Freitag, 29. Februar 2008

Schaltjahr-Fortsetzungsgeschichte (I)

Heuer ist ein sog. Schaltjahr und heute ein sog. Schalttag. (Dummerweise wird der Schalttag immer an den Februar drangehängt, obwohl es viel abwechslungsreicher wäre, verlegte man ihn einmal auf den sagenwirmal 32. Dezember oder den 13,5. Mai.) Deshalb gibt es heute etwas ganz Dolles: eine Fortsetzungsgeschichte, deren zweiten Teil Sie in vier Jahren hier lesen. Und den ersten Teil jetzt. Auch hier: 

Es war einmal eine ganz gewöhnliche Kleinstadt in einem sehr bekannten Land (Polen). Diese Stadt war aber ganz und gar nicht gewöhnlich, sondern im Gegenteil: ungewöhnlich! Als die Einwohner des Ortes an einem kalten, nebelverhangenen Herbstmorgen im Jahre 2006 aus ihren Fenstern sahen, trauten sie ihren Augen kaum ...

Sonntag, 13. Januar 2008

Misanthropen aufgepasst!

Es gibt eine putzige, ach was: skurrile, nein: verstörende religionsähnliche Gruppierung, die in den USA gegründet wurde und auch in Deutschland einige Mitglieder hat: die Church of Euthanasia. Angesichts der mehr als 6,6 Milliarden Exemplare, die mittlerweile die Erde bewohnen, solle der Mensch endlich Platz machen für andere Arten, so die Leitdoktrine. Wer Mitglied in der - auch online präsenten - Sekte werden will, verpflichtet sich daher zu bedingungslosem Verzicht auf Fortpflanzung. Die Beitrittsgebühr beträgt nur 10 US-$ (die Church of Satan verlangt 200!), dafür erhält man sogar "a lovely embossed certificate suitable for framing". Die vier Säulen des irren Vereins sind: Selbstmord, Abtreibung, Kannibalismus und An*lverk*hr [nachträglich zensiert, um zu verhindern, dass mein Blog bei unangenehmen Suchanfragen auftaucht]. Zum dritten Punkt werden sogar hilfreiche Anleitungen zum Zerlegen und Zubereiten menschlicher Körper angeboten ("Some like to saw straight through the spine from buttocks to neck. [...] our preferred method is to completely remove the entire backbone by cutting and then sawing down either side from the tailbone on through"). Spätestens hier - oder bei Pamphleten zur Eigenurintherapie - wird fraglich, ob sich der von Reverend Chris Korda geführte Haufen selber ernst genug nimmt. Tja, die Welt ist nicht schön. Aber ob sich das Motto "Save the planet, kill yourself" verbreiten wird, wage ich zu bezweifeln.

Donnerstag, 29. November 2007

Sick sh*t

Es gibt eine Zahnarztpatientensimulationspuppe, an der sich angehende Dentisten austoben können. Der Dummy hat sogar einen Würgereflex und sagt gelegentlich "That hurts"! Ich sah übrigens bei meinem letzten Friseurbesuch, dass Auszubildende an speziellen Styroporköpfen üben. Naja, besser als an Leichen.

Dienstag, 3. Juli 2007

Grausige Dokumente

Anstatt auf Festivals zu rocken, habe ich wieder das halbe Wochenende in der Uni-Bibo verbracht. Traurig, traurig. Ich werde alt, und Verelendung wird mein Los sein. *ritz*
Neben meinem Schreibplatz standen mehrere Jahrgangsbände der Zeitschrift Anthropos. Ich durchsuchte alle Ausgaben nach für mich Interessantem und fand dabei ein paar lustige Artikel wie "Gartenbau auf gemulchten Hügelbeeten im zentralen Hochland von Papua-Neuguinea" oder "Zur Bedeutung Drogen-induzierter Wahrnehmungsveränderungen bei den Kashinawa-Indianern Ost-Perus".

Aus dem Magazin der Bibliothek förderte ich ein Werk aus dem Jahre 1939 zu Tage. Es heißt "Kultur und Rasse" und ist ein Sammelband unschöner Gedanken, herausgegeben anlässlich des 60. Geburtstages des Rassenforschers Otto Reche. Neben ekelhafter Arier-Verherrlichung findet sich auch unfreiwillig Komisches, u.a. ein Aufsatz "Zur Verbreitung des Klystiers in Negerafrika" (es gibt vier Haupttypen, nämlich Röhren-, Trichter-, Kalebass- und Sackklystiere) und ein Traktat "Grundsätzliche Bemerkungen zum Asozialen-Problem". Lustig ist das eigentlich gar nicht, zumal es sich um ein Reprint von 1999 handelt, d.h. die Seiten sehen aus, als wäre das Buch ganz aktuell.

Jedenfalls muss noch erwähnt werden, dass die Chinesin, die mir gegenübersaß, eine Rolle Klopapier auf ihrem Arbeitsplatz stehen hatte.

