Dienstag, 3. Oktober 2017

Wie Keil ist das denn?

Neulich war ich in einem Museum, in dem eine beachtliche Menge an steinzeitlichem Werkzeug ausgestellt war. 'Guck an, ganz schön findig, unsere Vorfahren', dachte ich. Angelhaken, Ahlen, Klöppel und manches mehr vermochten die frühen Hominini herzustellen – und eben auch den guten alten Faustkeil.


Ich sah mir diese Objekte genau an und dachte weiter: 'Wann ist ein Keil ein Keil?' Soll heißen: Wo ist der Übergang von einem grob behauenen Klumpen und einem nützlichen Artefakt? Sicher, das anthropologisch geschulte Auge und erst recht elektronisches Oberflächenabtastgerät kann zuverlässig feststellen, was von Menschen bearbeitet wurde, aber wenn ich beim Spazierengehen so ein keilförmiges Felsstück am Wegesrand erblickte, würde ich unbeeindruckt daran vorbeigehen. Wer weiß, wie oft mir das schon passiert ist?

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