Posts mit dem Label kosmetik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label kosmetik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 25. Januar 2026

Kulturbeutelpessimismus

In den Badezimmern der meisten Hotels gibt es heutzutage Shampoo und Duschgel, in besseren sind das sogar zwei verschiedene Flüssigkeiten, in noch gehobeneren solche von Rituals oder vergleichbar wertigen Marken. Man kann meiner Erfahrung nach bei 90 Prozent der Übernachtungen darauf vertrauen, in der Duschkabine einen entsprechenden Spender vorzufinden – und könnte sich demnach sparen, eigene Reinigungsprodukte mit auf Reisen zu nehmen. Aber was, wenn Duschbad und Shampoo fehlen? Um mir diesen Gedanken nie machen zu müssen, stecke ich immer beides ein, außer wenn ich eine Unterkunft gebucht habe, von der ich weiß, dass ich dort Haar- und Körperwaschmittel vorfinden werde.

Problem: Flaschen laufen aus. Und wer jetzt einwendet: "Ach komm!", dem entgegne ich: "Isso!" Mag sein, dass neu gekaufte, ungeöffnete Shampoo- und Duschgelflaschen einigermaßen dicht sind, aber sobald sie einmal benutzt und also angebrochen sind, neigen sie dazu, Flüssigkeit zu verlieren: klebrige (aber immerhin angenehm riechende) Masse, die sich in der Waschtasche verteilt. Vor Jahren habe ich mir angewöhnt, die Behältnisse in einen gut verknoteten Müllbeutel zu packen, aber das kann ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, zumal einige Duschgels in Tuben mit Kanten daherkommen, die scharf genug sind, um in die Tüte Löcher zu reißen, durch welche der Inhalt dann austritt. Ein Artikel auf merkur.de empfiehlt Frischhaltebeutel; die taugen wahrscheinlich wirklich ein bisschen mehr. Und: "Wer mag, kann die Fläschchen auch noch mit Frischhaltefolie abdecken." Zudem wird dort ein "Lifehack mit Luftballons" vorgestellt: "Man entnimmt die einzelnen Luftballons der Packung und schneidet sie jeweils in zwei ungleich große Teile. Den größeren Teil kann man so über den Verschluss der angebrochenen Shampooflasche stülpen, dass die Flüssigkeit nicht im Waschbeutel [...] auslaufen kann. Das Ganze lässt sich auch auf andere Behältnisse anwenden. Wichtig ist aber, dass der Luftballon Deckel und Flasche fest zusammenhält." Mit solchem Quatsch fange ich gar nicht erst an. Ich müsste mir zuerst Luftballons besorgen – Mülleimertüten hat man eh standardmäßig im Haus. Eine Alternative würden möglicherweise Reiseflaschen darstellen, nur sind diese in der Regel zu klein, mit maximal 100 ml Fassungsvermögen (um im Handgepäck auf Flügen erlaubt zu sein), und somit für längere Urlaube ungünstig. Sicherlich existieren auch größere Reiseflaschen, doch die nähmen wiederum zu Hause Platz weg, wenn man nicht damit unterwegs ist.

Daher mein Aufruf an die Kosmetikindustrie: Macht Shampoo- und Duschbadflaschen auslaufsicher! Vielleicht mal in Richtung Schraubverschluss denken? Meine Trinkflasche von Hydro Flask kann im Rucksack auf dem Kopf stehen oder wild hin und her rutschen, ohne dass ein einziger Tropfen austritt!

Sonntag, 14. Dezember 2025

... und sie schrie'n nach Klopapier

Im Juni 2017 hielt ich folgendes Rewe-Erlebnis fest:

Im Supermarkt kaufte ich unter anderem Kamille-Toilettenpapier. Bevor die Kassiererin das Produkt scannte, hob sie es an, hielt es sich vors Gesicht und unterzog es einer intensiven Geruchsprobe. Da musste ich grinsen.

