Sonntag, 28. Februar 2010

Friends - Teil 1.2

S01E21 - The One with the Fake Monica (Forts.) (mm:ss)

07:28
Im Central Perk.


Ross: (Mortified) Hi.
Chandler and Joey: Hey.
Joey: Where've you been?
Ross: At the vet.
Chandler: She's not gonna make you wear one of those big plastic cones, is she?


Ross: Hi.
Chandler and Joey: Hi.
Joey: Wo bist du gewesen?
Ross: Och, ich bin beim Tierarzt gewesen.
Chandler: Hast du dich jetzt endlich mal gegen Staupe impfen lassen?


M.M.n. sind diese Trichterdinger, die man frisch operierten Hunden anlegt, damit sie nicht an den Wunden knabbern, lustiger (und auch bekannter) als die Krankheit Staupe.

08:28
Ross erzählt von seinem Affen, der die Geschlechtsreife erreicht hat und nun alles anspringt.


Ross: I know. I know. I mean, one day, he's this little thing, and before you know it, he's this little thing I can't get off my leg.

Ross: Ach ja, ich erinnere mich noch daran, wie klein sein Ding am Anfang war. Da ahnt man nichts Böses, und ehe man sich's versieht, hängt es ihm schon in den Kniekehlen.

Ich schrieb es schon einmal und wiederhole mich gern: Es gibt keinen Grund, einen schlüpfrigen Witz noch schlüpfriger zu machen.

09:46
Die drei Frauen berichten, dass sie die Identitätsdiebin zum Essen eingeladen haben.


Ross: What?! Are you insane? This woman stole from you. She stole. She's a stealer.
Monica: Y'know what? After you're with this woman for like ten minutes, you forget all that. I mean, she is this astounding person, with this, with this amazing spirit.
Ross: Yeah, which she probably stole from some cheerleader.


Ross: Ich hör' ja wohl nicht richtig. Diese böse Frau hat dich bestohlen und sie hat auf deine Kosten eingekauft.
Monica: Wenn du zehn Minuten mit dieser Frau zusammen bist, hast du alles vergessen.
Ross: Wie bitte?
Monica: Soll ich dir was sagen? Ich finde, dass sie ein ganz faszinierender Mensch ist. Was sie alles macht, ist absolut unglaublich.
Ross: Oh ja, das hast du prima formuliert. Unglaublich würd' ich das auch nennen.


Auch dies schrieb ich bereits mehrmals: Wiederholungen soll man stets mitübersetzen, denn die stehen nicht ohne Grund im Drehbuch. Besonders peinlich an dieser Szene ist, dass nach Ross' erstem Satz in der deutschen Fassung ein Publikumslachen eingespielt wurde, obwohl darin nun nicht mehr die Spur eines Witzes vorhanden ist. Und wieso man den Gag mit der Cheerleaderin entfernt hat, ist mir schleierhaft.

12:57

Joey: (entering) You know there already is a Joseph Stalin?
Chandler: You're kidding.
Joey: Apparently he was this Russian dictator who slaughtered all these people. You'd think you would've known that!
Chandler: Y'know, you'd think I would've.
Joey: Phoebe. Whaddyou think a good stage name for me would be?
Phoebe: ...Flame Boy.


Joey: Chandler, weiß du was? Es gibt schon einen Albert Einstein.
Chandler: Das ist doch nicht dein Ernst!?
Joey: Albert Einstein war ein deutscher Wissenschaftler, der irgend so eine Theorie ins Leben gerufen hat. Hast du das denn gar nicht gewusst?
Chandler: Also das ist mir relativ neu.
Joey: Phoebe, fällt dir nicht ein guter Künstlername für mich ein?
Phoebe: Ähmm ... Walter Matthau!


Falls Chandlers "relativ neu" ein beabsichtigter Scherz ist, erkenne ich das an. Aber den "Flame Boy" durch den Namen eines x-beliebigen bekannten Schauspielers zu ersetzen, ist sehr einfallslos. Die deutschsprachigen Zuschauer müssen ja nur Schlechtes von den Autoren denken ...

17:59

Fake Monica: There's nothing to wonder about, Monica. You're gonna go back to being exactly who you were, because that's who you are.
Monica: Not necessarily...
Fake Monica: Yes necessarily! I mean, I dunno what it is, maybe it's the Amish thing.
Monica: Um, I'm not actually Amish.
Fake Monica: Really? Then why are you like that?


Fake Monica: Das ist doch gar keine Frage, meine liebe Monica. Du wirst wieder genau der Mensch sein, der du bist und da neu anfangen, wo du aufgehört hast.
Monica: Nein, das kann ich nicht.
Fake Monica: Natürlich kannst du das. Ich kapier' einfach nicht, wieso ihr immer an euch zweifelt, ihr Holländer.
Monica: Mh, ich bin keine Holländerin, ich hab gelogen.
Fake Monica: Wirklich? Aber du könntest eine sein.


Spätestens hier rächt sich der Ersatz von Amish mit Holländern. Was bitte soll denn an Monica typisch holländisch sein? Das Aussehen ist es jedenfalls nicht. Es geht doch um Monicas konservative Einstellungen, die schon in vorigen Episoden zum Vorschein kamen.

