Es ist immer noch Eintopf- und Suppenzeit, Leute! Am Wochenende habe ich ein marokkanisch angehauchtes Ottolenghi-Rezept umgesetzt, das ich als "etwas aufwendig" bezeichnen würde, aber bloß wegen des vielen Geschnibbels und Gezupfes. Ich habe ein paar winzige Änderungen vorgenommen, auf die ich am Ende eingehen werde. Vier bis sechs Personen sollten von diesem Kichererbsen-Rüben-Eintopf satt werden.
In 45 ml Öl schwitzt man in einem großen Topf 2 Bund Frühlingszwiebeln (in dünnen Scheiben) und 2 zerdrückte Knoblauchzehen zusammen mit 1 TL Kreuzkümmelsamen, 1 Zimtstange, 1 EL Harissa, 2 TL Tomatenmark und 2 TL Salz an. Man schüttet den Inhalt von 2 Dosen Kichererbsen (2x400 g, inkl. Flüssigkeit) hinzu, gießt die Mischung mit 800 ml Wasser auf und bringt sie zum Kochen. Sodann kommen 250-300 g Pastinaken in mundgerechten Quadern sowie ca. 200 g Möhren in (halben) Scheiben hinzu. Bei nicht zu hoher Temperatur simmern lassen, bis das Gemüse bissweich, aber nicht zerkocht ist (hat bei mir etwa 25 Minuten gedauert).
Währenddessen bereitet man ein Topping aus 40 g grünen Oliven (entsteint), 10 g Petersilienblättern, 10 g Korianderblättern, 2 EL Olivenöl und 4 EL Apfelessig zu, indem man die Zutaten in einer Küchenmaschine oder im Thermomix zu einer "groben Paste" vermengt. Mit dieser garniert man den Eintopf, aus welchem man vor dem Servieren die Zimtstange entfernt hat.
Und nun wie versprochen zu meinen Anpassungen: Das Rezept sah eigentlich Steckrüben statt Pastinaken vor. Ich liebe Steckrüben und denke sehnsüchtig an den Steckrübeneintopf meiner pommerschen Oma zurück! Leider sind Steckrüben schwer zu bekommen, nicht mal auf den Wochenmärkten meines Vertrauens konnte ich welche finden, weswegen ich sie durch die nicht minder schmackhaften Pastinaken ersetzt habe, die dem Gericht im Verbund mit den Karotten und dem Zimt eine zauberhafte orientalische Süße verleihen. Wie immer, wenn Zwiebeln verlangt werden (hier: 300 Gramm!), habe ich zu Frühlingszwiebeln gegriffen. Um die fehlende Masse auszugleichen (denn Frühlingszwiebeln sind weniger ergiebig als Zwiebeln), habe ich etwas mehr Pastinaken reingetan (bei Ottolenghi sind's 200 g Steckrübenwürfel). Außerdem habe ich normale Harissa statt Rosenharissa verwendet, dafür aber nur 1 EL statt der vorgegebenen 2 EL (weil Harissa schärfer ist als die Rosenvariante). Zu guter Letzt habe ich mich mit zwei statt der vorgeschlagenen vier Knoblauchzehen begnügt.

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