Kamille! Ja, ich gebe es zu: Mit extravaganten Düften und Aromen, zumal in Verbindung mit dem Aufdruck "Limited Edition", kriegt man mich. Und mit "man" meine ich die Hersteller von Drogerieprodukten wie Weichspüler, Geschirrspülmittel oder eben Toilettenpapier. Diese Woche lockte abermals Rewe mit einem speziellen Angebot aus diesem Bereich: Zewa Ultra Soft "Wolkenweich" für 3,99 Euro. Diese Sorte ("NEU!") hat Zewa offenbar anlässlich seines 65. Geburtstags entwickelt. Ob das Papier wirklich weich wie Wolken ist und wonach es riecht, werde ich allerdings vorerst nicht erfahren, denn im Regal entdeckte ich eine weitere zeitlich limitierte, noch abgefahrenere Sorte namens "Mountain Glow". Da musste ich grinsen und gab dieser den Vorzug.

Sonntag, 4. Mai 2025

Die Crème der Unendlichkeit

Vor einigen Wochen habe ich einen leichten Riss an meinem Fuß mit dem Inhalt aus dieser Dose behandelt; man beachte das Ablaufdatum des Produkts:



Als ich die Dose zuschraubte, dachte ich: Wenn die leer ist, dann ist die erste Sekunde der Ewigkeit vergangen. Diesem Bild zugrunde lag natürlich die bekannte Erzählung von dem Vogel, der alle hundert Jahre seinen Schnabel an einem Berg wetzt – die erste Sekunde der Ewigkeit sei vergangen, sobald der Berg vollständig abgetragen sei. Aus welchem Märchen der Gebrüder Grimm stammt diese Analogie eigentlich?, fragte ich mich und recherchierte es. Antwort: Aus dem Märchen "Das Hirtenbüblein" (KHM 152). Und das ist nun ein wenig unheimlich, denn ein Hirte, wenngleich ein ausgewachsener, ist es ja, der den Deckel der Penaten-Dose ziert. Das oben zu sehende Logo ist allerdings veraltet! Seit 2009 begleitet den Schäfer nicht mehr ein Hund, sondern ein Schaf.

(Bild der Penaten-Website entnommen)

Dienstag, 31. Oktober 2023

Betr.: Franchises, Inhaltsstoffe, Meißen, Karussells

Ich habe eine Meinung: Popkultur-Franchises sollten nicht länger als für die Dauer einer Menschengeneration ausgewalzt werden. Stell dir vor, du warst 1982, als die Sitcom "Cheers" startete, bereits 40 Jahre alt. Dann bist du jetzt, wo das Spin-off "Frasier" ein Revival erhalten hat, ein veritabler Greis. Oder gar schon verstorben. Traurig.
Bei "Doctor Who" ist es natürlich noch krasser, die Serie feiert nächsten Monat ihr 60-jähriges Jubiläum. Wie viele, die von Anfang an dabei waren, werden das wohl noch miterleben? (Nun ja, zumindest eine Person fällt mir ein, die sogar in der allerersten wie auch der zuallerletzt ausgestrahlten Episode mitgespielt hat.) "Doctor Who" mag ein Sonderfall sein, weil es da einen deutlichen "Bruch" aufgrund der (TV-)Pause von 1989 bis 2005 gibt, wobei natürlich nicht wenige Fans existieren, die sowohl die alte als auch die neue Serie kennen und goutieren. Nein, halt, schlechtes Beispiel: Die Pause von "Frasier" war viel länger, die Finalfolge des Ur-Installments wurde im Mai 2004 ausgestrahlt. Das ist mal ein "Bruch"! Gute Güte.
Jedenfalls möchte ich nicht, dass beispielsweise "Star Wars" noch nach meinem Tode weitererzählt wird. Ich will nichts verpassen.

