Samstag, 10. Dezember 2016

Howdy, Mandel!

(Dieser Beitrag kann Spuren von Brotaufstrichen enthalten.)

In einem aufwendigen Testverfahren habe ich herausgefunden, dass Mandelcreme deutlich leckerer ist als Erdmandelcreme. Der Unterschied zwischen Mandeln und Erdmandeln ist so gewaltig wie der zwischen Kümmel und Kreuzkümmel. Ich musste mich dahingehend auch erst mal informieren, aber es fängt schon bei der Taxonomie an: Der Mandelbaum der Gattung Prunus (an welchem die Mandel wächst) gehört zur Familie der Rosengewächse, während die Erdmandel (auch: Tigernuss) ein Kraut aus der Familie der Sauergrasgewächse ist; bei den essbaren Teilen der Pflanze handelt es sich um die Knollen ihrer unterirdischen Ausläufer. Ein Grund dafür, warum mir Erdmandelcreme/-mus weniger zusagt, mag sein, dass die geläufigen Sorten natursüß daherkommen, während Mandelcreme in nicht geringen Mengen ((Voll-)Rohr-)Zucker enthält − zumindest die mir vorliegende; es gibt auch Varianten mit 100% Mandelanteil, wobei dann ausgesucht süße Mandeln verwendet werden. Letzterer wie auch der Erdmandelcreme eignet an, dass sich nach einer Weile eine Ölschicht an der Oberfläche absetzt, was man aber durch kurzes Umrühren beheben kann. Mandelcreme ist circa doppelt so teuer wie Erdmandelcreme.


Mir persönlich schmeckt Mandelcreme auch besser als Erdnussbutter. Sie ist nicht so aufgeblasen nussig, hat aber immer noch eine perfekte Kontrastwürze, um unter eine schöne Schicht Erdbeerkonfitüre oder einen anderen süßen Aufstrich geschmiert zu werden.

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