Dienstag, 31. März 2020

Traumprotokoll: The Wire / Zirkus

Ich habe geträumt, dass ich zu einer Pressevorführung fahren musste*, bei der die lang erwartete Fortsetzung der Serie "The Wire" gezeigt werden sollte – in Anwesenheit ihres Schöpfers David Simon. Dazu muss man wissen, dass ich weder jemals "The Wire" gesehen noch eine Vorstellung davon habe, wie David Simon aussieht; im Traum war er klein, blond, strubbelbärtig und trug eine runde Nickelbrille. Der Clou des vorgeführten Auftakts der neuen Episoden war, dass er nahtlos in die erste Szene der Pilotfolge der Ursprungsserie überging. Bei der anschließenden Privataudienz (?) sagte ich dem Autor: "Ich kenne Ihre Serie nicht, aber wie Sie den Bogen zum Anfang gespannt haben, finden Ihre Fans bestimmt 'epic'." Das muss ziemlich sarkastisch rübergekommen sein, denn Simon schaute bedröppelt auf den Boden und zog sich in sein Büro zurück. Nun stand ich alleine in David Simons Vorzimmer und hätte mich nach aufschlussreichen Details umschauen können, doch da bemerkte ich, dass sich dieses Vorzimmer im Haus meiner Großeltern befand, also machte mich lieber auf die Suche nach Omas Keksdepot.

Als "Zugabe" träumte ich noch eine Art Sketch. Ein Mann-Frau-Paar besucht einen Zirkus, wo eine Elefantenschau stattfinden soll. Die beiden sitzen auf der gut gefüllten Zuschauertribüne, aber in der Manege passiert gar nichts. "Wo bleiben denn die Elefanten?", ruft der Mann nach einer Weile ungeduldig. Darauf fährt die Frau ihn an: "Siehst du ihn wirklich nicht? Der Elefant im Raum sind unsere Beziehungsprobleme!"

* Bemerkenswert: Vor ziemlich genau fünf Jahren hatte ich schon mal einen Presse-Event-Traum. Die kurze Phase in meinem Leben als "richtiger" Journalist hat doch ihre Spuren hinterlassen.

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