Dienstag, 31. März 2015

Drei gute Zitate


(Entnommen dem auch sonst sehr erfreulichen Buch Wahre Monster von Caspar Henderson)

Sonntag, 29. März 2015

Traumprotokoll: Das Interview

Ich war von einem Fernsehsender beauftragt worden, ein Interview mit einem "Prominenten" zu führen, dessen Namen ich noch nie gehört hatte. Am Ort des Interviews befanden sich bereits Hunderte Medienvertreter – der Star hatte offenbar einen regelrechten PR-Marathon angesetzt. Ich fragte die Anwesenden, um wen es sich eigentlich handele, und erfuhr: um den Halbbruder des Ex-Boxers Axel Schulz, der hier sein neues autobiographisches Buch vorstellen würde ("Ich bin der Halbbruder von Axel Schulz"). Ich musste laut lachen und weigerte mich, das Interview durchzuführen. Die anderen Medienleute waren pikiert über meine Arroganz. Ich bekam noch mit, wie sie sich voller Ernst und Hingabe gescheite Fragen ausdachten, z.B. "Wie fühlt man sich als Axel Schulz' Halbbruder?" Durch die Verweigerung meiner journalistischen Aufgabe entgingen mir 100 Euro. Zu Hause sah ich mir in einer Vorabendsendung eines der unzähligen an jenem Tag entstandenen Interviews an; es war anscheinend wegen Langeweile oder Peinlichkeit nicht sendefähig, weshalb die Kamera während des gesamten Gesprächs auf so ein aufziehbares Scherzartikel-Gebiss gehalten wurde, welches über den Vorabendsendungstisch klapperte. Im Anschluss an das Interview kam noch ein Beitrag über eine Vorfahrin von mir, die in den 1930er Jahren eine gefeierte Balletttänzerin war. Leider befahl mir meine innere Traumstimme aufzuwachen, bevor ich Details aufschnappen konnte ("Es ist schon spät, wegen der Zeitumstellung!").

Donnerstag, 26. März 2015

Der etwas bemühte Unternehmensname

Heute sah ich einen Kleintransporter mit Werbung für einen Surf- und Kiteshop. Name: Schwerelosigkite.

Ich beanspruche hiermit geistige Eigentumsrechte an dem Namen
"Am Scheidewake"

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Dienstag, 24. März 2015

Sprechen Sie Seegurkisch?

Aus traurigem Anlass (Zyklon "Pam") hat es der kleine südpazifische Inselstaat Vanuatu neulich in die Nachrichten geschafft. Ich sah den Präsidenten im Fernsehen eine Presseerklärung auf Englisch abgeben und wollte wissen, ob Englisch dort Amtssprache ist. Ja, ist es, ebenso Französisch; beides sind allerdings Erstsprachen von einer nurmehr verschwindend geringen Sprecherzahl. Tatsächlich hat Vanuatu die höchste Sprachendichte der Welt: 108 Sprachen auf eine Viertelmillion Einwohner!

Sprache des täglichen Lebens ist die dritte Amtssprache, eine auf dem Englischen basierende Kreolsprache namens Bislama, welche laut Wikipedia von 210.000 Menschen gesprochen wird, wobei die Zweitsprecher schon eingerechnet sind; was die Muttersprachler angeht, so gibt Ethnologue 10.000 an (plus 2.300 in Neukaledonien) und die Seite Omniglot 6.200. Abgesehen von einigen ozeanischen Lehnwörtern (französische gibt es auch) versteht man den Inhalt von Bislama-Textsampeln ganz gut, v.a. wenn man eine englische Übersetzung danebenstellt: "Evri man mo woman i bon fri mo ikwol long respek mo ol raet. Oli gat risen mo tingting mo oli mas tritim wanwan long olgeta olsem ol brata mo sista." = "All human beings are born free and equal in dignity and rights. They are endowed with reason and conscience and should act towards one another in a spirit of brotherhood." (Beispiel aus "Omniglot" übernommen)

Kurios ist die Herkunft des Namens Bislama: Es handelt sich letztlich um eine Verballhornung des französischen bêche de mer, was "Seegurke" heißt. Bislama wurde im 19. Jahrhundert von den lokalen Arbeitern als Kontaktsprache entwickelt und genutzt – und eine von deren Hauptbeschäftigungen war das Einsammeln von ebenjenen Stachelhäutern.

