Es soll ja Leute geben, die mir nicht auf Instagram folgen. Auch diese haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ich neulich indischen Frischkäse herstellte, um daraus Panir Makhani zu machen. Mjamm. Aber halt! Es soll nicht immer nur um Lebensmittel gehen, weswegen ich lieber den holprigen Weg nachzeichne, der zum (letztlich glücklichen) Ausgang dieses Kochexperiments führte.
Am Vorabend der Käse-Session war ich noch mit Kollegen/Freunden essen. Ich hatte angekündigt, höchstens bis 21 Uhr bleiben zu können, da mein Rewe-Markt, in dem ich die restlichen Zutaten zu besorgen gedachte, nur bis 22 Uhr geöffnet ist. Wie zu erwarten, wurde ich überredet, doch noch "auf ein Bierchen" zu bleiben. So wurde es dann nach zehn, und ich musste auf den – weiter weg gelegenen – Rewe, der bis Mitternacht auf hat, ausweichen. Dort dann die große Enttäuschung: Es gab keine laktosefreie Frischmilch mehr! Zwar kehrte ich nicht mit leeren Händen heim, doch war ein weiterer Rewe-Besuch am kommenden Morgen unumgänglich. Ich also direkt vor Arbeitsbeginn zu meiner Filiale, Milch holen, bei der Gelegenheit Pfand wegbringen und ... nicht wie geplant ins Büro, sondern zurück nach Hause, denn ich hatte den zur Gerinnung des Panirs einzusetzenden Zitronensaft vergessen. Wieso ich den mit ins Büro nehmen musste? Nun, ich hatte diesen Arbeitsschritt dorthin verlegt, damit der Käse fertig sein würde, wenn ich am Abend das vollständige Gericht zaubere. Genau dafür benötigte ich außerdem noch Ghee (konsequenterweise müsste ich statt der englischen Transliteration ghī schreiben). Dass ich dieses nicht in einem gewöhnlichen Supermarkt finden würde, war mir klar, weshalb ich für den Nachmittag einen zusätzlichen Trip zu einem in der Nähe befindlichen indischen Spezialitätenshop terminiert hatte. Diesen Weg wollte ich ferner mit dem Zurückbringen zweier Medien in die Stadtteilbibliothek verbinden. Folgendes muss man noch wissen: Ich hatte nach dem Rewe-Besuch nur mehr ca. 6,30 Euro in bar bei mir; ungewöhnlicherweise hatte ich dort nicht mit Karte bezahlt. Außerdem hatte ich vergessen, an der Kasse den Pfandbon in Höhe von 42 Cent vorzulegen. Meine Nachmittagstour sollte nun jedenfalls so ablaufen: Bibliothek, Ghee kaufen, Geld abheben; denn dass der kleine Indienladen keine Kartenzahlung akzeptiert, wusste ich, aber mein verbliebenes Bargeld sollte ja wohl für eine Packung Butterschmalz ausreichen. Von wegen! Die 500 Gramm-Dose kostete sage und schreibe 6,70 Euro – mithin fehlte mir genau jener Betrag, den ich mir aus Verpeiltheitsgründen nicht im Rewe hatte auszahlen lassen! Also: erst zur Volksbank, dann wieder zum Ghee-Händler, dann ins Büro zurück. Ächz. Und der Zwischenstopp in der Bibliothek? Der war komplett sinnlos, denn die Bibliothek musste an jenem Tag wegen eines Heizungsausfalls geschlossen bleiben.
Konkret kochbezogen waren mir auch noch zwei Pännchen/Irrtümchen unterlaufen, die sich allerdings als unerheblich herausstellten: Für Panir verwendet man idealerweise erstens frisch gepressten Zitronensaft (ich hatte welchen in der Flasche besorgt), zweitens Frischmilch mit höherem Fettgehalt (es gab nur welche mit 1,5 %). Auch wenn es lediglich minor setbacks waren, die ich innerhalb dieser 24 Stunden zu erleiden hatte, nervten sie in der Summe doch recht arg. Naja, ich tröstete mich damit, dass das Endergebnis einigermaßen schmackofatz ausfiel und ich so wenigstens ein bisschen Bewegung hatte.
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Dienstag, 14. Januar 2020
Freitag, 23. November 2018
Da muss ich mich jetzt durchbeißen ...
Bei meiner letzten Mymuesli-Bestellung habe ich daneben gegriffen. Die Kombination Dinkel-Quinoa-Crunch, Aprikosen, gehobelte Tigernüsse und gepufftes Amaranth fällt leider allzu flockig-trocken-kleiig aus. Allenfalls eine zusätzliche Frucht- oder Schoko-Komponente hätte es retten können. Dies sei allen ins Stammbuch geschrieben, die beim nächsten Online-Müsli-Mixen auf denselben Gedanken kommen, was nicht abwegig ist, denn ich habe diesmal keine Einzigartigkeits-Benachrichtigung erhalten, was bedeutet, dass mindestens eine Person vor mir exakt diese Kombo ausgewählt hat.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Ich habe neben erwähntem Produkt obendrein und gratis acht Portionsdosen mit unterschiedlichen Sorten erhalten; das war ein Bonusangebot für Bestellungen von über 20 Euro (die ich erreicht habe, indem ich noch zwei weihnachtliche Porridges geordert habe)!
Nicht nur die Misch-Ideen, auch die "lustigen" Namen gehen mir allmählich aus.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Ich habe neben erwähntem Produkt obendrein und gratis acht Portionsdosen mit unterschiedlichen Sorten erhalten; das war ein Bonusangebot für Bestellungen von über 20 Euro (die ich erreicht habe, indem ich noch zwei weihnachtliche Porridges geordert habe)!
Dienstag, 9. Januar 2018
Nervenkitzel Produktbegutachtung?
