Dienstag, 5. Februar 2013

Was ich schon lange mal loswerden wollte

Wenn ich meine Hemden aus meiner Stammreinigung abhole, sind immer (IMMER!) die obersten zwei Knöpfe aller Hemden zugeknöpft (s. Beweisfoto). Das ist der absolut schlimmstanzunehmende worst case. Wären ALLE Knöpfe geschlossen, würde ich die oberen zwei öffnen, mir das Hemd über den Kopf ziehen und die zwo Knöpfe wieder schließen (4 Knöpfvorgänge); wären nur die unteren zwei geschlossen, könnte ich mir das Hemd ebenfalls über den Kopf streifen, und es ergäben sich n-2 Knöpfvorgänge (wobei n=Gesamtzahl der Knöpfe); wäre das Hemd offen, könnte ich es ganz normal anziehen (n Knöpfvorgänge). So ergeben sich jedoch n+2 Knöpfvorgänge! 

Sicher, ich könnte auf eine andere Wäscherei umsteigen, aber die besagte ist günstig gelegen und unschlagbar billig. Die können es sich erlauben, mich und ihre übrige Kundschaft mit der perfiden Knöpferei zu gängeln. Die Wäscherei sucht übrigens schon seit über einem Jahr eine neue Arbeitskraft, aber wahrscheinlich ist kein Bewerber bereit, sich auf dieses Spiel einzulassen.

Neulich habe ich mich jedoch – aus Versehen! – gerächt. Weil sich etliche der Metallbügel angesammelt hatten, mit denen die gereinigten Hemden ausgeliefert werden, hängte ich jedes meiner schmutzigen Hemden auf je einen Bügel. "Bitte alle Hemden nur auf einen Bügel hängen!", stöhnte die genervte Mitarbeiterin bei meiner Dienstleistungsinanspruchnahme. Gut, dann behalte ich eben fürderhin eure dämlichen Bügel! In Zeiten steigender Metallpreise werdet ihr auf lange Sicht den Kürzeren ziehen.

Ach ja: Dass die Abhol-Etiketten nicht mit einer, sondern mit zwei Sicherheitsnadeln an den Kleidungsstücken angebracht werden, ist eine zusätzliche Schweinerei, über die zu echauffieren mir gerade die Kraft fehlt.


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