Donnerstag, 22. August 2019

Kurz getestet: Buttermilchbrötchen

Sehr, sehr fein sind die (ich glaube neuen) Buttermilch-Brötchen von Knack & Back. Sie sind einfachst aufzubacken, schmecken köstlich und verströmen tatsächliche einen leichten Buttermilchduft. Ich würde am liebsten 10 Punkte vergeben, aber das käme einem Verrat an den Original-Sonntagsbrötchen gleich, die ich als unübertroffen und -treffbar eingestuft habe. Deshalb: 9/10


Dienstag, 20. August 2019

Ostrale'O19 (2)

Wandmalerei

Abrissstreifen

The Green Room

Hör auf zu klammern!

Kellernutzung

Platinengöttin (Ergänzung zum Platinenmann von 2016)

Wir

Sanduhr

Suicide Bomber

Sonntag, 18. August 2019

Ostrale'O19

Ihr habt es sicher mitbekommen: 2018 gab es keine Ostrale und deshalb auch keine Fotos in diesem Blog, denn inzwischen heißt diese internationale Dresdner Ausstellung offiziell "OSTRALE Biennale für zeitgenössische Kunst". Außerdem wurde der Ort verlegt – vom ehemaligen Schlachthof in die historische F6-Tabakfabrik (gegenüber dem Medienhaus, in dem ich eine Zeitlang gearbeitet habe) nebst diverse Außenstände, die zu besuchen mir die Zeit fehlte. Zunächst war ich skeptisch ob dieser Neuerung, doch sowohl Umfang als auch Atmosphäre stehen der früheren Realisierung in kaum etwas nach.

Auch die gezeigten Werke erreichten die gewohnte Qualität. Es war diesmal sehr video-installationslastig, es gab weniger zum Schmunzeln, viele Kunstwerke waren politisch (teils vulgärsymbolisch) aufgeladen, einige überraschend sexualisiert. Die Ostrale läuft heuer noch bis 1. September und 2021 hoffentlich wieder.

Außenansicht

 Helme vor Rahmen

 Regenbogenabzeichen

Geschläuch

Geschläuch II

Entstörfahrzeug

Aufgetafelt

Fortsetzung folgt.

Freitag, 16. August 2019

G'schichten aus dem Rewemarkt

Im Ernting im Jahr des HErrn 2019 aber herrschte eine rechte Aufregung unter den Frauen und Männern der Stadt: Der Krämermarkt Rewe hatte arge Not mit seiner Kühlung. Bereits im vergangenen Sommer konnten für mehrere Monde die Fischregale nicht zweckmäßig temperiert werden und mussten zum Leidwesen der Christenheit leer bleiben. Nun also die Frostgemüsefächer – keine Erbsen, keine Brechbohnen, kein Blattspinat noch Leipz'ger Allerlei war verfügbar. Ach, ach, ach ...

Ein verlockendes Angebot versprach das Reclamepamphlet: Limetten (eine Agrumensorte aus Übersee) zu 59 Cent das Stück – und beim Kauf von mindestens dreien sogar nur 39 Cent! Da konnte unser Held natürlich nicht widerstehen und erwarb gleich drei der grünen Zitrusfrüchte. Zu Hause dann das böse Erwachen: Laut dem Kassenzettel waren die Früchte nicht mit 39, sondern trotz Dreierkauf mit je 59 Cent berechnet worden. Da hieß es erst mal eine Weile am Hungertuche nagen (bzw. an der Limettenschale).

Wieder frohlocken ließ die guten Leut' sodann diese Tollhäuslerei: Verschiedengroßen Stücken holländischen Käses lag ein kostenloses Kellnerbesteck bei! 


Mittwoch, 14. August 2019

Den Faden verloren

Hier ist eine Sache, die ich von ganzem Herzen hasse. Man schaut einen Film und versteht ihn nicht. Kennt ihr das auch? Zuletzt ging es mir so bei dem vielfach gelobten Syriana. George Clooney will Waffen (nicht?) verhökern und wird gefoltert. Matt Damons Sohn kriegt einen Elektroschock im Swimming-Pool. Die Chinesen wollen kasachisches Öl an den Iran (nicht?) verkaufen. Der Libanon ist von der Hisbullah besetzt. Ein Emir aus einem nicht genannten Emirat soll (von wem?) eliminiert werden (warum?). Ein paar Szenen spielen auch (wann?) in Paris und Washington, D.C. Ich stelle die Forderung, dass kein Film an mehr als vier Orten parallel spielen soll!
Gott, ich könnte nicht einmal in zwei Sätzen beschreiben, worum es ging. Manchmal kapiert man ja ein Ende nicht, aber hier war ich tatsächlich von vorne bis hinten ratlos. Vielleicht bin ich auch nur zu doof für Polit-Thriller ...

