Sonntag, 29. Dezember 2019

Die Korrekturen

Aus der Reihe "Was sind das eigentlich für Menschen?":
Was sind das eigentlich für Menschen, die in aus der Bibliothek entliehenen Büchern mit dem Bleistift (tatsächliche oder vermeintliche) Fehler berichtigen?



Was soll das? Zumal die obige "Verbesserung" nicht unbedingt gerechtfertigt ist, wenn man die "Oberschule in der Stadt" als feste Phrase begreift; man würde ja auch nicht den Satz "Wir fahren zum Wirtshaus im Spessart" zu "Wir fahren zum Wirtshaus in den Spessart" korrigieren.
Wenigstens sind die Eingriffe dezent und ausradierbar vorgenommen worden. In Universitätsbibliotheken stößt man nicht selten auf Werke, in denen jeder zweite Satz farbig markiert ist und Kugelschreiber- oder Filzstift-Anmerkungen am Rand stehen. Für Menschen, die sich derart in fremdem Eigentum austoben, ist hoffentlich ein besonders heißer Platz in der Hölle reserviert.

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