21:25

Casting Director: Next. (Joey walks onstage)
Joey: Hi, uh, I'll be reading for the role of Mercutio.
Casting Director No. 2: Name?
Joey: Holden McGroin.


Castingtyp: Der Nächste!
Joey: Hi, ich möchte für den Mercutio vorsprechen, wenn's recht ist.
Castingtyp: Sie heißen?
Joey: Joe Hamlet.

Zugegeben: Sehr originell ist der ursprüngliche Gag auch nicht, aber "Joe Hamlet"? Really?

So, das war schon mal recht interessant. Seien Sie gespannt auf die nächste Analyse einer Friends-Episode!

Dienstag, 23. Februar 2010

Friends - Teil 1.1

Die Sitcom Friends lief von 1994 bis 2004 auf NBC und war zu Recht eine der erfolgreichsten und beliebtesten Serien in dieser Zeit. Seit kurzem ist bei amazon.co.uk das komplette Box-Set für relativ wenig Geld zu haben. Ich habe es mir gekauft und mich gefragt, wie die Serie wohl auf Deutsch "funktioniert". Also habe ich mir eine Folge (die mir auch ein wenig knifflig erschien) rausgesucht und auf Deutsch geschaut. Mein Beileid allen, die sich das zehn Staffeln lang angetan haben! Nicht nur, dass die Stimmen unter aller Sau sind (insbesondere die deutsche Jennifer Aniston klingt zum Würgen), es wurden auch mit schöner Regelmäßigkeit komplette Gags versemmelt. Die Cutter haben dabei stets an den Stellen mit den ursprünglichen Witzen laugh tracks eingespielt, so dass man sich als Zuschauer fragt "Hä, was war denn daran jetzt komisch?"
Hier also die Analyse von S01E21 - The One with the Fake Monica (mm:ss).

00:57

Marcel, der Affe von Ross, ist in Rachels Zimmer und "bespringt" ihren Teddy.

Rachel: (off) Stop it! Marcel! Bad monkey!

Ross: What?
Rachel: Let's just say my Curious George doll is no longer curious.

Rachel: (off) Loslassen, Marcel! Och, ich hasse diesen Affen!

Ross: Was ist denn?
Rachel: Er hat sich tatsächlich auf meinen Teddy gestürzt, und der war noch nicht aufgeklärt.

02:41

Eine Frau hat Monicas Kreditkarte geklaut. Bei der Abrechnung findet Monica heraus, dass die Identitätsdiebin ein viel interessanteres Leben führt.

Monica: This is so unfair! She's got everything I want, and she doesn't have my mother.


Monica: Das ist ungerecht, finde ich. Ja, sie macht, was sie will, ohne danach zu fragen, was meine Mutter davon hält.


Hier stimmt gar nix mehr. Was hat Monicas Mutter mit einer völlig fremden Frau zu tun?


03:17

Joey braucht einen Künstlernamen.

Chandler: Joe...Joe...Joe...Stalin?

Joey: Stalin...Stalin...do I know that name? It sounds familiar.
Chandler: Well, it does not ring a bell with me...
Joey: (Writes it down) Joe Stalin. Y'know, that's pretty good.
Chandler: Might wanna try Joseph.
Joey: Joseph Stalin. I think you'd remember that!

Chandler: Joe … Joe … Joe … Einstein!

Joey: Einstein ... Einstein, woher kenn' ich den Namen, der kommt mir so bekannt vor.
Chandler: Wirklich? Ich hör' den Namen zum ersten Mal.
Joey: Joey Einstein. Mh, der gefällt mir sehr gut.
Chandler: Und statt Joe vielleicht "Albert".
Joey: Ja, Albert Einstein. Den Namen merkt man sich.

Offenbar war der ursprüngliche Gag den Übersetzern zu heikel. Der Schritt von Joe zu Albert ist natürlich kaum nachzuvollziehen.


06:30

Beim Stepptanzkurs. Monica hat keine Partnerin gefunden.

Teacher: Well that's all right, you can come up to the front and dance with me.

Monica: Why don't I just take off my clothes and have a nightmare.

Lehrerin: Das ist doch halb so wild, du kannst mit mir tanzen. Los, komm her!

Monica: Ich könnte ja auch wieder gehen und mir sagen, das war alles nur ein Traum.

Schon klar, die deutschen Zuschauer verstehen keinen Sarkasmus ...


06:53

Monica trifft die Frau, die ihre Identität geklaut hat.

Woman: Hi. I'm Monica.

Monica: Oh. Monica! ...Hi. I'm Mo- ...nana.
Woman: (Fake Monica) Monana?
Monica: Yeah. It's Dutch.
Fake Monica: You're kidding! I-I spent three years in Amsterdam. (Asks her something in Dutch)
Monica: Um, Pennsylvania Dutch.

Frau: Hi. Ich heiße Monica.

Monica: Oh ... Monica! Ich heiße Mo- ..nana.
Frau: Monana?
Monica: Ja. Das ist holländisch.
Frau: Ach wirklich? Also, ich hab drei Jahre in Amsterdam gelebt. (fragt etwas auf Niederländisch)
Monica: Ich hab holländische Eltern.

