Samstag, 16. Dezember 2017

Vokabel der Woche

Bis vor wenigen Tagen kannte ich es noch nicht, das Wort robocall. Der US-Präsident habe eine Wahlempfehlung für Roy Moore in Form eines robocalls ausgesprochen, hieß es dann kurz vor der special election in Alabama. Ein "Roboteranruf" ist eine voraufgezeichnete Sprachaufnahme, die quasi als "Festnetz-Spam" in eine große Zahl von Haushalten gespeist wird. Wer also irgendwo in Alabama am vergangenen Montag, dem Tag vor der Wahl, an sein Telefon gegangen ist, weil es klingelte, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit diese Worte vernommen: "Hi, this is President Donald Trump and I need Alabama to go vote for Roy Moore. We’re already making America great again. I’m going to make America safer and stronger and better than ever before. We need that seat. We need Roy voting for us."
Eine gleichermaßen gruselige wie ulkige Vorstellung. Ob es dieses Marketinginstrument in ferner Zukunft auch in Deutschland geben wird? 

Kommentare:

  1. Ahem..ferne Zukunft? Das gibt es heir seit 5? oder 8 Jahren. Ich habe eine ältere Dame im Haushalt, die gerne mal die Telefonnummer rausgibt. Folge:
    Wenn ich noch einmal einen "Robo" sagen höre: Hallo, Sie haben gewonne..halten Sie Papier und Stift breite, ich rufe gleich nochmal an..." dann drehe ich durch.
    (Jemand der gerade erst über das Blog hier gestolpert ist)

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    1. Ich bezog mich explizit auf Anrufe im Wahlkampf. Das gibt es auch schon seit 8 Jahren? Also ich kenne niemanden, der schon mal von Robo-Schulz oder -Merkel angerufen wurde.

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