Sonntag, 11. Oktober 2020

Ausflug in den Main-Kinzig-Kreis

Völlig unbekannt war mir bis heute der Ortsname Hammersbach-Marköbel. Dabei kann von dort aus eine erquickliche Tour durch fruchtbare Wetterau-Landschaften unternommen werden. In Hammersbach (unweit Hanau) selbst gibt es ein Unter- sowie ein Obertor, eine Pfarrkirche und Spuren eines gar nicht mal kleinen Römerkastells zu bestaunen.

Das Obertor von Hammersbach

Es bietet sich die Möglichkeit, einen Teil der historischen Handelswege Via Regia und Hohe Straße zu beschreiten. Alle paar Kilometer trifft man auf besondere Sitzgelegenheiten, die neben den weitläufigen Feldern und Wiesen aufgestellt wurden.




Bänke und Kunst

Von Interesse ist auch der Weiler Hirzbach, wo eine Kapelle der Antoniter steht. 


Von den Antonitern werden die wenigsten je gehört haben, denn dieser Hospitalorden, der auf die Pflege von Antoniusfeuer-Patienten spezialisiert war, war bereits im 17. Jahrhundert in Auflösung begriffen, nachdem die Universität Marburg einen Zusammenhang dieser mittelalterlichen Krankheit mit Mutterkorn-Verzehr festgestellt hatte, was zu starkem Rückgang solcher Vergiftungen führte. Die letzten zwei Klöster bestanden noch bis 1803.

Hinter der Kapelle: dieses Gebilde. Kirche + Kirsche, klar.

Nahe Butterstadt wiederum lässt sich eine zehn Meter hohe Holzkonstruktion namens Himmelsschaukel bezwingen. 


Butterstadt selbst wartet mit der Replik einer Jupiter-Gigantensäule auf.


Im benachbarten Rüdigheim schließlich gibt es eine Johanniter-Komturei sowie eine denkmalgeschützte Staatsdomäne.

Eine Klosteranlage mit Kakteenecke ist ganz nach meinem Geschmack.

Neben unzähligen Nutzpflanzen ist in dieser Gegend auch etliches Getier zu erspähen: Insekten auf Insektenwiesen (während der Insektenzeit), Greifvögel, Störche, Rinder, Pferde.


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