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Sonntag, 30. August 2026

+++ EIL +++ Trockenerdbeeren günstig wie nie +++ JETZT HORTEN!

Gestern habe ich bei Aldi Süd diesen 25-Gramm-Beutel mit Trockenobst gekauft:


"Lieblings-Erdbeere" der Marke Nutripur für 1,99 Euro! Damit ist der im April von Netto aufgestellte, von dm seit bereits 2021 gehaltene Tiefpreis von 110,- €/kg offiziell unterboten: Hier zahlt man 79,60 Euro pro Kilogramm.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Kurz notiert: Supermarktpsychologie

"Seit einiger Zeit zeichnet der Discounter Lidl viele reguläre Preise in Rot aus. Dahinter stecke eine langfristige Strategie, sagt der Heilbronner Professor Carsten Kortum." So wird ein SWR-Beitrag aus dem April dieses Jahres eingeleitet. Natürlich war mir die Umstellung, die der Konzern mit dem vorgeschobenen Argument der "besseren Lesbarkeit" begründet, direkt aufgefallen. Auch auf den Preisschildchen bei Netto (nicht der mit dem Hund; den gibt's bei uns gar nicht) prangen rote Zahlen. 'Verdammt, das funktioniert bei mir!', dachte ich beim Einkaufen sogleich. Die Signalfarbe Rot suggeriert: Billig, extra, reduziert, Sonderangebot, zuschlagen!!! "Funktionieren" tut der Trick bei mir freilich nur insoweit, als mein Blick erst mal ganz unvoreingenommen auf den Betrag wandert; ich greife nicht wie hypnotisiert zu! Hingucken lohnt sich so oder so, sind doch die Preise bei Lidl wie Netto generell niedriger als etwa bei Rewe. Noch lohnenswerter ist im Übrigen das Studieren des Kleingedruckten, i.e. des Kilogramm- oder Literpreises.

Montag, 22. Juni 2026

Das ist ja fast ein Döner! (Diary of an old miser)

Neulich hatte ich einen längeren Zwischenaufenthalt in Wiesbaden. Weil es ungefähr 16 Uhr und 30 °C warm war, beschloss ich, mir ein koffeinhaltiges Kaltgetränk und dazu ein süßes Teilchen zu gönnen. Übermütig strebte ich dem am Hauptbahnhof ansässigen Starbucks entgegen, und siehe, dort gab es ein passendes Angebot: 1 sommerliche Kaffeekreation nebst 1 Gebäckstück (ich glaube, ein Cookie). Der Preis für diese Kombo? Acht Euro (8,- €)! Dass Starbucks berüchtigtermaßen preisgestaltungstechnisch das Gesäß offen hat, war mir bekannt, aber das schlug dann doch dem Fass den Boden aus.

Den Rückzug antretend, erspähte ich eine Aldi-Filiale in unmittelbarer Nähe. 'Gibt es dort nicht diese gekühlten Espresso-Variationen?', dachte ich und ging hinein. Ich fand, was mir vorschwebte: "Kaffeedrink Latte Macchiato" von der Eigenmarke Barissimo im 250-ml-Becher für sagenhafte 75 Cent. (Es gibt noch drei weitere Sorten. Sie sind übrigens sogar laktosefrei, ein Fakt, den die Verpackungsdesign-Abteilung von Barissimo meiner Meinung nach sichtbarer machen sollte.) Einer Klappe in der "Backwelt" entnahm ich sodann ein Franzbrötchen für lächerliche 79 Cent (diese Woche, zumindest bei Aldi Süd, sogar auf 49 Cent reduziert!). Zufrieden verließ ich den Discounter und genoss meine Nachmittagsjause.

