01.10. The Last Man on Earth 2.01
South Park 19.03
Gotham 2.01
The Office 5.20 (RW)
03.10. Low Winter Sun 1.08
Backstrom 1.06
04.10. Boardwalk Empire 2.08
The Office 5.21 (RW)
Akte X 5.15 (RW)
05.10. Weeds 1.06
08.10. The Simpsons 27.02
Homeland 4.08
The Big Bang Theory 9.03
10.10. The Last Man on Earth 2.02
Bosch 1.09
Dr. House 7.21
Family Guy 14.02
12.10. Gotham 2.02
17.10. South Park 19.04
Homeland 4.09
18.10. Bosch 1.10
19.10. Doctor Who 9.03
Doctor Who 9.04
Doctor Who 9.05
20.10. Hustle 5.03
The Big Bang Theory 9.04
The Big Bang Theory 9.05
21.10. The Simpsons 27.03
The Simpsons 27.04
Dr. House 7.22
Dr. House 7.23
22.10. South Park 19.05
Homeland 4.10
The Office 5.22 (RW)
The Last Man on Earth 2.03
Family Guy 14.03
23.10. Homeland 4.11
Homeland 4.12
Weeds 1.07
24.10. Ripper Street 1.01
The Office 5.23 (RW)
The Office 5.24 (RW)
25.10. Homeland 5.01
Homeland 5.02
26.10. Family Guy 14.04
American Horror Story 5.01
American Horror Story 5.02
American Horror Story 5.03
27.10. The Simpsons 27.05
Low Winter Sun 1.09
29.10. Firefly 1.01
31.10. The Last Man on Earth 2.04
The Last Man on Earth 2.05
Ich bin mit so einigem fertiggeworden diesen Monat! Dr. House ist ein weiterer Beweis dafür, dass Staffeln mit über 20 Episoden selten eine gute Idee sind; die 7. Staffel wirkte einfach nur wie künstlich in die Länge gezogen. Zudem war die Hauptfigur zum Ende hin viel zu überzeichnet für meinen Geschmack. Die Schlussszene hat mir dann aber doch Lust auf die achte und letzte Staffel gemacht. Und in Folge 22 hat es die Serie zum ersten Mal (erstaunlich spät!) geschafft, dass mir ein wenig schlecht wurde – Stichwort: Tumorentfernung in der Badewanne. Die vierte Season von Homeland wiederum war die großartigste seit der ersten. Ich mag es, dass die Geschehnisse der Vergangenheit praktisch keine Rolle mehr spielen. Bosch hatte ein unspektakuläres Ende, war aber mehr als durchschnittliche Krimikost und zeigt, dass Amazon im Serienbusiness einen guten Weg eingeschlagen hat. Low Winter Sun hätte ich mir gerne erspart, aber ich fühle mich halt verpflichtet, jede Serie, die ich beginne, auch zu Ende zu schauen, so wie ich auch ein Buch nicht einfach mittendrin abbrechen kann. Naja, wenigstens die Musik war ganz nett.
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Sonntag, 1. November 2015
Mittwoch, 9. Januar 2013
Die Bahnen in unseren Köpfen
Vor einiger Zeit habe ich ein Buch gelesen, das mein Denken derart nachhaltig beeinflusst hat, dass ich es glatt in eine Reihe mit "Gödel, Escher, Bach", "Der Heros in 1000 Gestalten" oder "Arm und Reich" stellen möchte. Es handelt sich um Die blinde Frau, die sehen kann des Neuropsychologen V.S. Ramachandran. Der deutsche Titel klingt zwar nach einer launigen Fallsammlung à la Oliver Sacks, doch ist das Werk eine grundlegende Auseinandersetzung mit den vielen Facetten des menschlichen Gehirns und hangelt sich lediglich zu Zwecken der Veranschaulichung an herausragenden Patientengeschichten des Doktors entlang (das Original heißt Phantoms in the Brain: Probing the Mysteries of the Human Mind).