-----

Für Shampoos mit ungewöhnlichen Zusätzen habe ich nach wie vor ein Faible. Neuerdings fällt mir auf, dass der 08/15-Bestandteil Kokos gerne mit Jojoba-Öl kombiniert wird. Ich weiß nicht mal, was das ist. Mein aktuelles Haarwaschmittel (aus der stets feinen Garnier-Reihe) ist mit Banane. Das Abgefahrenste, was ich mir zuletzt in die Haare geschmiert habe, war Shampoo von Syoss mit violettem Reis. Dabei handelt es sich offenbar um ein neues Superfood. Fit for Fun wusste bereits 2019 zu berichten, dass die lila Variante "reichlich Anthocyane" enthält, "das sind pflanzliche Antioxidantien. Diese verleihen dem Reis – wie auch Himbeeren, Heidelbeeren, Rotkohl und Auberginen – ihre natürliche dunkle Färbung. Die Pflanzenfarbstoffe schützen zudem vor freien Radikalen und somit vor vorzeitiger Alterung, stärken die körpereigenen Abwehrkräfte und fördern die Sehkraft. Der hohe Gehalt an essentiellen Nähr- und Mineralstoffen in lila Reis ist sogar wissenschaftlich belegt." Und das kann unser Kopf freilich gebrauchen.

-----

Erst dieses Jahr habe ich gelernt, dass die seit 1885 unveränderte Verpackungsgestaltung von Lyle & Sons' Golden Syrup offiziell als "world's oldest branding" gilt. Letzte Woche jedoch erfuhr ich in der Meissener Porzellanmanufaktur dies: "Die blauen gekreuzten Schwerter wurden 1722 erstmals zur Kennzeichnung von Meissener Porzellan verwendet. Sie sind die älteste, ununterbrochen verwendete Marke der Welt."
Na gut, es gibt womöglich einen Unterschied zwischen einer Markenkennzeichnung und einem branding, der mir nicht bekannt ist. Geht man aber von einem Logo im weitesten Sinne aus, gewinnt das Weiße Gold aus Meißen.
Das wäre übrigens mit Fug mindestens 125.000 Euro bei "Wer wird Millionär?" wert: die Antwort auf die Frage, wie es offiziell heißt – A) Meißener, B) Meißner, C) Meissener oder D) Meissner Porzellan.

-----


Man braucht sich über die katastrophalen Defizite "unserer" Kinder in den Bereichen Lesen und Schreiben nicht zu wundern, wenn die Erwachsenen mit so schlechtem Beispiel vorangehen. Nach der Schreibung von Karussell wurde, apropos, auch mal bei "Wer wird Millionär?" gefragt, für mindestens 8000 Euro, soweit ich mich erinnere.
Mensch, gerade in Frankfurt sollte das Wort doch sitzen. Lernt man hier nicht schon im Kindergarten den Badesalz-Klassiker "Das Leben ist ein Karussell" kennen?

Samstag, 4. März 2023

Hähne nutzen beim Zähneputzen!

Auf der Zahnpastatube entdeckte ich eines Morgens diesen Aufdruck:


Wie gaga kann es noch werden?! Selbstverständlich lasse ich das Wasser nicht laufen, während ich mir die Zähne putze. Was sind das für Menschen, die erst von einer anthropomorphen Erdkugel darauf hingewiesen werden müssen? Ich dachte, solche gebe es nur in Hollywood-Filmen. Wobei es ja nicht nur dort, sondern auch im echten Leben offenbar üblich ist, die Dusche über den gesamten Duschvorgang hinweg laufen zu lassen. Den Hahn beim Einseifen abzudrehen scheint so speziell zu sein, dass es im (amerikanischen) Englisch sogar einen eigenen Ausdruck dafür gibt: Navy shower oder auch military shower. Das lernte ich erst 2019 durch einen Tweet von @Cuba_Libre_Jr.

Montag, 7. November 2022

Acht Köstlichkeiten


2 in 1; 3 in 1, das sind alte Hüte, ja selbst ein 4-in-1-Produkt kann man sich mit Leichtigkeit vorstellen. Dass einmal eine 8-in-1-Zahnpasta in mein Leben treten würde, hätte ich aber nicht für möglich gehalten,
yet here we are. Grund für den Gelegenheitskauf war der temporäre Preisvorteil gegenüber meiner (wie jede/r regelmäßig Lesende weiß) Stamm-Zahncreme Sensodyne Fluorid, und IN DIESEN ZEITEN muss man jedes Sonderangebot wahrnehmen.

