Donnerstag, 17. August 2017

Balla-balla

In der Stellungnahme von True Fruits zu ihrer aktuellen Werbekampagne heißt es unter anderem: "Wir als kleiner Saftladen haben es mit einer einzelnen Aktion geschafft, derartige Themen in den Fokus der Menschen zu rücken. Wir fragen uns also: Wozu wären dann erst große Konzerne mit deutlich größeren Budgets in der Lage? Diese Unternehmen besitzen eine verdammt große Macht, haben leider nur keine Eier sich für ihre Ansichten aus dem Fenster zu lehnen."
Ich verdrehe immer die Augen bis zum Anschlag, wenn ich Sprüche des Inhalts lese, jemand, der ein Mindestmaß an Courage zeigt, habe "cojones", "dicke Eier" oder gar "balls of steel"; gern verwendet zum Beispiel beim letzten großen Bahnstreik in Bezug auf den in keiner Sekunde Repressionen zu befürchten habenden Gewerkschaftsboss Weselsky.

Sehr schön fand ich deshalb eine Stelle bei "Mad Dogs" (US): Einer der männlichen Protagonisten sagt, als Kompliment, zu einer von Allison Tolman gespielten Botschaftsmitarbeiterin "What you did, that took some balls", worauf sie herrlich genervt erwidert: "Why do people use that expression? Have you ever seen a man kicked in the balls? He's rendered completely immobile, he can't speake for, like, 30 seconds. When did balls become the symbol of strength? Why not a vagina, you know? I mean, vaginas take a pounding most of their adult life. What you should have said was, 'What you did, that took some vagina'!" Und das war dann auch einer der besseren Momente in dieser mittelmäßigen, etwas kopflosen Amazon-Produktion.

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