Sonntag, 19. August 2018

Kaffee & Tee

Ich habe einem Kühlregal bei Rewe zwei 0,33-Liter-Flaschen entnommen und diese am Wochenende getestet.


"Belebend wie ein doppelter Espresso" soll der Green Coffee der Berliner Selo Green Beverages GmbH sein. Die 20 mg Koffein pro 100 ml habe ich jedoch nicht gespürt. Müder bin ich zwar nicht geworden, aber aufgeputschter als nach einem Pott grünen Tee habe ich mich nicht gefühlt. Das Etikett verspricht weiters: "erfrischend[e] Zitrone, würzige[n] Ingwer" und "alpin[e] Enzianwurzel". Das alles ist indes so dezent, dass ich es in der Blindverkostung nicht hätte identifizieren können. Auch eine Kaffeenote ist kaum auszumachen, werden die Bohnen doch ungeröstet verarbeitet. Es schmeckt in seiner Gesamtheit wie ein ordinärer Matedrink und irgendwie nach Fermentation. Gut geeist geht das Gesöff ordentlich die Kehle runter, aber ein unvergessliches Geschmackserlebnis ist der "grüne Kaffee" nicht. Immerhin sind alle Zutaten bio. Gesüßt wird mit Agavendicksaft. Neben der von mir getrunkenen Ursorte gibt es noch die Sommervariationen Kurkuma/Orange und Hibiskus. 6/10

Äußerst angetan war ich dagegen von der Sorte Blueberry von Trade Islands Iced Tea. Tatsächlich schlägt einem schon beim Öffnen ein sehr natürliches Heidelbeeraroma entgegen, und in seinem Gesamtbild schreit dieser Trunk eher "Fruchtlimonade" statt "Eistee", obwohl er freilich aus echtem Ceylon-Pekoe-Tee aufgebrüht ist. Er enthält sowohl circa doppelt so viel Zucker als auch doppelt so viele Kilokalorien wie der Coffeedrink, aber ich weiß nicht, ob solche Vergleiche überhaupt Sinn machen. Wohl aber weiß ich, dass der Koffeingehalt bei gerade einmal 7,9 mg je 100 ml liegt, womit der Wachmachereffekt noch geringer ausfiel, als ich erwartet hatte. 8/10

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