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Montag, 20. Juli 2026

Woran man Spam erkennt:

Daran, dass bereits die Absenderzeile eine Lüge enthält.


Die Betreffzeile wiederum war leer. Das üben wir noch, gell, "Edwin"?

Samstag, 6. Juni 2026

Neu in Ihrem Postfach: Metabetrug

Gestern fischte ich aus meinem Spam-Eingang eine Mail, die mir kein Geringerer als der aktuelle FBI-Direktor (!) geschrieben hat:

Mein Name ist Kash Patel, Direktor des Internet Crime Complaint Center (IC3)/FBI. In Zusammenarbeit mit der Weltbank wurde eine Entschädigungszahlung in Höhe von 50.000,00 Euro bewilligt. Diese Zahlung soll Opfern von Betrug in verschiedenen Bereichen helfen, darunter Erbschaften, Verträge, Lotterien, Liebesbetrug, diplomatische Zahlungen, betrügerische Kreditgeschäfte, erfolglose Investitionen und Bitcoin-Betrug. Auch Opfer von BEC-Betrug (auch bekannt als Überweisungsbetrug) können unterstützt werden. Der Fonds wurde zur Begleichung der entstandenen Schäden bewilligt. Sie sind berechtigt, diese Gelder zu erhalten, sofern Sie zuvor ein betrügerisches Angebot erhalten haben. Viele Menschen haben durch skrupellose und bösartige Betrüger, die sich bereichern und unschuldige Menschen ins Elend stürzen wollen, unermessliches Leid erfahren.
Sie haben Anspruch auf diese Entschädigungszahlung, sofern Sie eine betrügerische Nachricht erhalten haben, egal auf welchem ​​Wege.

Stark! Da wäre ich ja schon blöd, wenn ich darauf nicht eingehen würde. Denn berechtigt bin ich allemal: Anspruch auf die 50K hat schließlich, wer eine betrügerische Nachricht auch nur erhalten hat; man braucht nicht mal tatsächlich betrogen worden zu sein. Die Mail endet übrigens mit dem Satz "Bitte antworten Sie, falls Sie diese Nachricht erhalten haben", welcher mich direkt zu einem modernen Kōan inspiriert hat: Kann ich auf eine Mail antworten, die ich nie bekommen habe?

Montag, 22. Juli 2024

Word of the day (vor 20 Jahren)

In der "Jeopardy!"-Sendung vom 25. Juni 2004 wurde folgende Frage in der Kategorie "Coined Words & Phrases" gestellt (von mir ins Deutsche übersetzt):

Spam ist unerwünschte Werbung per E-Mail; das ist unerwünschte Werbung, die über einen Instant-Messaging-Dienst versandt wird

Wer mit "Was ist Spim?" geantwortet hat, darf sich 800 $ einstreichen. Von den drei Kandidaten damals, darunter Rekordsieger Ken Jennings, ist keiner drauf gekommen. Hat irgendwer, der hier mitliest, jemals von Spim gehört? Mir jedenfalls ist dieser Neologismus im "Jeopardy!"-Archiv zum ersten Mal begegnet. Der einzige Eintrag, den die Google-News-Suche nach "Spim" ausspuckt, stammt – ebenfalls – aus dem Jahr 2004. In einem Spiegel-Artikel heißt es, ungewollte Werbeanrufe über Voice-over-IP, "VoIP Spam" oder "Spit" genannt, könnten sich einer Softwarefirma zufolge bald zu einer Plage auswachsen. "Spit, so die These, könnte der Nachfolger von unerwünschter Werbung per E-Mail (Spam) und Instant Messenger (Spim) werden."

Es spricht nichts dagegen, einen neuen Ausdruck mit "ein wenig" Verspätung zu etablieren. Von jetzt an werde ich an der Verbreitung von "Spim" aktiv mitwirken. (Ich bin ja auch einer der wenigen Menschen, die das Adjektiv sitt für den Zustand des Nicht-mehr-durstig-Seins verwenden. Kurios: Ein kurzer GSV-Strang zu diesem Komplex ist auch 2004 erstellt worden.) Belästigung per Messenger ist virulent wie nie zuvor. Allein in den letzten drei Monaten erhielt ich dreimal via Telegram und zweimal über Whatsapp Spim, von "Absenderinnen" wie "Karlotta Meier" ("Hallo! Wir_haben_Angebot_Remote-Arbeit. Teilzeit/Vollzeit. Entschuldigen Sie, kann ich Ihnen die_Details? Ja/ok?"). Sollte ich das nächste Mal unter Leuten sein, wenn ich derlei empfange, werde ich laut ausrufen: "Boah, schon wieder Spim!"

Montag, 24. Juni 2024

Betr.: Glücksrad, Klingelton, Laotse, Illuminati

Dass das deutsche Buchstabieralphabet ab 2019 grundlegend überarbeitet worden ist und damit Ansagewörter wie "Siegfried" und "Wilhelm" in den Ruhestand geschickt wurden, dürfte bekannt sein. Einer alternativen, avantgardistisch-variablen Buchstabiertafel bediente sich aber schon viel früher ein gewisser Personenkreis im Fernsehen. Am 7. August 2002 schrieb ich in mein Notizbuch: "Hab' heute 'Glücksrad' gekuckt. Hilfe! Die Kandidaten drehen durch: 'S wie Sonnenschein, N wie Nixe, T wie Taufe, D wie Dussel!'"

