Freitag, 28. August 2026

Betr.: Infantilisierung, Curry, Tattoos, Flohmarkt

Ich bestelle ein Möbelstück und werde in der Lieferbestätigung geduzt, während eine Bastelanleitung die Höflichkeitsform wählt.

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Diese Woche ist der Schauspieler Tim Curry gestorben, und ich war mir bei einem Prominenten noch nie so sicher gewesen, dass er bereits tot war. Mandela-Effekt? Mitnichten! Tim Curry hat wirklich schon vor etlichen Jahren das Zeitliche gesegnet. Schließlich dachte ich erst neulich beim Schauen eines Films: 'Hach, diesen Bösewicht hätte auch Tim Curry vortrefflich mimen können! Schade, dass der nicht mehr lebt.'

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In der Bibliothek lässt sich eine leutselige Dame von einer Angestellten ausgiebigst beraten, wird hierhin und dorthin geführt, bittet schließlich um Entschuldigung dafür, "dass ich Sie hier so in Anspruch nehme und rumscheuche ...", sie hält jäh inne, schaut die Mitarbeiterin schockiert an und ruft: "Sagen Sie mal, haben Sie da etwa ein Tattoo?!" – "Ich habe sogar mehrere", gibt die Angesprochene Auskunft. Die Kundin: "Aber das tut doch weh!!!"

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Ein Aushang an der Bushaltestelle, zu dem ich mehrere Fragen habe. Eine davon betrifft die Standgebühr, welche "6,- Euro + Kuchen" beträgt: Wie hoch hat der Kuchenanteil zu sein? Reicht ein Stück? Und wenn ich gar keinen Kuchen dabeihabe, kann ich den Rest-"Betrag" mit echtem Geld ausgleichen? Außerdem wüsste ich gerne, mit welcher Begründung Schwangere eine halbe Stunde eher den Flohmarkt betreten dürfen. Reservierte Sitzplätze, spezielle Aufenthaltsbereiche: derlei befürworte ich mit ganzem Herzen. Aber dieses Privileg leuchtet mir nicht ein. Und muss die Schwangerschaft nachgewiesen werden? Gewiss, einer werdenden Mutter im achten Monat sieht man "es" an, aber wie ist es mit einer, die erst vor wenigen Wochen empfangen hat? Wird sie ohne positiven Teststreifen auf 13 Uhr vertröstet?

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