Freitag, 7. August 2020

Danke, TK!

Ja, ich möchte mich bei der Techniker Krankenkasse, die heute "Die Techniker" heißt, bedanken. Für ein anhaltendes, na, ich möchte nicht sagen "Trauma", aber ein, äh, geschärftes, von (Ehr-)Furcht gespeistes Bewusstsein für allerlei Gefahren.

Lasst mich erklären: Als ich zur Grundschule ging, brachte ein Klassenkamerad regelmäßig aufklärerische Werbecomics von ebenjener Krankenkasse mit. Sie hießen "Max + Baxi", wie ihre Hauptfiguren, ein Junge und ein Mädchen, die gleichaltrigen Leuten Erste Hilfe beibringen sollten. (Den Namen hatte ich bis eben vergessen und musste ich nachrecherchieren. Viele Infos darüber hat das Netz nicht zu bieten; Wikipedia nennt den Comic "Maxi + Baxi" und behauptet, es hätte ihn lediglich bis 1989 gegeben, was aber nicht stimmen kann. Ein paar wenige Coverfotos sind via Google zu finden: Baxi erscheint aus heutiger Sicht ein bisschen übersexualisiert; Max sieht so aus, wie der Autor und Schauspieler Joachim Meyerhoff sein Schulkind-Ich beschreibt.)

Die Bildergeschichten in jenen Bändchen, welche Untertitel wie "Was alles passieren kann" trugen, waren oft haarsträubend und very graphic. Zwei von ihnen werde ich nie vergessen: In einer flog einem Kind eine Kastanie (mit Schale!) ins Auge, in einer anderen wurden mehrere Kinder von einer Katze angegriffen und zerkratzt. Blutige Fahrradunfälle und ein Stromschlag in der Badewanne spielten, glaube ich, auch eine Rolle. Mit einem wohligen Struwwelpeter-Schauer hat man diese Comics trotzdem immer wieder freiwillig konsumiert; konkrete Tipps zur Schadensprävention sind dabei kaum hängen geblieben ...

Mittwoch, 5. August 2020

Betr.: Müsli, Bankomat, Müsli, Bankomat

Zur Müsli-Anricht-Vorliebe von Menschen pflegte ich einst ziemlich starke Meinungen (vgl. Titanic 01/13). Ich selbst zog es vor, erst das Müsli in die Schüssel zu geben und dann die Milch drüberzukippen. Im letzten Winter jedoch habe ich mich umorientiert: Ich gieße seitdem zuerst die Milch ins Schüsselchen, tue dieses dann in die Mikrowelle, erwärme die Milch ein wenig, nehme die Schüssel aus der Mikrowelle und schütte zuletzt das Müsli hinein. Am frühen Morgen allzu kalte Flüssigkeit in den Magen gespült zu bekommen, ist bestimmt nicht der Gesundheit zuträglich, zumal in meinem Alter, auch wenn ich mir vorstellen könnte, dass es bereits wissenschaftliche Untersuchungen gibt, die das exakte Gegenteil ergeben haben wollen. Das Müsli weicht so aber auch effektiver auf und lässt sich angenehmer verzehren.

-----

An meinem Stamm-Bankautomaten waren heute die Tastentöne deaktiviert! Wird das von Dauer sein oder ist etwas defekt? Zunächst freute ich mich über das Ausbleiben der schrillen Pieptöne, denn jede Geräuschquelle in dieser ewig lärmenden Stadt weniger ist eine Wohltat. Dann aber dachte ich an unsere sehbehinderten Mitmenschen, für die ein akustisches Feedback beim Geldabheben sicher eine große Hilfe ist.

-----

Die Auswahl an Müslisorten in Supermärkten und bei dm wächst stetig. Das freut mich, ich teste sie alle. Ich hatte jetzt jedoch schon zweimal Packungen daheim, deren Inhalt für nicht einmal drei Schüsseln gereicht hat! Dabei handelte es sich beide Male um höherpreisige Marken.

-----

Was die Ausgabe der Banknoten angeht, bevorzuge ich Geldautomaten mit einem klassischen Schlitz. Leider finden Geräte mit Schacht zunehmende Verbreitung. Kennt ihr das: diese Klappen, die sich ruckartig öffnen und sofort wieder ebenso zackig schließen, sobald man die Scheine herausgenommen hat? Was, wenn man nicht sofort das gesamte Geldbündel zu greifen bekommt? Geht die Klappe dann trotzdem zu, und der verbliebene Betrag wird einbehalten? Oder zerstört? Dem Konto wieder gutgeschrieben? Was das immer für ein Nervenkitzel ist! Kaum eine Herausforderung des Alltags gehe ich derartig konzentriert und angespannt an. Mein Stamm-Automat (s.o.) hat zum Glück einen Schlitz.

Montag, 3. August 2020

Produktidee

Analog zu den im Supermarkt erhältlichen türkischen Feigen mit dem bereits vielfach bewitzelten Namen Die Leckeren sollte es eine Weintraubensorte Die Lockeren geben. Diese zeichneten sich dadurch aus, dass die Beeren extrem leicht von den Trauben fallen. (Klarstellung der Terminologie: Eine Weintraube besteht aus mehreren Weinbeeren.) Spezielle, möglichst anständig bezahlte "Zupfkräfte" müssten durch präzise Dreh- und Schüttelbewegungen dafür sorgen, dass die Trauben so in den Handel kommen, dass alle Einzelfrüchte noch dran hängen, sich aber bei der kleinsten Erschütterung lösen. Packt man dieses Produkt in eine Vesperdose und öffnet diese später, etwa bei einer Wanderung oder im Büro, liegen alle Weinbeeren lose darinnen. 
Was das bringen soll? Keine Ahnung, ich bin hier nur fürs Grobkonzept verantwortlich.

Samstag, 1. August 2020

Werbeunterbrechung: Mein Blog als Buch


"Geld bezahlen für Dinge, die ich kostenlos im Internet lesen kann?!?!"
Aber nein! Zum einen sind unter den 365 Einträgen, die ich aus meinen Tausenden Blogposts für dieses Taschenbuch ausgewählt habe, etliche längst verschollene, zum anderen wurde das Material liebevoll durchgesehen, bedarfsweise gekürzt, angepasst, korrigiert – und so angeordnet, dass sich ein "fünfzehnjähriger" Streifzug durch ein komplettes Jahr ergibt.
Erinnerungen an den Kookaburra kann auch bei mir direkt bestellt werden, zum Vorzugspreis von 15 Euro und auf Wunsch signiert; man muss sich dann allerdings auf längere Wartezeiten einstellen, weil die Lieferung von Autorenexemplaren etwa eine Woche dauert.