Was sind nun die acht Features und Effekte von Colgate Komplett 8in1 Ultra Weiß? Diese:

  1. Kariesschutz
  2. Plaqueentfernung
  3. Zahnschmelzschutz
  4. Zahnhalskariesschutz
  5. Reinigung
  6. Frischer Atem
  7. Weißere Zähne
  8. Großartiger Geschmack
Da wäre sogar noch mehr drin gewesen. Irgendwas mit Zahnfleischpflege zum Beispiel.

PS: Als Inhaber eines chinesischen Restaurants würde ich ein Gericht anbieten namens "Acht Köstlichkeiten und eine Widerwärtigkeit".

Freitag, 22. Oktober 2021

*sport*

Ich habe ein neues Verb gelernt:

dufen
ich dufe
du dufst
er/sie/es duft
wir dufen
ihr duft
sie dufen

Zuerst begegnet ist es mir im dm auf einer Duschgelflasche.


Ich habe das Produkt trotz des blödsinnigen Namens "Invincible Sport" dann auch gekauft, aber (ich schwöre!) nicht nur, um es zu Hause abzufotografieren, sondern auch, weil ich daran interessiert war, wie Kampher riecht. Wann pflegt man sich schon mal mit Kampher, ja: Wozu wird Kampher eigentlich sonst so verwendet? Wikipedia schreibt: "Campher wird in Feuerwerkskörpern, teilweise in Sprenggelatine und in Mottenabwehrmitteln verwendet." Herrlich!

Die "fruchtig-orientalische Note", die der Aufdruck auf der Rückseite verspricht, kann ich bestätigen; ganz leicht wurde ich an Ingwer erinnert. Wie hoch der Anteil an K/Campher ist, wird leider geheimgehalten. Hoffentlich nicht zu hoch, denn: "Campher wirkt auf das zentrale Nervensystem und die Niere, in höheren Dosen auch (analeptisch) auf das Atemzentrum. Er ist durchblutungsfördernd und schleimlösend, kann aber auch zu Übelkeit, Angst, Atemnot und Aufgeregtheit führen. In Überdosis oral eingenommen, kommt es zu Verwirrtheits- und Dämmerzuständen, Depersonalisation, extremen Déjà-vu-Erlebnissen, Panik und akuten tiefgreifenden Störungen des Kurzzeitgedächtnisses bis hin zu Amnesie und epileptischen Anfällen. Die tödliche Dosis für einen Erwachsenen liegt bei 0,1 g/kg Körpermasse." Aber ich bin bisher eh noch nicht in Versuchung gekommen, das Zeug zu trinken.

Dienstag, 18. August 2020

Verduftet

Heute habe ich, was längst überfällig war, meine Kaffeemaschine und meinen Wasserkocher entkalkt, oder sagen wir: Ich habe sie mit Entkalker behandelt. Vollständig von den hässlichen weißen Verkrustungen befreien lassen sich die Geräte nicht mehr. Das Wasser ist hier halt wirklich sehr kalkhaltig.

Ich muss feststellen, dass auch die Verkalkung in meinem Gehirn fortschreitet. Letzte Woche habe ich zum ersten Mal vergessen, Parfüm aufzutragen, bevor ich das Haus verließ. Erst etwa eine Stunde später bemerkte ich es, als ich dachte: 'Hm, kann es sein, dass ich etwas unfrisch bin?' Da kann man mal sehen bzw. riechen, dass der Mensch nach einer Weile in abartiger Hitze wirklich unfrisch ist; mit Eau de Toilette o.ä. übertüncht er nur die gröbsten olfaktorischen Auswirkungen. Zum Glück hatte ich noch einen Not-Deoroller dabei. 

Nebenbei: Sind Eau de Toilettes (oder heißt es "Eaus de Toilette"?) und Parfums (oder heißt es "Parfüme"?) im Zeitalter von Rexona, Axe & Co. nicht im Aussterben begriffen? Das benutzen doch nur noch so altmodische Käuze wie ich, die auch einen Regenschirm und eine Armbanduhr besitzen ...

