Samstag, 28. Februar 2026

Zeit für Brain Droppings

Der letzte Auftritt der Beatles ist nun schon 30 Jahre her, und trotzdem sagt uns der Bandname noch was, sogar den ein oder anderen Hit hat manch einer noch im Ohr.

Vorschlag
Am Ende der Tagesschau friert die Nachrichtensprecherin ein wie in einer alten Sitcom. Credits rollen über das Bild, lustige Erkennungsmelodie.

Was sich ja auch niemand zu schreiben traut: "... Jetzt hat Giulia Enders ein neues Buch ausgeschissen."

"Ein Schelm, wer Böses dabei denkt", auf die Melodie von "Ein Stern, der deinen Namen trägt"

Ich traue mir mittlerweile zu, einen Wes-Anderson-Film innerhalb der ersten fünf Minuten zu erkennen. (Es hilft, wenn innerhalb der ersten fünf Minuten "Directed by Wes Anderson" eingeblendet wird.)

Der häufigste Akkuladestand ist 59 %.

The Hans That Rocks the Gretel

Vor der Erfindung der Schleife sind die Menschen ständig über ihre Schnürsenkel gestolpert.

Tipp des Tages: Heute mal ohne Grund remmingen!

[flirty] Na, gibt es auch einen Witwer Bolte?

In jeder S-Bahn hängt ein Schalter mit der Aufschrift "Notentriegelung", aber ich hatte noch nie das Bedürfnis, Noten zu triegeln.

Hoffentlich wird die Autorin Sanyal nie in einen Mithu-Skandal verwickelt.

Jede Episode von "Lassie" endete mit einem Kläffhanger.

Bienensterben heißt auf französisch à bientôt.

Tetesept heißt in Frankreich Kôpfsieben.

Maultaschen? – Mal tauschen.

Heute ist ein sehr heller Tag dank Vollsonne. Schade, dass zum Ende der Woche hin wieder abnehmende Sonne ist und der Himmel dunkler wird.

Die traurigste Wortfolge der deutschen Sprache: "Rinde nicht zum Verzehr geeignet"

Das wäre mal ein bold move im Jahre 2026: sich ab sofort weigern, das Wort "googeln" zu benutzen, weil es zu infantil klingt

[Bei der Inventur]
"Eine Muh ... eine Mäh ... eine Täterätätä? Wusste gar nicht, dass wir die noch führen. Na gut, stell sie zu den Tuten und der Diedeldadeldum!"

Auch in Mexiko kriegen Kinder nach der Impfung einen gratis Lolli, einen sogenannten Lutscher libre.

Crowdfunding-Community aka Backer-Innung

Papier raschelt, Klopapier arschelt.

"Jetzt schlägt Trump die nächste Seite im Handbuch eines Autokraten auf" ("Spiegel online"). Warum gibt es so ein Handbuch überhaupt? Sollte verboten werden imho.

Wyoming is the progressive form of to wyome.

Der Teufel trinkt Kaba

Metall im Kalzinierofen: "Willst du mich veraschen?!"

Nick Woltemade, aber Bekamkäfer

Serendipitypark Hodenhagen

Abenteuerliche Familienserie "Unsere kleine Fram"

Verstand, aber als lyrische Ausschmückungen

Empfang im Wikipedia-Hauptquartier:
"Immer rein in den guten Stub!"

Kurioses Wort, prima Sache: Erträgnisgutschrift

"What's Eating Gilbert Grape 2: What's Gilbert Grape Eating?"

Wenn Romulus Remus nicht getötet hätte, sondern Remus Romulus, dann würde Rom heute nicht Rom heißen, sondern anders (Remagen?).

Wer nannte es optische Täuschung und nicht Zapfenstreich?

Wer nannte es Veröffentlichung zum Weihnachtsgeschäft und nicht Release Navidad?

Warum heißt es Weinkenner und nicht Port Authority?

Degustation, die
1. Verköstigung
2. Sammelstelle für südamerikanische Nagetiere

Formfleisch, bei dem man die Fleischteile nur erahnen kann, nennt man auch Erahno-Schinken.

*zieht ein Rücksichtslos*

ERBSTREIT BEI FAMILIE HEMPEL – WER BEKOMMT DAS SOFA?

Österreich wurde 996 erstmals urgrindig erwähnt.

Neutral-Morissey

Ausstellungsidee
"Wir Chatten ja nix! – Die bescheidenen Anfänge Hessens"

Techtitanen in Tenochtitlan

Boah, ich hasse Verbrecher. Wenn's nach mir ginge, würden Verbrechen mit Freiheitsstrafen nicht unter einem Jahr bestraft werden.

Malbec, oder wie ich ihn aus Aberglauben nenne: the French wine

Niemand:
Robert De Niro: *wart*

Für den Joker wird der Hund in der Pfanne normal.

[In der Therapiesitzung]
"Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel."

[extrem bekifft]
Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir ...

Man Ray, der menschliche Rochen

Eher geht ein Kamel durch ein Dornwald als Maria durch ein Nadelbaum.

*spannt einen Ochsen vor den Pflug*
"Hehe, yoke's on you!"

[Am Kiosk]
"Ham Sie auch nichttrierische Volksfreunde?"

Seegras aus Sagres

Kaiserschnitte, aber als österreichische Tortenspezialität

"Gut schaust du aus!"
"You should see the other guy!"
"Hä?"
"Sagt man doch so - du solltest mal den Anderen sehen."
"Aber warum? Du bist völlig unversehrt."
"Eben! Ich habe einen komplett Wehrlosen zu Pulp geprügelt, lol."
"Lol."