Nun könnten urbane Foodies und sonstige Snobs einwenden: "Pff, bei Starbucks bekommst du ja wohl was weitaus Höherwertiges als bei Aldi!" Das mag sein. Aber wäre das fünfmal so teure Starbucks-Meal wirklich fünfmal so lecker gewesen? Wohl kaum. Der Eiskaffee bot mir jenen Mix aus Erfrischung, Geschmack und Belebung, den ich mir gewünscht und vorgestellt hatte, und die Franzbrötchen von Aldi sind köstlicher als die, die man bei den großen Bäckereiketten bekommt (falls man sie südlich von Hannover überhaupt bekommt). Es war dies ein weiterer Fall von: Warum teuer, wenn's auch günstig geht. Sicher könnte ich es mir leisten, zu Starbucks zu gehen. Aber ich will nicht und muss nicht. Vernünftige Menschen tun es mir nach.

Freitag, 8. Mai 2026

Ende (Te)gut?

Ich werde sie vermissen, die Supermarktkette Tegut, die sich in nur fünf deutschen Bundesländern verbreitet hat, mit den meisten Filialen in Hessen. Wie in den letzten Wochen bekannt wurde, zieht sich der Schweizer Mutterkonzern Migros zurück, Rewe und Edeka rücken nach, indem sie sich ganze "Pakete" sichern. Und ein mir bis vor kurzem noch gar nicht bekannter Player hat die Bühne betreten! Der Betreiber "Tante Enso" will in Hessen bis zu 36 Teguts (Tegüter?) übernehmen. Das Konzept dieses Mini-Marktes ist ein hybrides: Man kann rund um die Uhr ("vierundzwanzig-sieben", wie man heutzutage leider immer öfter hört) darin einkaufen, zu bestimmten Zeiten kassieren dort aber echte Menschen ab. Tegut hatte ja zuletzt etwas Ähnliches etabliert: kleine, das Nötigste zu leicht erhöhten Preisen führende Buden namens "teo" ("Dein digitales Einkaufserlebnis"), wo man sich selbst am Sonntag versorgen konnte, was eine Zeitlang die hessischen Gerichte beschäftigte. Am Hanauer Hauptbahnhof habe ich so ein Lädchen zum ersten Mal gesehen. I for one welcome our Enso overlords. Dennoch wird mir Tegut, wie gesagt, fehlen. Generell war es dort etwas teurer, aber jede Woche gab es zwei, drei Angebote, die preislich schlicht unschlagbar waren. Und wo bekomme ich künftig die gute Reichenhof-Mitternachtssuppe her?

Dienstag, 21. April 2026

B.B.B.

B.B.B. steht für "BioBio-Beeren", denn siehe: Auch der Discounter Netto hat nun über sein Bio-Segment gefriergetrocknete Beeren auf den Markt gebracht. Es gibt sowohl Erdbeeren als auch Himbeeren im 25-Gramm-Beutel. Der im dieswöchentlichen Prospekt ausgewiesene "Dauertiefpreis" ergibt einen Kilopreis von 110,- Euro, mit dem uns allerdings schon Ende 2021 die Drogeriekette dm entgegengekommen ist. Gespart werden kann, wie im Bild zu sehen ist, mit der Netto-plus-App, die ich aber nicht besitze; ich kann doch, bitt'schön, nicht auch noch für jedes markteigene Bonusprogramm eine App installieren!


Update: Ich war gerade bei dm und kann bestätigen, dass nicht nur der Preis von 2,75 € für 25 Gramm Trockenerdbeeren gleich geblieben ist, sondern dass für denselben Preis nun auch dort getrocknete Himbeeren erhältlich sind. Die getrockneten Heidelbeeren sind jedoch inzwischen aus dem Sortiment verschwunden.

Montag, 13. April 2026

Trockenobst-Update

Heute war ich einkaufen und entdeckte sowohl bei Rewe als auch bei Netto die von mir erst kürzlich als Trendprodukt vorausgeahnte Trockenobstvariante Himbeeren. Zum einen ist jetzt der einschlägige Hersteller Kluth an Bord, der für seine gefriergetrockneten Himbeeren allerdings einen Kilopreis von fast 200 Euro ansetzt.


Zum anderen lässt der mir bislang unbekannte Player Fruucs die Muskeln spielen: Er stellt mit dem Kampfpreis von 99,80 €/kg (für ein 50-Gramm-Glas) einen neuen Tiefstwert auf.


