Freitag, 5. Oktober 2012

Tücke des Objekts

Mindestens zum dritten Mal in diesem Jahr ist mir kürzlich ein Regenschirm kaputtgegangen. Ich flanierte mit meinem geöffneten Schirm über eine Brücke, auf der ein so heftiger Wind wehte, dass die Teleskopstange verbogen wurde und sich fortan nicht mehr einfahren ließ, sodass der Knirps seiner Knirpshaftigkeit verlustig ging. Den Schirm behalte ich trotzdem vorerst; er schützt ja im Zweifel immer noch vor Niederschlag, nur ragt er jetzt zur Hälfte aus meinem Rucksack heraus, wenn ich ihn darin transportiere.
Die Male davor riss der Stoff, zerbrachen Speichen oder geschah sonstiges Malheur. Nein, mit Regenschirmen habe ich kein Glück.

Am Wochenende wurde ein weiterer Alltagsgegenstand unbrauchbar: mein Tee-Ei (halt!, ich schreibe aus ästhetischen Gründen lieber "Teeei"). Nachdem ich das mit einer Früchteteemischung gefüllte Ei aus der Teekanne geangelt hatte, wollte ich es öffnen, um den Inhalt im Müll zu entsorgen. Allein, das Teeei ließ sich nicht mehr öffnen. 'Lass ich's halt ein bisschen trocknen und auskühlen, dann wird's schon gehen', dachte ich. 
Doch auch später blieben die Eihälften haften wie die Magdeburger Halbkugeln. Ich drehte, zog und zerrte, sogar mit Zange und Hammer ging ich zu Werke – ohne Erfolg. In meiner Wut und Verzweiflung schmiss ich das Teeei schließlich aus meinem Fenster (1. OG) auf den steinernen Hinterhofboden. Das blöde Teil blieb unversehrt und fest verschlossen! Da warf ich es in den Abfalleimer.

Das Wort "Teeei" ist eine schöne Gelegenheit, folgende Liste zu präsentieren:

Meine Lieblings-Tripelbuchstabenwörter
- Fettteilchen
- Schneeesser
- Jazzzentrum
- Sperrrollladen
- Zooochse
- Gafffenster
- Rosssattel
- Schlammmischer


PS: 60% aller Deutschen brühen lieber losen Tee auf, nur 40% bevorzugen Beutel.
(Quelle: ZEIT)

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