02.02. Boss 2.10
04.02. What Remains 1.01
05.02. What Remains 1.02
06.02. Get a Life 1.07
08.02. What Remains 1.03
What Remains 1.04
09.02. Get a Life 1.08
A Knight of the Seven Kingdoms 1.03
A Knight of the Seven Kingdoms 1.04
10.02. Get a Life 1.09
12.02. Get a Life 1.10
13.02. Get a Life 1.11
16.02. Lost 2.20 (RW)
17.02. The Simpsons 37.14
Family Guy 24.01
Pluribus 1.01
Pluribus 1.02
18.02. The Simpsons 37.15
19.02. The Woman in the Wall 1.01
Pluribus 1.03
Get a Life 1.12
20.02. The Woman in the Wall 1.02
A Knight of the Seven Kingdoms 1.05
23.02. Pluribus 1.04
24.02. A Knight of the Seven Kingdoms 1.06
25.02. The Woman in the Wall 1.03
26.02. Family Guy 24.02
Get a Life 1.13
Pluribus 1.05
28.02. Lost 2.21 (RW)
Lost 2.22 (RW)
Wie erhofft, konnte die zweite Staffel des formidablen Politdramas Boss das Niveau der ersten durchweg halten. Hätte es noch weitergehen dürfen? Ich hätte das abwechselnde Scheitern und Triumphieren der Charaktere in diesem verkommenen Chicago einer (benachbarten) Parallelwelt gewiss noch eine Weile freiwillig weiterverfolgt, doch so, wie sich am Ende alles fügte, war es gut. Im Grunde war die Geschichte des mit Kelsey Grammer perfekt besetzten Antihelden eh auserzählt: sein Aufstieg, sein Fall, sein neuerlicher Aufstieg. Alles, was noch hätte passieren können, hätte die Todesgeweihtheit des schmutzigen Bürgermeisters nur unglaubwürdig gemacht. Und eventuell unerträglich. Denn wenn das Trope "Being Good Sucks" konsequent durchgezogen wird, macht's auf Dauer keinen Spaß, auch wenn man den Machern speziell dieser Starz-Serie dafür Respekt zollen muss.
Das Motiv, (fast) sämtliche Protagonisten als Soziopathen anzulegen, zelebriert auch die düstere Miniserie What Remains (2013) aus der Feder von Tony Basgallop ("Servant"). Dargestellt werden sie von talentierten Mimen, denen man gerne beim Unausstehlichsein zusieht (herrlich: Indira Varma). Das Kriminaldrama um die im Dachboden eines typisch britischen Mehrparteienhauses aufgefundenen Überreste (remains) einer jungen Frau (Jessica Gunning aus "Baby Reindeer") fesselt bis zum fiesen Endtwist und beleuchtet dabei auch bis heute relevante gesellschaftliche Missstände wie Machtmissbrauch und Vereinsamung.
Zur 37. Staffel der Simpsons möchte ich nicht viele Worte verlieren. Zu goutieren wusste ich, dass man sich sichtlich bemüht hat, sehr "klassische" Storylines zu spinnen. Auch das Witzniveau war größtenteils ordentlich; es gab eine Handvoll Episoden, die ich als überdurchschnittlich bewerten würde, was umso beachtlicher ist, als diese Season erneut lediglich 15 Episoden umfasste, zumindest auf Fox (darunter die 800. [!], "Irrational Treasure"); es sollen, wie es schon im letzten Jahr verwirrenderweise geschah, noch zwei Disney+-eklusive Folgen veröffentlicht werden, die ich aber nicht separat zu besprechen plane.
A Knight of the Seven Kingdoms wollte ich ursprünglich gar nicht gucken. Die Novellen um den jungen Heckenritter Dunk und seinen Knappen Egg sind, sosehr ich sie auch mag, für GRRM-Verhältnisse umfangmäßig derart bescheiden, ja dürftig, dass ich mir nie und nimmer eine Verfilmung mit genug "Fleisch" für mehr als vier Episödchen vorstellen mochte. Aber ich beugte mich dem Gruppenzwang, und was soll ich sagen? Es funktioniert! Wenn man sich von den epischen Maßstäben der anderen beiden Serien aus dem ASoIaF-Universum verabschiedet und sich stattdessen auf bodenständige Geschichten aus dem unglamourösen Westeros der kleinen Leute einlässt (wobei es dennoch immer wieder um Konflikte, Ranküne und Machtverschiebungen geht), hat man eine Menge Spaß. Außerdem sind's ja nur sechs Folgen von je etwas über dreißig knackigen Minuten geworden. Das Casting ist wie gewohnt exzellent, Kostüme und Kulissen wurden mit viel Liebe zum Detail gefertigt, und es darf, ungewohnt genug, hie und da herzhaft gelacht werden.