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Kurz getestet: Balea-Schönheitsgeheimnisse


1. Das vitalisierende Duschgel mit Yuzu riecht sehr zitronig, was nicht verwundert, enthält es doch "citric acid" (Zitronensäure), "citrus limon fruit extract" (gemeint sind wohl Extrakte der Früchte von Citrus × limon, vulgo Zitronen), "limonene" (Limonen, "ein Naturstoff aus der Gruppe der Terpene"; Wikipedia) und "hydrogenated palm glycerides citrate" (letztlich Palmölfett). Auszüge der ostasiatischen Yuzu-Frucht werden, anders als es der Vorderaufdruck vermuten lässt, für dieses Duschgel nicht verwendet, was das Etikett auf der Flaschenrückseite immerhin einräumt: "... inspiriert von den Früchten Japans". Ich mag's ganz gern.


2. Das reparierende Shampoo mit Macadamia-Öl enthält tatsächlich Macadamia-Öl, daneben Extrakte von Hänge-Birken-Blättern sowie Karamell, was man leider ein wenig zu stark wahrnimmt. (Es ist jedoch nichts im Vergleich mit dem Karamell-Duschgel, das es ebenfalls von der dm-Eigenmarke gibt.) Pickt man sich aus der langen Liste der Inhaltsstoffe wahllos einen heraus, findet man leider auch Bedenkliches: Peg-4 Rapeseedamide steht etwa im Verdacht, die Barrierefunktion der Haut zu schwächen, und Ascorbyl-Palmitat (Vitamin C) muss nicht, aber kann aus Palmöl gewonnen worden sein; darauf, dass es das in diesem Fall ist, würde ich glatt wetten.

Fazit: Beide Produkte sind angenehm und aromatisch, wenn auch Geschmackssache (vor dem Kauf Geruchsprobe nehmen!). Für den unschlagbar niedrigen Preis darf man freilich keine hochwertigen Bio-Zutaten erwarten.

Dienstag, 24. September 2019

Gut ausgedrückt

Eine Sache, die ich sehr, sehr schlecht beherrsche, ist das Schätzen der verbleibenden Zahnpastamenge in einer Zahnpastatube. Immer wenn ich denke, das war jetzt die allerletzte Portion, die ich aus einer Tube rausholen konnte, reicht der Inhalt noch für mindestens drei weitere Putz-Sessions. Daraus könnte ich ja eine Gedächtnisstütze ableiten (etwa: "Wenn die Tube zum ersten Mal leergepresst erscheint, sind noch 3+x Portionen drin"), aber das will mir nicht gelingen. Das Gute an dieser gewiss meinem Grundpessimismus geschuldeten Lernschwäche ist, dass ich immer ausreichend Zahncreme im Hause habe.

Sonntag, 9. Juni 2019

Fern-östlicher Duschwahn


Manchmal muss man sich was gönnen! Aber was heißt "gönnen"? Erstens ist das hier abgebildete Produkt nicht sooo teuer, zwotens hatte ich eh noch einen Gutschein für Douglas übrig. Dort habe ich kürzlich intensiv von den Duschprodukt-Testbecken Gebrauch gemacht. Tolle Sache! Von Rituals gibt es mehrere Duschschaum-Sorten, eine wohltuender und lieblicher duftend als die andere. Mitgenommen habe ich dann The Ritual of Sakura, enthaltend "organic rice milk & cherry blossom". Ein paar verquaste Worte auf dem Spender geben dieser japanischen Spezialität, die eine ungewohnte, Rasiergel ähnliche Konsistenz hat und von der man intuitiv immer zu viel in die Handfläche presst, einen esoterischen Anstrich, den man aber easy ignorieren kann.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Malz verloren (Enter the Atrix)

Heute möchte ich ausdrücklich von einem Produkt abraten: dem löslichen Malzkaffee von dmBio. Ich bin ein großer Fan der Lebensmittelabteilung von dm, aber beispielsweise Caro-Kaffee oder der Instant-Malzkaffee von Alnatura ist um Welten besser. Entscheidender Minuspunkt des dm-Produkts: Es verklumpt nach nur wenigen Wochen. Ach, was sag ich – es gibt seine Pulverigkeit komplett auf, verhärtet zu einem Stück Kohle, lässt sich nicht mal durch wiederholte Messerhiebe re-granulieren. Daumen runter!