Bei all diesen neuen Beeren sollte man nicht die diversen Klassiker der Müslizugaben vergessen, beispielsweise getrocknete Mangos. Just dieses Wochenende hat die Süddeutsche Zeitung einen großen Vergleichstest jenes Produkts durchführen lassen. Zehn verschiedene Sorten wurden getestet. Angegeben wurde jeweils nur der Preis pro Packung; ich war zu faul, die Kilogrammpreise auszurechnen, doch scheint mir die Firma Seeberger mit 3,69 € je 100 g diesbezüglich vorne zu liegen – getrocknete Mangos sind also deutlich günstiger als ihre beerigen Pendants. Mit 5 von 10 Punkten nehmen die Seeberger-Früchte übrigens den vorletzten Platz ein, geteilt mit denen von süssundclever. Nur die "fruchtigen Mangostreifen" von Rewe Beste Wahl kamen mit 4/10 schlechter weg ("Die Textur wirkt zäh und insgesamt mehr trocken als saftig. Das erinnert mich an industrielle Massenproduktion"). Die höchste Punktzahl, nämlich 9, hat die Testerin der dm-Eigenmarke gegeben: Die Bio-Streifen, als deren Nachteil lediglich die Kleinheit bemängelt wurde, sind mit 1,95 € für 100 g zudem ziemlich billig. 8 von 10 Punkten erhielten die "exotischen Trockenfrüchte Mango" von Farmer naturals (Aldi Süd) sowie das in mehreren Märkten erhältliche Produkt aus dem Hause Farmer's Snack.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Die Gamification des Alltags

Gestern ging ich zu meinem Stamm-Lidl und registrierte kurz vor Betreten der Filiale etwas aus dem Augenwinkel: Am Vorbau des Marktgebäudes lehnte eine Leiter. Stand die da schon immer? Ich konnte mich nicht erinnern, war ich doch schon länger nicht mehr dort einkaufen gewesen, wie ich gestehen muss (zu meiner Schande, denn Lidl lohnt sich [unbezahlte Werbung]). Jedenfalls war diese Leiter weder umzäunt noch sonstwie abgesichert; jedermann hätte daran einfach hochklettern können, so auch ich. 'Was, wenn ich es einfach tue?', dachte ich. 'Bestimmt beginnt damit eine total spannende Sidequest!' Oder auf dem Dach hätte ein Schatz oder sonstiger Loot gelegen. Ich betrat dann aber einfach den Laden, denn ich hatte keine Zeit für Abenteuer. Als ich wieder rauskam, saß neben der Leiter sogar ein NPC, der vermutlich spannende Dinge zu erzählen hatte, womöglich sogar zusätzliche Nebenaufgaben getriggert hätte. Toll, was "die" sich alles einfallen lassen: kostenlose Bonusinhalte an gewöhnlichen Stellen. So hält man das environment lebendig!

Sonntag, 14. Dezember 2025

... und sie schrie'n nach Klopapier

Im Juni 2017 hielt ich folgendes Rewe-Erlebnis fest:

Im Supermarkt kaufte ich unter anderem Kamille-Toilettenpapier. Bevor die Kassiererin das Produkt scannte, hob sie es an, hielt es sich vors Gesicht und unterzog es einer intensiven Geruchsprobe. Da musste ich grinsen.

Kamille! Ja, ich gebe es zu: Mit extravaganten Düften und Aromen, zumal in Verbindung mit dem Aufdruck "Limited Edition", kriegt man mich. Und mit "man" meine ich die Hersteller von Drogerieprodukten wie Weichspüler, Geschirrspülmittel oder eben Toilettenpapier. Diese Woche lockte abermals Rewe mit einem speziellen Angebot aus diesem Bereich: Zewa Ultra Soft "Wolkenweich" für 3,99 Euro. Diese Sorte ("NEU!") hat Zewa offenbar anlässlich seines 65. Geburtstags entwickelt. Ob das Papier wirklich weich wie Wolken ist und wonach es riecht, werde ich allerdings vorerst nicht erfahren, denn im Regal entdeckte ich eine weitere zeitlich limitierte, noch abgefahrenere Sorte namens "Mountain Glow". Da musste ich grinsen und gab dieser den Vorzug.

