Mittwoch, 10. Juni 2015

Hängen gelassen

In diesen unseren "Zeiten organisierter Asozialität" (Magnus Klaue) sollte mich ja eigentlich nichts mehr schocken oder verwundern, doch hat mich kürzlich eine Sache so empört, dass ich nicht umhinkomme, sie hier festzuhalten. Als ich in einem deutschen Modekaufhaus ein Oberteil anprobieren wollte, sah ich, dass in der zu diesem Zweck von mir aufgesuchten Umkleidekabine bereits einige Kleidungsstücke hingen, woraufhin ich mir eine andere Kabine suchte. Doch auch in dieser und in etlichen weiteren hingen und lagen zurückgelassene Textilien herum. Von den dazugehörigen Kund(inn)en: keine Spur! Nun ist es nicht mal so, dass man die probegetragenen Kleider – wie ich es tue – an ihren ursprünglichen Platz zurückbringen müsste; wenn man sie an einer Sammelstelle am Ende des Umkleidekabinenganges deponiert, übernimmt dies das freundliche Personal. Offenbar gilt unter der gemeinen C&A-Klientel der Grundsatz "Was nicht passt, wird zum Problem eines anderen gemacht." Bzw.: "Nach mir die Sintflut." Ist das mittlerweile Benimmstandard?

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