Montag, 28. April 2014

Traumprotokolle: Feuer und Wasser

1. Ich befinde mich in einer baufälligen Bruchbude, und draußen regnet's. Weil die Bruchbude so baufällig ist, regnet's aber auch drinnen. In Strömen rinnt das Regenwasser die Wände herunter, ich stehe bereits knöcheltief im Nassen, und die in der Hütte installierte Elektrik wird in Mitleidenschaft gezogen. Steckdosen fangen an zu britzeln und zu brutzeln. Aus einer Verteilerdose züngeln schon Flammen. Panisch versuche ich die brennende Mehrfachsteckerleiste zu löschen, doch wann immer ich einen Brandherd bändige, tun sich an anderer Stelle zwei neue auf. Als ich bei meinem zauberlehrlingshaften Treiben zufällig in einen Spiegel schaue, sehe ich, dass mir das halbe rechte Ohr weggebrannt ist und an der Schläfe eine glühende Wunde klafft. Schreiend wache ich auf.

2. Zwei Extremsportler versuchen sich an einem gefährlichen Rekord, dessen Sinn und Durchführung mir nicht ganz klar ist. Ich bin Zeuge, wie die beiden mit einer kleinen Rakete in den Himmel geschossen werden. Das Geschoss hinterlässt einen breiten, schwarzen Streifen am Himmelszelt. Mit einem Mal explodiert die Rakete. Ob das seine Richtigkeit hat oder nicht, weiß ich nicht. Die zahlreich versammelten Zeugen machen jedenfalls anerkennende Geräusche, als aus der Explosionswolke ein kleineres dunkles Objekt ausbricht: Die zwei Sportler sind nicht explodiert, es ist ihnen gelungen, den Schleudersitz zu lösen! Auf diesem sausen die beiden gemeinsam auf die Erde zu. Sie nähern sich der Stadt, in der ich und die Schaulustigen stehen. Immer tiefer fliegen die Unglückspiloten. Auf ihrem Weg setzen sie einen Balkon an einem Mehrfamilienhaus in Brand. Schließlich kracht der Schleudersitz mitsamt den Insassen gegen ein Gebäude, prallt davon ab und landet in einem Fluss. Die Menge hält den Atem an. Nach einer Weile tauchen die Extremsportler tatsächlich an der Wasseroberfläche auf – allerdings tot. Ich sacke geschockt und weinend zusammen, dann endet der Traum.

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