Dienstag, 28. Juli 2026

Soulfood, buchstäblich

Im Allgäu habe ich neulich zum ersten Mal eine Seele gegessen. Ich kannte den Ausdruck, hatte aber immer gedacht, es handele sich um ein regionales Synonym für "Brötchen". Diese Seele jedenfalls war ein mit mit Sauerrahm und sauren Gurken belegtes und mit Käse überbackenes Baguette. So köstlich wie simpel – derart simpel, so wurde mir an Ort und Stelle klar, dass ich unbedingt mal selbst eine Seele würde zubereiten müssen!


Also kaufte ich gestern ein Steinofen-Baguette (Rewe-Bio), einen Becher Sour Cream, vegane Schinkenwürfel (Billie Green) und ein Stück Bergkäse. Cornichons hatten wir noch zu Hause. Dort teilte ich das Baguette, bestrich beide Hälften erst mit Butter, dann mit der Sour Cream, verteilte die Schinkenwürfel und die Gürkchen (in Scheibchen) darauf und rieb zuletzt den Käse darüber. Variationen und Ergänzungen sind denkbar, bspw. kann, wer will, den veganen Schinken durch tierischen ersetzen und/oder diesen mit Röstzwiebeln toppen. Ich habe lediglich, nachdem ich das Teilchen aus dem Ofen gezogen habe (backen nach Packungsaufdruck), etwas Chili und frisch gemahlenen Pfeffer auf die Käseschicht gestreut.

Ein Baguette ergibt zwei Seelen und macht zwei Personen satt und selig.

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