Dazu später mehr ...


Freitag, 19. Februar 2010

Filmtitel VII

Nach dem wortreichen vorigen Beitrag nun wieder ein kleines Listen-Update hübscher deutscher Filmtitel. Entnommen sind sie dem genannten Buch von W. Maier sowie der Zeitschrift CINEMA, die in der letzten Ausgabe ein "Spaßlexikon" (als neue Rubrik?) enthielt.

  • Dragnet --> Schlappe Bullen beißen nicht
  • Jersey Girl --> Love Crash
  • Midnight Man --> Maximum Force Part 2 - Deadly Connection
  • Let's Make Love --> Machen wir's in Liebe
  • Les Femmes d'Abord --> Eddie krault nur kesse Katzen
  • Caught in the Act --> Mystery Act
  • K9 --> Mein Partner mit der kalten Schnauze
  • Black Eagle --> Red Eagle
  • I Lunghi Giorni dell'Odio --> Seine Winchester pfeift das Lied vom Tod
  • Weird Science --> L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn
  • Wise Guys --> Zwei Superpflaumen in der Unterwelt
  • Up the Creek --> Das turbogeile Gummiboot

Montag, 15. Februar 2010

Filmtitel VI

Wolfgang Maier hat in seinem Buch Spielfilmsynchronisation (Frankfurt a.M. et al.: Peter Lang 1997) ein ganzes Kapitel dem Problem des Übersetzens von Filmtiteln gewidmet. Für alle Möglichkeiten bietet er schlüssige Erklärungen. Wird der Originaltitel beibehalten, weil es sich um einen (bekannten) Eigennamen handelt, hat dies den Vorteil, dass "durch die internationale Presse der Film möglicherweise schon vor einem Deutschlandstart aufgrund des einprägsamen kurzen proper name bekannt ist; das macht das Publikum neugierig" (S. 75). Nach der "Allemanitis" der 50er/60er Jahre, wo man jeden englischen Titel (mitunter krampfhaft und misslungen) eindeutschte, begann die bis heute anhaltende Phase, in der auch unverständliche Filmtitel beibehalten werden. "Anscheinend liegen die Wurzeln darin vergraben, daß die Werbestrategen dem potentiellen Käufer/Zuschauer weiszumachen versuchen, bloß was 'neu' ist, sei 'gut'" (S. 79). Und weiter: "'Jurassic Park' hätte in den fünfziger Jahren wohl 'Panik im Dinosaurier-Park' geheißen." Die Englisch-Kompetenz des heutigen Publikums [= dem von 1997] sei jedoch nicht besser als die des Publikums von damals (diese Aussage stimmt heute, 2010, m.M.n. nicht mehr); "wichtig bleibt alleine der Erkennungseffekt der für manche inhaltslos gewordenen englischen Titel." (S. 80)
Sehr unterhaltsam sind die Ausführungen zu nicht am Original angelehnten Filmtiteln. Die schärfsten Schoten entstanden in der Trash-Horror-Welle der späten 60er bis 80er Jahre, als man das Publikum mit Titeln über "gefolterte Jungfrauen" und "gequälte Hexen" ködern wollte. The Haunted Palace (basierend auf H.P. Lovecrafts Erzählung Der Fall Charles Dexter Ward, ulkigerweise aber vermarktet als "based on a story by Edgar Allan Poe") wurde in Deutschland zu - festhalten! - "Die Folterkammer des Hexenjägers". Ein weiteres Highlight (S. 89f.):

"Nehmen wir Jean Rollins Öko-Thriller 'Les Raisins de la Mort' [...] was machte der deutsche 'A.B.'-Filmverleih daraus? Man möchte es nicht glauben, aber bei uns werden 'Die Trauben des Todes' zur 'Foltermühle der gefangenen Frauen'. Was sich der Verleiher unter einer 'Foltermühle' vorstellt, sei dahingestellt, jedenfalls kommt in diesem Film keine vor, ebensowenig wie 'gefangene Frauen'. Dem Titel entsprechend war übrigens auch die Graphik des deutschen Filmplakats ausgerichtet: Halbnackte, angekettete Mädchen (die im Film natürlich überhaupt nicht vorkommen) und grausig aussehende Totenköpfe, und als Slogan auf dem Poster die Aufschrift 'Zombie G.m.b.H. & Co. in Action' (sic!). Aber selbst so ein idiotischer Titel [...] kann noch übertroffen werden: Auf Video hieß derselbe Streifen nämlich 'Zombis geschändete Frauen' (man achte auf die Orthographie!), was zur Folge hatte, daß er umgehend indiziert wurde [...] Der Dumme ist in jedem Falle der Zuschauer: diejenigen, die wirklich 'gefangene', 'geschändete' oder 'gefolterte' Mädchen erwarten, werden enttäuscht, und die 'ernsthaften' Kinogänger müssen sich unweigerlich genieren, wenn sie an der Kinokasse eine Karte für 'Foltermühle der gefangenen Frauen' lösen [...] [D]as (übrigens minderwertige) deutsche Bauerndrama 'Das Mädchen vom Hof' versuchte man im Zuge der Horrorwelle als 'Die Totenschmecker' besser verkaufen zu können, und schließlich endete das Machwerk als 'Der Irre vom Zombiehof'."
Faszinierend sind auch die Versuche, Geld mit getürkten Franchises aufgrund früherer Erfolgsfilme zu machen:

