt von 1984). Christliche Fundies erklären die schädliche Wirkung verschiedener Kinderunterhaltung
  • The Pixar Theory (engl.). "Every Pixar Movie is Connected."
  • 27 Mind-Blowing Statistics About Fictional Universes (Cracked.com, engl.). Wen der vorige Link interessiert hat, der wird auch diesen mögen