Mittwoch, 24. Februar 2021

Ex- und Wikipeditionen

Wenn ich mit der Regionalbahn Wege weit abseits bekannter Metropolen bestreite, gebe ich immer gerne die Namen der anliegenden Ortschaften in das Wikipedia-Suchfeld meines Smartphones ein – dafür reicht die Internetverbindung ja meistens. Schwuppdiwupp hat man sich festgelesen, findet dies und das über lokale Eigentümlichkeiten heraus, hangelt sich Verlinkungen und Querverweisen entlang; ihr kennt das.

Eine wahre Fundgrube in Artikeln über Orte ist oft der Abschnitt "Persönlichkeiten". Zwei Entdeckungen der jüngeren Vergangenheit:
1. In der Ortsgemeinde Balduinstein – welche zwar nur 596 Einwohner zählt, dafür aber sowohl eine Burgruine gleichen Namens als auch ein Schloss, die Schaumburg, unterhält – lebt der 1960 im südindischen Chandepalle geborene Avatar Mutter Meera. Sie gibt nahe der Schaumburg vorab angemeldeten Personen ihren Segen, den sog. Darshana (zurzeit jeden Abend im Livestream). Auf Schloss Schaumburg wurde außerdem der Fernsehfilm "
Schrei – denn ich werde dich töten!" gedreht (RTL 1999), dessen Hauptrolle Katharina Wackernagel spielt, die übrigens eine Nachfahrin des Indogermanisten Jacob Wackernagel ist, dem Vater des Wackernagelschen Gesetzes, aber jetzt muss ich wirklich aufhören mit dem Wikipedia-Hopping, denn ich komme zu Entdeckung Nummer
2. In Limburg-Eschhofen wurde ein Schlagersänger mit dem Künstlernamen "Ikke Hüftgold" geboren. Als ich das las, musste ich schmunzeln ... und wenige Tage später erneut, als mir, in einem typischen Fall unerklärlicher Doppelbegegnung, der Name in einer Schlagzeile auf "Bild online" begegnete.

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