"Man denke nur an die von Sergio Corbucci 1966 geschaffene Figur des 'Django'. Der Name wird auch heute noch gleichgesetzt mit dem Helden der Spaghetti-Western, und so fanden sich in Deutschland nicht weniger als 50 Filme, die sich des populären Namens der Kultfigur zu eigen machten. Doch wieviele 'echte' Django-Filme gibt es eigentlich wirklich? Die Antwort ist einfach: nur einen, eben den von Corbucci inszenierten. Alle anderen Produktionen, die sich daran anlehnen, haben mit dem eigentlichen 'Django' überhaupt nichts zu tun. Und trotzdem brach bald darauf eine wahre 'Django'-Flut über die bundesdeutschen Kinos herein [...]: Die Vorstellung 'Django spricht das Nachtgebet' steht in krassem Widerspruch zu 'Django spricht kein Vaterunser', ja die Palette reicht sogar bis hin zu 'Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill'."


Samstag, 30. Januar 2010

Noch ein Englisch-Fail

Es ging ja wie ein Lauffeuer durchs Internet und hernach durch die anderen Medien - Oettingers Englisch-Debakel, das ich hier nicht noch einmal verlinken möchte. Was mich an der Sache besonders traurig macht, ist der Umstand, dass hinter den Mächtigen in unserem Land fähige Mitarbeiter (ich vermute: Geisteswissenschaftler) stehen, von denen man nie etwas hören wird und die es mit noch so viel Fleiß nicht zu einem EU-Kommissarsposten bringen werden. Ein undankbarer Job! Die von Oetti gehaltene Rede ist in sich stimmig und korrekt formuliert, wenn auch manchmal (typisch deutsch) etwas sperrig. Der Schreiber gibt sich Mühe, und der Vortragende macht alles kaputt! Wenigstens legt Oettinger mit seinem Gestammel einen Offenbarungseid ab: Wer nicht einmal die Aussprache von "does", "low" oder Substantiven im Plural auf -ies beherrscht (erstes Lernjahr), kann den Text mitnichten selbst verfasst haben, ja, er weiß nicht mal, was er da eigentlich vorliest. 

Das wäre ja alles verzeihlich, wenn, ja wenn man sich dann nicht noch hinstellt und fordert, dass JEDER vom Facharbeiter bis zum Geschäftsführer in Zukunft Englisch beherrschen muss. 

Freitag, 22. Januar 2010

"Meine Mutter würde schreien."

Hui, ein neuer Beitrag!
Jawohl, das Blog lebt noch. Anlass ist folgendes Video, das in meinen Zuständigkeitsbereich fällt, über das ich aber kein Wort verlieren möchte.

Samstag, 28. November 2009

Roomies

Durch eine Folge der Serie Undeclared (doofer deutscher Titel: American Campus) habe ich gelernt, dass in amerikanischen Studentenwohnheimen, in denen sich in der Regel zwei gleichgeschlechtliche Studenten ein Zimmer teilen, folgendes üblich ist: Wenn einer der Zimmerbewohner einen Partner mit auf die Bude nimmt, muss der andere sich irgendwo - z.B. im Aufenthaltsraum - einen Alternativ-Schlafplatz suchen. Wie unverschämt! Ich würde mich weigern, meinen teuer bezahlten Raum nicht zu betreten, nur weil mein Mitbewohner eine Krawatte an die Klinke gehängt hat. Sollen die sich halt ein Stundenhotel suchen. Oder sich beim Akt beobachten lassen. Wer in einem Studentenwohnheim wohnt, hat eh jedes Privileg auf Sex verwirkt. Erbärmlicher ist nur noch, bei seinen Eltern zu wohnen. Ich rede hier natürlich nicht von deutschen Studenten. In den Wohnheimen, die ich kenne, hat zumindest jeder ein eigenes Schlafzimmer. Ich selbst habe grundsätzlich keine Probleme damit, in einem Mehrbettzimmer zu nächtigen - bei Gott, ich teilte mir mal eins mit sieben Australiern (und wie jeder weiß sind Australier die größten Proleten unter der Sonn'). Aber ein bisschen Ruhe tut, gerade in Prüfungszeiten, Not.

Bonus-Text für Nerds Es muss noch erwähnt werden, dass sich Judd Apatow, der Erfinder von Undeclared sowie dessen quasi-Vorgänger Freaks & Geeks, sich mal einen dorm room mit Adam Sandler geteilt hat - Filmmaterial aus diesen Tagen ist in dem Film Funny People (doofer deutscher Titel: Wie das Leben so spielt) (Regie: Apatow) zu sehen. Adam Sandler habe ich eine Zeit lang mit Ben Stiller verwechselt, und tatsächlich wird in einer Undeclared-Episode, in der Sandler einen Gastauftritt hat, dieser von Oliver Rohrbeck synchronisiert, dem deutschen Stamm-Sprecher von Ben Stiller. Laut dem Oracle of Bacon kommen Ben Stiller und Adam Sandler sogar in einem gemeinsamen Cast vor, nämlich dem von dem Film Happy Gilmore. Das Drehbuch dazu schrieb Tim Herlihy, ein langjähriger Autor bei Saturday Night Live. Adam Sandler war in vier Staffeln bei SNL zu sehen, aber auch Ben Stiller hatte darin einige Cameos, u.a. als Tom-Cruise-Parodist.