Neben Seegurken sind auch Schweine von Bedeutung für die ni-Vanuatu (so heißen die Einwohner/-innen). Wer viele Schweine besitzt, gilt als reich. Sie dienen als Nahrung, Handelsgut und Opfertiere. Das Rot in der Flagge Vanuatus symbolisiert denn auch das Blut geopferter Schweinsviecher. Indigene Religionen sind jedoch von allerlei (reformierten) christlichen Glaubensrichtungen verdrängt worden. Eine kleine Rolle spielt noch die sogenannte Prinz-Philip-Bewegung, ein Kult, in welchem der britische Prinzgemahl als Gott verehrt wird! 
(Neuer Eintrag auf meiner To-do-Liste: Gottheit in einem Südseekult werden)


Donnerstag, 19. März 2015

"Lustige Witwen" unterwegs

Wenn nicht schon mehr als genügend Bücher zum Thema Bahnfahren geschrieben worden wären, würde ich eine launige "Typologie des Zugreisenden" verfassen. Aber keine Sorge, ich verschone euch damit. Nur auf eine Sorte möchte ich ganz kurz eingehen.

Es handelt sich um Frauen um die 60, die stets in Gruppen von mindestens vier unterwegs sind, dabei niemals ein Abteil, sondern immer einen Großraumtisch okkupieren und den gesamten Waggon an ihrer geradezu pathologischen Lebensfreude teilhaben lassen. Ihre Route ist natürlich keine einstündige Spritztour, sondern führt mindestens von Göttingen nach Basel oder von Karlsruhe nach Bremen. Mit dem Einsteigen beginnt ein jede Sekunde der Reise ausfüllendes, präzise durchorchestriertes Spektakel mit den drei Hauptakten 1.) Fahrtantritt, 2.) Essen, 3.) Kartenspielen.

1.) Man setzt sich nicht einfach hin und guckt aus dem Fenster wie normale Menschen, nein! "Huhuhu, ist das unser Tisch?" - "Hier steht ja noch gar nicht 'reserviert'!" - "Sind wir überhaupt im richtigen Wagen, haha?" - "Wer hat denn jetzt die Tickets?" - "Wer will am Gang sitzen, hihihi?" - "Hui, jetzt geht's los!" Nach circa 30 Minuten (wenn es gut läuft!) hat jede ihren Platz eingenommen und ihre acht bis zwölf Gepäckstücke verstaut ... welche nach einer Minute wieder ent-staut und unter großem Hallo geöffnet werden, denn es geht ja nun zu Punkt
2.) Das Wort "Picknick" wäre zu wohlwollend für das Gelage, welches sich sodann entspinnt. Die Damen haben unter anderem mitgebracht: Brote, Butter, Wurst, Käse (alles separat, damit man live Schnitten schmieren kann), Senf, Eier, Weintrauben, Bananen, Wiener, Äpfel, Radieschen, Schokolade, Joghurt, Limo, Tee, Wasser, Kaffee und nicht selten – gnade uns Gott! – Piccolöchen. Dazu: Pappteller, Plastikbecher, Brotbüchsen, Servietten, Messer, Gabel, Löffel, Erfrischungstücher, Abfallbeutel, Minisalzstreuer.
3.) Leicht angeschickert holt man nach dem Mahle die Spielkarten raus. Klar, dass jeder, aber auch wirklich jeder Spielzug kommentiert werden muss. Häufigste Frage: "Wer ist dran?" Häufigste Antwort: "Immer der fragt, hahahaha!" Weitere beliebte Phrasen: "Mischen, Traudel!" - "Bin ich dran?" - "Oh, du mogelst doch, Inge!" - "Das ist ja wie verhext!" - "Mit euch spiel ich nie wieder!" - "Bin ich schon wieder dran?" - "Hehehe, jetzt mach ich euch nackig!" - "Pech im Spiel, Glück in der Liebe, nich' wahr, Ursel?"