Bevor ich Shampoo, Duschgel, Weichspüler etc. kaufe, lasse ich es mir nicht nehmen, das ins Auge gefasste Produkt noch im Laden zu öffnen, einerseits um eine Riechprobe zu nehmen, andererseits – im Falle von Waschmittel (seit dem Waschmittelflaschenvorfall) – um zu überprüfen, ob sich die Flasche überhaupt öffnen lässt. Ich habe dabei bisher stets ein leicht schlechtes Gewissen gehabt und diese Schnelltests nur in unbeobachteten Momenten durchgeführt. In der Online-Community "Kleiderkreisel" wurde diese delikate Angelegenheit ausgiebig diskutiert. Die Meinungen gehen weit auseinander, von "find ich ätzend und wenn ich es beobachte unterbinde ich das auch immer" über "Mal dran schnuppern ist ok, aber Versiegelung öffenen oder es gar benutzen geht gar nicht!!" bis "Das mach ich auch... bevor man etwas kauft, das nach Vanillepudding riecht". Die überwiegende Intuition scheint aber meiner zu entsprechen: dass Duftschwaden aus Behältnissen zu pressen noch vertretbar ist, in Niveadosen rumzurühren indes "meeeegaeklig".
Was tatsächlich akzeptabel ist, erfuhr ich neulich in einem Stern-Bericht über die Kette dm. "Wer möchte, soll so ausgiebig wie ungeniert Shampoos aus Tuben drücken, Finger in Cremetöpfe tauchen oder Teststifte auf Lippen schmieren. Langmut gehört zum Geschäftsmodell", heißt es darin. Mit dem Segen von Drogeriechef Götz Werner dürfen wir uns also benehmen wie die Schweine. Mysophobe sollten besser ausschließlich Waren von ganz hinten aus den Regalen nehmen.
Was tatsächlich akzeptabel ist, erfuhr ich neulich in einem Stern-Bericht über die Kette dm. "Wer möchte, soll so ausgiebig wie ungeniert Shampoos aus Tuben drücken, Finger in Cremetöpfe tauchen oder Teststifte auf Lippen schmieren. Langmut gehört zum Geschäftsmodell", heißt es darin. Mit dem Segen von Drogeriechef Götz Werner dürfen wir uns also benehmen wie die Schweine. Mysophobe sollten besser ausschließlich Waren von ganz hinten aus den Regalen nehmen.
Mittwoch, 27. Dezember 2017
Hasst du Töne?
Höhere Mächte verhindern derzeit, dass Musik und ich zusammenkommen. Erstens: Einmal im Jahr raffe ich mich dazu auf, mich vor mein Keyboard zu setzen, da funktioniert das Netzteil nicht mehr. Zwotens: Ich ringe mich endlich dazu durch, mich bei einem Musik-Streamingdienst anzumelden, wenig später ist die Kopfhörerbuchse meines Smartphones kaputt – ein Defekt, der es nicht rechtfertigt, mir schon wieder ein neues Telefon zu kaufen, aber ärgerlich genug ist, um die Streamingdienst-Mitgliedschaft zu überdenken.
Donnerstag, 14. September 2017
"Das hätten Sie heute schauen können"
Jeden Samstag landet zusammen mit etlichen Werbeprospekten ein spartanisches TV-Magazin in meinem Briefkasten. Es heißt "Einkauf aktuell" und hat auf dem Titel meist eine ganzseitige Anzeige für Mittelchen gegen Altersleiden (diesmal: Erektionsstörungen und "mysteriöse Nervenschmerzen"). Die Fernsehwoche beginnt immer mit dem Tag, an dem das Heftchen ausgeliefert wird. Und hier liegt die Crux: Was nützt es mir, zu wissen, was beispielsweise am Samstag um 6 Uhr 15 auf RTL läuft beziehungsweise gelaufen ist ("Verdachtsfälle", direkt im Anschluss an "Betrugsfälle"), wenn ich die Programmübersicht erst an nämlichem Samstag gegen Mittag (da kommt nämlich die Post) in die Hände kriege? Die Verantwortlichen könnten ja so clever sein, die TV-Woche am Sonntag beginnen zu lassen, aber nein, das wäre ja ein Traditionsbruch sondergleichen!