(Original geschrieben am 16.2.2008)

Montag, 12. August 2019

Ein Foto und seine Geschichte


- "Wirklich sehr beeindruckend, Lars. Kannst du die Schuhe mal für uns ausziehen?"
- "Wie was, nää - die Größe steht doch unten drauf."
- "Ja, schon, aber damit wir deine Füße sehen können."
- "Ach, das wollen Sie nicht, ich schwitze gerade stark."
- "Hm, einen Beweis brauchen wir schon."
- "Na gut. Hier, ein echter Abdruck!"
- "That'll do!"
- "Wer sind Sie überhaupt?"
- "Wir sind vom Guiness-Buch der Rekorde!"
- "Heißt das nicht 'Guinness'?"
- "Ähhh."

Samstag, 10. August 2019

Zum zehnten Mal (wahrscheinlich) kein Glück

Dies ist ein Update zu Ich war noch niemals in New York.
Zum "Jubiläum" gab es sogar eine Neuerung: eine automatische Antwortmail von NBC: "Thank you so much for entering the lottery for the SNL 2019-2020 season! You will be notified through the email address you provided only in the event you are chosen. Winners are notified on a rolling basis and may be selected any time throughout the season."
Und so weiter. Klappen wird es vermutlich wieder nicht. Insgehein hoffe ich es sogar, denn, so pathetisch das klingen mag, ich will eigentlich gar nicht nach Amerika, solange dieser Präsident Präsident ist. So!

Donnerstag, 8. August 2019

Noch mehr Brain Droppings

Früher dachte ich, dass einem im echten Leben viel mehr Schalterrätsel begegnen würden.

Gebälkmischung

- "Wem würdest du das Amt des US-Präsidenten eher zutrauen: Joe Biden oder Bernie Sanders?"
- "Biden."
- "Nee, du musst dich schon für einen entscheiden!"

Gary Shteyngart heißt auf deutsch Gabor Steingart.

Wäre ich Schwergewichtsboxer, würde ich im Fernsehen für Penaten-Creme werben. 
"In meinem Beruf holt man sich schon mal eine Schramme oder einen ... äh, Riss - wie heißt das im Boxsport?" - "Cut!" - "Nein, weiterfilmen! Ich hab' gerade einen Lauf!
Gerne reibe ich mich mit Penaten-Creme ein. Auch prophylaktisch vorm Schlafengehen, am ganzen Körper. Das bringt zwar nichts, aber dafür ist die Bettwäsche am nächsten Morgen voller weißer Flecken. Zeig mir eine bessere Wundcreme und ich zeige dir EINE WELT DES SCHMERZES!"
Der Rest des Spots (mind. 4 Minuten; darauf würde ich bestehen) zeigt in Nahaufnahme den Einreibevorgang. Dabei wohliges Stöhnen.

Ich glaube, das Süßeste, was die Menschheit je hervorgebracht hat, sind Puppenkliniken.

Bei der Tombola ein Verantwortungslos ziehen

Habe die Meldung gelesen, dass in einem Mordfall ein Kreter gestanden hat. Der war's also schon mal nicht.

Evangelisches Foodmagazin "ChrisNOM"

El Cid heißt auf deutsch "Es zieht".

Dieses "Bis heute haben die Bürgerinnen und Bürger ausschließlich für den Staat gearbeitet" ist für mich der Inbegriff einer Milchmädchenrechnung.

Im alten Rom gab es Kaffee to ga.

Ich wette, wenn du dir als Gespenst statt einem normalen Bettlaken ein Spannbettlaken überziehst, bist du in der Spuk-Szene untendurch.

Ich habe eigentlich nur noch einen Traum: unrettbar in die Underground-Aerobic-Szene abrutschen

- "Was macht denn das Kind dort mit dem Beil?"
- "Ich glaube, es hackt!"