Samstag, 16. August 2025

(Freeze-dried) Strawberry Fields Forever

Wieder und wieder waren sie mir in letzter Zeit aufgefallen: gefriergetrocknete Erdbeeren. In mehreren Supermärkten wie auch in Drogerien standen Säckchen mit dem edlen Müslizusatz herum. Bald würden sie zum Massenprodukt werden, war ich mir sicher, und von da würde es nur noch ein kleiner Schritt zur Marktüberflutung und zu Preisstürzen sein (vgl. Angebot und Nachfrage). Seit meinem gestrigen Rewe-Besuch weiß ich: Wir befinden uns jetzt an dem Punkt, an dem Trockenerdbeeren keine Nischenware mehr, sondern in rauen Mengen, sogar in Großpackungen verfügbar und beinahe erschwinglich sind.


Kilopreis: 68,54 €. Zum Vergleich: Für den 25-Gramm-Beutel, wie es ihn seit 2021 gibt, zahlt man nach wie vor fast das Doppelte, 110 Euro pro Kilogramm!

Freitag, 11. Juli 2025

Das hat sich doppelt (nicht) gelohnt

Ich bin derzeit im Besitz vierer Netto-Coupons, die mir je 5,- € Rabatt gewähren, wenn ich für mindestens 30,- € einkaufe. Theoretisch ein wahrer Schatz, auf dem ich da sitze, praktisch aber sinnlos: Wann kauft man schon mal für mehr als 30 Euro bei Netto ein? Gestern probierte ich trotzdem mein Glück. Ich packte diverse Schnapper, die ich vorher aus dem Wochenprospekt herausgeschrieben hatte, in meinen Einkaufswagen und legte noch manch anderes, was ich gar nicht benötigte, dazu. An der Kasse wurde dann ein Betrag von etwas über 25,- € fällig. Gutscheineinlösung nicht möglich.

Draußen dämmerte es mir: Ich hätte einfach ein Päckchen Kaffee kaufen sollen! (Reminder: Die aktuellen Kaffeepreise in Deutschland sind skandalös hoch.) 500 Gramm Kaffeepulver von Melitta (das war diese Woche das "günstigste") hätten 6,99 € auf die Gesamtrechnung geschlagen, womit diese auf über 30 Euro gesprungen wäre; mit Einlösung des Coupons wären wieder 5,- € abgezogen worden, wodurch mich der Kaffee, naiv gerechnet, bloß 1,99 € gekostet hätte. Ich Narr!

Doch dann studierte ich, an der Ampel stehend, die Quittung. Mir war ein Stück Gouda doppelt berechnet worden! Ich also zurück in die Filiale und den Fehler beanstandet. Nachdem mir der Kassierer den zu viel entrichteten Käsepreis (3,99 €) rückerstattet hatte, war ich doppelt froh: erstens weil ich keinen Verlust gemacht hatte, zweitens weil die Rechnung nun wieder auf insg. unter 23 Euro gefallen war, wodurch ich nicht mal im Falle eines Kaffeekaufes in den Genuss des 5-Euro-Rabatts gekommen wäre.

Was wäre wohl passiert, wenn ich den Kaffee mitgenommen hätte? Ich hätte in toto >30,- € latzen müssen, aber 5,- € wären dank Coupon abgezogen worden. Nach der Gouda-Stornierung wäre die Gesamtrechnung jedoch wieder in den nicht rabattierungsfähigen Bereich gerutscht. Hätte ich also 5,- € nachzahlen müssen? Das sind so Alltagsproblemchen ...

Freitag, 20. Juni 2025

Fragen, die ich mir selbst stelle

Heute: Darf Foie gras in Deutschland verkauft werden?

