Dienstag, 8. Januar 2019

Dreimal dm

1. Bei dm sind die Preise so gestaltet, dass sich häufiger als in anderen Läden beim Einkaufen ein runder Gesamtpreis ergibt. Einmal kam ich mit mehreren Produkten an die Kasse und hatte dafür exakt 10 Euro zu entrichten. Ich war versucht, den Kassenzettel rahmen zu lassen. Und gestern war eine Frau vor mir an der Reihe, deren Einkauf mit genau 20 Euro zu Buche schlug. Wie kommt es dazu? Stecken irgendwelche zahlenmystischen Mechanismen dahinter, die der dm-Gründer und Anthroposoph Götz Werner persönlich ausgeheckt hat?

2. Ebenfalls beim gestrigen Einkauf erlebt: Es gab keine Rosinen! Sämtliche Artikel auf meiner Liste hatte ich finden können, nur da, wo sonst die Rosinen stehen, klaffte eine Lücke, höhnisch umgeben von zig Packungen Gojibeeren und Studentenfutter. Gedanklich sah ich mich bereits einen Supermarkt aufsuchen, wertvolle Minuten in einen zusätzlichen Gang investieren, nur weil diese eine Ware ausgerechnet dann, als ich ihrer dringendst bedurfte, nicht vorrätig war! Doch da, in einem separaten Gitterregal: Rosinen. Sogar im Sonderangebot! Wie meine Gefühle in dieser kurzen Zeit und wegen solch einer Lappalie Achterbahn gefahren sind, das war mal wieder beachtlich.

3. Ein ander Mal lief ein circa 55-60jähriger Mann telefonierend durch die Gänge, sicht- und hörbar überfordert. Am anderen Ende der Leitung befand sich offenbar seine Frau, die ihm scheinbar unerfüllbare Aufgaben durchsagte. Der Mann sprach sehr laut und in starkem rheinischen Dialekt. Er schnaufte, schimpfte, zweifelte, und es klang alles superlustig. Ich bereue bis heute, ihn nicht heimlich verfolgt und aufgenommen zu haben.

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