Freitag, 15. Juni 2007

Was so alles in deutschen Zeitungen steht (2)

"Passau. Ein wild gewordenes Eichhörnchen hat in Niederbayern drei Menschen angegriffen und verletzt. Das Tier sprang in Passau durch eine offene Terrassentür und biss eine Frau in die Hand. Dabei schnappte es nach Polizeiangaben so fest zu, dass die 70-Jährige in Panik auf die Straße rannte, wo sie das Eichhörnchen abschütteln konnte. Ein 33 Jahre alter Bauarbeiter wurde das nächste Opfer. Er bekam Kratzer an Hand und Unterarm, konnte sich aber dann wehren. Das nicht tollwutkranke Eichhörnchen flüchtete anschließend in einen angrenzenden Garten und attackierte dort einen 72 Jahre alten Mann, der das Tier schließlich mit einer Krücke erschlug."

[Quelle: Sächsische Zeitung, 14.06.07]

Samstag, 12. Mai 2007

Was so alles in deutschen Zeitungen steht (1)

"Er läuft gern barfuß und trägt am liebsten einen selbst gestrickten Pullover. Seit 1991 zieht Jürgen Wagner, der sich Öff!Öff! nennt, auch mal Öffi rufen lässt, so durchs Land und wirbt für Liebe, Vernunft und globale Verantwortung. Für die Mitmenschen ist er 'der Waldmensch' – seit fast zehn Jahren lebt er unter einfachsten Bedingungen in einem Wald bei Löbau, haust in einer Jurte und ernährt sich von Insekten, Kräutern und Pilzen. Barfuß und im Strickpullover kam Öff!Öff! am Mittwoch auch in die Ernst-Rietschel-Mittelschule in Pulsnitz.
[...] ist der Mann, der heute 43 Jahre alt wird und das Abitur nach eigener Aussage mit 1,0 abgeschlossen hat, unzufrieden damit, wie ihn die Öffentlichkeit sieht: 'Ich finde es schade, dass man mich oft nach meinem Äußeren einschätzt.' Aber ändern würde er sich deshalb nie – selbst wenn er nach der Trennung von Freundin TüTü sein Heim vorerst weiter mit einem Mann teilen muss."

[Quelle: Sächsische Zeitung, 12.05.07.]

Freitag, 11. Mai 2007

Der Indikativ des Monats

Die Mai-Ausgabe des Populärwissenschaftsheftes P.M.* stellt folgende berechtigte Frage: "Was wäre, wenn Aliens in Deutschland landen?" Habe ich ein hypersensibles Sprachempfinden, oder liegt hier nur ein weiteres Symptom grammatischer Verwahrlosung vor? 

* Bis ca. 2003 hieß die Zeitschrift "Peter Moosleitners interessantes Magazin", danach nur noch "Peter Moosleitners Magazin". Es existieren z.Zt. folgende Ableger: P.M. Magazin, P.M. HISTORY, P.M. Fragen & Antworten, P.M. Perspektive, P.M. Biografie, P.M. Willi wills wissen, P.M. Logik-Trainer, P.M. Logicals, P.M. Intelligenz-Trainer, P.M. Kreativ-Trainer und P.M. Clever. Fehlt eigentlich nur noch P.M. Sudoku ... ach nein, das gibt es ja auch schon! 

Nachtrag Juli 2012: Außerdem gibt es im Moment P.M. Fragen & Antworten Spezial, P.M. History Special und P.M. Snords; P.M. Willi wills wissen und P.M. Clever gibt es nicht mehr. Der Name Peter Moosleitner ist inzwischen vollständig aus dem Titelblatt des P.M. Magazins verschwunden. Die Unterzeile lautet nun "Welt des Wissens".

Mittwoch, 28. März 2007

Der Konjunktiv der Woche

Im Wochenmagazin Focus ist auf S. 96 tatsächlich zu lesen: "Schmölzen die etwa 1,6 Millionen Kubikkilometer Eis [...]" 
Geil, wa?

Freitag, 17. November 2006

Historischer Tag für Fans von den Elementen

Heute ist ein bedeutsamer Tag: Das 111. Element des PSE, das in meinem alten Tafelwerk nur als graue Fläche erscheint, hat nun offiziell einen Namen: Roentgenium, benannt nach Wilhelm Conrad Röntgen. Es ist ein goldähnliches Übergangsmetall, wenn ich das richtig verstanden habe.
Ach ja, wenn Mendeleev das noch erleben könnte ... er würde platzen vor Wut!

PS: Ich versuche nach wie vor vergeblich, die Aufnahme des Elementes Ho (= Honig) in das Periodensystem zu erzwingen. Die Argumente, mit denen die Anträge abgeschmettert werden, lauten aber immer gleich ("Haben Sie auch nur die leiseste Ahnung von Chemie?!").

Samstag, 22. April 2006

Der gute Samstagslink

Ich verlinke heute eine Seite, die es wert ist, verlinkt zu werden: Eulenmanie. Da gibt es Eulenfilme, Eulenschriftarten, Eulenpuzzles und vieles mehr.

Sonntag, 12. Februar 2006

Kleine Welt

Die sogenannte Small World-Theorie besagt, dass jeder Mensch auf der Erde mit jedem anderen Menschen über maximal sechs Schritte/Ecken/Knoten verbunden ist. Bewiesen ist sie noch nicht, aber in Hollywood trifft sie anscheinend zu, wie man am Oracle of Bacon sehen kann. Beispiel: Lindsay Lohan spielte mit Matt Dillon in Herbie: Fully Loaded, und Matt Dillon spielte mit Bacon in Loverboy. Lindsay Lohan hat also eine Bacon Number von 2. Man kann natürlich auch andere Schauspieler als K. Bacon einsetzen.