Mittwoch, 5. April 2017
Cheese statt schieß
Wer kennt es nicht? Ein feines Pastamahl ist zu Ende gegangen, die Nudeln und die Soße sind alle-alle, doch mehrere Gramm Pulverparmesan, geriebener Emmentaler oder anderer Käse im streufähigen Zustand sind übrig geblieben. Was tun? Ganz einfach: Man erhitze etwas Öl in einer Pfanne und gebe den Käserieb ebendort hinein, bis er zu einem annähernd quadratischen oder runden Fladen zusammengemorpht ist. Diesen lasse man aushärten und abkühlen, und schon hat man eine frische Scheibe "Schnitt"käse, nutzbar als Brotbelag und was noch. DIE KÖSTLICHKEIT BLEIBT ERHALTEN. Das ist, als ob man aus Semmelbröseln eine intakte Semmel zauberte. Was der Weltkriegsgeneration das Einschmelzen von Altmetall zum Zwecke der Munitionsherstellung war, möge uns das Käserecycling sein! Verbreitet diesen Trick, cc an:
Dienstag, 20. September 2016
Der große Pfirsichschwindel
Gestern stolperte ich im örtlichen Tegut-Markt über ein verlockendes Angebot: "Tellerpfirsiche 2x 500g für 1,- €". 'Unschlagbar', pfiff ich innerlich, 'doch ein ganzes Kilogramm Plattpfirsiche ist zu viel für eine Person. Ehe ich mich versehe, ist ein Drittel davon vergammelt!' Aber selbst ein einzelner 500g-Pack für weniger als einen Euro ist mitnehmenswert, so meine weitere Denke. Ich brachte also eine Halbkilopackung des sommerlichen Obstes zur Kasse und war sehr gespannt, wie viel ich wohl gespart hätte, wenn ich auf das Nimm-zwei-Angebot eingegangen wäre. Ich schätzte, für die einzelnen 500 Gramm würde ich 60 Cent zahlen. Als die Kassiererin jedoch den Einzelpreis eintippte, kam der absolute Oberschock: 49 Cent!!! MAN HÄTTE MIT DEM DOPPELDEAL SOGAR ZWEI CENT MINUS GEMACHT! Umso froher war ich über meine Entscheidung. Wieder einmal hatte ich mich nicht von Schnäppchengeilheit, sondern von reiner Vernunft leiten lassen. :)
Donnerstag, 14. Juli 2016
Herzliches bei Leid. Eine Gewissensfrage
Gestern lief im ZDF wieder "Aktenzeichen XY ungelöst". Es ist dies eine der wenigen Sendungen im Fernsehen, die ich mir regelmäßig ansehe. Nicht selten esse ich beim Schauen Abendbrot, konsumiere also Dinge, die mir schmecken, und mache es mir dabei gemütlich. Darf ich das? Darf ich während einer Sendung, die nicht in erster Linie der Unterhaltung dient, Chips knabbern und Bier saufen? Darf man genießen, wenn es um etwas tendenziell sehr Ernstes geht? Verwandte Frage: "Was sind das nur für Menschen, die zur Filmmusik von 'Schindlers Liste' Boogie-Woogie tanzen?" (Goldt/Lenz in Titanic 4/94). (Haben Kinobesucher, die sich diesen Film damals ansahen, Popcorn mit in den Saal genommen?)
Schwierig, so schwierig, das alles! Aber wem ist denn geholfen, wenn man immer nur sauertöpfisch und leidend vor dem Bewegtbildmedium sitzt?
Schwierig, so schwierig, das alles! Aber wem ist denn geholfen, wenn man immer nur sauertöpfisch und leidend vor dem Bewegtbildmedium sitzt?
Dienstag, 5. Juli 2016
The Biryani Incident
Möglicherweise ist euch, liebe Leserinnen und Leser, schon aufgefallen, dass ich nicht ungern übers Essen schreibe, und möglicherweise erinnert ihr euch an meine konstante Unentschiedenheit bezüglich der Frage, ob ich die indische oder die thailändische Küche für die beste der Welt halten soll. Jedenfalls: Momentan hat die Thaiküche die Nase vorn.
Hintergrund: Am Sonntag hatte ich nichts im Hause, was mir als Abendbrot hätte dienen können, weshalb ich bei einem von mir sehr geschätzten Imbisshaus telefonisch etwas bestellte, das ich später abholen würde. In der Vergangenheit hatte ich schon fast alle Gerichte aus der Sektion "Indisch" (mit großer Befriedigung) probiert, allein um die Biryanis hatte ich einen Bogen gemacht, halte ich diese doch für die langweiligsten kulinarischen Hervorbringungen des Indischen Subkontinents. Nun aber war mein Blick doch auf jenen Teil der Speisekarte gefallen, und beim Lesen der Nummer 174 – "Basmatireis mit Gemüse, Mandeln, Cashewkernen, Rosinen, Sauce" – dachte ich: 'Ach, yolo!' Ich rief an, orderte und holte das Gericht wenig später ab. Daheim war die Enttäuschung größer als mein Hunger. Nicht nur fehlte die versprochene Soße, welche die fade Reispfanne weitaus weniger trocken gemacht hätte, sie beinhaltete obendrein: Zwiebeln! "Tja, in indischen Mahlzeiten finden sich halt manchmal Zwiebeln, du Eumel!", mögt ihr jetzt rufen. Dazu will ich anmerken: Bei allen anderen Speisen dieses Hauses, in denen Zwiebeln vorkommen, ist dies ausdrücklich vermerkt. Bei Nr. 174 aber eben nicht!
Trotzdem gebe ich zu, dass es eine Dummheit war, nicht extra nachgefragt zu haben. Immer wieder tappe ich in diese Falle, wo ich es doch langsam besser wissen sollte! Erst neulich hatte ich in einem Hotel an der Omelette-Bar frohen Mutes ein "Gemüseomelette" in Auftrag gegeben, nur um es dann an einen Mitreisenden zu verfüttern, weil unter "Gemüse" leider auch Zwiebeln verstanden worden waren. Und vor wenigen Monaten war ich so töricht, nicht davon auszugehen, dass in der Vorstellung mancher Küchenchefs Zwiebeln ein essentieller Bestandteil überbackener Nachos sind ... Zurück zum Biryani. Des Zwiebelpickens war ich alsbald überdrüssig, der Reis war erkaltelt und leichter Brechreiz setzte ein; die Hälfte des Mahls musste leider im Abfalleimer landen. Da wurde mir klar: Anders als in der indischen Küche gibt es in der thailändischen nichts wirklich Schlechtes – zumindest ist es mir noch nicht untergekommen.
