Dienstag, 13. August 2013

Traumprotokoll: Wasserbomben

Heute träumte ich von einem perfiden Fall staatlichen Eingreifens bzw., deutlich ausgedrückt: von Polizeigewalt! 

Ich fuhr mit dem Fahrrad durch eine Einkaufsstraße, als ich buchstäblich aus heiterem Himmel schwer getroffen wurde – von einer riesigen Wasserbombe! Ich stieg ab, sah mich um und erkannte den Verursacher des Angriffs: Die Stadt hatte mitten auf der Shoppingmeile einen turmhohen Aussichtsmast errichtet, dessen Spitze wie ein Krähennest auf Schiffen einen Aufseher beherbergte. Dieser Wachposten hatte offenbar die Aufgabe, Fahrradfahrer mit Wasserbomben zu beschmeißen. Selbst während ich nach oben schaute und den scharfäugigen Büttel beschimpfte ("Ob du behindert bist, hab ich gefragt‽"), nahm der Beschuss kein Ende. Ich verbündete mich dann mit einem gleichermaßen bombardierten BMX-Fahrer, und zusammen versuchten wir, den Mast durch heftiges Geruckel umzustürzen. Dann wachte ich auf.

Apropos "beschmeißen": Neulich beschwerte sich jemand bei der Süddeutschen Zeitung darüber, dass dort das Wort "schmeißen" zu oft verwendet würde. Man solle lieber "werfen" schreiben. Der Fall Mollath wird umso empörender, je mehr man sich vergegenwärtigt, wie viele Leserbriefschreiber da draußen frei rumlaufen.

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