Montag, 27. Mai 2013

Wort des Tages: Kintopp

Gestern scrolle ich mit gewohnter Lustlosigkeit durch Spiegel online, als plötzlich:

"Der Schwaben-'Tatort' kommt diesmal als tadelloser Gangsterkintopp daher."

Bitte was? Gangsterkintopp? Sicherlich ein Tippfehler. Oder doch nicht? Wikipedia: "Der Ausdruck Kintopp war in den Anfängen der Filmgeschichte eine gängige Bezeichnung für das Kino schlechthin sowie für die erste funktionierende Filmkamera. Der Begriff ist stark veraltet, wird aber bisweilen noch als Synonym für frühes Filmschaffen verwendet [...]." (Ich empfehle, den Wikipedia-Artikel, der sich mit Verwendung und Herkunft des Wortes befasst, vollständig zu lesen.) 
Dass der Duden die Häufigkeit von Kintopp mit 2 von 5 möglichen Balken angibt, finde ich dann aber doch übertrieben. Müsste ich in all den Jahren, in denen ich, so meine ich doch wohl, recht aufmerksam durchs Leben gegangen bin, nicht schon einmal auf dieses saublöde Scheißwort gestoßen sein? – Ach, lasst mich doch in Ruhe! 

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