Man lernt bei der Lektüre, dass praktisch jedes abweichende Verhalten neurologisch zu erklären ist. Setzt man voraus, dass jede menschliche Aktion eine Reaktion auf etwas ist, so muss man jede Anomalie als logische Reaktion auf eine Störung in der Wahrnehmung deuten. Ramachandran berichtet zum Beispiel von einem jungen Mann, der steif und fest behauptete, seine Eltern wären nicht seine Eltern, sondern mit zwei ihnen ähnlich sehenden Schauspielern ausgetauscht worden. Diese Wahnvorstellung ist nun nicht bloß eine unheilbare "seelische Macke", sondern ist konkret auf eine defekte Nervenverbindung zur Amygdala zurückzuführen (oder so ähnlich; ganz genau hab' ich mir's nicht merken können). Normale Menschen spüren beim Anblick ihrer Eltern etwas schwer in Worte zu kleidendes "Besonderes", irgendetwas wird da emotional getriggert. Das war und ist evolutionär sinnvoll: Kinder wissen, dass sie ihren Eltern trauen können (und müssen), bevor sich überhaupt eine Art Gesichtsunterscheidungsfähigkeit herausgebildet hat – es fühlt sich einfach "richtig" an. Bei dem besagten Patienten war diese emotionale Brücke kaputt. Für sein Gehirn war nun die einzig mögliche Interpretation: Seine Eltern mussten Doppelgänger sein, denn das vormals bekannte Gefühl, das sich beim Kontakt mit den Eltern einstellte, fehlte jetzt. Interessanterweise galt das nur für visuellen Kontakt; am Telefon glaubte der Mann sofort, mit seinem Vater oder seiner Mutter zu kommunizieren.
Das menschliche Sehen ist nämlich kein einfacher Vorgang (no shit). Es gibt nicht nur einen Sehnerv, der vom Augapfel zum Hirnkasten führt. Tatsächlich sind es mehrere visuelle Verarbeitungsbahnen, die dafür sorgen, dass wir erkennen, was sich vor uns befindet. Dass die Größe, die Farbe, die relative Position im Raum eines Objekts separat übermittelt wird, kann man sich ja noch vorstellen. Von "Wo-" und "Was-Bahnen" ist dabei die Rede. Es gibt aber auch eine "Wie-Bahn", die klärt, wie wir mit dem gesehenen Objekt interagieren. Die "blinde Frau, die sehen kann" aus dem Titel des Buches hatte eine noch funktionale "Wie-Bahn", während die übrigen Bahnen gestört waren. Das hatte zur Folge, dass die Patientin nach Aufforderung des Arztes einen Gegenstand korrekt greifen konnte, von dem sie schwor, ihn nicht sehen zu können. Wenn die "Was-Bahn" defekt und die "Wie-Bahn" intakt ist, kann das Klüver-Bucy-Syndrom auftreten: Die Betroffenen zeigen unkontrollierbares, übersteigertes Sexualverhalten oder versuchen, sich nichtessbare Dinge in den Mund zu stopfen. Sie sind also in der Lage zu handeln, wissen aber nicht, womit sie das tun, wobei sie nicht wissen, dass sie es nicht wissen. (Rhesusaffen, bei denen man mittels Hirnlappenschnibbelei eine solche "psychische Blindheit" ausgelöst hatte, besprangen plötzlich Vertreter anderer Spezies.)
Ein Hauptinteressengebiet Ramachandrans ist der Phantomschmerz. In einem der ersten Kapitel stellt der Autor ein Verfahren vor, mit dem man unter Zuhilfenahme einer "Spiegelbox" jemanden, der eine Hand oder einen Arm verloren hat, "überlisten" und schließlich vollständig von seinen Phantomschmerzen befreien kann (Diese Methode wird übrigens – wenn auch als ein bisschen zu simpel und erfolgversprechend – in der TV-Serie Dr. House, Ep. 6x03, gezeigt.)
Es mag sein, dass diese Physiologieverehrung in ein paar Jahrzehnten ähnlich belächelt wird wie heute Freud. Mich jedenfalls haben die Argumente und Beweisketten im Wesentlichen überzeugt. Aber was mühe ich mich überhaupt ab und gebe den Inhalt des Buches ungeschickt wieder? Lest es halt selbst. Rasch!