Habe gerade vom amerikanischen Ernährungshilfeprogramm SNAP gelesen. Das sollte es in Deutschland auch geben, man könnte es DSNAP nennen.

Auf dem Ü-Wagen des ZDF steht "Achtung, Heck schwenkt aus".
So halten sie diese Hitparaden-Legende also in Ehren.
(Erklärung an Eides statt: Diesen Wagen habe ich tatsächlich gesehen, auf der Buchmesse.)

Früher brauchten wir keine Sharepics auf dem Mount Everest, nur Sherpas und pickaxes.

Bill Nyp, der Wissenschaftstyp

The existence of Lesser Ury implies the existence of Ury Superior.

Kann man Sandaalen Sandalen anziehen?

Bernkastel-Lues

Es heißt übrigens nicht DIE, sondern DAS Papstwahl.

J.D. Vance' Frau soll lieber ans andere Ende der Welt reisen, nach Ushauaia.

Kunden, die "par ordre du mufti" mochten, mögen auch "kraft meiner Wassersuppe"

Indisch-britischer Junggesellinnenabschied:
Hindu hen do

[Amerikanischer-Rechtsanwalt-mit-eigenem-TV-Werbespot-Stimme]
Marmelade im Schuh? Aprikosen in den Hosen? Warten Sie nicht länger – rufen Sie mich noch heute an!

Satie darf alles.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Let's Play "Nicht den Verstand verlieren"

Juchhu, nach 135 Folgen "Stardew Valley" habe ich ein neues LP angefangen! In dem Point-and-Click-Adventure in Retro-Optik "Dreams in the Witch House" von Atom Brain Games aus dem Jahr 2023 geht es um ... ach, das erkläre ich im Video. Seht selbst. Updates folgen in unregelmäßigen Abständen, aber, so hoffe ich, mindestens zweimal wöchentlich.

Dienstag, 24. Februar 2026

Neues Altes (November '25 - Februar '26)