Einmal, nachdem ich gefühlte hundert Stunden hinter einer solchen Rotte zu sitzen gezwungen war und endlich, endlich meine Zielstation erreicht hatte, bemerkte ich beim Aufstehen unter meinem Sitz eine Spielkarte, welche die tollen Weiber wohl bei einer besonders hitzigen Partie dahin geschleudert hatten. Nett wie ich nun mal bin, hob ich die Karte auf und hielt sie den Frauen entgegen: "Die lag unter meinem Sitz, ich glaube, das ist Ihre." Worauf die Anführerin ekstatisch jauchzte: "Wie goldisch!!!"

Dienstag, 17. März 2015

Das gute Zitat

"I always forget – because you're so pretty you're not used to rejection."

--- Amy Poehler alias "Leslie Knope" in Parks and Recreation

Sonntag, 15. März 2015

Ein paar Dinge

"Ein Kfz-Mechaniker, eine Hotelfachfrau und ihr Sohn gehen in eine Table-Dance-Bar." Das ist nicht der Beginn eines etwas komplizierten Witzes, sondern der erste Satz in einem Artikel auf bild.de mit der Überschrift "Familie in Sex-Bar abgezockt!" (Link bewusst nicht gesetzt).

Was war passiert? Drei Touristen aus dem Schwäbischen, nämlich ein Ehepaar in den Mittfünfzigern und der 28jährige Sohn, besuchen im Rahmen ihres Hamburg-Urlaubs ein Striplokal in St. Pauli, das, wie sich später herausstellt, schon in der Vergangenheit durch Abzocke aufgefallen ist. Man bestellt drei Bier. Zwei Frauen kommen an den Tisch der Familie und "bitten" den Sohn, "mit nach hinten zu kommen". Der Junge fügt sich, eine der Amüsierdamen setzt sich auf seinen Schoß, befummelt ihn, macht sich frei und verlangt nach einem Getränk, was der Barmann prompt bringt: Sekt für 1000 Euro! Der Kellner soll den Filius sodann mit nicht unsanftem Druck zum Geldautomaten begleitet haben, wo er, der Junge, schließlich die Rechnungssumme von insgesamt 1.060 Euro abhob. Knapp eineinhalb Jahre später steht der Barmann deswegen und wegen vier weiterer Fälle der räuberischen Erpressung vor Gericht.

Ich erlaube mir an dieser Stelle, meinen Beitrag an ein Segment aus der Late-Night-Show von Seth Meyers anzulehnen, weil es einfach zu gut passt:


ERSTENS Welcher Mann mit Ende 20 besucht gemeinsam mit seinen Eltern einen Amüsierbetrieb?! Dass man mit den Eltern in den Urlaub fährt, kann ich ja gerade noch so akzeptieren, aber nach St. Pauli? Wer um Himmels willen hielt es überhaupt für eine gute Idee vorzuschlagen: "Lasst uns doch mal gemeinsam eine Oben-ohne-Bar besuchen. Das bringt uns als Familie näher zusammen, und vielleicht ist es ja so nett dort, dass wir nächstes Jahr die Oma mitnehmen"?

ZWEITENS Wie verzweifelt/naiv/weltfremd muss man außerdem sein, um mit einer professionellen Reeperbahn-Bediensteten (ich wiederhole: im Beisein der Eltern!) in ein Separée zu gehen? Und was sagt man da? "Bis gleich, Mama und Papa, ich gehe mal mit dieser Table-Dancerin nach hinten. Sie scheint mich zu mögen. Bestimmt bietet sie mir kostenlosen Geschlechtsverkehr an, wenn ich ihr ein kleines Radler ausgebe. Ich mache Fotos!" Und: Hielten es besagte Eltern zu keiner Sekunde für geboten, die Entwicklung der Situation wenigstens ganz grob zu analysieren?

DRITTENS 1000 Euro für Sekt, was ist denn das für ein Betrag? Wenn man sich schon auf das unehrenhafte Geschäft des "Abziehens" spezialisiert, kann man sich dann nicht ein bisschen Mühe mit seinen Fantasie-Preisen geben? 985,- € meinetwegen, oder 1.025 € ... Tausend Euro – das würde ein Sechsjähriger vorschlagen, den man auffordert, "eine ganz, ganz hohe Zahl" für ein Getränk zu nennen. Schon allein für diesen dummdreisten Preis sollte man den Bartypen ordentlich verknacken.

