Dienstag, 26. März 2019

Ruhe im Puff

Aufräumshows, Minimalismusratgeber und Leben-in-den-Griff-krieg-Tutorials boomen seit einiger Zeit, dabei wäre es viel wichtiger, endlich einen Nimmervollen Beutel, wie man ihn aus zahlreichen Fantasy-Rollenspielen kennt, zu entwickeln. Den Nimmervollen Beutel würde ich dann gerne gegen den magischen Einrichtungsgegenstand in meinem Schlafzimmer eintauschen: den Nimmerleeren Wäschekorb. Mit Wäschekorb meine ich damit nicht das Ding, in dem man Wäsche von oder zur Waschmaschine oder zum oder vom Wäscheaufhängplatz transportiert, sondern das Behältnis, in dem man schmutzige Wäsche lagert. Meine Eltern sagen dazu "Wäschepuff". Ich bin ja ein Fan von Eineindeutigkeit und Homonymvermeidung, aber ich bitt' euch – Wäschepuff

Jedenfalls: Egal wie häufig ich Wäsche wasche, der Korb wird nie leer. Letzte Woche habe ich eine 30°-Bunt-, eine 40°-Bunt- und eine 40°-Weißwäsche gemacht, und danach war der verflixte Korb immer noch zu gut 80% gefüllt. Dabei verbrauche ich wirklich nicht mehr Textilien als andere Menschen. Sicher, jeden Tag ein neues Paar Socken und eine frische Unterhose, das muss schon sein, da lass' ich mich nicht an die Kandare nehmen, nee nee; aber Oberbekleidung kann man, so meine ich, auch mal zwei oder gar drei Tage lang tragen, wenn man darin nicht gerade Hochleistungssport treibt. Woher kommt dieser amerikanische Jeden-Tag-was-anderes-anzieh-Wahn überhaupt? Aus Amerika?
[abgebrochen wegen Banalität]

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