Mittwoch, 2. Dezember 2015

Man findet keine Freunde mit Salatkommentaren

Ich weiß nicht, was mich dazu bewegt hat, den Blick-Artikel "Wie dick macht griechischer Salat?" anzuklicken. Vielleicht, weil ich gestern griechischen Salat zum Mittag hatte. Noch weniger klar ist mir allerdings, warum ich mir auch noch die zwei Leserinnenkommentare unter dem Artikel zu Gemüte geführt habe. Die sind aber wirklich fantastisch!

Regula Rütli (!)
aus Luzern
heute, 13:28 Uhr
Was soll das nun schon wieder? Beim griechischen Salat nimmt man normalerweise nur etwas Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer zum Anmachen, mehr brauchts doch da nicht. Warum schwadroniert Frau Fux nun über zu viel Dressing? Ein griechischer Salat mit Feta und Oliven ist zudem ein guter Sattmacher, da im Feta Eiweiss und sowohl im Feta als auch in den Oliven Fette enthalten sind. Brot als zusätzlichen Dickmacher braucht man da gar nicht! Frau Fux hat wohl noch nichts von Low-Carb gehört?

Betty Rüdisüli (!!)
heute, 11:20 Uhr
Also ich muss mich doch sehr wundern. Es ist doch längst bekannt, dass Salat so gut wie keine Vitamine und Nährstoffe hat. Dann auch noch Brot explizit zu empfehlen, damit es eine "ausgewogene" Mahlzeit ist, ist doch nun wirklich ein Witz.

Es wäre nun ein Leichtes, zu schreiben "Haben die echt nix Besseres zu tun als Ernährungstexte zu kommentieren, lol?!", aber dann wäre es ein noch Leichteres, zu kontern: "Hat der echt nix Besseres zu tun als Ernährungstextkommentare zu kommentieren, doppellol?!" Mir selbst fiele kaum etwas ein zu dem Thema; ich weiß ja nicht mal annähernd zu sagen, wie viele Kilokalorien ich an einem Durchschnittstag verbrenne oder was immer man mit Kilokalorien macht. Deswegen nehme ich die zwei obigen Auslassungen ohne Argwohn zur Kenntnis. Und minimale Empörung unter harmlosen Essensbeiträgen ist allemal verträglicher als die üblichen Hasskommentare unter einem Politikartikel auf welt.de ...

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