Samstag, 21. November 2009

Yes, ve cen!

Es folgt nun ein sehr herablassender Nörgelbeitrag, der mir aber am Herzen liegt.
Vor über einem Jahr wurde Barack Obama zum Präsidenten der USA gewählt, und noch immer gibt es deutsche Nachrichtensprecher und andere Medienleute, die den Namen Barack wie "B'äreck" aussprechen (Betonung auf der ersten Silbe). Klar kann man von Krethi und Plethi derartige Kenntnisse nicht verlangen, die sollen sich lieber mit der Politik des eigenen Landes beschäftigen, aber wer sich Journalist nennt, kann durchaus mal ein bisschen recherchieren; dank der digitalen Vernetzung kann man dies ja auf unterhaltsame Weise tun, z.B. indem man amerikanische Late-Night-Shows guckt oder Blogs wie "USA erklärt" liest.
Die Aussprache des Englischen ist in der Tat das Schwierigste an dieser Sprache. Leider wird an unseren Schulen versäumt, auf die starken phonetischen Unterschiede zwischen Deutsch und Englisch hinzuweisen. Man sollte den Lernern in den ersten Unterrichtseinheiten ganz deutlich vor Augen führen, dass selbst Verschlusslaute wie /k/ und /t/ im Englischen in gewissen Positionen anders klingen als ihre deutschen Entsprechungen, von Lauten wie /w/ und dem berüchtigten th ganz zu schweigen. Dies sehen die Lehrpläne nicht vor, und so kommt es, dass man englischsprechende Deutsche überall sofort erkennt (mitunter erkennt man sogar den Dialekt [Sächsisch!]). Amis machen sich lustig über uns! (Beweiscomic)
Bemerkenswert, aber verständlicher ist, dass englische Fremdwörter unserer Muttersprache angepasst werden, vgl. bluff ("Blöff"), pumps ("Pömps"), Excel ("Éxl"), flush ("Fläsh"), hovercraft ("Huverkraft") oder route(r) (na gut, ich lernte gerade, dass hierbei zwei Aussprachen richtig sind, wobei ich "raut" viel öfter zu hören glaube). Peinlich ist es, wenn selbst Unternehmen sich uneinig bzgl. der korrekten Lautung sind (T-Mobile, Red Bull [bei letzterem schwankt der Akzent]).
Ich möchte aber nicht nur mit dem ausgestreckten Finger auf "uns Deutsche" zeigen, sondern - ha! - mit dem ausgestreckten Finger auf englische Muttersprachler zeigen. Man denke daran, wie die so manches Fremdwort aussprechen. Der Firmenname Braun klingt wie "Braan", [ˈFolksva:gen] wird zum "Wolkswägen", Porsche zu "Porsch". Beim Louvre schwindet das r, im Familiennamen LeFavre vertauscht man das r und das v einfach (Metathese), Van Gogh klingt wie "vän go", das erste A im Bandnamen ABBA wird lang, ebenso das i in pizza und Nissan. Sehr schön ist auch der "orángutan(g)"! Und natürlich reimt sich Merkel auf Urkel. Man sieht also, wir leben in einer bunten Welt, wo jeder spricht, wie ihm das Schnäblein wuchs, und das ist auch gut so. Der Turm zu Babel ist nun mal gefallen, also sollten wir das Beste draus machen. Dennoch heißt es [bəˈrɑːk], verdammt!

Samstag, 7. November 2009

Das F-Wort

In der letzten Folge von South Park (13.12 "The F Word") wurde ein höchst interessantes Phänomen behandelt, nämlich der Bedeutungswandel des US-amerikanischen Schimpfwortes fag (< faggot). Es lässt sich momentan am besten mit "Schwuchtel" übersetzen, die Bedeutung verschiebt sich aber anscheinend in Richtung "rücksichtslose, laute Person" allgemein und wird von den South-Park-Kids speziell für die scharenweise auftauchenden, lärmenden Harley-Fahrer verwendet. Hier passt das deutsche Wort "Schwuchtel" nun überhaupt nicht mehr, denn dieses wird (noch?) ausschließlich für Homosexuelle gebraucht. Die Übersetzer werden also wieder einmal vor ein nervenraubendes Problem gestellt werden.
Interessant ist, dass homosexual nicht die ursprüngliche Bedeutung von fag ist; das Wort hat - wie in dieser Episode dargestellt - eine bewegende Geschichte hinter sich. Im "Etymologischen Wörterbuch der englischen Sprache" von Ferdinand Holthausen (1927) steht noch folgendes: "fag schwer arbeiten, ermüden, < fa'got (oe) Bündel". Genaueres kann man auch an mehreren Stellen im Internet nachlesen, kurzgefasst ging das alles wohl so: Grundbedeutung "Reisig-, Feuerholzbündel" > "alte Frau" (Hexe, die auf dem Scheiterhaufen brennt? oder, naheliegender, Frau, die Feuerholz sammelt) sowie "arme Person" (die sich mit dem Sammeln von Feuerholz Geld verdient); beziehungsweise Nebenentwicklung vom Kollektivum zum einzelnen "Stock, Holzstück", daher vielleicht der britische Slangausdruck für "Zigarette" (< "kleiner Stock"); außerdem kommt von der Tätigkeit des Holzsammelns das oben aufgeführte Verb. Einmal im Bereich der Pejorative angekommen, kann fag(got) schließlich für jede beliebige Randgruppe herhalten. Wenn es aber nun mit dem allseits beliebten douche(bag) bedeutungsgleich wird, muss douche eine neue Bedeutung erhalten, denn Synonymvermeidung ist ein Prinzip des Sprachwandels.