Hintergrund: Am Sonntag hatte ich nichts im Hause, was mir als Abendbrot hätte dienen können, weshalb ich bei einem von mir sehr geschätzten Imbisshaus telefonisch etwas bestellte, das ich später abholen würde. In der Vergangenheit hatte ich schon fast alle Gerichte aus der Sektion "Indisch" (mit großer Befriedigung) probiert, allein um die Biryanis hatte ich einen Bogen gemacht, halte ich diese doch für die langweiligsten kulinarischen Hervorbringungen des Indischen Subkontinents. Nun aber war mein Blick doch auf jenen Teil der Speisekarte gefallen, und beim Lesen der Nummer 174 – "Basmatireis mit Gemüse, Mandeln, Cashewkernen, Rosinen, Sauce" – dachte ich: 'Ach, yolo!' Ich rief an, orderte und holte das Gericht wenig später ab. Daheim war die Enttäuschung größer als mein Hunger. Nicht nur fehlte die versprochene Soße, welche die fade Reispfanne weitaus weniger trocken gemacht hätte, sie beinhaltete obendrein: Zwiebeln! "Tja, in indischen Mahlzeiten finden sich halt manchmal Zwiebeln, du Eumel!", mögt ihr jetzt rufen. Dazu will ich anmerken: Bei allen anderen Speisen dieses Hauses, in denen Zwiebeln vorkommen, ist dies ausdrücklich vermerkt. Bei Nr. 174 aber eben nicht!
Trotzdem gebe ich zu, dass es eine Dummheit war, nicht extra nachgefragt zu haben. Immer wieder tappe ich in diese Falle, wo ich es doch langsam besser wissen sollte! Erst neulich hatte ich in einem Hotel an der Omelette-Bar frohen Mutes ein "Gemüseomelette" in Auftrag gegeben, nur um es dann an einen Mitreisenden zu verfüttern, weil unter "Gemüse" leider auch Zwiebeln verstanden worden waren. Und vor wenigen Monaten war ich so töricht, nicht davon auszugehen, dass in der Vorstellung mancher Küchenchefs Zwiebeln ein essentieller Bestandteil überbackener Nachos sind ... Zurück zum Biryani. Des Zwiebelpickens war ich alsbald überdrüssig, der Reis war erkaltelt und leichter Brechreiz setzte ein; die Hälfte des Mahls musste leider im Abfalleimer landen. Da wurde mir klar: Anders als in der indischen Küche gibt es in der thailändischen nichts wirklich Schlechtes – zumindest ist es mir noch nicht untergekommen.
Dienstag, 26. Januar 2016
A steaming pile of shame
Ich habe einen neuen Ausdruck aus der Gamerszene gelernt: "pile of shame", also "Haufen der Schande" oder "Stapel der Scham". Gemeint ist damit die Gesamtheit aller Spiele auf Steam, die man über die Jahre hinweg – in zahllosen Winter-, Summer- und sonstigen Sales – erworben, aber noch nicht zu Ende gespielt hat. Ich hatte bisher schamhaft angenommen, ich stehe allein mit dieser den Selbsthass befeuernden Marotte da, doch offenbar ist das digitale Horten "a thing". Es ist halt unglaublich verlockend und genial unkompliziert, sich eine wie der süße Brei aus dem Märchen aufquellende Sammlung toller Spiele anzulegen: Sie nehmen keinen physischen Platz weg, ja nicht einmal Festplattenspeicher (man downloadet und installiert nicht automatisch nach dem Kauf, sondern bei Bedarf), und überhaupt: Was man hat, das hat man!
Es gibt ein kleines Online-Tool, das einem anzeigt, wie viel Zeit das Durchspielen der eigenen Steam-Bibliothek aktuell in Anspruch nehmen würde. Bei mir sind es 2 Tage und 16 Minuten. Ich finde, das ist noch im Rahmen. Ich müsste mir eine Woche freinehmen, von früh bis abends zocken und hätte dabei immer noch genug Stunden für ausreichend Schlaf und andere Aktivitäten übrig. Dann wäre klar schiff gemacht! Naja, mühsam nährt sich das Eichhorn. Immerhin bin ich jetzt fast mit "Life is Strange" fertig. (Fazit: Noch nie hat mich ein Adventure soooo mitgerissen.)
Es gibt ein kleines Online-Tool, das einem anzeigt, wie viel Zeit das Durchspielen der eigenen Steam-Bibliothek aktuell in Anspruch nehmen würde. Bei mir sind es 2 Tage und 16 Minuten. Ich finde, das ist noch im Rahmen. Ich müsste mir eine Woche freinehmen, von früh bis abends zocken und hätte dabei immer noch genug Stunden für ausreichend Schlaf und andere Aktivitäten übrig. Dann wäre klar schiff gemacht! Naja, mühsam nährt sich das Eichhorn. Immerhin bin ich jetzt fast mit "Life is Strange" fertig. (Fazit: Noch nie hat mich ein Adventure soooo mitgerissen.)
Sonntag, 25. Oktober 2015
Spaß mit der Zeitumstellung
Gestern bin ich extra ein bisschen länger aufgeblieben, um heute länger zu schlafen und an den kommenden Arbeitstagen nicht sinnlos zeitig aufzuwachen und zu -stehen. Heute früh wache ich also auf, schaue hoffnungsfroh auf mein Handy und lese: 8 Uhr 15. 'Fuck!', denke ich. 'Das heißt, es ist erst viertel nach sieben. Wenn ich mich jetzt aus dem Bett quäle, dreht meine innere Uhr völlig durch.' Ich muss also unbedingt wieder einschlafen, was mir erstaunlicherweise gelingt! Nach einer angenehmen Tiefschlafphase mit (harmlosen) Busverpassenstraumsequenzen werde ich schließlich endgültig wach. Ich sehe aufs Handy: 10 Uhr 57. Perfekt! Es ist folglich kurz vor zehn, und das wäre auch morgen eine akzeptable Aufstehzeit. Ich schlurfe ins Wohnzimmer, und mich trifft der Schlag: Wanduhr und Thermostat zeigen 11 Uhr 57 an! Mein smartes Phone hat sich in der Nacht automatisch auf Winterzeit umgestellt; 8 Uhr 15 war's somit wirklich 8 Uhr 15. Da hätte ich durchaus aufstehen können. Jetzt ist es 12:08, ich sitze im Bademantel kaffeetrinkend vor dem Notebook und freue mich schon darauf, mir morgen den Wecker stellen zu dürfen.
