Dienstag, 18. April 2017

Mannomann!

Manomasa Green Lemon & Pink Peppercorn. Noch nie von gehört, und plötzlich bei Rewe erhältlich. Neue Sorten etablierter Chipshersteller sind ja regelmäßig anzutreffende und gern erwartete Gäste in den Supermarktregalen, aber ein völlig unbekannter Player: Damit muss man auch erst mal klar kommen. Die runden Tortillachips nehmen die Geschmacksknospen mit auf eine Reise über drei Stationen: 1. prickelnder Zitrusspaß, 2. Maismehlgematsche (die verhältnismäßig langweilige Kauphase), 3. leichte Schärfe als "Echo" im Mundraum. Dafür verantwortlich sind die Zutaten Kidneybohnen, Adzukibohnen, Garbanzobohnen (scheint ein spanischer Ausdruck für Kichererbsen zu sein) und manches mehr. Sehr markant ist der rosa Pfefferextrakt. Überhaupt – Pfeffer! Ein oft sträflich unterschätztes Gewürz. Noch fantastischer als zum Beispiel roter Pfeffer ist der zitronige, nicht überall erhältliche und etwas teurere Szechuanpfeffer; an ebenjenen erinnert mich diese Knabbermischung wegen der eingangs erwähnten Prickeligkeit. Produktinformation: "Die Köpfe hinter Manomasa haben 51 Anläufe gebraucht, bis sie die Rezeptur als vollkommen empfanden." Ja ja, schon gut ... "[I]hre Textur wurde so perfektioniert, dass problemloses Überbacken möglich ist und das köstliche Maisgebäck nicht sofort gänzlich aufweicht." Doch wozu überbacken oder in Salsa tränken, wenn der Eigengeschmack bereits phänomenal ansprechend ist? Dips und Käsebeschichtung bieten sich meines Erachtens nur bei puren oder lediglich gesalzenen Tortillas an. Ich gebe diesen Manomasa-Snacks 9 von 10 Punkten. Eine zweite Sorte, die ich im Supermarkt vorfand, wird zeitnah besprochen werden.


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