  • Das steckt hinter dem "Band der Löcher" in Peru (geo.de, 11. November) Auf einem Bergkamm am Monte Sierpe ("Schlangenberg") am Fuß der Anden befindet sich ein 1,5 km langes Band aus 5.200 präzise angeordneten Löchern, das lange Zeit Anlass für vielfältige Spekulationen war. Ein internationales Forschungsteam geht nun davon aus, "dass Monte Sierpe anfangs - zur Zeit des Chincha-Reiches (etwa 1000 bis 1400 nach Christus) - als Marktplatz zum Tausch von Handelsgütern diente. Dies sei möglicherweise mit gemeinschaftlichen rituellen Feiern verbunden gewesen". Neben der Segmentierung der Löcher waren vor allem die organischen Rückstände darin auffällig: "Am prominentesten waren Spuren von Mais, der im fruchtbaren Pisco-Tal schon vor der Ankunft der Europäer im 16. Jahrhundert kultiviert wurde."
  • Hinweise auf geheimen Pyramiden-Eingang (Tagesschau, 16. November) Mit den Methoden des Ultraschalls, des Georadars und der elektrischen Widerstandstomographie konnte die schon länger kursierende Theorie eines weiteren Eingangs zur Mykerinos-Pyramide bestätigt werden. Der Hohlraum dahinter ist verhältnismäßig groß, dient(e) aber wohl vorrangig statischen Zwecken.
  • Sensationsfund in Frankfurt – 2000 Jahre altes Römerlager entdeckt (Frankfurter Neue Presse, 28. November) Bei Grabungen im Bolongarogarten in Frankfurt-Höchst wurden Reste eines festen Lagers aus augusteischer Zeit freigelegt, mithin Spuren einer deutlich älteren römischen Besiedlung als jene der Stadt Nida, die unter Kaiser Vespasian fiel und somit frühestens 70 n. Chr. begann.
  • Der Neandertaler: Hatten Frühmenschen schon vor 400.000 Jahren Feuer? (National Geographic, 5. Januar) "Am Fundplatz East Farm in England traten bei jüngsten Grabungen gerötete Schluffschichten zutage, von Hitze verzogene Feuerstein-Handäxte und Fragmente eines Minerals – Eisenpyrit –, das als Funkengeber auf Zunder gedient haben könnte. Zusammen deuten diese Funde darauf hin, dass eine frühe Gruppe von Neandertalern dort vor etwa 400.000 Jahren wiederholt Feuer in einer Herdstelle entfachte", was darauf hindeuten könnte, "dass Neandertaler die Kontrolle über das Feuer unabhängig von frühen modernen Menschen entwickelten [...] – auch wenn nicht auszuschließen ist, dass das Pyrit von Homo heidelbergensis stammt".
  • Giftpfeile aus der Steinzeit gefunden (Tagesschau, 8. Januar) Schon vor 60.000 Jahren haben Menschen ihre Waffen mit Pflanzengift präpariert. Das legen in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal gefundene Pfeil- oder Messerspitzen aus Quarz nahe, an denen Rückstände des Saftes der Giftzwiebel hafteten, eines auch als Gifbol bekannten Gewächses, das "bis heute sowohl als traditionelles Heilmittel als auch für die Herstellung von Gift genutzt" wird.
  • Reste von römischen Lagern in Sachsen-Anhalt entdeckt (mdr.de, 15. Januar) Dass römische Legionen bis an die Elbe vorgedrungen sind, war bislang nur aus historischen Quellen überliefert. Nun liegen handfeste Beweise in Gestalt der Reste dreier Marschlager im heutigen Sachsen-Anhalt vor. "Dass es sich um römische Anlagen handelt, belegen auch gefundene Fragmente von Gewandnadeln und Münzen. [...] Landesarchäologe Meller geht davon aus, dass die Lager aus der Zeit von Caracalla stammen. [...] Den Angaben zufolge belegen auch Radiokarbon-Untersuchungen, dass die Anlagen zu Beginn des 3. Jahrhunderts nach Christus angelegt wurden."
  • Vitruvs Basilika nach Jahrhunderten der Suche in Fano entdeckt (Der Standard, 21. Januar) "Die Basilika von Fanum Fortunae, dem antiken Fano [in Mittelitalien], ist das einzige Bauwerk, das Vitruv in seiner überlieferten Schrift De architectura ausdrücklich erwähnt." Jetzt wurde das öffentliche Bauwerk unter der Piazza Andrea Costa im Rahmen von Umgestaltungsmaßnahmen freigelegt und kann aufgrund exakter Übereinstimmung mit den schriftlichen Beschreibungen eindeutig dem "Vater der Architektur" zugeschrieben werden. "Als Hinweise auf vier Säulen auftauchten, nutzten die Forschenden Vitruvs Text, um zu berechnen, wo sich eine Ecksäule befinden müsste – und bei der anschließenden Grabung kam die Säule tatsächlich genau an der berechneten Stelle zum Vorschein."
  • Höhlenbild in Indonesien bricht Altersrekord (Spektrum.de, 21. Januar) "Es handelt sich um ein kaum sichtbares Handnegativ, das Menschen vor mindestens 67 800 Jahren mit dem Mund an eine Höhlenwand auf der Insel Muna gesprüht hatten. Damit ist es etwa 16 600 Jahre älter als der bisherige Rekordhalter, ein Felsbild, das sich auf der größeren Nachbarinsel Sulawesi befindet." Der Abdruck untermauere den archäologischn Befund, dass der Homo sapiens auf dem Weg nach Australien vor rund 65.000 Jahren die sog. Wallace-Linie, einen tiefen Meeresgraben, via die Borneo-Sulawesi-Route überquert hat.
  • 300 neue Inschriften aus Pompeji offenbaren das Leben der Antike ("Focus online", 22. Januar) Ausgegraben wurde der Durchgang im Theaterbezirk bereits vor über 200 Jahren, doch erst jetzt hat das moderne Verfahren Reflectance Transformation Imaging Zeugnisse der informellen Alltagskommunikation wie Liebesbotschaften zutage gefördert.
  • Forscher machen 1.400 Jahre alten Sensationsfund (t-online, 24. Januar) Im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca wurde ein gut erhaltenes Grab der zapotekischen Kultur entdeckt, welche zwischen 300 und 900 n. Chr. ihre Hoch-Zeit erlebte. Die Grabkammer und ihr Vorraum beeindrucken mit Inschriften, Friesen und farbenfrohen Wandmalereien, die zum Teil lebhafte Einblicke in die (Bestattungs-)Kultur im Süden Mexikos bieten.
  • Chemikerin löst Legionen-Rätsel: Überraschender Fund in Kalkriese (WAZ, 29. Januar) "Mithilfe der Analyse von Buntmetallen identifizierte sie die 19. römische Legion zweifelsfrei in Kalkriese. Diese gehört laut historischen Quellen zu den drei Einheiten, die in der Varusschlacht vernichtet wurden." Könnte dies ein entscheidendes Puzzlestück in der Streitfrage um den tatsächlichen Schauplatz der römisch-germanischen Schlacht sein?
  • Taucher entdecken antikes Schiffswrack vor Italiens Küste ("Spiegel online", 4. Februar) Auf dem Meeresgrund vor der apulischen Stadt Gallipoli hat die Finanzpolizei bereits im Juni 2025 Überreste eines römischen Frachters aus dem 4. Jahrhundert entdeckt. Beladen mit mehreren Amphoren voller Garum, war das Schiff wahrscheinlich von Nordafrika aus gestartet.
  • Antike chinesische Hochkultur endete wohl mit Überschwemmungen ("Spiegel online", 9. Februar) Der Untergang der vor 4600 Jahren ihre Blütezeit bildenden Shijiahe-Kultur (mittlere Region des Jangtsekiang) und ihr anschließendes Zerstreuen war lange Zeit ein Rätsel. Anhand eines an Stalagmitenbildung ablesbaren "Regenarchivs" konnte nun rekonstruiert werden, "dass das Tal drei Perioden mit geringen Niederschlägen [...] und zwei Perioden mit hohen Niederschlägen [...] erlebte, die 80 bis 140 Jahre dauerten. [...] Der Rückgang archäologischer Funde ab dieser Zeit deutet auf einen deutlichen Bevölkerungsrückgang hin, der über Jahrhunderte anhielt."
  • Fund in Köln aus der Römerzeit ist einzigartig für Nordeuropa ("Spiegel online", 11. Februar) Ein römischer Hausaltar (ein Lararium) "wurde im Bereich des alten römischen Statthalterpalastes, des Praetoriums, gefunden". Eine Seltenheit, zumal im Innern "noch Reste der Bemalung" sowie Löcher von Nägeln, an denen Girlanden gehangen haben könnten, erkennbar sind. "Die Ausgräber stießen zudem auf eine Treppe aus dem 1. Jahrhundert."
  • Zum Schluss keine Nachricht, sondern ein Online-Tool, auf das die Deutsche Welle aufmerksam macht: Hinter itiner-e verbirgt sich eine interaktive Straßenkarte des Römischen Reiches. "299.000 Kilometer Wege, die durch vier Millionen Quadratkilometer verlaufen, wurden digital rekonstruiert".