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Kennt ihr den Kinderreim "Ei ei ei, was seh' ich da? Ein verliebtes Ehepaar"? Wenn ja, dann kennt ihr auch die primitive Melodie, zu der dieser Vers intoniert wird. (Der Spruch geht noch weiter, was aber für das Folgende unerheblich ist.) Diese Melodie, das fiel mir kürzlich wie aus heiterem Himmel ein, gibt es auch als Handy-Klingelton. Mindestens zweimal habe ich ihn schon im öffentlichen Raum gehört. Was stimmt nicht mit manchen Menschen?

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Erstaunlich, dass Laotse das modern klingende Wort Job verwendet hat!

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Endlich mal wieder was Aufregendes im Spam-Ordner:

Grüße vom Weltelite-Imperium der Illuminaten. Sind Sie Geschäftsmann/-frau, Politiker, Musiker, Student oder Angestellter? Streben Sie danach, Ihr Wissen zu erweitern, um sich persönlich weiterzuentwickeln? Wollen Sie reich werden? Brauchen Sie Schutz, sind Sie mächtig und berühmt? Wenn JA, dann können Sie Ihre Träume verwirklichen, indem Sie Mitglied des großen Imperiums der Illuminaten werden. Sobald Sie Mitglied sind, können all Ihre Träume und Herzenswünsche in Erfüllung gehen. Mit dieser kurzen Zusammenfassung: Wenn Sie daran interessiert sind, Mitglied der großen Illuminaten zu werden, dann melden Sie sich bei uns, um weitere Informationen zum Beitritt zu den Illuminaten zu erhalten. [...] Wir unterstützen kein schmutziges Spiel, es ist eine Bruderschaft des Friedens, eine großartige Gruppe der Erleuchtung.
Die Illuminaten.

Leider scheine ich nicht die Bedingungen zu erfüllen, um Mitglied zu werden.

Montag, 10. Juni 2019

Freitag, 2. November 2018

RoSS-Post

Eine Premiere in meinem Spamordner: die erste Mail aus dem Südsudan (amtlich: Republic of South Sudan [RoSS])!


Nun gut, wie man unschwer erkennen kann, wurde die Nachricht von einer portugiesischen Adresse versendet. Trotzdem freue ich mich, mal was anderes als Werbung für Gartenschläuche und Antischnarchmittel vorzufinden.

Montag, 29. Januar 2018

Mehr Mühe beim Müllmailen, bitte!

Es spamt wieder gewaltig in meinem web.de-Postfach. Einige Betreffzeilen der letzten Wochen:

"Trete [sic!] dem Bit coin code bei"
"Gewinnen Sie das Mittagessen für ein Jahr" (Absender: "Burger King")
"knacke das Ei knacke"
"Gutschei"
"Re: Bauchfett"
"Eine Affaire hat noch nie geschadet"
"HOLEN SIE SICH DIE WIMPERN, DIE SIE VERDIENEN"
"Wie klingt 7k fur Sie?"
"Begleiten Sie unsere glueckliche Haendlerfamilie"

Wirklich originelle Betrugsversuche bleiben derzeit aus. Fast schon enttäuscht bin ich, dass noch nie versucht worden ist, den wohl unverschämtesten Scam aller Zeiten bei mir durchzuziehen. Der geht so: Ein vermeintlicher Auftragskiller schickt dir eine Email, in der er behauptet, er hätte die Anweisung, dich umzubringen. Gegen Zahlung einer horrenden Summe deinerseits könne der Auftrag jedoch stillschweigend storniert werden. Diese Masche ist nun auch schon über zehn Jahre alt. Weiterentwickelt wurde sie nicht, soweit ich weiß.

Montag, 2. Januar 2017

Schon jetzt an Weihnachten denken!


Ich werde ihr ausrichten lassen, sie soll sich doch wenigstens einen Mantel überziehen, Erderwärmung hin oder her.

Dienstag, 2. Juni 2015

Spam mal andersrum

In meinem Posteingang: eine Mail von einem gewissen "Noel Voigt", Betreff "Download". Inhalt: ein Link mit dem ungewohnt ehrlichen Titel "Download Virus". Das fand ich drollig. Der Link führte indes auf ein Wordpress-Blog über "Finanzskandale und andere Scam Aktivitäten". 

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Aus meinem web.de-Postfach

Nach ungezählten Nervmails, die mich mit Erfolgsgeheimnissen, Gewinnstrategien und Millionentricks ködern wollten, erreichte mich letzte Woche eine Spamnachricht mit dieser erfrischend anderen Betreffzeile:

Schau mal, wie ich 1200$ beim Roulette verloren habe…

Freitag, 8. August 2014

Aus meinem Spam-Postfach

Hallo,

Ich arbeite für xxxxx, einen online Marktplatz, der Advertiser und Publisher zusammen bringt, um Linkkauf und Blog-Vermarktung zu erleichtern.
Ich habe Ihre Website kybersetzung.net besucht und festgestellt, dass meine französische und deutsche Kunden daran interessiert sein könnten, einen Link oder einen bezahlten Artikel auf Ihrer Website zu kaufen. Bitte fühlen Sie sich dazu eingeladen, xxxxx für Publisher auf unserer Website zu entdecken:

etc. etc.

Hm, ja, danke, aber danke.