P.S.: Das Blog ist jetzt wieder werbefrei und damit hübscher anzusehen. Man verdient mit den Google-Ads eh nur Peanuts.

Freitag, 6. November 2009

Schöne Ärzte

Ich habe jetzt angefangen, Dr. House zu schauen, eine überdurchschnittlich gute Serie. Und schon in der ersten Folge äußert die Titelfigur eine Theorie, die auch ich seit Jahren vertrete! Seine Assistentin fragt ihn, warum er sie eingestellt habe, worauf er antwortet: weil sie attraktiv ist! Sie ist natürlich darob beleidigt, aber die Erklärung ist: Ein attraktiver Mensch hat es grundsätzlich leichter im Leben. Er oder sie kann Model werden, ins Fernsehen gehen, sich einen reichen Partner suchen etc. Wer aber dennoch den steinigen Weg des Medizinstudiums einschlägt, um fortan in 12-Stunden-Schichten anderen zu helfen, zeigt Ehrgeiz, Charakterstärke und Intelligenz. Außerdem muss er/sie sich dauernd vor den Kollegen und Konkurrenten behaupten, weil er/sie ja notorisch unterschätzt wird. House und ich sagen: Wer einen schönen Arzt oder eine schöne Ärztin vor sich hat, kann sich freuen, denn da steckt Kompetenz drin. Und woran erkennt man schlechte Mediziner? Mhhh, das habe ich noch nicht rausgefunden.
P.S.: Dr. House mag keine Zwiebeln. Wie ich!

Mittwoch, 4. November 2009

Die geilste Wissenschaftsmeldung,

die ich seit langem gelesen habe, habe ich heute gelesen, und sie geht so: Zwei (wie man hört, in der Teilchenphysik-Szene nicht 100%ig ernst genommene) Forscher behaupten, oder implizieren zumindest, dass das Higgs-Boson seine eigene Entdeckung zu verhindern versucht, indem es aus der Zukunft zu uns reist und wundersame Sachen anstellt. So geschehen z.B. im September letzten Jahres, als es im LHC einen Kurzschluss gab, worauf dessen Wiederinbetriebnahme verschoben werden musste ... bis er in ein paar Wochen wieder läuft. Und man wird sehen, was dann für ein "Zwischenfall" eintreten wird.
(Zeit, scienceblog)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Menschen, auf die man verzichten kann

In der berüchtigten Rubrik "Herz & Schmerz" der Studentenzeitung caz bin ich diese Woche auf eine besonders bizarre Anzeige gestoßen, die ich in ihrer gesamten Länge (kursiv gesetzt) wiedergeben möchte (alle Fehler wurden beibehalten): 

ER sucht SIE/IHN 
– Das sind schon mal die Allerschlimmsten! "Hey, nur 50% der Weltbevölkerung als potentielle Partner reichen mir nicht, ich will ALLE." Um wen handelt es sich? 
195/85kg/NR/Blond sucht Partner (gerne auch Pärchen) für gemütliche Stunden in meiner geräumigen 2-Z-Wohnung. Ich bin sportlich – Badminton, Golf&Tennis – ein vollblut Workaholic und auch ehrgeizig (240 LP im Erststudium). 
Wow. Wirklich? So etwas schreibt man in eine Partnersuch-Annonce? Streeeeeber! Aber der Typ hat noch mehr zu bieten: 
Spreche fließend Englisch (auch dialekt), kann französisch (Sprache+Anwendung) 
– oh là là! –
und habe diverse Hobbies und Verpflichtungen. Bspw. Admin einer sehr großen Video-Plattform 
(Übersetzung: Hitler-Mod im Porno-Forum)
oder die Fotokunst. 
Jetzt wird's gruselig; jüngere Leser bitte weggucken: 
Ich bin für alles offen – NS + KV nach Absprache – würde aber sehr gern einige Bilder des wunderschönen Abends machen und ggf. auf meiner HP veröffentlichen.
Ich fasse zusammen: Ein baumhoher Besserwisser mit schottischem Akzent lädt Sie in seine Zweiraumwohnung ein, um sich als menschliche Toilette benutzen zu lassen, macht davon Fotos und stellt diese dann ins Internet. Wo ist die Campus-Polizei?