Sonntag, 22. Februar 2026

New recipe LEEKed

Vor ein paar Jahren habe ich auf der BBC-Webseite ein Rezept für eine grüne Lasagne gefunden, das ich nun endlich umgesetzt habe. Diese Lasagne kommt gänzlich ohne Tomaten(soße) aus, schmeckt trotzdem vorzüglich, ist (vermutlich) recht gesund und lässt sich einfach zubereiten, wobei man dennoch mindestens 90 Minuten Zeit einplanen sollte.

Der Praktikabilität halber führe ich diesmal zunächst alle Zutaten auf, denn einige müssen später aufgeteilt werden:

- Olivenöl
- 50 g Butter
- 1 Lorbeerblatt
- Rosmarin (im Streuer oder am Zweig)
- 3 Stangen Porree, davon 1 in feine Ringe geschnitten, die 2 anderen in dickeren Ringen
- 40 g Mehl
- 500 ml Milch
- Muskat, gerieben
- Salz und Pfeffer
- 100 g geriebenen Cheddar, gemischt mit
- 30 g geriebenem Parmesan (Zusammensetzung der Käsemischung ist variabel)
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Chilischote (oder, je nach Schärfevorliebe, weniger bzw. ganz weglassen; ich habe 2 getrocknete rote Schoten verwendet)
- 400 bis 450 g grünes Gemüse (ich habe gehackten Spinat genommen; Grünkohl oder Mangold funktionieren auch; Mix ist möglich und sicher interessant)
- 100 ml trockenen Weißwein
- 100 g Walnusskerne
- ca. 280 g Artischockenherzen oder Champignonköpfe aus dem Glas (Abtropfgewicht)
- 100 g Ricotta
- Lasagneplatten

In einer großen Pfanne 1 EL Olivenöl und die Butter erhitzen. Ein Lorbeerblatt, ca. 1 TL Rosmarin (falls frischen zur Hand: die Blätter eines Zweiges) sowie den fein geschnittenen Porree hinzugeben. Ein paar Minuten garen, bis der Porree weich ist. Das Mehl hinzugeben, 1 weitere Minute kochen. Hitze reduzieren, langsam die Milch hineingießen, quirlen bis zur Klumpenlosigkeit. Bei wieder erhöhter Temperatur weiter rühren, nach 5 Minuten etwas Salz und Pfeffer sowie geriebenen Muskat (nicht zu sparsam) in die Mischung streuen, zum Schluss drei Viertel der Käsemischung unterheben, bis sich eine sämige Béchamel ergibt. Zur Seite stellen.
In einer zweiten Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen. Darin den Knoblauch (zerdrückt) und die Chilischote (in dünnen Scheiben) rösten, ohne dass es anbrennt. Den restlichen (gröber geschnittenen) Porree dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen, braten, bis die Scheiben weich sind, dann das grüne Gemüse unterheben, ggf. erneut salzen und pfeffern. Nach etwa vier Minuten mit Weißwein löschen; unter sanftem Rühren weiterkochen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
Backofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) oder 180° (Umluft) vorheizen. Eine Auflaufform fetten, die Hälfte des grünen Gemüses auf deren Boden verteilen, die Hälfte der (grob zerbrochenen) Walnüsse darübergeben. Darauf kommt ein Drittel der Artischocken/Pilze. Darauf wiederum die Hälfte des Ricottas bröseln, alles mit einem Drittel der Béchamel bestreichen (Lorbeerblatt vorher entfernen). Drei Lasagneplatten auflegen. Weiter wie soeben schichten: das restliche grüne Gemüse, die restlichen Walnüsse, ein zweites Drittel der Artischocken/Pilze, den restlichen Ricotta und ein zweites Drittel der Béchamel. Drei Lasagneplatten. Den Rest der Béchamel auf diese streichen, die restlichen Artischocken/Pilze darauf verteilen, darüber schließlich den übrigen Käse streuen. Darauf achten, dass die Lasagneplatten vollständig bedeckt sind.
30 bis 40 Minuten backen. Ergibt 4 Portionen. Guten Appetit!