Man lernt bei der Lektüre, dass praktisch jedes abweichende Verhalten neurologisch zu erklären ist. Setzt man voraus, dass jede menschliche Aktion eine Reaktion auf etwas ist, so muss man jede Anomalie als logische Reaktion auf eine Störung in der Wahrnehmung deuten. Ramachandran berichtet zum Beispiel von einem jungen Mann, der steif und fest behauptete, seine Eltern wären nicht seine Eltern, sondern mit zwei ihnen ähnlich sehenden Schauspielern ausgetauscht worden. Diese Wahnvorstellung ist nun nicht bloß eine unheilbare "seelische Macke", sondern ist konkret auf eine defekte Nervenverbindung zur Amygdala zurückzuführen (oder so ähnlich; ganz genau hab' ich mir's nicht merken können). Normale Menschen spüren beim Anblick ihrer Eltern etwas schwer in Worte zu kleidendes "Besonderes", irgendetwas wird da emotional getriggert. Das war und ist evolutionär sinnvoll: Kinder wissen, dass sie ihren Eltern trauen können (und müssen), bevor sich überhaupt eine Art Gesichtsunterscheidungsfähigkeit herausgebildet hat – es fühlt sich einfach "richtig" an. Bei dem besagten Patienten war diese emotionale Brücke kaputt. Für sein Gehirn war nun die einzig mögliche Interpretation: Seine Eltern mussten Doppelgänger sein, denn das vormals bekannte Gefühl, das sich beim Kontakt mit den Eltern einstellte, fehlte jetzt. Interessanterweise galt das nur für visuellen Kontakt; am Telefon glaubte der Mann sofort, mit seinem Vater oder seiner Mutter zu kommunizieren.
Das menschliche Sehen ist nämlich kein einfacher Vorgang (no shit). Es gibt nicht nur einen Sehnerv, der vom Augapfel zum Hirnkasten führt. Tatsächlich sind es mehrere visuelle Verarbeitungsbahnen, die dafür sorgen, dass wir erkennen, was sich vor uns befindet. Dass die Größe, die Farbe, die relative Position im Raum eines Objekts separat übermittelt wird, kann man sich ja noch vorstellen. Von "Wo-" und "Was-Bahnen" ist dabei die Rede. Es gibt aber auch eine "Wie-Bahn", die klärt, wie wir mit dem gesehenen Objekt interagieren. Die "blinde Frau, die sehen kann" aus dem Titel des Buches hatte eine noch funktionale "Wie-Bahn", während die übrigen Bahnen gestört waren. Das hatte zur Folge, dass die Patientin nach Aufforderung des Arztes einen Gegenstand korrekt greifen konnte, von dem sie schwor, ihn nicht sehen zu können. Wenn die "Was-Bahn" defekt und die "Wie-Bahn" intakt ist, kann das Klüver-Bucy-Syndrom auftreten: Die Betroffenen zeigen unkontrollierbares, übersteigertes Sexualverhalten oder versuchen, sich nichtessbare Dinge in den Mund zu stopfen. Sie sind also in der Lage zu handeln, wissen aber nicht, womit sie das tun, wobei sie nicht wissen, dass sie es nicht wissen. (Rhesusaffen, bei denen man mittels Hirnlappenschnibbelei eine solche "psychische Blindheit" ausgelöst hatte, besprangen plötzlich Vertreter anderer Spezies.)
Ein Hauptinteressengebiet Ramachandrans ist der Phantomschmerz. In einem der ersten Kapitel stellt der Autor ein Verfahren vor, mit dem man unter Zuhilfenahme einer "Spiegelbox" jemanden, der eine Hand oder einen Arm verloren hat, "überlisten" und schließlich vollständig von seinen Phantomschmerzen befreien kann (Diese Methode wird übrigens – wenn auch als ein bisschen zu simpel und erfolgversprechend – in der TV-Serie Dr. House, Ep. 6x03, gezeigt.)
Es mag sein, dass diese Physiologieverehrung in ein paar Jahrzehnten ähnlich belächelt wird wie heute Freud. Mich jedenfalls haben die Argumente und Beweisketten im Wesentlichen überzeugt. Aber was mühe ich mich überhaupt ab und gebe den Inhalt des Buches ungeschickt wieder? Lest es halt selbst. Rasch!
Sonntag, 14. Oktober 2012
Eine Serie wie ein Autounfall
(Hinweis: Geringfüge Spoiler möglich.)