Im Grunde kenne ich die Antwort seit dieser Woche, denn da habe ich in einem Kühlregal bei Edeka gleich mehrere Sorten von Foie gras gesehen, und ich gehe davon aus, dass Edeka nicht gegen geltendes Recht verstößt. Ich hatte allerdings im Hinterkopf gespeichert, dass der Handel mit Stopfleber hierzulande ebenso untersagt wäre wie die Herstellung derselben. Nun sagt mir Google: Zwar ist das Zwangsfüttern von Tieren in vielen Ländern Europas, darunter in Deutschland, sehr wohl verboten, jedoch darf die auf solche Weise "verfeinerte" Innerei von Frankreich, wo diese Grausamkeit als TrAdiTiOn verbrämt und als schützenswert erklärt wurde, nach Deutschland importiert und in den Handel gebracht werden.

"Eigentlich dürfte die Herstellung von Stopfleber in einem EU-Mitgliedsstaat kein Thema sein. Die EU-Richtlinie 98/58CE (insbesondere Anhang 24 zu Art.4) verbietet die Produktion von Stopfleber bereits seit 1999. Danach darf die Art des Fütterns bei Tieren 'keine unnötigen Leiden oder Schäden' verursachen. Die Richtlinie lässt jedoch Ausnahmen zu und muss darüber hinaus nicht zwingend umgesetzt werden. Schlussendlich liegt es am freien Binnenmarkt, dass der Import von Stopfleber innerhalb aller EU-Staaten weiter zugelassen wird. Deshalb wird auch in Deutschland immer noch Stopfleber verkauft. Um sich weiter abzusichern, erklärte Frankreich im Jahr 2005 Foie Gras sogar zum nationalen und gastronomischen Kulturerbe." (LTO)

Warum ist mir das Zeug bisher noch nie in deutschen Kaufhallen begegnet? Wahrscheinlich ist es wirklich eine Seltenheit, die Nachfrage potentiell gering. Tatsächlich befindet sich die erwähnte Edeka-Filiale in einer Gegend, wo man noch am ehesten die entsprechende Klientel findet ...

Montag, 28. April 2025

Einkauf aktuell

Auch im zweiten Quartal 2025 hält uns der Würgeengel namens Inflation firm in seinem pestigen Griff. Strategisch kluges Shoppen und Bevorraten ist weiterhin geboten, Woche für Woche gilt es, die besten oder zumindest am wenigsten unverschämten Lebensmittelpreise aufzuspüren. Man muss Prospekte wälzen und die Einkäufe auf zwei, drei, vier Supermärkte aufteilen. Ungläubig denke ich an Zeiten zurück, wo ich einfach so in einen beliebigen Markt gegangen bin und alles gekauft habe, wonach mir gerade der Sinn stand. Heute hole ich mir fast ausschließlich Dinge, die im Sonderangebot sind. Gottlob gibt es brauchbare Angebote fast immer, so dass ich kaum auf etwas verzichten muss. Am ärgsten ist es allerdings zurzeit um gemahlenen Kaffee bestellt. Nur ein einziges Mal im vergangenen Monat war das Pfund für unter 5,- Euro zu haben. Was hingegen ständig irgendwo im Preis gesenkt ist: Müsli, Margarine, Chips, Brot, Marmelade, Pasta, Tee; die Basics mithin.

Von allen Supermärkten in meiner Umgebung überzeugt mich unverändert Lidl am stärksten, hier wird man stets fündig und braucht dank wechselnder Thementage (Spezialsortimente à la Spanien, Griechenland, Österreich etc.) keine Eintönigkeit zu befürchten. Bei Rewe finde ich mich trotz abgeschafftem Payback-System ärgerlicherweise noch erstaunlich oft ein, Netto ist von allen Discountern der billigste, was sich leider auch in Zustand und Atmosphäre der Ladenräume spiegelt, Tegut wartet regelmäßig mit echten Schnappern auf, Aldi ist solide, nur Penny hat seine Chancen bei mir auf ewig verspielt (nie sind die im Prospekt verheißenen Angebote vorrätig).