Freitag, 20. Februar 2026

Filmtitel XXXII

Relay → The Negotiator
Marie-Line et son juge → Wie das Leben manchmal so spielt
La città proibita → Kung Fu in Rome
Nede → Below – Fast auf Augenhöhe (Serie)
Menudas piezas → Checkmates - Ziemlich schräge Figuren (DVD-Titel)
Le royaume → Kingdom – Die Zeit, die zählt
Dracula – A Love Tale → Dracula – Die Auferstehung
The Home → Forbidden Floor – The Home
Chien 51 → Zone 3
The Jokers → Minirock und Kronjuwelen
Mi amiga Eva → Ein Leben ohne Liebe ist möglich, aber sinnlos
C'était mieux demain → Die progressiven Nostalgiker
Adam: His Song Continues → Adam – Sein Schicksal weist den Weg
My Name Is Kate → Meine Welt zerbricht
Tagget → Codewort: Dragonfire
Howard Beach: Making a Case for Murder → Nacht des Terrors – Mord in New York City
Hotel Colonial → Killer Connection
The Hunting Party → Leise weht der Wind des Todes

Donnerstag, 19. Februar 2026

Die Gamification des Alltags

Gestern ging ich zu meinem Stamm-Lidl und registrierte kurz vor Betreten der Filiale etwas aus dem Augenwinkel: Am Vorbau des Marktgebäudes lehnte eine Leiter. Stand die da schon immer? Ich konnte mich nicht erinnern, war ich doch schon länger nicht mehr dort einkaufen gewesen, wie ich gestehen muss (zu meiner Schande, denn Lidl lohnt sich [unbezahlte Werbung]). Jedenfalls war diese Leiter weder umzäunt noch sonstwie abgesichert; jedermann hätte daran einfach hochklettern können, so auch ich. 'Was, wenn ich es einfach tue?', dachte ich. 'Bestimmt beginnt damit eine total spannende Sidequest!' Oder auf dem Dach hätte ein Schatz oder sonstiger Loot gelegen. Ich betrat dann aber einfach den Laden, denn ich hatte keine Zeit für Abenteuer. Als ich wieder rauskam, saß neben der Leiter sogar ein NPC, der vermutlich spannende Dinge zu erzählen hatte, womöglich sogar zusätzliche Nebenaufgaben getriggert hätte. Toll, was "die" sich alles einfallen lassen: kostenlose Bonusinhalte an gewöhnlichen Stellen. So hält man das environment lebendig!

Dienstag, 17. Februar 2026

Menschheit gerettet?

Nur selten geht es in diesem Blog um Aktuelles, und das ist auch gut so. Ausnahmsweise möchte ich aber festhalten, welche Debatte seit ein paar Tagen die deutsche Gesellschaft mit am heftigsten bewegt. Es geht um die Frage: Brauchen wir eine Altersbeschränkung bei der Nutzung sozialer Medien? Australien hat vor kurzem ein Social-Media-Verbot für Personen unter 16 Jahren eingeführt; könnte/sollte das ein globales Vorbild sein? Aufklärungskampagnen, Bildschirmzeitbegrenzungen, Verhaltensregeln und die Überwachung durch Eltern und Lehrkräfte haben ja offensichtlich nicht gefruchtet: Der Nachwuchs ist – überspitzt formuliert – verroht, verblödet, verhaltensauffällig sowie permanent Gefahren für Leib, Leben und Seele ausgesetzt.

Wie so oft hinkt die praktische Umsetzung dem theoretischen Ansinnen hinterher: "Noch sei es jedoch zu früh, um zu sagen, ob die Plattformen die Vorschriften vollständig einhalten, betonte die Leiterin der australischen Behörde für Sicherheit im Internet, Julie Inman Grant. Denn den Unternehmen ist es selbst überlassen, wie sie das Alter der Nutzerinnen und Nutzer überprüfen, etwa über die Auswertung von Nutzerdaten, über hochgeladene Fotos oder eine verpflichtende Vorlage eines Ausweises." (tagesschau.de) Und: "In der Realität haben viele Teenager aber Wege gefunden, an der Sperre vorbeizukommen." (tagesspiegel.de) Doch immerhin ist ein erster Schritt getan. Die EU erwägt seit einer Weile Vergleichbares, und auch in Deutschland erheben sich diesbezüglich immer mehr Stimmen aus der Politik. Ein Positionspapier der SPD etwa fordert ein vollständiges Social-Media-Tabu für Kinder bis 14 Jahren und darüber hinaus: "Für Jugendliche bis 16 Jahre soll eine verpflichtende Jugendversion der Plattformen gelten. Diese Jugendversion soll bestimmte Anforderungen erfüllen. Algorithmisch gesteuert[e] Feeds und Empfehlungssysteme solle es für diese Altersgruppe nicht geben und auch keine personalisierte Inhalteausspielung. Zudem sollen suchtverstärkende Funktionen wie Endlos-Scrollen, automatisches Abspielen von Inhalten, Push-Benachrichtigungen, Gamifizierung oder Belohnungssysteme auf Grundlage intensiver oder dauerhafter Nutzung unterbunden werden." Da käme ein ordentlicher Brocken Arbeit auf Meta & Co. zu.

Nun, warten wir's ab. Mag sein, dass wir in fünf Jahren diesen Beitrag lesen und mit Leichenbittermiene ausrufen: "Oh Mann, wir waren damals tatsächlich kurz davor, eine Social-Media-Schranke für Kids einzuführen ... Alles hätte sich zum Guten wenden können!" Oder aber eine solche Maßnahme wird längst umgesetzt worden sein, und wir sagen: "Ach guck, so fing das also an im Jahre 2026!" Meine Meinung? Soziale Medien komplett abschaffen!

Sonntag, 15. Februar 2026

Diese Schölermanns

Ich habe mir neulich die naheliegende Frage gestellt, was wohl die erste Fernsehserie Deutschlands war. Die Antwort darauf ist im Handumdrehen ergoogelt: "Familie Schölermann", mit dem Unter- bzw. Übertitel "Unsere Nachbarn heute abend", wurde vom NWDR produziert und lief in 111 Folgen zur besten Sendezeit von 1954 bis 1960. Auf der Webseite des NDR findet sich eine lesenswerte Zusammenfassung. "Die Serie wird live produziert, weswegen heute nur noch wenige Aufnahmen existieren", heißt es dort. "Da auch die Namen der Schauspieler zunächst nicht genannt werden, halten viele Zuschauer die Schölermanns für real."