VIERTENS Andererseits: Kann sich die Tatsache, dass es die Geschädigten dem Täter gar zu einfach gemacht haben, nicht strafmildernd auswirken? Da mal ansetzen als Verteidigung.

FÜNFTENS Der finanzielle Schaden scheint die Familie weniger zu ärgern als der Imageschaden: Stand in dem besagten Artikel vor einer Woche noch der genaue Herkunftsort der drei, liest man dort heute lediglich "Touristen aus der Region Stuttgart". Auch die Namen wurden geändert. Offenbar haben sich die Opfer bei der Bild-Zeitung beschwert; sie hatten wohl Angst, sich nie wieder auf den Straßen ihrer baden-württembergischen Heimatstadt blicken lassen zu können (es handelt sich um einen Ort mit gut 50.000 Einwohnern).

SECHSTENS Was sind die "Bild online"-Leser bloß für schadenfrohe Säue!


Donnerstag, 12. März 2015

Fragen, die ich mir selbst stelle

Wiederholt habe ich in letzter Zeit die Zutatenangabe "kosher salt" in amerikanischen Rezepten gelesen. Das irritierte mich: Wie kann Salz denn bitte nicht koscher sein, wo es doch weder mit Fleisch noch mit Milch noch überhaupt etwas mit Tieren zu tun hat?

Die Antwort ist flugs gefunden. Das Salz heißt korrekt "koshering salt", weil es gut dazu geeignet ist, damit Blutreste von der Oberfläche vom Fleisch (koscherer Tiere) zu entfernen, um dieses zu kaschern, also koscher zu machen. Der wesentliche Unterschied besteht in der Struktur der Kristalle, die im Gegensatz zu normalem Salz nicht würfelig, sondern flacher, gröber und unregelmäßig bis pyramidisch sind, was man mit einem Verfahren namens Alberger process erzielt. Außerdem ist es "nicht jodiert und auch frei von sonstigen Zusätzen, wie Fluorid und Antiklumpmittel" (zitiert nach gutefrage.net).

"An der Frage, ob koscheres Salz nun intensiver schmeckt als herkömmliches, scheiden sich die Geister – Diskussionen darüber füllen ganze Internetforen. Sehr wahrscheinlich hängen die unterschiedlichen Wahrnehmungen auch mit seinem relativen Gewicht zusammen: Koscheres Salz wiegt nämlich deutlich weniger, je nach Marke nur zwischen der Hälfte und 75 Prozent dessen, was Tafelsalz wiegt." So heißt es in einem Artikel auf diepresse.com, der kosher salt bereits vor zwei Jahren als "das neue Salz der Saison" vorstellte.

Meine Fans erwarten nun sicher, dass ich mir das Zaubergewürz alsbald bestelle. Ich überlege noch.

Mittwoch, 11. März 2015

Traumprotokoll: Abenteuer (Auszüge)

Geträumt am 26.3.2012:

Ich träumte, dass ich mit zwei Freunden ein Frankfurter Hochhaus hochkletterte. "Klettern" ist aber das falsche Wort – wir zogen uns mit einer Seilwinde irgendwie selbst empor (Troll physics!). Oben tranken wir dann mit Rudi Assauer (!) jede Menge Bier. Danach besiegten wir einen Drachen aus "Skyrim". Dann erschien ein zweiter, der mich tötete.

Dienstag, 10. März 2015

Kommt Zeitstruktur, kommt Rat


(Tja, warum nicht? Fürs Feintuning bräuchte es natürlich noch die Einbeziehung von mindestens zehn Aktionsarten und fünf Modi.)

