Samstag, 6. Dezember 2014

Kalauerlaune im Börsenjournalismus?

Dass man sich irgendwann mal mit irgendetwas Speziellem beschäftigt hat, verfolgt einen mitunter ein Leben lang. Weil ein paar Schulfreunde und ich gegen Ende unserer Abiturzeit in die nicht unspannende Welt der Aktien hineinschnupperten, erreichen die Adresse, unter der man mich damals fand, noch heute mehrmals jährlich Exemplare der Zeitschriften Effecten Spiegel und Stuttgarter AktienBrief. Wenn ich mich richtig entsinne, hatte ich seinerzeit ein Probeabo des Euro am Sonntag bestellt (ein Springer-Erzeugnis, das es immer noch gibt). Dann hat man offenbar meine Kontaktdaten weitergegeben, und seitdem erhalte ich in unregelmäßigen Abständen Gratisausgaben der genannten Blätter.

Als ich mich das letzte Mal durchrang, ein Exemplar des Effecten Spiegels durchzublättern, war ich schnell ermüdet. (Ich kann mich doch nicht für alles interessieren!) Schmunzeln musste ich immerhin bei den Kurznachrichten, deren Verfasser/in wohl einen Schalk im Nacken sitzen hat:

"Osram dimmte das Kurs-Licht mit seinen Aussagen zum Geschäftsverlauf runter."

"Dagegen schaltete Daimler einen Gang höher."

"Das Papier von Beate Uhse gewann nach der Bilanz für 2013 und dem Ausblick für 2014 an Sex-Appeal."

"Die geplante Kooperation mit der britischen Convergence im Bereich Schmerz war Balsam für die Evotec-Aktie."

Naja.

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