Dienstag, 21. Oktober 2014

Traumprotokoll: Öffnungszeiten & Sterbehilfe

Nach Monaten des Nichtträumens hatte ich heute gleich mehrere Träume, von denen ich zwei im Gedächtnis behalten konnte.

1.) Ich wollte schwimmen gehen, musste aber vorher noch Supermarktbesorgungen machen. Problem: Sowohl Badeanstalt als auch Markt schlossen um 22 Uhr. Es war bereits 20 Uhr oder so. Ich wollte unbedingt bis um zehn in der Schwimmhalle bleiben, konnte also nicht danach noch einkaufen gehen. Vorher wollte ich allerdings auch nicht einkaufen gehen, denn es hätte extrem genervt, die Waren mit ins Schwimmbad zu nehmen. Den Umkleidespind mit Wirsing und Eiscreme vollpacken – wie affig wäre das denn? Zum Glück verfügte der Supermarkt über folgendes innovative Feature: Man konnte seine Einkäufe in einem Spezialbereich verstauen und auch noch nach Ladenschluss abholen! (Ich glaube, zu diesem Spezialbereich verschaffte man sich mithilfe des Kassenbelegs Zugang.)

2.) Ich eröffnete einer Reihe von Freunden und entfernten Bekannten, dass ich beschlossen hätte, assistiert aus dem Diesseits zu scheiden. Niemand hatte irgendwelche Einwände; sogar der herzensgute und lebensbejahende Stephan Rürup begrüßte mein Anliegen. Marina Weisband erklärte sich dann dazu bereit, mich mit einem in Gift getränkten Zahnstocher umzubringen. Das sei eine kurze und schmerzlose Methode. In mehrere Stellen meiner Körperoberfläche pikte sie das Hölzchen. Von "kurz und schmerzlos" konnte dabei keine Rede sein. Nach einer Weile der Qual sagte ich, dass ich von meinem Todeswunsch zurücktrete, doch Frau Weisband stach immer und immer wieder zu. Schwer geschwächt und aus vielen kleinen Löchern blutend gelang mir schließlich die Flucht auf einer Eisscholle.

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