Sonntag, 13. September 2009

Filmtitel V (Serien-Spezial)

Abgesehen von aktuellen Highlights wie "My Big Fat Greek Summer" (OT: My Life in Ruins), "Wie das Leben so spielt" (Funny People) oder der uralten Tom-Hanks-Komödie "Scott & Huutsch" (Turner & Hooch) habe ich diesen Monat keine vergurkten Filmtitel aufgespürt. Grund genug, einen Blick auf die TV-Landschaft zu werfen. Unter welchen Titeln manche US-Serien zu uns kommen, ist haarsträubend.
  • The Avengers --> Mit Schirm, Charme und Melone
  • Terminator: The Sarah Connor Chronicles --> Terminator: S.C.C.
  • The Dukes of Hazzard --> Ein Duke kommt selten allein
  • Freaks and Geeks --> Voll daneben, voll im Leben
  • Undeclared --> American Campus - Reif für die Uni?
  • The Fall Guy --> Ein Colt für alle Fälle
  • Two and a Half Men --> Mein cooler Onkel Charlie [nur in Österreich und der Schweiz]
  • My Wife and Kids --> What's up, Dad?
  • Mr. Terrific --> Immer wenn er Pillen nahm
  • Get Smart --> Mini-Max [in der Kabel-1-Wiederaufführung 2009 allerdings unter OT]
  • Dynasty --> Der Denver-Clan
  • The War at Home --> Hinterm Sofa an der Front [in Österreich und der Schweiz: Familienstreit de Luxe]
  • 8 Simple Rules (for Dating my Teenage Daughter) --> Meine wilden Töchter
  • I Spy --> Tennis, Schläger und Kanonen
  • Parker Lewis Can't Lose --> Parker Lewis - Der Coole von der Schule
  • Riptide --> Trio mit vier Fäusten

Samstag, 15. August 2009

Leela und die Enzyklopoden (2)

Weiter geht's. Es sei noch erwähnt, dass ich auf die Neologismen der Eco-Feminists und den Slang von Judge Snoop Dogg nicht eingehen werde. Herrje, als Übersetzer wäre ich wohl daran verzweifelt.

00:32:15
Leela und die Eco-Feminists nach dem Sabotageakt.


Leela: Unfortunately, the media's gonna put a negative spin on this, like when we killed that guy.

Leela: Hört mal, die Medien werden dem Ganzen 'nen negativen Stempel aufdrücken, genau wie bei dem Kopflosen.


"like when we killed that guy" ist natürlich witziger, aber unter Wahrung der Synchronizität nicht ins Deutsche zu übertragen. Von daher eine okay-ishe Lösung.

00:32:35
Zoidberg will Leelas Blutegel verspeisen.

Leela: Zoidberg?
Zoidberg: Leela. Me saving things the leech. Not the eating of it.
Leela: Zoidberg, I'm very surprised at you slightly.


Leela: Zoidberg?
Zoidberg: Äh, Leela. Ich habe den Egel gefr- äh: gerettet. Du glaubst doch nicht ...
Leela: Zoidberg, ich bin schon sehr verwundert über dich.


Zoidbergs Gestammel wirkt auf Deutsch nicht so gestammelt; und das "slightly" von Leela hätte auch mit in die Übersetzung eingehen sollen.


00:45:07
Fry als Nachtwächter. Er hört ein Geräusch.

Fry: What's going on in there? A scary noise?

Fry: Aaah, ist da jemand? Oder niemand?

Besser: "Was ist da(s)? Ein grusliges Geräusch?"


00:59:10
Zapps Raumschiff fliegt auf den Riesengorilla zu.


Zapp: Captaining 101: Go for the nose.

Zapp: Befehl 101: Ins Nasenloch!

101 ist die Kenn-Nummer für Einführungskurse an amerikanischen Universitäten. Übersetzungsvorschlag: "Regel Nummer 1: Immer der Nase nach!"


01:02:15
Leela: Don't give up yet. I've got one more trick up my sleeve.
Amy: That's exactly the number we need!


Leela: [...] Denn ich habe immer noch ein Ass im Ärmel.
Amy: Das ist die Ansage, die wir brauchen.


"Anzahl" statt "Ansage" wäre schon besser.


01:13:34
Ausbruch aus dem Gefängnis.


Leela: We're boned, Bender.
[... später]
Amy: Dogs! The boning continues!


Leela: Das war's dann wohl.
[... später]
Amy: Oh nein! Sie schicken Spürhunde!


Wie wäre es mit "Wir sind am Arsch" und später dann "Spürhunde! Jetzt sind wir im Arsch!" - Das wäre auch gleichwertig ordinär. :)


01:22:17
Zapp will die Flüchtlinge festnehmen.


Zapp: Kif, round them up. And spare me the weary sigh for once.

Zapp: Kif, umzingle sie, und erspar mir diesen armseligen Anblick. 

Es geht hier um das genervte Seufzen Kifs, das er nach jedem Befehl / Kommentar von Zapp Brannigan hören lässt.

Ende.