Samstag, 13. Juni 2015
Diese Woche nicht im SZ-Magazin
GEWISSENSFRAGE an DR. DR. RAINER ERLINGER
»Ich habe kürzlich Margarine der Marke Deli Reform gekauft, und zwar – wie ich erst zu Hause feststellte – in einem "555g-Treue-Becher", auf dessen Deckel "Danke für Ihre Treue!" geschrieben steht. Nun ist es allerdings so, dass ich keinesfalls regelmäßig oder ausschließlich, schon gar nicht bewusst, zu Deli Reform greife. Ich bediene mich in fröhlicher Abwechslung bei Rama, Lätta, Becel und was es an Margarinemarken noch so gibt; von einer besonderen "Treue" Deli Reform gegenüber, für die das Unternehmen mich als Kunden belohnen müsste, kann also absolut keine Rede sein.
Hätte ich diesen "Treue-Becher" überhaupt kaufen dürfen? Soll ich die zusätzlichen 55 Gramm übrig lassen? Oder wäre das wiederum Lebensmittelverschwendung?«
»Ich habe kürzlich Margarine der Marke Deli Reform gekauft, und zwar – wie ich erst zu Hause feststellte – in einem "555g-Treue-Becher", auf dessen Deckel "Danke für Ihre Treue!" geschrieben steht. Nun ist es allerdings so, dass ich keinesfalls regelmäßig oder ausschließlich, schon gar nicht bewusst, zu Deli Reform greife. Ich bediene mich in fröhlicher Abwechslung bei Rama, Lätta, Becel und was es an Margarinemarken noch so gibt; von einer besonderen "Treue" Deli Reform gegenüber, für die das Unternehmen mich als Kunden belohnen müsste, kann also absolut keine Rede sein.
Hätte ich diesen "Treue-Becher" überhaupt kaufen dürfen? Soll ich die zusätzlichen 55 Gramm übrig lassen? Oder wäre das wiederum Lebensmittelverschwendung?«
TORSTEN G., FRANKFURT
Montag, 6. April 2015
Die Gewissensfrage – vertretungsweise beantwortet
Ich könnte meine Ausführungen jetzt wie gewohnt mit humanistischer Bildungshuberei einleiten, vielleicht mit einem Gleichnis von Äsop oder einer Sentenz von Terenz. Stattdessen möchte ich Ihre Frage mit der einen oder anderen Gegenfrage kontern: Haben Sie eigentlich noch alle Kaffeetassen im Schrank? Haben Sie den Fairstand fairloren? Haben Sie in Ihrer weißen, urbanen Arschlochbürgerlichkeit auch nur die leiseste Ahnung, was eine Gewissensfrage ist? Haben Sie mal "Sophies Entscheidung" gesehen? Was treibt einen Menschen an, so eine kreuzdumme Kackfrage nicht nur zu denken, sondern auch noch schriftlich auszuformulieren und an ein Wochenmagazin zu schicken? Was nur, was? Ich hoffe, Sie und Ihre Freundin ersticken an der nächsten Tasse Kaffee – fair oder unfair gehandelt –; ich wünsche mir, Sie werden nach dem Supermarkteinkauf von Ihrem schwer beladenen Einkaufswagen überrollt; ich drücke die Daumen, dass recht bald ein Komet auf die Erde einschlägt und zuallererst genau Ihre infam unnützen Hohlschädel zermatscht. Ich bete, dass Sie beide, Ihre Familien, Ihre Haustiere, Ihre-- nein. Es ist die Anstrengung nicht wert. Leben Sie wohl.
Dr. "Dr." Torsten Erlinger
Freitag, 6. März 2015
Notizen aus meinem (spannenden!) Leben
Als ich heute Mittag in der Metzgerei (!) Waibel "einmal Pflaumenknödel mit Zucker und Zimt, Vanillesoße und zerlassener Butter zum Mitnehmen" bestellte, sagte der Kassierer lautstark und belustigt: "Pflaumenknödel! Muss auch mal sein, gell? Warum nicht mal Pflaumenknödel essen, kann man doch machen, hehe!"
Was Originelleres als "Ganz genau!" fiel mir darauf nicht ein.
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Ich hasse es, wenn Rezepte mit der Aufforderung beginnen, den Backofen vorzuheizen. Zum Beispiel dieses hier: "Den Backofen auf 180° C vorheizen. Die Gerste waschen, in sprudelndem Wasser 40 Minuten kochen und in einem Sieb abgießen." Es folgen u.a. noch die Arbeitsschritte: Mangold waschen, Mangold würfeln, Champignons schneiden, Knoblauch schälen, Öl erhitzen, Muskat reiben ... Ehe das Gericht so weit ist, in den Ofen geschoben zu werden, ist jener schon mindestens eine Stunde am Bollern! Was für ein Energie-Irrsinn! Nichts gegen Vorheizen, aber doch nicht sooo lange vorher. "Sie wollen morgen Plätzchen backen? Dann heizen Sie den Backofen auf 220° vor und legen Sie sich erst mal ins Bett. Gute Nacht!"
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Beim Programmieren von Videospielen die – wenn vorgesehenen – verschiedenen Anforderungsstufen feinzustimmen, scheint ein äußerst schwieriges Unterfangen zu sein. Ich spiele zurzeit "Dragon Age" auf der Xbox 360. Ein hervorragendes Rollenspiel, nur leiderleider ist der Schwierigkeitsgrad "normal" deutlich zu schwer, der Schwierigkeitsgrad "einfach" hingegen zu einfach. Seufz.