Und wo ich schon mal beim Thema Drogerie bin: Jahrelang habe ich tagein, tagaus die Klassik-Handcreme von Nivea benutzt. Der Abwechslung halber wollte ich ein einziges Mal der Creme von Atrix eine Chance geben und kaufte diese. Doch ich werde damit nicht "warm". Die Konsistenz sagt mir nicht zu, der Geruch stößt mich ab. Das sind, möchte ich betonen, subjektive Empfindungen.

Mittwoch, 25. Juli 2018

Ganz schön albern, gel(l)?

Ich habe zwei weitere Sorten der Aromadusche-Serie "created by Michalsky" von Tetesept getestet. Nummer 03, ein transparentes Gel in weißer Flasche, heißt und enthält "Gletscherwasser | Baumwolle | Grüne Minze | Weißer Tee | Edelweiß" und kommt meiner Idealvorstellung eines Duschbades sehr nah. 9/10 Punkten.
Nummer 01, "Vulkanwasser | Aktivkohle | Hanf | Oud | Tabak", geht mir ein wenig zu sehr in Richtung Alte-Herren-Duft, ist dafür aber pechschwarz, weil an Aktivkohle offenbar nicht gegeizt wurde. Insgesamt wohlwollende 6/10.


Sonntag, 6. Mai 2018

(Schmerz)empfindliche Veränderungen

Endlich hatte die Drogerie meines Vertrauens wieder Sensodyne Fluorid vorrätig. Als wäre das noch nicht Grund genug zur Freude gewesen, fiel mir zu Hause dieser Aufdruck knapp unter der Tubenfalz auf: 


Nicht etwa eine "neue Formel", sondern eine "neue Formulierung" hat man meiner Lieblingszahncreme angedeihen lassen! Worin die Neuheit konkret besteht, konnte ich nicht ermitteln, selbst die Produkthomepage schweigt sich darüber aus. Eins jedoch fiel mir beim ersten Putzen sofort auf: Der Geschmack hat sich geändert, und zwar deutlich. Wenigstens nicht zum Schlechten. Wie viel Aufregung kann ein Leben vertragen?, frage ich euch.

Freitag, 4. Mai 2018

Nähren statt Brennen

Die Rote Mosambik-Speikobra gilt als eines der fiesesten Reptilien Afrikas. Mit unheimlicher Präzision schleudert sie ihren Toxincocktail auf Menschen. Trifft dieser "ein Auge, reagiert die empfindliche Hornhaut mit starken brennenden Schmerzen. Im ungünstigsten Fall führen die Verätzungen schließlich zur Erblindung." (Spektrum.de) Was viele nicht wissen: Dieses Schlangengift ist ein traditioneller Bestandteil von Shampoos der Marke Head & Shoulders. Na gut, das ist eine haltlose Unterstellung meinerseits, aber ich habe schon so oft so qualvolle Schmerzen beim Haarewaschen mit Head & Shoulders erlitten, dass ich mir nicht vorstellen kann, was sonst dafür verantwortlich sein könnte. Selbst wenn nur eine winzige Menge in Form eines niedrig konzentrierten Wassertropfens in mein(e) Auge(n) gerät, möchte ich schreien wie ein Vieh. Als es mir zuletzt passiert ist, habe ich denn auch die noch halbvolle Flasche mit dem teuflischen Haar"pflege"mittel in den Mülleimer geworfen.

Wie un- bzw. liebreizend sind dagegen die erlesenen Zutaten der neuesten Kreation aus dem Hause Garnier! Nicht nur enthält die Sorte "Kokosmilch & Macadamia" Kokosmilch und Macadamia, sie ist auch frei von Silikonen und Parabenen und zudem nährend. Ja, man spürt regelrecht, wie das Haupthaar schmatzend an der weißen Aromatisch-Substanz sich gütlich tut. Testet's halt selbst! (Nicht bezahlter Artikel)

Donnerstag, 26. April 2018

Zweierlei Wohlriechendes

1.)