P.S.: Eine gute Nachricht, Freunde! Futurama geht 2010 weiter

Freitag, 14. August 2009

Leela und die Enzyklopoden (1)



Das vorerst letzte, drei neue Folgen umfassende Futurama-Direct-to-DVD-Abenteuer (OT: Into the Wild Green Yonder) scheint mir sprachlich noch abgedrehter zu sein als seine Vorgänger. Ja, man ist geneigt sich zu fragen, ob die englische Sprache in Sachen Ausdruckskraft und Variation der deutschen nicht doch überlegen ist. Man kann sich noch so sehr bemühen, (umgangssprachliche) Äquivalente zu finden, aber Wendungen wie "Sic them, Agnew" (deutsch: "Angriff, Agnew!"), "So dig this, Fry" ("Jetzt hör mal zu."), "Damn skippy" ("Ja klar doch.") oder "Drop the boot" ("Vollgas!") verlieren in der Synchro doch irgendwie an Farbe. Manche Übersetzungen klingen wirklich "ganz stimmig":

01:02:24
Zapp und Kif beobachten durch das Fenster die Männer im Go-Go-Käfig.

Zapp: Something's very wrong here ... and yet a little bit right.

Zapp: Irgendetwas stimmt hier nicht ... obwohl's ganz stimmig ist.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob der Deutsch-Hörer auch merkt, dass hier angedeutet wird, dass Zapp Brannigan mindestens bi-curious ist. Und auch wenn Fry, nachdem er erfahren hat, dass die Stimmen in seinem Kopf die Gedanken von anderen Wesen sind, ruft: "Oh mein Gott, oh mein Gott, ich hab's gewusst!", klingt das nicht so subtil-lapidar wie "Oh my God, oh my God ... well, that was pretty obvious." Nun aber zu den restlichen kleinen und größeren Patzern.

00:03:22
Zoidberg untersucht den verletzten Fry.

Farnswoth: Is he badly hurt, Dr. Zoidberg?
Zoidberg: I-- I don't quite know how to say this. Fry is dead.
alle: Oh, God! No!
Fry (erwacht): Ow! (stöhnt)
Zoidberg: Wait, not dead. The other thing.

Farnsworth: Wie schlimm hat's ihn erwischt, Dr. Zoidberg?
Zoidberg: Ich - ich weiß nicht, wie ich's sagen soll. Fry ist tot.
alle: Nein! Das kann nicht sein!
Fry (erwacht): Au! (stöhnt)
Zoidberg: Moment, nicht ganz. Nur ein bisschen.

Der Witz ist, dass Zoidberg ein so schlechter Arzt ist, dass er "tot" und "lebendig" nicht auseinander halten kann.

00:06:54
Fry hört Stimmen in seinem Kopf.

Fry: Who said that? I am not insane. Stop it! Stop talking in me!

Fry: Wer hat das gesagt? Ich bin nicht verrückt. Oh verdammt, sofort aufhören!

Besser: "Hört auf in mir zu reden!"

00:07:25
Fry fragt Hutch über die Stimmen aus.

Fry: So, what's with the obnoxious, shrieking voices? Are my fillings picking up The View?

Fry: Also was sind das eigentlich für schreckliche Stimmen? Empfangen meine Füllungen Radio?

Die Anspielung auf eine Talkshow mit gackernden Frauen geht in der deutschen Fassung verloren. Mir fällt aber auch keine Entsprechung ein ...

00:07:47
Hutch kommuniziert mit Fry im Gedanken.

Hutch: Testing, testing. Do you read me?

Hutch: Test, Test, zwo drei. Kannst du mich lesen?

"Do you read me" ist Militärsprache; "hören" hätte gereicht.

00:14:34
Bender meldet sich zum Pokerturnier an.

Donbots Frau: Bender, no. You can't beat the best players in the universe. You're not lucky enough.
Bender: Oh, no? I'm 40 percent lucky. The scrap metal I'm made from included a truckload of horseshoes from the luckiest racehorses in Mexico ... who had just been sent to a glue factory.

Donbots Frau: Bender, nein. Du kannst diese Meisterschaft gar nicht gewinnen. Du hast nicht genug Glück.
Bender: Ach nein? Ich bin zu 40% aus Glück. Ich bestehe zum Teil aus einer LKW-Ladung Hufeisen der glücklichsten Rennpferde Mexikos ... die gerade auf dem Weg in die Pferdemetzgerei waren.

Abgesehen davon, dass "Leimfabrik" durch "Pferdemetzgerei" ersetzt wird, geht ein weiterer Gag verloren. Die alte Frage, ob Pokern ein Glücks- oder ein Geschicklichkeitsspiel ist, wird in der englischen Version nämlich auf freche Art beantwortet.

00:27:05
Farnsworth: Ohh, twaddle-squat. There's no scientific consensus that life is important.
Bender: Yeah. Life, shmife.

Farnsworth: Ach, Firlefanz. Es gibt keinen wissenschaftlichen Konsens, dass Leben wirklich wichtig ist.
Bender: Ja, meine Rede.

Klarer Fall von Unübersetzbarkeit. Ich selbst versuche schon seit Jahren - erfolglos - das abfällige Kommentieren nach dem Schema xxx-schmxxx im Deutschen zu etablieren.

Das war der erste Teil. Morgen kommt der Rest.