Heute ist die Besetzung natürlich namentlich bekannt, und zu meiner Überraschung sind einige der Darsteller noch am Leben, so etwa die in Leeds (England) geborene Margaret Cargill, deren Rolle der Tochter Eva in den "Schölermanns" tatsächlich ihre letzte war. Auch ihr Serienbruder Harald Martens, *1944, ist danach, zumindest laut imdb, nie wieder in Film oder Fernsehen in Erscheinung getreten. Für Giulia Follina, die eingedenk ihres Geburtsjahrs 1952 in der Serie nur als Baby und/oder Kleinkind vorgekommen sein muss, war dies hingegen der Startschuss einer bis 2005 anhaltenden Karriere: "Tatort", "Frühling auf Immenhof", "Großstadtrevier" und "Stubbe - von Fall zu Fall" sind die bekanntesten Einträge in ihrer Filmographie, und wer weiß, vielleicht ist ihr irgendwann ein spätes Comeback vergönnt.

Diesen jungen Hüpfern gegenüber standen Lotte Brackebusch ("Tante Marie") und Willy Birgel (unbekannte Rolle 1957), die beide noch im 19. Jahrhundert geboren wurden! Birgel (1891-1973) gab sein Leinwanddebut 1934 in dem Propagandastreifen "Ein Mann will nach Deutschland", danach folgten bis 1971 Dutzende Verpflichtungen, darunter in "Heidi" sowie "Heidi und Peter", bei denen es sich um Schweizer Realverfilmungen von Johanna Spyris Alpenschnurrpfeifereien handelt. Lotte Brackebusch (1898-1978) stieg erst nach dem Krieg ins Filmgeschäft ein und kann bis 1978 immerhin 35 Credits vorweisen; "Der Blaue Nachtfalter" habe ich sogar gesehen!

Immerhin sieben Episoden von "Familie Schölermann" sind zum Zeitpunkt dieser Niederschrift auf einer Youtube-Playlist archiviert. Ob ich sie mir ansehen werde? Vielleicht, wenn mir mal sehr langweilig ist.

Freitag, 13. Februar 2026

Der monatliche Windbeutelpranger

In unsere Redaktionsstube flattert allmonatlich das Magazin der Stiftung Warentest hinein. Leider schaue ich viel zu selten in das Blatt, wodurch ich regelmäßig für mich mal mehr (Olivenöle), mal weniger (Mini-Kettensägen) relevante Testberichte verpasse. Auch habe ich erst diese Woche die famose Rubrik "Über diese Verpackungen ärgern sich unsere Leserinnen" entdeckt. Darin werden Shrinkflation-Vertuschungen und sonstige Dreistigkeiten auf Produktverpackungen aufgezeigt. Aus der aktuellen Ausgabe:



Fruchtgummischnüre werden immer kürzer, endlich sagt's mal jemand! Ich finde das ganz unironisch herrlich! Eine reine Shaming-Plattform ist diese Ecke indes keineswegs, denn die (als solche empfundenen) Missstände werden mit Einordnungen und Nachforschungen durch die Redaktion versehen. So kann sich jeder eine Meinung bilden. Zum Beispiel ich: Im Falle der Kaffeesticks, finde ich, handelt Jacobs zumindest insoweit vorbildlich, als sie die – gewiss kritisierenswerte – Mengenreduktion transparent kennzeichnen.

Ich bin schon gespannt, welche Windbeuteleien es in die Märzausgabe schaffen. Notiz an mich selbst: Öfter Stiftung Warentest lesen!

Mittwoch, 11. Februar 2026

Physik-Lyrik

Merkreime zu den sieben SI-Einheiten und den dazugehörigen Basisgrößen

Kilogramm (Stoff 5. Klasse)
Ist die Einheit von der Masse.

Es gibt der Science-Veteran
Die Länge nur in Meter an.

Heilt die Zeit auch jede Wunde,
Gestoppt wird sie mit der Sekunde.

Nicht Fahrenheit, nein: Kelvin nur
Misst absolute Temp'ratur.

Gehst mit Candela du zu Werke,
Befasst du dich mit Licht-, äh: -stärke.

Es scheint obskur, doch misst man wohl
Seit je die Stoffmenge in Mol.

Bei der elektrischen Stromstär-
ke steht das A stets für Ampere.

Bevor ich mich auch noch den abgeleiteten Einheiten lyrisch widme, muss ich Laie erst mal verstehen, worum es sich bei Größen wie Energiedosis und Induktivität überhaupt handelt.

Montag, 9. Februar 2026

Esst mehr (französisches) Käsetoast!

Das ist jetzt womöglich das albernste Rezept, das ich je geteilt habe, aber ich stehe zu 100 Prozent dahinter! Elisabeth Raether hat es einst im Zeit-Magazin geteilt, und ich möchte es hier und nun, nahezu unverändert, weitergeben.