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Über zwei Namen prominenter Geistesmenschen stolpere ich immer und immer wieder: "Siri Hustvedt" möchte ich stets als "Siri Huvstedt" lesen und sprechen, und den Künstlernamen "Le Corbusier" verlängert mein Gehirn zuverlässig um eine Silbe, indem es "Le Corboisier" daraus macht. Letzteres rollt halt viel geschmeidiger von meiner Zunge; vermutlich ist es einfach von dem Namen Lavoisier beeinflusst.
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Leserinnen und Leser, die mich nur als Autor dieses Blogs kennen, könnten angesichts der unzähligen Texte über Essen, insbesondere süßes, den Eindruck gewinnen, ich müsse unglaublich feist sein. Diesen Leuten möchte ich die Vorstellung von mir als Dickwanst nicht nehmen, weswegen ich diesbezügliche Gerüchte weder bestätige noch abstreite.
Was Originelleres als "Ganz genau!" fiel mir darauf nicht ein.
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Ich hasse es, wenn Rezepte mit der Aufforderung beginnen, den Backofen vorzuheizen. Zum Beispiel dieses hier: "Den Backofen auf 180° C vorheizen. Die Gerste waschen, in sprudelndem Wasser 40 Minuten kochen und in einem Sieb abgießen." Es folgen u.a. noch die Arbeitsschritte: Mangold waschen, Mangold würfeln, Champignons schneiden, Knoblauch schälen, Öl erhitzen, Muskat reiben ... Ehe das Gericht so weit ist, in den Ofen geschoben zu werden, ist jener schon mindestens eine Stunde am Bollern! Was für ein Energie-Irrsinn! Nichts gegen Vorheizen, aber doch nicht sooo lange vorher. "Sie wollen morgen Plätzchen backen? Dann heizen Sie den Backofen auf 220° vor und legen Sie sich erst mal ins Bett. Gute Nacht!"
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Beim Programmieren von Videospielen die – wenn vorgesehenen – verschiedenen Anforderungsstufen feinzustimmen, scheint ein äußerst schwieriges Unterfangen zu sein. Ich spiele zurzeit "Dragon Age" auf der Xbox 360. Ein hervorragendes Rollenspiel, nur leiderleider ist der Schwierigkeitsgrad "normal" deutlich zu schwer, der Schwierigkeitsgrad "einfach" hingegen zu einfach. Seufz.
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Über zwei Namen prominenter Geistesmenschen stolpere ich immer und immer wieder: "Siri Hustvedt" möchte ich stets als "Siri Huvstedt" lesen und sprechen, und den Künstlernamen "Le Corbusier" verlängert mein Gehirn zuverlässig um eine Silbe, indem es "Le Corboisier" daraus macht. Letzteres rollt halt viel geschmeidiger von meiner Zunge; vermutlich ist es einfach von dem Namen Lavoisier beeinflusst.
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Leserinnen und Leser, die mich nur als Autor dieses Blogs kennen, könnten angesichts der unzähligen Texte über Essen, insbesondere süßes, den Eindruck gewinnen, ich müsse unglaublich feist sein. Diesen Leuten möchte ich die Vorstellung von mir als Dickwanst nicht nehmen, weswegen ich diesbezügliche Gerüchte weder bestätige noch abstreite.
Dienstag, 3. März 2015
Die Diktatur der Akkus
Ist es Willkür, Fahrlässigkeit oder eine unergründliche finstere Macht, die das unterschiedliche Entladeverhalten technischer Geräte unter gleichen Umständen verursacht?
In der Nacht von Freitag auf Samstag hängte ich mein Mobiltelefon an die Steckdose, um es zu laden. Irgendwann, noch vor Sonnenaufgang, wachte ich ungewollt auf, sah, dass das Phone vollständig geladen war, und nahm es vom Netz. Dann schlief ich wieder ein. Als ich kurz vor 9 Uhr aufstand, hatte das Telefon nun aber nicht etwa 95% oder 99% Saft, sondern lediglich 79%! Ich lud es abermals auf, frühstückte, schnappte es mir und verbrachte die nächsten elf Stunden im Freien, weswegen das Telefon (angeschaltetes mobiles Netz, GPS) am Abend wieder fast komplett entpowert war. Also dasselbe Spiel: Bevor ich ins Bett ging, schloss ich das Telefon an die Stromzufuhr an, in der Nacht erwachte ich unfreiwillig, sah, dass es geladen war, zog das Ladekabel heraus. Das war in den frühen Morgenstunden des Sonntags. Jetzt – Dienstag, 13 Uhr 31 – steht die Akkuladung noch bei 36%!!! Warum? Was war in den vergangenen zwei Tagen anders als in der Nacht zum Samstag?
Was ganz Anderes, aber Ähnliches: Im Juli 2014 (nach circa fünf Jahren Nutzung, nach denen Haushaltsgeräte üblicherweise den Geist aufgeben) musste ich meine elektrische Zahnbürste entsorgen, weil der Akku nix mehr taugte. Ich kaufte mir eine Zahnbürste des Nachfolgemodells. Diese hat eine deutlich längere Betriebslaufzeit, verzichtet jetzt auf "Akku-fast-leer"-Pieptöne, benötigt aber auch gut und gerne 15 Stunden, um geladen zu werden. 15 Stunden sind natürlich mehr Zeit, als zwischen zwei Zahnputz-Sessions liegt. Darum besitze ich eine analoge Zweitbürste, die ich immer, wenn die E-Bürste am Stecker hängt, verwende.
In die Runde gefragt: Planen wir das Aufladen der launischen Akkus gemäß unserem Tagesrhythmus oder passen wir unseren Tagesrhythmus mittlerweile den Ladezuständen unserer technischen Paraphernalien an? Da mal drüber nachdenken.