Sonntag, 8. März 2015

Ein Kessel Bums

Neulich stellte ich mir die Frage, ob die Fernsehsendung "Ein Kessel Buntes", wenn es sie heute noch gäbe, auf Twitter & Co. eher den Hashtag #ekb oder den Hashtag #kessel erhalten würde.
Dann fand ich heraus, dass es derzeit auf dem MDR (wo sonst?) eine Neuauflage der ostdeutschen Kultshow gibt! Daraufhin habe ich mir auf Wikipedia die "Ein Kessel Buntes"-Episodenliste von 1972 bis 1992 angesehen. Man muss anerkennen, dass die DDR sich nicht hat lumpen lassen, was die Stargäste anging, die teils aus dem kapitalistischen Ausland kamen: Rex Gildo, ABBA, Johannes Heesters, Julio Iglesias, Costa Cordalis und Udo Jürgens hatten allein in den ersten fünf Jahren Auftritte. Von 1977 bis 1990 hatte die Sendung einen jede Woche wechselnden Moderator – wie bei "Saturday Night Live"! Manchmal waren es auch Moderationsduos oder Moderationstrios, einmal sogar ein -quartett, nämlich Helga Piur, Günter Schubert, Arnim Mühlstädt und Rudolf Ulrich. Zitat Wikipedia: "Die Moderatoren gehörten zu dieser Zeit zum Darstellerensemble der frivolen Sketchreihe 'Ein Bums wirkt manchmal Wunder'".
"Ein Bums wirkt manchmal Wunder"??? Wir wollen besser nicht nachfragen, was es damit auf sich hatte.

Freitag, 6. März 2015

Notizen aus meinem (spannenden!) Leben

Als ich heute Mittag in der Metzgerei (!) Waibel "einmal Pflaumenknödel mit Zucker und Zimt, Vanillesoße und zerlassener Butter zum Mitnehmen" bestellte, sagte der Kassierer lautstark und belustigt: "Pflaumenknödel! Muss auch mal sein, gell? Warum nicht mal Pflaumenknödel essen, kann man doch machen, hehe!"
Was Originelleres als "Ganz genau!" fiel mir darauf nicht ein.

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Ich hasse es, wenn Rezepte mit der Aufforderung beginnen, den Backofen vorzuheizen. Zum Beispiel dieses hier: "Den Backofen auf 180° C vorheizen. Die Gerste waschen, in sprudelndem Wasser 40 Minuten kochen und in einem Sieb abgießen." Es folgen u.a. noch die Arbeitsschritte: Mangold waschen, Mangold würfeln, Champignons schneiden, Knoblauch schälen, Öl erhitzen, Muskat reiben ... Ehe das Gericht so weit ist, in den Ofen geschoben zu werden, ist jener schon mindestens eine Stunde am Bollern! Was für ein Energie-Irrsinn! Nichts gegen Vorheizen, aber doch nicht sooo lange vorher. "Sie wollen morgen Plätzchen backen? Dann heizen Sie den Backofen auf 220° vor und legen Sie sich erst mal ins Bett. Gute Nacht!"

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Beim Programmieren von Videospielen die – wenn vorgesehenen – verschiedenen Anforderungsstufen feinzustimmen, scheint ein äußerst schwieriges Unterfangen zu sein. Ich spiele zur Zeit "Dragon Age" auf der Xbox 360. Ein hervorragendes Rollenspiel, nur leiderleider ist der Schwierigkeitsgrad "normal" deutlich zu schwer, der Schwierigkeitsgrad "einfach" hingegen zu einfach. Seufz.

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Über zwei Namen prominenter Geistesmenschen stolpere ich immer und immer wieder: "Siri Hustvedt" möchte ich stets als "Siri Huvstedt" lesen und sprechen, und den Künstlernamen "Le Corbusier" verlängert mein Gehirn zuverlässig um eine Silbe, indem es "Le Corboisier" daraus macht. Letzteres rollt halt viel geschmeidiger von meiner Zunge; vermutlich ist es einfach von dem Namen Lavoisier beeinflusst.

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Leserinnen und Leser, die mich nur als Autor dieses Blogs kennen, könnten angesichts der unzähligen Texte über Essen, insbesondere süßes, den Eindruck gewinnen, ich müsse unglaublich feist sein. Diesen Leuten möchte ich die Vorstellung von mir als Dickwanst nicht nehmen, weswegen ich diesbezügliche Gerüchte weder bestätige noch abstreite.

Dienstag, 3. März 2015

Die Diktatur der Akkus

Ist es Willkür, Fahrlässigkeit oder eine unergründliche finstere Macht, die das unterschiedliche Entladeverhalten technischer Geräte unter gleichen Umständen verursacht?