Jedes Mal bekomme ich bei meinem Stammfriseur am Ende der "Behandlung" diese wunderbar zitronige Tinktur auf den Kopf geschmiert. Gestern habe ich endlich gefragt, ob ich eine Flasche davon kaufen könne. Konnte ich! Von nun an werde ich es täglich verwenden. Das türkische Wässerchen verleiht nicht nur einen viele Stunden anhaltenden Duft, es festigt das Haar auch zuverlässig, ohne es wie andere Frisurformstoffe unnatürlich zu verhärten. 

2.)

Bei dm sah ich dieses Duschgel (genauer: "2 in 1 Aromadusche & Shampoo") stehen und nahm es selbstredend mit, weil es NEU war. Es gibt noch drei andere, ebenfalls interessant aussehende und riechende Sorten, aber ich entschied mich zunächst für die herrlich erfrischende, dabei äußerst hautschmeichelnde, sanfte Nummer 02. Erst zu Hause sah ich, dass die Firma Tetesept dahintersteckt, von welcher ich meiner Erinnerung nach noch nie ein Duschbad besessen habe.

Freitag, 20. April 2018

Plane auch du Wirtschaft!

Am Mittwoch war ich zuerst bei Rewe, um ein paar Lebensmittel zu kaufen. Als ich am Regal mit der von mir gern verwendeten Zahnpasta Sensodyne Fluorid vorbeilief, wollte ich schon zugreifen, dachte aber: 'Ach, wozu? Ich gehe eh im Anschluss zu dm, hole ich sie doch dort.' Diesen Gedanken sollte ich wenig später bereuen: Im dm war Sensodyne Fluorid nicht vorrätig! Und nicht nur dort, sondern auch in einer anderen dm-Filiale ganz in der Nähe. Was für Sitten!

Mein Schimpf gilt nicht der Drogeriekette allein, denn auch im Rewe musste ich mehr als einmal erleben, dass Waren des täglichen Bedarfs einfach restlos ausverkauft waren, z.B. Kokosmilch. Wäre ich ein tumber Grantler aus der "Danke, Merkel!"-Reihe, würde ich eine Zunahme bundesweiter Lieferengpässe bei der Grundversorgung unserer Märkte imaginieren und darin ein weiteres Indiz für den Untergang Deutschlands ableiten. Naheliegender scheint mir das Übliche: Mitarbeiterabbau und infolgedessen Überforderung und Nachlässigkeit, sodass hie und da mal eine Nachbestellung versäumt wird.

Im Zuge dieser ärgerlichen Affäre habe ich übrigens gelernt, dass es sich lohnt, der Drogerie dem Supermarkt den Vorzug zu geben, wenn man Drogerieprodukte braucht: Die Tube Sensodyne war bei Rewe mit 1,99 € bepreist, während sie bei dm lediglich 1,65 € gekostet hätte (bei Tegut wiederum, wie ich vorhin sah, sogar 2,49 €)! Da ich mich um den Niedrigpreisvorteil des Einzelhandels betrogen sehe, habe ich bis jetzt aus Protest gar keine neue Zahncreme gekauft. Schließlich besitze ich noch einen höchst bemerkenswerten Ersatz, von dem ich im nächsten Beitrag erzähle ...

Dienstag, 9. Januar 2018

Nervenkitzel Produktbegutachtung?

Bevor ich Shampoo, Duschgel, Weichspüler etc. kaufe, lasse ich es mir nicht nehmen, das ins Auge gefasste Produkt noch im Laden zu öffnen, einerseits um eine Riechprobe zu nehmen, andererseits – im Falle von Waschmittel (seit dem Waschmittelflaschenvorfall) – um zu überprüfen, ob sich die Flasche überhaupt öffnen lässt. Ich habe dabei bisher stets ein leicht schlechtes Gewissen gehabt und diese Schnelltests nur in unbeobachteten Momenten durchgeführt. In der Online-Community "Kleiderkreisel" wurde diese delikate Angelegenheit ausgiebig diskutiert. Die Meinungen gehen weit auseinander, von "find ich ätzend und wenn ich es beobachte unterbinde ich das auch immer" über "Mal dran schnuppern ist ok, aber Versiegelung öffenen oder es gar benutzen geht gar nicht!!" bis "Das mach ich auch... bevor man etwas kauft, das nach Vanillepudding riecht". Die überwiegende Intuition scheint aber meiner zu entsprechen: dass Duftschwaden aus Behältnissen zu pressen noch vertretbar ist, in Niveadosen rumzurühren indes "meeeegaeklig".
Was tatsächlich akzeptabel ist, erfuhr ich neulich in einem Stern-Bericht über die Kette dm. "Wer möchte, soll so ausgiebig wie ungeniert Shampoos aus Tuben drücken, Finger in Cremetöpfe tauchen oder Teststifte auf Lippen schmieren. Langmut gehört zum Geschäftsmodell", heißt es darin. Mit dem Segen von Drogeriechef Götz Werner dürfen wir uns also benehmen wie die Schweine. Mysophobe sollten besser ausschließlich Waren von ganz hinten aus den Regalen nehmen.

