Ich bin wahrlich kein Freund der Bundeswehr. Selten habe ich mich über eine Nachrichtenmeldung mehr aufgeregt als im Sommer 2022, als mir nichts, dir nichts ein Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro (!!!) beschlossen wurde, eine Entscheidung, für welche die Ampelkoalition "viel Applaus" (tagesschau.de) erhielt, anstatt noch in derselben Nacht gestürzt zu werden ... Aber dieses Blog soll ja unpolitisch bleiben, und bevor mein Puls in ungesunde Höhen schnellt, komme ich lieber zum eigentlichen Thema.
Die Struktur, die Organisation, die ganzen angeschlossenen, nachgeordneten und Unterbereiche der Bundeswehr üben eine eigenwillige Faszination auf mich aus. Hier zum Beispiel das Organigramm des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, das man sich auch als PDF herunterladen kann:
Ich liebe auch die Verbandsabzeichen der diversen Kommandos, Zentren und Dienststellen! Sowohl bei den militärischen als auch bei den, weniger bekannten, zivilen und wissenschaftlichen Einrichtungen hat man sich wappentechnisch mitunter ordentlich ausgetobt.
Hier das 2017 aufgestellte Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR):
Diesem unterstellt sind viele Spezialstellen und -einrichtungen, die in Orten wie Daun, Storkow (Mark) oder Stadum ansässig sind und wiederum eigene Wappen führen, die zum Teil Technologie mit Tradition verbinden, z.B.
- die Fernmeldeaufklärungszentrale Nord (FmAufklZentr Nord):
- das Informationstechnikbataillon 293 (ITBtl 293):
- das Zentrum Cyber-Operationen (ZCO):
Eine Dienststelle nennt sich "Dienstältester Deutscher Offizier/Deutscher Anteil 1st NATO Signal Battalion". Der Dienstälteste trägt dieses Abzeichen:
Eine nicht unwichtige Behörde des Verteidigungsministeriums ist das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), wobei mir nicht gefällt, wie der Löwe grüßt:
Von den wissenschaftlichen Kompetenzzentren überzeugt mich das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr (InstMikroBioBw) wappenmäßig am meisten:
Die Marine ist noch mal eine eigene Welt. Exemplarisch, damit das hier nicht allzu sehr ausartet, habe ich mir das Schifffahrtmedizinische Institut der Marine herausgepickt:
Eine Äskulapnatter, die sich einen Schiffsmast emporschlängelt! Das Institut steht übrigens im mir bis gerade eben völlig unbekannten schleswig-holsteinischen Kronshagen. Ich glaube, solche nordischen Nester werden überhaupt nur von den verstreuten Flottenstützpunkten am Leben gehalten.






























