Am Donnerstag dieser sehr heißen Woche habe ich das außergewöhnlichste indische Gericht zubereitet, das ich je zubereitet habe: ein Melonen-Curry. Das Rezept dafür, welches aus dem Wüstenbundesstaat Rajasthan stammt, hat schon vor einiger Zeit Denise Snieguolė Wachter im Stern vorgestellt. Ich hatte Sorge, dass das Melonenfleisch sich in der Pfanne binnen kurzem in Pulp auflösen würde, aber nein, die Stücke behielten ihre Knackigkeit und ihr Erfrischungspotenzial. Hier die (reichlich simple) Anleitung:
In einer Pfanne erhitzt man 4 EL Öl und gibt nacheinander hinzu: 1/2 TL Kreuzkümmelsamen, getrocknete Chilischoten*, 1 ca. 4 cm großes Stück Ingwer, gerieben, und 1/2 TL Kurkumapulver. Wenn die Mischung betörend duftet, 150 g Wassermelone, püriert, unterrühren und 1,5 TL Salz und 2 TL Zucker hineinstreuen. Aufkochen. Sobald ein gutes Drittel der Flüssigkeit verdampft ist, 500 g Wassermelone in mundgerechten Quadern in die Pfanne tun und unter vorsichtigem Rühren etwa 5 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss 4 EL Limettensaft unterheben, mit frischen Minzblättern garnieren, zu Naan servieren.
* Hier entscheidet wie immer die persönliche Schärfetoleranz bzw. -vorliebe. Das Rezept sieht 4 mittelscharfe Schoten vor. Ich habe 3 Stück der Sorte Cayenne verwendet und fand das Resultat faaast zu hot.
Das Ergebnis waren zwei volle Teller. In der Vorlage hieß es, 750 Gramm Melonenwürfel würden benötigt, um sechs Personen satt zu machen. Das kann nicht stimmen.

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