Dienstag, 8. April 2025

Geheim, aber nicht unheimlich: Nr. 4

Ich weiß, ich bin etwas late to the party, schließlich gibt es die Tomatensoßen namens "Geheimzutat", die Rewe in Kooperation mit Tim Mälzer entwickelt hat, seit fast einem Jahr. Mir war dieses Produkt durchaus schon kurz nach dem Launch aufgefallen, doch griff ich erst jetzt zu, als es für den Aktionspreis von 1,- Euro (!) zu haben war. Weil ich auf das verheißene Rauch-Aroma neugierig war, entschied ich mich für "N° 04":


Die Geheimniskrämerei um den Geschmack wird konsequent durchgezogen, aus der Zutatenliste wird man jedenfalls nicht schlau ("Gewürze"). Mein Urteil nach gewissenhafter Verkostung, bei der ich sogar, zumindest auf dem ersten Testteller, auf Reibekäse verzichtete: "Lecker!" (in Tim-Mälzer-Stimme gerufen).


Schön tomatig, fruchtig, würzig und, ja, rauchig, ohne aus allen Molekülen "Barbecue!" zu schreien. Dass die Sauce, die in 350-Gramm-Gläsern daherkommt, den Nutri-Score A erreichen konnte, spricht zusätzlich für sie. Beim nächsten Mal, wenn sie zum gesenkten Preis angeboten wird, werde ich eine der anderen Sorten mitnehmen. Nummer 2 ist einfach nur mit "Tomatensauce" gelabelt, Nr. 3 heißt "Stückige Tomatensauce".

Mittwoch, 25. Dezember 2024

Und tschüs, Rewe!

Ich hatte es schon sommers über den Buschfunk, i.e. in der Kassenschlange bei Rewe, vernommen: "Nächstes Jahr soll Payback ja abgeschafft werden." Nun erfuhr ich es auf die denkbar unpersönlichste Weise: Auf der Rückseite eines Kassenzettels stand ganz nüchtern und unmissverständlich, dass man ab 2025 bei Rewe keine Payback-Punkte mehr sammeln könne. So endet eine Ära, eine für mich äußerst wonnevolle und lukrative Ära. Wie viele Sach- und Gutscheinprämien ich über die Jahre durch das Einlösen von Prämienpunkten abgestaubt habe, kann ich kaum aufzählen. Ein Fön war dabei, ein City-Rucksack, eine Küchen- und eine Körperanalysewaage und und und. Alles erkauft mit der simplen Bereitschaft, "gläserner Kunde" zu sein. Tja, fortan werde ich deutlich seltener bei Rewe einkaufen; die Waren sind teurer als anderswo, und weder an der Rewe-App noch am neuen – nicht unumstrittenen – markteigenen Kundenbindungsprogramm "Rewe Bonus" habe ich Interesse.

Stattdessen wird man mich künftig öfter bei Netto sehen, denn die Edeka-Group, zu der neben Netto auch Marktkauf und Edeka gehören, steigt laut Bild-Informationen zum 1.1. bei Payback ein! Von Payback trennen wird sich außerdem Penny, was mich weniger anficht, da ich deren unbehagliche, unprofessionell geführte Filialen seit jeher nur widerwillig betreten habe.

Ein letztes Mal möchte ich Rewe aber noch loben: Als ich am Montag dort war, durfte man sich ein kostenloses Exemplar des "Die drei ???"-Bandes "... und die rasende Gier" mitnehmen.


Die Bücher der "exklusiven Rewe-Sammel-Edition", von denen es mindestens vier geben muss (am Samstag ergatterte ich "Rätsel des Flamingos"), scheinen nicht zum offiziellen Drei-Fragezeichen-Kanon zu gehören. Und so erlaubt man sich einige Freiheiten: Bob ist asiatisch-stämmig, Justus kann sich auf Ameisengröße schrumpfen ... Nein, das war ein Spaß. Die Geschichte ist ein solides Crimebuster-Abenteuer mit einigen stilistischen Schwächen (sehr viele Synonyme für "sagen"), aber flott erzählt und mit dem Potenzial für eine Hörspielumsetzung.

