Montag, 6. April 2015

Die Gewissensfrage – vertretungsweise beantwortet


Ich könnte meine Ausführungen jetzt wie gewohnt mit humanistischer Bildungshuberei einleiten, vielleicht mit einem Gleichnis von Äsop oder einer Sentenz von Terenz. Stattdessen möchte ich Ihre Frage mit der einen oder anderen Gegenfrage kontern: Haben Sie eigentlich noch alle Kaffeetassen im Schrank? Haben Sie den Fairstand fairloren? Haben Sie in Ihrer weißen, urbanen Arschlochbürgerlichkeit auch nur die leiseste Ahnung, was eine Gewissensfrage ist? Haben Sie mal "Sophies Entscheidung" gesehen? Was treibt einen Menschen an, so eine kreuzdumme Kackfrage nicht nur zu denken, sondern auch noch schriftlich auszuformulieren und an ein Wochenmagazin zu schicken? Was nur, was? Ich hoffe, Sie und Ihre Freundin ersticken an der nächsten Tasse Kaffee – fair oder unfair gehandelt –; ich wünsche mir, Sie werden nach dem Supermarkteinkauf von Ihrem schwer beladenen Einkaufswagen überrollt; ich drücke die Daumen, dass recht bald ein Komet auf die Erde einschlägt und zuallererst genau Ihre infam unnützen Hohlschädel zermatscht. Ich bete, dass Sie beide, Ihre Familien, Ihre Haustiere, Ihre-- nein. Es ist die Anstrengung nicht wert. Leben Sie wohl.
Dr. "Dr." Torsten Erlinger

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