In der Nacht von Freitag auf Samstag hängte ich mein Mobiltelefon an die Steckdose, um es zu laden. Irgendwann, noch vor Sonnenaufgang, wachte ich ungewollt auf, sah, dass das Phone vollständig geladen war, und nahm es vom Netz. Dann schlief ich wieder ein. Als ich kurz vor 9 Uhr aufstand, hatte das Telefon nun aber nicht etwa 95% oder 99% Saft, sondern lediglich 79%! Ich lud es abermals auf, frühstückte, schnappte es mir und verbrachte die nächsten elf Stunden im Freien, weswegen das Telefon (angeschaltetes mobiles Netz, GPS) am Abend wieder fast komplett entpowert war. Also dasselbe Spiel: Bevor ich ins Bett ging, schloss ich das Telefon an die Stromzufuhr an, in der Nacht erwachte ich unfreiwillig, sah, dass es geladen war, zog das Ladekabel heraus. Das war in den frühen Morgenstunden des Sonntags. Jetzt – Dienstag, 13 Uhr 31 – steht die Akkuladung noch bei 36%!!! Warum? Was war in den vergangenen zwei Tagen anders als in der Nacht zum Samstag?
Was ganz Anderes, aber Ähnliches: Im Juli 2014 (nach circa fünf Jahren Nutzung, nach denen Haushaltsgeräte üblicherweise den Geist aufgeben) musste ich meine elektrische Zahnbürste entsorgen, weil der Akku nix mehr taugte. Ich kaufte mir eine Zahnbürste des Nachfolgemodells. Diese hat eine deutlich längere Betriebslaufzeit, verzichtet jetzt auf "Akku-fast-leer"-Pieptöne, benötigt aber auch gut und gerne 15 Stunden, um geladen zu werden. 15 Stunden sind natürlich mehr Zeit, als zwischen zwei Zahnputz-Sessions liegt. Darum besitze ich eine analoge Zweitbürste, die ich immer, wenn die E-Bürste am Stecker hängt, verwende.
In die Runde gefragt: Planen wir das Aufladen der launischen Akkus gemäß unserem Tagesrhythmus oder passen wir unseren Tagesrhythmus mittlerweile den Ladezuständen unserer technischen Paraphernalien an? Da mal drüber nachdenken.
Donnerstag, 6. Februar 2014
Der Waschmittelflaschenvorfall
Gestern abend nach der Arbeit wollte ich noch eine Jacke waschen und kaufte mir zu diesem Behufe eine Flasche Flüssigwaschmittel (Abb.), denn es ist nicht ratsam, jene Jacke mit Pulver zu waschen.
Zu Hause angekommen, wollte ich die Flasche öffnen, doch ... es ging nicht. Und wenn ich schreibe "es ging nicht", meine ich nicht, dass der Deckel einfach nur besonders fest saß, sondern dass hier augenscheinlich ein Produktions-mishap vorlag, das zu einer generellen Unaufschraubbarkeit geführt hatte. Noch unter größter Kraftanstrengung und selbst unter Zuhilfenahme einer Schraubzwinge konnte ich das Behältnis nicht aufkriegen.
Nachdem ich mir beinahe die Finger wundgescheuert hatte, griff ich schließlich zu einem extrascharfen Küchenmesser und schnitt ein Loch in den Flaschenhals. So konnte ich das besagte Kleidungsoberteil wenigstens doch noch reinigen. (Beim Befüllen des Waschmaschinenschachtes gab's natürlich eine mittelschwere Sauerei.) Dann schmiss ich die Flasche in den Müll – mir doch egal.
Bei diesem nervenzehrenden "Erlebnis" fühlte ich mich glatt an die Teeei-Geschichte erinnert, weswegen ich es ebenfalls hier niederschreibe. Seufz.
Zu Hause angekommen, wollte ich die Flasche öffnen, doch ... es ging nicht. Und wenn ich schreibe "es ging nicht", meine ich nicht, dass der Deckel einfach nur besonders fest saß, sondern dass hier augenscheinlich ein Produktions-mishap vorlag, das zu einer generellen Unaufschraubbarkeit geführt hatte. Noch unter größter Kraftanstrengung und selbst unter Zuhilfenahme einer Schraubzwinge konnte ich das Behältnis nicht aufkriegen.
Nachdem ich mir beinahe die Finger wundgescheuert hatte, griff ich schließlich zu einem extrascharfen Küchenmesser und schnitt ein Loch in den Flaschenhals. So konnte ich das besagte Kleidungsoberteil wenigstens doch noch reinigen. (Beim Befüllen des Waschmaschinenschachtes gab's natürlich eine mittelschwere Sauerei.) Dann schmiss ich die Flasche in den Müll – mir doch egal.
Bei diesem nervenzehrenden "Erlebnis" fühlte ich mich glatt an die Teeei-Geschichte erinnert, weswegen ich es ebenfalls hier niederschreibe. Seufz.
Donnerstag, 3. Oktober 2013
Montag, 15. April 2013
All you need is lava
Anfang 2012 wollte ich spaßeshalber meine über zehn Jahre alte Lavalampe einschalten, um eine Gemütlichkeitssituation herzustellen. Doch es machte *bumm* – die Glühlampe war durchgebrannt. Letzte Woche ist es mir nun endlich gelungen, einen Ersatz aufzutreiben (es handelte sich um extrakleine 40W-Birnen, die man offenbar nur noch über eBay beziehen kann). Ich schraubte die neue Glühlampe in die Fassung des Retro-Objekts, knipste es an, doch es geschah: nichts. Mit ein wenig Wackelei konnte ich die Birne für einen Sekundenbruchteil aufflackern lassen (sie schien also intakt zu sein), aber die Lava vermochte ich nicht zum Brodeln zu bringen. Jaja, ich weiß, das ist keine Lava, sondern eine Art Bohnerwachs. Dennoch: Das Teil ist futsch, und nun stehe ich vor dem Problem der Entsorgung; ökologisch unbedenklich ist die besagte Wachsmasse nämlich nicht. Tja, muss ich wohl warten, bis der Elektroschrottsammler vorbeikommt.