Montag, 30. September 2024

Shoppen in einem Zug

Ich halte das Folgende fest für den Fall, dass dieser Service der Deutschen Bahn – denn um einen solchen geht es – irgendwann abgeschafft wird und nur noch in nostalgischen Erzählungen fortbesteht: "Es gab doch mal diesen Service der Deutschen Bahn, erinnert ihr euch? Im Jahr 2024 muss das gewesen sein, dieses eine Blog hat das mal festgehalten ..."

Also, im Jahr 2024 konnten Bahnreisende auf dem Weg nach Leipzig dies tun:


Ich stelle mir per App oder im Webbrowser einen vollständigen Rewe-Einkauf zusammen und hole die Waren nach meinem Ankunft im Leipziger Hauptbahnhof in der dortigen Filiale ab. Wann die Bezahlung erfolgt, ob online oder im Markt, ist der Kurzanleitung nicht zu entnehmen. So oder so, das Herz jedes Fans von geschicktem Zeitmanagement sollte angesichts dieser Möglichkeit höher schlagen. Ich bin schon oft von Dresden nach Frankfurt bzw. von Frankfurt nach Dresden gefahren und hatte in Leipzig Umstiegsaufenthalte, in welche solch ein Abholmanöver gewiss locker reingepasst hätte. Wie oft der Service wohl genutzt wird?

UPDATE: Im Grunde ist dieser Post vollkommen unbrauchbar. Mit der Deutschen Bahn hat der Aushang nichts zu tun, das Beworbene ist der ganz normale Abholservice, wie ihn jede Rewe-Filiale anbietet.

Mittwoch, 28. August 2024

Traumurlaub an der Agave

Ein Produkt vom guten alten Lidl hat es geschafft, Alnaturas Tomate-Basilikum-Paste als meinen liebsten herzhaften Glas-Aufstrich abzulösen. ("Glas-Aufstrich" bedeutet nicht, dass Glas ein Inhaltsstoff des Aufstrichs ist; Glas ist das Behältnis des Aufstrichs.) Es handelt sich um den Brotaufstrich der Eigenmarke Vemondo in der Geschmacksrichtung Senf Agave.


Das vegane und sehr günstige Bio-Produkt enthält unspektakuläre Zutaten (Senf, Senfkörner, Sonnenblumenöl, Agavendicksaft und weniges mehr), deren Zusammensetzung dafür verantwortlich sein mag, dass lediglich Nutri-Score D erreicht wird. In Senf ist halt Zucker drin, ja mei. Die 180 Gramm sollen laut Etikett "innerhalb von 1-2 Tagen" verzehrt werden. Sportlich! Ich esse nun schon fünf Tage davon, und das Zeug ist immer noch genießbar. Ein Hochgenuss ist es sogar! Man muss aufpassen, dass man nicht so viel auf einmal schnabuliert, dass man es alsbald über hat. Dergleichen wird mir aller Voraussicht nach nicht passieren, denn ich vermag maßzuhalten.
Jenen, die Senf generell nicht mögen, sei gesagt, dass das getestete Erzeugnis in der Tat sehr senfig ist, was allerdings in diesem Fall nicht das Prädikat "bitzelnd scharf" einschließt.

Sonntag, 18. August 2024

Handzettel, durchdigitalisiert

Das Papierreklamesterben geht weiter. Als vorerst letzter in einer immer länger werdenden Reihe von Händlern ist nun der Discounter Aldi Süd dabei, seinen gedruckten Werbeprospekt abzuschaffen. "In einer Testphase sollen ab dem 19. August in einigen Regionen Deutschlands vorerst keine Handzettel mehr verschickt werden", weiß "Focus online". An meine Adresse war ja schon ewig keine Aldi-Werbung mehr versandt worden, bevor die wöchentliche Werbeversorgung schließlich komplett abbrach.

Der physische Aldi-Prospekt von vergangener Woche wurde mir jedoch zugespielt, und darin stieß ich auf etwas Ungeheuerliches:


Ein Rezept für ein aus Sonderangeboten zuzubereitendes Gericht wird mit einem KI-Bild illustriert! In meinen Augen ist das nicht nur eine Sparmaßnahme, sondern der schleichende Tod eines kulturellen Guts. Werden bald auch Lebensmittelverpackungen mit computergenerierten "Fotos" versehen werden? Serviervorschläge klassischer Prägung mögen abwegig, unpassend, ja bisweilen irreführend, vor allem bizarr gewesen sein, aber immerhin steckten dahinter echte Menschen. O tempora ...

