Tag 6 || Volkach – Schweinfurt – Bad Königshofen i. Grabfeld – Römhild – Meiningen
Schlecht geschlafen. Unruhe, Ohrensausen, komische Träume. Am chaotischen Würzburger Busbahnhof eine Viertelstunde meinen Bus gesucht.
Erster Halt Volkach, wo ich bezüglich des fränkischen Menschentypus eines besseren belehrt werde: Eine Busfahrerin steigt aus ihrem Gefährt aus, fragt mich freundlich, wo ich hinwill, klärt mich auf, dass der Ferienfahrplan noch gilt (Was haben die in Bayern eigentlich für ewig lange Ferien?): "Sie müssen gut aufpassen – ich kann Sie auch nach Kitzingen mitnehmen." Doch ich muss nach Schweinfurt, wo ich im etwas tristen Bahnhofsgebäude ein Eier-Ciabatta erstehe. Standard Bahnhofsfressen, genau das wollte ich vermeiden! Schmeckte aber okay.
Bad Königshofen und, tadaa!, plötzlich bin ich im Osten (Hildburghausen). Dann noch Römhild und schließlich Meiningen, wo ich der Lokalpresse ein (von mir selbst arrangiertes) Interview gebe.
Meine Laune hebt sich: Diese theaterhistorisch bedeutsame Mittelstadt im umgrünten Schoß der Werra ist in der Tat zauberhaft. (Ich hatte vorher meine Follower um Rat gefragt, ob ich über Fulda oder Meiningen fahren solle, und fast einstimmig wurde für Letzteres gestimmt.) Gestern war nur noch eine einzige, hochpreisige Unterkunft verfügbar, die viel zu groß für mich ist, in der aber eine gratis Flasche Wein auf mich wartete – die ebenfalls zu groß für mich ist. Zwei Gläser gönne ich mir gleichwohl, zu feinster Mirácoli-Alternative von Norma.
Morgen reise ich ins mystische Hann. Münden. In Hessen möchte ich nicht enden, da am Donnerstag Fronleichnam ist und dort also der Feiertagstakt greift.
(Dieser Beitrag wurde der Abwechslung halber im Präsens geschrieben.)






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