Alt-Berliner Kneipe "Zur Scheiße"

Hier werden Hinz und Kunz hinzugezogen und kunzugezogen!

Idee für "Bento"-Artikel:
Was passiert eigentlich, wenn man Lack trinkt? "Du hast wohl Lack gesoffen?!" ist eine geläufige Beschimpfung - wir haben es einfach mal ausprobiert

Situation bekannt? Ich sitze in einem 6er-Abteil im IC und traue mich nicht, mein Frühstück auszupacken, weil ich eine Schnitte/Stulle mit sehr, nun ja: kräftigem Käse belegt habe.

- "Legen alle Vögel Eier?"
- "Nein, manche stellen sie."

Sonntag, 4. August 2019

Unique Not-Selling Point

Vor kurzem sah ich einen Copy-Shop, an dessen Tür ein Zettel hing, auf dem stand: "Wir sind kein Internet-Café!" Darunter war stichpunktartig aufgeführt, was in diesem Shop stattdessen angeboten wird ("Faxen, plotten, scannen, sich selbst pürieren", Katz & Goldt). Wenig später lief ich an einer Verköstigungsbude vorbei, in deren Nähe eine Schiefertafel über folgenden Sachverhalt aufklärte: "Hier gibt es kein Eis! ... aber erfrischende Limos". (Das genaue Wording der Hinweise sowie die Hervorhebungen sind aus dem Gedächtnis wiedergegeben.) Ist das ein neuer Trend: Mängel, Angebotseinschränkungen und verweigerte Dienstleistungen progressiv bewerben? Naa, wahrscheinlich hat man einfach keinen Bock auf die immergleichen Kundenfragen.

Donnerstag, 1. August 2019

Und täglich grüßt "Und täglich grüßt das Murmeltier"

Mich fesseln, wie schon oft erwähnt, Zeitanomalien in Filmen, Serien, Büchern und Spielen sehr, und eine spezielle Form, nämlich das Zeitschleifenszenario, weiß mich jedes Mal aufs Neue zu unterhalten. Das liegt auch daran, dass es seit 1993 mit dem Referenzwerk Und ewig grüßt das Murmeltier (ausgerechnet eine romantische Komödie!) gar nicht sooo viele Vertreter dieses Sci-Fi-Subgenres gegeben hat – bis vor einigen Jahren. Das ist zumindest mein Gefühl. Natürlich tauchten Time loops immer wieder in der Populärkultur auf, beispielsweise in der hervorragenden Akte X-Episode "Monday", aber seit ca. 2015, kurz nach dem (nicht übermäßig erfolgreichen, aber positiv aufgenommenen) Edge of Tomorrow, gibt es eine deutliche Häufung. Zu nennen sind z.B. die Romanverfilmung Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie, das koreanische Drama A Day und der mittlerweile fortgesetzte Horrorstreifen Happy Death Day (alle 2017). Letztes Jahr kam dann die Romanze When We First Met in die Kinos, und dieses Jahr zeigte Netflix die turbulente, u.a. von Amy Poehler mitproduzierte Serie Matrjoschka (OT: Russian Doll). Im deutschen Fernsehen wusste der ungewöhnliche Ulrich-Tukur-Tatort "Murot und das Murmeltier" zu überzeugen. Auch im Videospielbereich feiert das Trope fröhliche Urständ: Im kürzlich erschienenen Open-World-Erkundungs-Game Outer Wilds hat der Spieler 22 Minuten Zeit, um den Planeten, auf dem er gestrandet ist, zu erkunden, bevor eine Supernova ihn zurückwirft. Und auf der E3 wurde der interaktive Thriller Twelve Minutes und der Shooter Deathloop vorgestellt (beide 2020).

Solange der "Groundhog Day"-Fluch in unterschiedlichen Genres auftaucht und die theoretischen Rahmenbedingungen auch mal variiert werden, bin ich gern bereit, mir das alles reinzuziehen. Aber ich hoffe inständig, dass diese Prämisse in den kommenden Jahren nicht totgeritten wird und eine Zeitschleifen-Übersättigung stattfindet. Sonst denkt man sich nämlich irgendwann: Hm, das habe ich doch schon einmal erlebt ...