Wenn irgendwann das zweite Lavalampen-Revival anbricht, habe ich halt Pech gehabt.
Andere Frage: Auf welche Weise geben diese modernen Energiesparlampen den Geist auf? Ich wette, die gehen einfach aus, ohne *bumm* zu machen. Ich will aber, dass es *bumm* macht! So werden wir Menschen daran erinnert, dass wir nur kleine Würstchen sind, die die Urgewalt des elektrischen Stroms immer noch nicht ganz beherrschen, und dass wir gefälligst Ehrfurcht davor haben sollten.
Manchmal funkt und knistert es auch, wenn man einen Stecker in eine Steckdose steckt. Man fühlt sich sofort ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Ist es nicht herrlich, wenn Kabel heiß werden, Transistoren brummen oder Kronleuchter flackern? Bald wird die Zeit des kabellosen Stroms anbrechen. Wie das funktionieren soll, kann ich mir nicht vorstellen. Holt man sich da den Strom mit mobilen Empfängern aus der Luft?
Wenn irgendwann das zweite Lavalampen-Revival anbricht, habe ich halt Pech gehabt.
Andere Frage: Auf welche Weise geben diese modernen Energiesparlampen den Geist auf? Ich wette, die gehen einfach aus, ohne *bumm* zu machen. Ich will aber, dass es *bumm* macht! So werden wir Menschen daran erinnert, dass wir nur kleine Würstchen sind, die die Urgewalt des elektrischen Stroms immer noch nicht ganz beherrschen, und dass wir gefälligst Ehrfurcht davor haben sollten.
Manchmal funkt und knistert es auch, wenn man einen Stecker in eine Steckdose steckt. Man fühlt sich sofort ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Ist es nicht herrlich, wenn Kabel heiß werden, Transistoren brummen oder Kronleuchter flackern? Bald wird die Zeit des kabellosen Stroms anbrechen. Wie das funktionieren soll, kann ich mir nicht vorstellen. Holt man sich da den Strom mit mobilen Empfängern aus der Luft?
Dienstag, 5. Februar 2013
Was ich schon lange mal loswerden wollte
Wenn ich meine Hemden aus meiner Stammreinigung abhole, sind immer (IMMER!) die obersten zwei Knöpfe aller Hemden zugeknöpft (s. Beweisfoto). Das ist der absolut schlimmstanzunehmende worst case. Wären ALLE Knöpfe geschlossen, würde ich die oberen zwei öffnen, mir das Hemd über den Kopf ziehen und die zwo Knöpfe wieder schließen (4 Knöpfvorgänge); wären nur die unteren zwei geschlossen, könnte ich mir das Hemd ebenfalls über den Kopf streifen, und es ergäben sich n-2 Knöpfvorgänge (wobei n=Gesamtzahl der Knöpfe); wäre das Hemd offen, könnte ich es ganz normal anziehen (n Knöpfvorgänge). So ergeben sich jedoch n+2 Knöpfvorgänge!
Sicher, ich könnte auf eine andere Wäscherei umsteigen, aber die besagte ist günstig gelegen und unschlagbar billig. Die können es sich erlauben, mich und ihre übrige Kundschaft mit der perfiden Knöpferei zu gängeln. Die Wäscherei sucht übrigens schon seit über einem Jahr eine neue Arbeitskraft, aber wahrscheinlich ist kein Bewerber bereit, sich auf dieses Spiel einzulassen.
Neulich habe ich mich jedoch – aus Versehen! – gerächt. Weil sich etliche der Metallbügel angesammelt hatten, mit denen die gereinigten Hemden ausgeliefert werden, hängte ich jedes meiner schmutzigen Hemden auf je einen Bügel. "Bitte alle Hemden nur auf einen Bügel hängen!", stöhnte die genervte Mitarbeiterin bei meiner Dienstleistungsinanspruchnahme. Gut, dann behalte ich eben fürderhin eure dämlichen Bügel! In Zeiten steigender Metallpreise werdet ihr auf lange Sicht den Kürzeren ziehen.
Ach ja: Dass die Abhol-Etiketten nicht mit einer, sondern mit zwei Sicherheitsnadeln an den Kleidungsstücken angebracht werden, ist eine zusätzliche Schweinerei, über die zu echauffieren mir gerade die Kraft fehlt.
Sicher, ich könnte auf eine andere Wäscherei umsteigen, aber die besagte ist günstig gelegen und unschlagbar billig. Die können es sich erlauben, mich und ihre übrige Kundschaft mit der perfiden Knöpferei zu gängeln. Die Wäscherei sucht übrigens schon seit über einem Jahr eine neue Arbeitskraft, aber wahrscheinlich ist kein Bewerber bereit, sich auf dieses Spiel einzulassen.
Neulich habe ich mich jedoch – aus Versehen! – gerächt. Weil sich etliche der Metallbügel angesammelt hatten, mit denen die gereinigten Hemden ausgeliefert werden, hängte ich jedes meiner schmutzigen Hemden auf je einen Bügel. "Bitte alle Hemden nur auf einen Bügel hängen!", stöhnte die genervte Mitarbeiterin bei meiner Dienstleistungsinanspruchnahme. Gut, dann behalte ich eben fürderhin eure dämlichen Bügel! In Zeiten steigender Metallpreise werdet ihr auf lange Sicht den Kürzeren ziehen.
Ach ja: Dass die Abhol-Etiketten nicht mit einer, sondern mit zwei Sicherheitsnadeln an den Kleidungsstücken angebracht werden, ist eine zusätzliche Schweinerei, über die zu echauffieren mir gerade die Kraft fehlt.
Donnerstag, 3. Januar 2013
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