1 Stange Porree waschen, in dünne Ringe schneiden und diese gesalzen in 1 EL zerlassener Butter in einer Pfanne garen, dabei gelegentlich umrühren. Nach etwa 15 Minuten 1 TL Senf (scharfen, wenn zur Hand; ich habe Dijonsenf genommen), 1 EL Sahne und etwas schwarzen Pfeffer hinzugeben, vermengen und die Mischung auf 2 Rosinenstutenscheiben verteilen. Circa 100 g Brie in Scheiben darauflegen und die Sandwiches mit 2 weiteren, mit Butter bestrichenen, Rosinenbrotscheiben zuklappen. Die Sandwiches auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und ca. 6 Minuten bei 180 Grad (Umluft) backen. Für mehr als 2 essende Personen die Zutaten entsprechend anpassen (Dreisatz!).

Freitag, 6. Februar 2026

Albernes zum Wochenschluss

Simple Witze, umständlich erzählt

In der Schule findet Mathematikunterricht statt. Die Mathematiklehrerin, Frau Reuters, stellt den anwesenden Jungs und Mädchen eine Rechenaufgabe. "Aufgepasst, Kinder", ruft sie ihren Zöglingen zu. "Ich möchte Folgendes von euch wissen: Was ergibt sieben mal sieben? Wer weiß es und kann es mir sagen?" Als sie die Frage gestellt hat, lässt sie ihren Blick durch das Klassenzimmer streifen, erntet jedoch nur Schweigen und schaut in ratlose Gesichter. Nach einigen Sekunden schließlich meldet sich Fritzchen, der dafür bekannt ist, selten etwas Gehaltvolles beizutragen, und meistens Flausen und Frechheiten im Kopf hat. Augenrollend sagt Frau Reuters, ohne eine ernsthafte Antwort zu erwarten: "Ja, Fritzchen? Du hast aufgezeigt. Möchtest du mir verraten, was sieben mal sieben ergibt?" Fritzchen erhebt sich und sagt, die gesamte Aufmerksamkeit seiner Mitschüler und Mitschülerinnen auf sich ziehend: "Na, das ist doch ganz klar, Frau Lehrerin, was sieben mal sieben ergibt: ganz feinen Sand!"

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Tünnes und Schäl verdienen sich im Sommer etwas als Erntehelfer dazu. Gerade sind sie damit beschäftigt, verschiedene Beeren zu ernten, indem sie diese behutsam von diversen Sträuchern pflücken. Dabei lassen sie es sich nehmen, hin und wieder von ihrer saftigen Ausbeute zu naschen. Nachdem sie bereits mehrere Körbe und Eimer mit dem saftigen Obst gefüllt haben, hält Tünnes inne, dreht seinen Kopf in Richtung seines Kollegen und Freundes und spricht: "Du, Schäl, isch han ma ne Fraache." Darauf erwidert Schäl, der seinen Partner verstanden hat: "Jo klor, wenn de nä Fraach hättst, mosse fraache." Tünnes fragt: "Saach ens, Schäl: Han Bromele [Brombeeren] Beine?" Schäl ist perplex: "Wie, wat, han Bromele Bein? Bisse jeck?" Darauf Tünnes: "Nää, saach, Schäl, han Bromele Beine?" Darauf Schäl: "Nää, Tünnes, Bromele han kein Bein!" Darauf Tünnes: "Dann han isch ein Padsdeer [Mistkäfer] gegessen!"

Mittwoch, 4. Februar 2026

Throwback Wednesday: Hugo

Neulich mussten in der Redaktion, in der ich arbeite, zwei Ü40-Männer, darunter ich, einer (Weit-)U40-Kollegin das Phänomen "Hugo" erklären. Wer in der Mitte der Neunziger Kind oder jugendlich war, kam an "Hugo" nicht vorbei. Auf Kabel 1 bzw. Kabelkanal, wie es damals noch hieß, lief jeden Nachmittag der Woche, zur besten After-school-Sendezeit, der dänische Import "Die Hugo Show", eine interaktive Spielshow, bei der die Anrufenden einen virtuellen Kobold namens Hugo durch verschiedene Areale steuerten, und zwar mit den Tasten ihres Telefons, eine bis heute nur mit Magie zu erklärende Technik: Bei Druck auf die 4 hüpfte, glitt oder strafete Hugo nach links, mit der 8 sprang er oder bewegte sich das Objekt, auf dem er stand, nach oben, und so weiter. Erreichte man das Ziel, winkten attraktive Preise. Ich konnte das nie selbst ausprobieren, denn durchzukommen war praktisch unmöglich. (Empörenderweise versuchten auch immer wieder Erwachsene ihr Glück!)

Zu den bekannteren Moderatorinnen der Sendung gehörten Sonja Zietlow und Minh-Kai Phan-Thi. Live gesehen habe ich allerdings das Duo Judith Hildebrandt und Guido Kellermann, und zwar exakt heute vor 30 Jahren. In der ersten Hälfte des Jahres 1996 gab es nämlich ein sonntägliches Live-Special mit dem Namen "Die Super-Hugo-Show", und die dritte der insgesamt 22 Stationen war Altenberg im Erzgebirge, wo gerade gleichzeitig die Rennrodel-WM stattfand. Mein Bruder und ich überredeten unsere Eltern, mit uns dorthin zu fahren. Meine Erinnerungen sind blass, und die eben genannten Details verdanke ich allein dem virtuellen Gedächtnis der Seite fernsehserien.de, ich weiß aber noch, dass zu Fuße eines schneebedeckten Hanges (womöglich hatten wir die Gelegenheit sogar genutzt und einen Schlitten mitgenommen) eine Bühne mit riesiger Leinwand aufgebaut war, vor der sich Tausende Kinder darum balgten, live on stage "Hugo" zocken zu dürfen.

