Höhlenpopcorn: Knötchen an Skeletten und Schädeln, "korallenartige Speläotheme, kalkige Mineralablagerungen" (Spektrum der Wissenschaft). Die Knötchen, um die es in dem Artikel, in welchem ich diesen scheußlichen Terminus lesen musste, geht, fanden sich an den (Schädel-)Knochen eines vor ca. 130.000 bis 172.000 verstorbenen Neandertalers. Die Überreste, entdeckt 1993 in einer Karsthöhle in Süditalien, "stellen vermutlich die am vollständigsten erhaltenen" eines Neandertalers dar und ermöglichten die Untersuchung der "bislang einzige[n] überlieferte[n] Nasenanatomie" dieser Menschenform. Bislang hatte man vermutet, "dass eine spezielle Anatomie der oberen Atemwege die Gesichtsform der Neandertaler bedingte, vor allem die hervorspringende Gesichtsmitte". Dadurch seien sie an die damalige Kälte besonders gut angepasst gewesen. Nach der eingehenden Analyse des Atemwegssystems des sog. Altamura-Manns spricht nun allerdings einiges dafür, dass der Homo neanderthalensis uns in dieser Hinsicht doch recht ähnlich war.
Mittwoch, 21. Januar 2026
Wort des Tages
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen