"Seit einiger Zeit zeichnet der Discounter Lidl viele reguläre Preise in Rot aus. Dahinter stecke eine langfristige Strategie, sagt der Heilbronner Professor Carsten Kortum." So wird ein SWR-Beitrag aus dem April dieses Jahres eingeleitet. Natürlich war mir die Umstellung, die der Konzern mit dem vorgeschobenen Argument der "besseren Lesbarkeit" begründet, direkt aufgefallen. Auch auf den Preisschildchen bei Netto (nicht der mit dem Hund; den gibt's bei uns gar nicht) prangen rote Zahlen. 'Verdammt, das funktioniert bei mir!', dachte ich beim Einkaufen sogleich. Die Signalfarbe Rot suggeriert: Billig, extra, reduziert, Sonderangebot, zuschlagen!!! "Funktionieren" tut der Trick bei mir freilich nur insoweit, als mein Blick erst mal ganz unvoreingenommen auf den Betrag wandert; ich greife nicht wie hypnotisiert zu! Hingucken lohnt sich so oder so, sind doch die Preise bei Lidl wie Netto generell niedriger als etwa bei Rewe. Noch lohnenswerter ist im Übrigen das Studieren des Kleingedruckten, i.e. des Kilogramm- oder Literpreises.
Donnerstag, 23. Juli 2026
Kurz notiert: Supermarktpsychologie
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