Meine eigene diesbezügliche Erfahrung beschränkte sich darauf, dass ich vier der TV-Spiele auf dem PC "erleben" durfte, denn die konnte man auf CD-Rom kaufen. Knapp 100 Mark hat mich dieser Spaß gekostet, und als ich kurz darauf in der GameStar den Test zu "Hugo" las, in dem das Minigame-Quartett mit einer Wertung im niedrigen zweistelligen Bereich abgewatscht wurde, dachte ich: Ja, stimmt eigentlich. Das mutmaßliche Fernsehen der Zukunft, es war auf dem Rechner einfach nicht dasselbe.

Dienstag, 3. Februar 2026

Neuer Monat, neuer Header

Jawoll, ich finde, nach gut zehn Jahren hat das alte Headerbild ausgedient, zumal mich das Foto in letzter Zeit etwas wehmütig gemacht hat, entstand es doch 2015 im damals unumkämpften, ja kaum beachteten Grönland.


Und der Eisberg darauf ist bestimmt längst geschmolzen. :(

Leser/-innen der ersten Stunde oder zumindest solche, die 2014 schon "dabei" waren, erinnern sich womöglich noch an dieses, eine Fernstraße in Mexiko zeigendes Headerbild ...


... welches seinerseits eine verbesserte Version hiervon war:


Nach Asphalt, Wasser und Eis nun also Sand, Gischt und Fels, aufgenommen in Portugal. Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich mich daran sattgesehen habe. Im Moment gefällt's mir sehr, obwohl/weil es im Gegensatz zu den Vorgängern weniger strahlend, weniger blaugesättigt, aber dennoch lebendig und kräftig ist.

Sonntag, 1. Februar 2026

Serientagebuch 01/26

01.01. Der junge Inspektor Morse 6.04
02.01. Boss 2.03
03.01. Sneaky Pete 3.08
05.01. The Simpsons 37.12
06.01. Boss 2.04
07.01. Sneaky Pete 3.09
09.01. Boss 2.05
10.01. The Simpsons 37.13
Lost 2.16 (RW)
Lost 2.17 (RW)
13.01. Sneaky Pete 3.10
16.01. Boss 2.06
17.01. The Paper 1.09
The Paper 1.10
18.01. Get a Life 1.01
22.01. Get a Life 1.02
A Knight of the Seven Kingdoms 1.01
23.01. Boss 2.07
Get a Life 1.03
24.01. Lost 2.18 (RW)
25.01. Boss 2.08
27.01. A Knight of the Seven Kingdoms 1.02
28.01. Get a Life 1.04
29.01. Get a Life 1.05
30.01. Boss 2.09
31.01. Lost 2.19 (RW)
Get a Life 1.06

In der sechsten Staffel erreicht Der junge Inspektor Morse wieder das Niveau der Staffeln 2 und 3. Großartige Einzelfälle und ein packender season arc, der auf befriedigende Weise vertraute Strukturen wiederherstellt, ergeben sechs Stunden superber Fernsehunterhaltung (also drei weniger als in der vorangegangenen Season, was aber keinen Minuspunkt darstellt). Dass die Folge "Apollo" mit 7,9 imdb-Punkten die am niedrigsten bewertete ist, spricht für sich; und selbst diesen Fall, der sich um Raumfahrt, Puppenspiel und Swingerpartys dreht, fand ich auf irre Weise einnehmend.

Im Vergleich zur vorherigen Staffel 2 ist die dritte und finale Staffel von Sneaky Pete nicht ganz so mitreißend, die Situationen, in die der titelgebende Gauner gerät und aus denen er sich mit Chuzpe und Einfallsreichtum herauswieselt, sind weniger dramatisch. Der Mangel an atemlosen Heist- und Spontanbetrugsszenen wird ausgeglichen durch eine feinere Ausarbeitung der Figuren. Dass der Wechsel zwischen Komik und Ernst nicht immer smooth verläuft: geschenkt. Dieser (Anti-)Heldenreise folgt man gern bis zum – angenehm runden – Schluss.

The Paper, die zehnteilige Peacock/NBC-Workplace-Comedy von Michael Koman ("Late Night with Conan O'Brien") und Greg Daniels, muss sich natürlich an ihrem spirituellen und im selben Universum angesiedelten Vorgänger "The Office" (US) messen lassen. Doch das ist unfair, denn betrachtet man die Zeitungs-Mockumentary als für sich stehend, macht sie sehr viel Spaß. Eine Kollegin von mir, die "The Paper" gar vorzeitig abgebrochen hat, bekrittelte die Harmonie zwischen den ihrer Meinung nach langweiligen Charakteren. Och. Für mich persönlich muss es nicht immer konfliktreich und asozial zugehen, und farblos sind die Protagonisten keineswegs. Man könnte sich höchstens daran stören, dass sie anders als in der Mutterserie von Anfang an ausdefiniert sind: Jede und jeder hat einen eigenen quirk, eine sofort erkennbare und leicht zu benennende Eigenheit.
Ich finde den Cast super, die Entwicklungen am Ende vielversprechend, und ich heiße es gut, dass etliche an "The Office" kreativ beteiligt Gewesenen bei "The Paper" mitmischen.