Montag, 5. Juni 2017

Ich wäre gern Garnier-Gourmet

Auszug aus einem Mr.-Lovenstein-Comic:


So geht es mir auch! Nachdem ich mich damals schon zurückhalten musste, das Vanille-Papaya-Shampoo von Garnier nicht hinterzuschlürfen, habe ich seit kurzem dieses neue appetitanregende Haarwaschmittel aus der Reihe "Wahre Schätze" im Badezimmer stehen:


Es enthält Rizinusöl und Ahornsirup, beides Stoffe, die man auf Anhieb nicht mit Wohlgeruch verbindet. Der Text auf der Flaschenrückseite geht auf diesen Aspekt auch gar nicht ein, sondern klärt uns über "revitalisierende" bzw. "nährende und stärkende Eigenschaften" auf. Mir ist das egal; auch dass die Ingredienzien einerseits aus nachhaltigem Anbau stammen, andererseits zum Teil gruselig synthetisch klingende Namen haben: geschenkt. Auf den Duft kommt es an, und der ist superb!

Schlechte Erfahrungen habe ich dagegen mit einem anderen großen Kosmetikhersteller gemacht: Die Aerosoldosen, in denen der "Sensitive"-Rasierschaum von Palmolive steckt, versagen regelmäßig den Dienst! Entweder kommt trotz kräftigem Drücken überhaupt nichts raus oder der Inhalt spritzt und sprotzt in flüssigem (!) Aggregatzustand in alle Richtungen. Was für ein Ausschuss. Die beste Rasiercreme ist meiner Meinung nach das exklusiv bei dm erhältliche "Balea Men Ultra Sensitive Rasiergel". (Nicht bezahlte Reklame)

Samstag, 1. Oktober 2016

Dies ist ein Test

Jahrelang habe ich mich immer wieder milde erbost, wenn ich auf einem Kosmetik- oder Haushaltsartikel das Siegel "Dermatologisch getestet" vorfand. Das sagt schließlich erstmal überhaupt nichts aus! Der dermatologische Test kann ja auch haarsträubend schlecht ausgefallen sein. "Dermatologisch getestet und als höchst bedenklich eingestuft" ist mir als Aufdruck jedoch nie untergekommen, nur die ewig gleiche Floskel. Als ich letzte Woche eine Flasche Kuschelweich kaufte, war ich überrascht ob dieser Entdeckung:


"... und bestätigt"! Das ist zwar immer noch verhältnismäßig vage (Was wurde denn bestätigt? Der Anfangsverdacht, dass der Weichspüler feuerrote Hautreizungen hervorruft?), aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Dass ich mich ausgerechnet für das wohl kitschigste Weichspülerkonzentrat entschieden habe, möchte ich übrigens damit entschuldigen, dass das Produkt 1.) im Sonderangebot war und 2.) ganz nett riecht. Letzteres hatte ich bereits im Laden überprüft. Ohne vorherige Geruchsprobe kaufe ich überhaupt kein Waschmittel mehr, seit ich einmal mit "Spee Sensitive" dufttechnisch gehörig ins Klo gegriffen habe. Zudem kann man dabei gleich sicherstellen, dass sich die Flasche öffnen lässt, was bekanntlich keine Selbstverständlichkeit ist.