Sonntag, 21. April 2024

Eine runde Sache

Im September/Oktober 2015 hatte ich einen schrägen "Kassenbon-Streak": Dauernd kaufte ich im Supermarkt unbeabsichtigt Waren für insgesamt 14 Euro und ein paar Zerquetschte. Kurz nachdem ich diesen Zahlenzufall im Blog und auf Facebook notiert hatte, passierte es noch einmal:


In den folgenden Jahren kam es nur noch sporadisch zu solchen "Treffern", wenn überhaupt – ich schenkte dem Phänomen keine Beachtung mehr –, denn die Inflation wetzte ihre Krallen, und Einkaufen wurde konstant teurer. Bemerkenswerter als eine Häufung willkürlicher, ungefähr gleicher Summen ist ohnehin, wenn ein Endbetrag rund ausfällt. Bei dm erreicht man wegen der eigentümlichen Preisgestaltung manchmal 11,- Euro glatt oder so was. Gänzlich verrückt wurde es aber neulich bei einem Restaurantbesuch: Zu viert verzehrten wir Speisen und Getränke von insg. exactamente 100 Euro. "Den Beleg müssen Sie aufheben!", sagte die Kellnerin begeistert. "So was erlebt man nur alle Jubeljahre." Nun, die Quittung habe ich nicht aufbewahrt, aber wenigstens den entscheidenden Teil fotografisch festgehalten. Bitte sehr:

Freitag, 19. Januar 2024

Sparlami

Ich bitte wegen des obigen Wortspiels um Entschuldigung, mir fehlt gerade die Zeit, mir clevere Überschriften auszudenken.

"Auf der Uni gibt's Gratis-Rettich" heißt ein herrlicher Cartoon-Band von Tex Rubinowitz. Diese Woche aber gibt's bei Rewe Gratis-Salami! Nun, nicht direkt ... Vegane Aufschnitte von "Billie Green" (den Machern der von mir für gut befundenen veganen Schinkenwürfel) sind im Angebot: 1,29 € statt 1,99 €. Als ich in der Filiale war, hatten sie mehrere Sorten Salami-Imitat, aber nur die Packungen von einer waren mit einem verlockenden Aufdruck versehen:


Weil mir vergangenen Herbst eine ähnliche Veggiewurst ganz gut gefallen hatte, griff ich zu. Dem Produkt als solchen würde ich 7 von 10 Punkten geben, aber in diesem Beitrag geht es um die begleitende ungewöhnliche Sparaktion. Ich also nach Hause, auf die Firmenhomepage gegangen, nach Anleitung die Packung nebst (vollständigem) Kassenbon fotografiert, das Foto hochgeladen, Namen und IBAN hinterlegt. Noch am selben Abend kam die Bestätigung: Der Betrag würde mir innerhalb der nächsten Wochen überwiesen.

Ist so ein Schnäppchenjagdmanöver übertrieben, unverhältnismäßig und albern, bin ich gar dabei, mich in einen pathologischen Pfennigpfeiferwahn hineinzusteigern? Ich sach mal so: 1 Euro 29 haben oder nicht haben ...

Donnerstag, 21. Dezember 2023

Geschmack schlägt Sprachgefühl

Im Jahr 2017 echauffierte ich mich anhaltend und lautstark (Facebook) über die Ritter-Sport-Sorte "Honig-Salz-Mandel", deren Verpackung mit der Zeile "mit Honig und Salz verfeinerten, gerösteten Mandeln" beschriftet war.


Inzwischen haben sie die Beschreibung geändert, sogar unter eleganter Vermeidung zweier aufeinander folgender "mit"s:


Dieser schokoladige Fauxpas war indes eine Lappalie, wie ich letzte Woche feststellen musste, als ich im Aldi-Kühlregal das hier liegen sah: