Man muss sich ja auch über Kleinigkeiten freuen, beispielsweise über die saisonale Verfügbarkeit bestimmter Öbste. Wir sind nun in die Zeit des Jahres eingetreten, in der wir* nicht nur mit Birnen und Zwetschgen sowie den letzten Beeren verwöhnt werden, sondern vor allem auch mit schmackhaften Äpfeln. (* wir = alle, die Birnen, Zwetschgen, Beeren und Äpfeln lieben) "Neue Ernte" verhieß denn auch am Freitag ein Schild an meinem Lieblingsstand auf dem Königsteiner Wochenmarkt. Knackige Wellant-Äpfel können wieder erstanden werden, daneben weitere, zum Teil ebenfalls allergikergeeignete und nicht minder aromatische Sorten. Ich kaufte ein Säckchen, das ich mit ins Büro nahm. Und wie sie da auf meinem Arbeitsplatz lagen, verströmten die Früchte einen darart intensiven Duft – denn "aromatisch" bezieht sich nicht nur auf den Geschmack –, dass ich an Friedrich Schiller und seine verfaulenden Äpfel in der Schreibtischschublade als Kreativitätsförderungsmittel denken musste. Ob meine Äpfel mich ebenfalls beflügelten? Nein. Denn sie verfaulten ja nicht. Und so kommt am Ende nur ein vergessenswerter, einschläfernder Text wie dieser zustande (verfasst am Fr., 4.9., 17 Uhr).
Sonntag, 6. September 2026
Stop! Apple time!
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