Once Upon a Time spielt in zwei Welten. Da ist zum einen das Städtchen Storybrooke, in dem die Kopfgeldjägerin Emma mehr oder weniger zufällig landet und auf ihren Sohn stößt, den sie nach der Geburt weggegeben hat. Dieser Sohn, Henry, ist der einzige in Storybrooke, der das Geheimnis seiner Einwohner kennt. Diese sind nämlich in Wirklichkeit Märchenfiguren. Die Parallelhandlung spielt nun in jener Märchenwelt; wir sehen die Protagonisten also in zwei verschiedenen Inkarnationen. Nach und nach erfahren wir, welcher Einwohner von Storybrooke welcher Figur im Märchenreich entspricht: Die Cafébedienung ist Rotkäppchen, der mysteriöse, reiche Ladenbesitzer entpuppt sich als Rumpelstilzchen, der Psychologe ist Jiminy Grille.
Wait, what?
Das ist das erste, nun ja: gewöhnungsbedürftige Element. Once Upon a Time, das auf dem zum Disney-Konzern gehörenden Sender ABC läuft, zeigt die Märchen in ihrer jeweiligen Walt-Disney-Interpretation. Außerdem bezieht es auch modernere Erzählungen wie Pinocchio und Alice im Wunderland in seinen Kosmos mit ein. Man trifft also auf Figuren wie "Prince Charming", die Blaue Fee, den Verrückten Hutmacher und neuerdings sogar auf Mulan! Ach ja, und die 7 Zwerge haben ihre adjektivischen Disney-Namen – und sie schlüpfen aus Eiern.
Was gibt es sonst noch auszusetzen? Einiges. Die Dialoge sind grottenschlecht. Das Szenenbild ist auffallend spartanisch. Die Effekte sind manchmal über TV-Niveau, oftmals aber nicht. Die Schauspieler? Jennifer Morrison, die schon bei House den farblosesten Charakter geben musste, ist auch hier denkbar langweilig. Ginnifer Goodwin hat sich einen eigenen Spezial-Tonfall ausgedacht (traurig-erschöpft), den sie bis zum Erbrechen einsetzt. Einzig Lana Parrilla als konsequent diabolische Bürgermeisterin und Raphael Sbarge als ambivalentes Rumpelstilzchen sind Lichtblicke. Außerdem spielt die sympathische Emilie de Ravin aus Lost mit.
Überhaupt: Weil Once Upon a Time von den Lost-Autoren/Produzenten Edward Kitsis und Adam Horowitz entwickelt wurde, gibt es hin und wieder Anspielungen auf Lost, wie ja ohnehin die Handlung ein wenig an die 6. Staffel jener Mysteryserie erinnert.
Und wegen des letztlich doch erfrischend ungewöhnlichen Ansatzes und der wohldosierten Spannungsmomente ist mir Once Upon a Time ein kleines Guilty pleasure geworden. Die zweite Staffel hat gerade – mit einem netten Gamechanger – begonnen, und ich werde wohl wider jede Vernunft dranbleiben. Obwohl ... Mulan, really?
Freitag, 6. November 2009
Schöne Ärzte
Ich habe jetzt angefangen, Dr. House zu schauen, eine überdurchschnittlich gute Serie. Und schon in der ersten Folge äußert die Titelfigur eine Theorie, die auch ich seit Jahren vertrete! Seine Assistentin fragt ihn, warum er sie eingestellt habe, worauf er antwortet: weil sie attraktiv ist! Sie ist natürlich darob beleidigt, aber die Erklärung ist: Ein attraktiver Mensch hat es grundsätzlich leichter im Leben. Er oder sie kann Model werden, ins Fernsehen gehen, sich einen reichen Partner suchen etc. Wer aber dennoch den steinigen Weg des Medizinstudiums einschlägt, um fortan in 12-Stunden-Schichten anderen zu helfen, zeigt Ehrgeiz, Charakterstärke und Intelligenz. Außerdem muss er/sie sich dauernd vor den Kollegen und Konkurrenten behaupten, weil er/sie ja notorisch unterschätzt wird. House und ich sagen: Wer einen schönen Arzt oder eine schöne Ärztin vor sich hat, kann sich freuen, denn da steckt Kompetenz drin. Und woran erkennt man schlechte Mediziner? Mhhh, das habe ich noch nicht rausgefunden.
P.S.: Dr. House mag keine Zwiebeln. Wie ich!
P.S.: Dr. House mag keine Zwiebeln. Wie ich!
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