In der Nacht von Freitag auf Samstag hängte ich mein Mobiltelefon an die Steckdose, um es zu laden. Irgendwann, noch vor Sonnenaufgang, wachte ich ungewollt auf, sah, dass das Phone vollständig geladen war, und nahm es vom Netz. Dann schlief ich wieder ein. Als ich kurz vor 9 Uhr aufstand, hatte das Telefon nun aber nicht etwa 95% oder 99% Saft, sondern lediglich 79%! Ich lud es abermals auf, frühstückte, schnappte es mir und verbrachte die nächsten elf Stunden im Freien, weswegen das Telefon (angeschaltetes mobiles Netz, GPS) am Abend wieder fast komplett entpowert war. Also dasselbe Spiel: Bevor ich ins Bett ging, schloss ich das Telefon an die Stromzufuhr an, in der Nacht erwachte ich unfreiwillig, sah, dass es geladen war, zog das Ladekabel heraus. Das war in den frühen Morgenstunden des Sonntags. Jetzt – Dienstag, 13 Uhr 31 – steht die Akkuladung noch bei 36%!!! Warum? Was war in den vergangenen zwei Tagen anders als in der Nacht zum Samstag?

Was ganz Anderes, aber Ähnliches: Im Juli 2014 (nach circa fünf Jahren Nutzung, nach denen Haushaltsgeräte üblicherweise den Geist aufgeben) musste ich meine elektrische Zahnbürste entsorgen, weil der Akku nix mehr taugte. Ich kaufte mir eine Zahnbürste des Nachfolgemodells. Diese hat eine deutlich längere Betriebslaufzeit, verzichtet jetzt auf "Akku-fast-leer"-Pieptöne, benötigt aber auch gut und gerne 15 Stunden, um geladen zu werden. 15 Stunden sind natürlich mehr Zeit, als zwischen zwei Zahnputz-Sessions liegt. Darum besitze ich eine analoge Zweitbürste, die ich immer, wenn die E-Bürste am Stecker hängt, verwende.

In die Runde gefragt: Planen wir das Aufladen der launischen Akkus gemäß unserem Tagesrhythmus oder passen wir unseren Tagesrhythmus mittlerweile den Ladezuständen unserer technischen Paraphernalien an? Da mal drüber nachdenken.

Montag, 2. März 2015

Serientagebuch: Februar

01.02. Dr. House 7.07
05.02. Broadchurch 2.04
06.02. The Walking Dead 2.06
07.02. The Big Bang Theory 8.14
Game of Thrones 2.05 (RW)
The Knick 1.07
Chosen 1.01
08.02. Parks & Recreation 7.05
Gotham 1.08
Low Winter Sun 1.03
10.02. Family Guy 13.10
Chosen 1.02
Futurama 6.11
The Walking Dead 2.07
12.02. The Simpsons 26.13
Game of Thrones 2.06 (RW)
The Walking Dead 2.08
14.02. Parks & Recreation 7.06
Broadchurch 2.05
Game of Thrones 2.07 (RW)
15.02. Person of Interest 1.16
Futurama 6.12
Chosen 1.03
16.02. Futurama 6.13
17.02. Black Books 3.01
The Simpsons 26.14
Family Guy 13.11
The Knick 1.08
18.02. Better Call Saul 1.01
Better Call Saul 1.02
19.02. Broadchurch 2.06
Chosen 1.04
21.02. The Big Bang Theory 8.15
Dr. House 7.08
Black Books 3.02
The Walking Dead 2.09
22.02. Broadchurch 2.07
Better Call Saul 1.03
23.02. Parks & Recreation 7.07
Gotham 1.09
24.02. The Knick 1.09
25.02. Chosen 1.05
The Office 5.07 (RW)
Broadchurch 2.08
26.02. The Office 5.08 (RW)
28.02. Better Call Saul 1.04

Mein Highlight des Monats: die 2. Staffel von Broadchurch, bei der ich zwar nicht ganz so viel Whodunit-Spaß hatte wie in der ersten, die aber ebenfalls mit gutem Schauspiel, wunderschönen Landschaftsaufnahmen (die ich nach meiner letztjährigen Englandtour noch mehr zu schätzen wusste!) und fantastischer Musikuntermalung von Ólafur Arnalds begeisterte. Äußerst positiv überrascht bin ich von Better Call Saul. Ich hatte die Erwartungen niedrig angesetzt, aber schon nach der ersten Episode war ich wieder vom fast vergessenen Breaking-Bad-Flair gepackt!